Hallo!
Ich versuche mein Handy mittels TDA7052A an einen Lautsprecher
anzuschließen.
So habe ich den TDA7052A angeschlossen:
1 - 9V Block-Batterie (+)
2 - Kopfhörerausgang Handy
3 - Kopfhörerausgang Handy
4 - Drehpotentiometer
5 - Lautsprecher
6 - 9V Block-Batterie (-)
7 - nichts
8 - Lautsprecher
Potentiometer:
Hat ja zwei äußere Anschlüsse und einen in der Mitte. Einen äußeren
Anschluss habe ich an die 9V Block-Batterie (+) gehängt, den mittleren
Anschluss an Pin 4.
Leider kommt beim Lautsprecher nichts an; wenn ich den Kopfhörerausgang
direkt anschließe kommt nur sehr leise Musik.
In dem anderen Beitrag habe ich gelesen dass man bei Handys eventuell
einen Kondensator braucht? Stimmt das und was für einen?
Vielen Dank :)
"Lediglich die im Datenblatt angegebenen Kondensatoren von 220 µF und
100 nF zwischen Betriebsspannung und Masse muß man ihm gönnen."
Was heißt das genau?
Und doch: Der TDA7052A hat einen Lautstärkeregler (der TDA7052 nicht).
Stimmt, ich habe das A überlesen. Im Datenblatt ist ein 1M Poti zwischen
Pin 4 und Masse angegeben, parallel dazu ein 1u Elko.
Jan K. schrieb:> "Lediglich die im Datenblatt angegebenen Kondensatoren von 220 µF und> 100 nF zwischen Betriebsspannung und Masse muß man ihm gönnen.">> Was heißt das genau?
Im Datenblatt steht, dass man einen 100n und einen 220u Kondensator nahe
des Pin 1 gegen Masse schalten soll.
Die sind zur Entstörung.
Schau dir doch mal das Datenblatt an. Google -> tda7052a datasheet
Englischkenntnisse wären von Vorteil.
Vielen Dank erstmal!
Potentiometer:
"Hat ja zwei äußere Anschlüsse und einen in der Mitte. Einen äußeren
Anschluss habe ich an die 9V Block-Batterie (+) gehängt, den mittleren
Anschluss an Pin 4."
Soll ich den dan trotzdem an (+) vom 9V-Block hängen, wenn der
Kondensator an die Masse (-) geht?
Bitte einen Schaltplan.
Elektroniker verständigen sich nicht in Prosa!
Jan K. schrieb:> Einen äußeren Anschluss habe ich an die 9V Block-Batterie (+) gehängt,> den mittleren Anschluss an Pin 4.
Könnte sein, dass du damit deinen Baustein kaputt gemacht hast. Denn in
den Absolute Maximum Ratings im Datenblatt steht:
V4 input voltage pin 4 -> max. 8V
Wofür schreiben Hersteller eigentlich Datenblätter und Applikationen?
Weil der Pin4 eine Stromquelle ist, wird maximale Lautstärke herrschen,
wenn nichts am Pin 4 angeschlossen ist. Probier das doch mal aus.
Und: poste einfach mal ein brauchbares Foto von deinem Aufbau...
Jan K. schrieb:> 3 - Kopfhörerausgang Handy> ...> 6 - 9V Block-Batterie (-)
Neben den fehlenden Kondensatoren und dem falschem Poti-Anschluss fehlt
noch:
3 und 6 müssen verbunden werden = gemeinsamer GND!
Gruß Dietrich
Danke für die Tipps!
Funktioniert jetzt alles so wie es muss, bis auf die
Lautstärkeverstellung.
Es gibt nur "0" und ein bisschen weiter gedreht "100"... Wenn man dann
noch weiter dreht verändert sich die Lautstärke nicht mehr.
Im Datenblatt steht ja max 8V an Pin 4, ich hab 9V wegen dem 9V-Block.
Ich dachte an einen (Vor)widerstand..
Und im Datenblatt steht auch, dass sich die Lautstärke nur zwischen 0,0V
und 1,6V regulieren lässt: 0,0V entspricht mute und 1,6V voller
Lautstärke.
Das heißt dass ich mit einem Widerstand 7,4V "vernichten" sollte und
dann mit dem Drehpotentiometer nur noch zwischen 0,0V und 1,6V
umschalten sollte - Das wäre ideal.
Der 9V-Block hat eine Stromstärke von 550 mAh, nach dem Ohmschen Gesetz:
R = U/I
R = (9V - 1,6V) / 0,55 Ah = 7,4V / 0,55 Ah = 13 Ohm
Das kann irgendwie nicht stimmen..
Könnt ihr mir helfen?
Jan K. schrieb:> R = (9V - 1,6V) / 0,55 Ah = 7,4V / 0,55 Ah = 13 Ohm
Falsch.
Die Angabe mit 550mAh ist die Kapazität der Baterrie und kein fließender
Strom.
Um einen Widerstand zu berechnen musst du den Strom, der durch diesen
fließt und die Spannung die an ihm abfällt kennen. Mal so nebenbei.
Beschalte es einfach nach dem Datenblatt.
http://vrtp.ru/uploads/post-46-1350749874.jpg
Ok, danke!
Was ist dann der Strom, der durchfließt?
Im Datenblatt wird der IC aber mit 6V angeschlossen, ich verwende aber
einen 9V-Block.
Das ist das Problem...
Jan K. schrieb:> Was ist dann der Strom, der durchfließt?
Schau mal unter Fig. 5 auf Seite 7 im Datenblatt.
> Im Datenblatt wird der IC aber mit 6V angeschlossen, ich verwende aber> einen 9V-Block.>> Das ist das Problem...
Das ist kein Problem, denn der IC hält 18 V aus. 6 V sind nur eine
empfehlung des Herstellers.
ich hatte mir einfach einen einzelnen wert erhofft..
weil die spannung ändert sich ja immer.
wie soll ich da jetzt den widerstand rechnen?
bei max 1,6V habe ich max. 40 µA?
R = 7,4V / 0,04 Ah = 185 Ohm
Habe es mit einem 220 Ohm Widerstand ausprobiert aber hat nichts
gebracht.
Jan K. schrieb:> bei max 1,6V habe ich max. 40 µA?>> R = 7,4V / 0,04 Ah = 185 Ohm
^
Das "h" lässt Du erstmal weg! Und dann sind das µA, also 3 Zenerpotenzen
weniger. Das Ergebnis ist dann 1000x so groß, d.h. also 185 kOhm.
Aber vielleicht hast Du das IC mit den +9V am Pin 4 ja schon getötet.
Den "Absolute Maximum Ratings" sind die Werte, bei denen der Hersteller
das Überleben nicht mehr garantiert (Zerstörgrenze!). Richtig
funktionieren muss es dabei aber nicht mehr.
Gruß Dietrich
Vielen Dank!!
Ich hab noch einen zweiten IC falls ich den ersten kaputt gemacht haben
sollte - Aber eigentlich funktioniert er noch sehr gut :)
Ich bestell jetzt einen Widerstand mit 185 kOhm.
http://www.reichelt.de/1W-5-1-0-k-Ohm-820-k-Ohm/1W-180K/3/index.html?;ACTION=3;LA=2;ARTICLE=1791;GROUPID=3071;artnr=1W+180K
Müsste funktionieren, oder?
Damit hab ich dann (wenn der Drehpotentiometer bei 0 Ohm Widerstand ist)
noch 1,6V durchlass und wenn der Drehpotentiometer bei 100 M-Ohm ist,
dann hab ich keinen durchlass mehr - Stimmt das dann?
Oder soll ich von den 9V aus meinem 9V-Block auf 6V (Datenblatt) runter?
Das wären dann 75 kOhm...
Nimm lieber ein 1 M Poti, wie im Datenblatt und gut ist.
Wo kommen die 75kOhm her und wo sollen die hin?
Als Versorgung kannst du deinen 9V Block ohne Probleme nehmen.
Wenn du dem nicht Vertraust kannst du einen Spannungsregler 7806 nehmen,
aber du musst darauf achten, dass dein 9V Block immer mehr als 8 V
bereit stellt, was er bei halber Entladung nicht mehr ganz schafft. Wenn
er leer ist sind es sogar nur noch 5,4 V.
Sorry, natürlich hab ich einen 1M-Ohm Poti, nicht 100M-Ohm...
Okay, dann lieber keinen Spannungsregler - Hatte ich sowieso nicht vor.
Diese 75 kOhm hätte ich zwischen 9V-Block (+) und Vp gehängt...
Dann hätte ich die gleichen Bedingungen wie im Datenblatt und mit einem
1M-Ohm Poti auch sicher die richtige Funktion..
Die Lösung war tatsächlich ein 68 kOhm Widerstand - Zwar ist die
Lautstärkereglung immer noch nicht so wie man es sich wünschen würde
aber durch diesen Widerstand hat man eine "Endstufe", das heißt dass der
Verstärker nur bis zu einem gewissen Punkt verstärkt, nämlich diese
maximal 8 Volt und nicht die 9 Volt von der Blockbatterie.
Thema geschlossen.