Hallo Folks,
welchen Microcontroller kann man für Anfänger empfehlen, der eine
eingebaute USB Schnittstelle hat?
Das Problem ist, dass ich kein LPT habe und auch kein Com Port.
Ich weiß, dass es ein USB-COM Kabel gibt (auch in der Elektor), aber ein
Chip der direkt USB unterstützt währe mir lieber.
Sind diese viel komplizierter zu beschalten als einer der "alten"
chips`?
Welche "Einsteiger" gibts in dem Bereich?
Wichtig sind wohl für mich erstmal nur Timer, PWM, AD Wandler...
Halt ein einfacher Chip.
Für Vorschläge bin ich dankbar!
Ich glaube µCs, die direkt über USB Programmierbar sind wirst du nicht
finden. Alle µCs arbeiten mit anderen Verbindungen (ISP, JTAG etc.)
Was du aber machen kannst ist dir einen USB-Programmer zu kaufen. Da
wäre z.B. USBprog, kostet 32€ und damit kannst du unter anderem die
ganzen AVRs programmieren.
Super, dass Anfänger jetzt auch schon eine eingebaute USB-Schnitte
haben:
>:>welchen Microcontroller kann man für einen Anfänger empfehlen, der eine>eingebaute USB Schnittstelle hat?>:
Bitte den Text vor dem Senden nochmal durchlesen
und kontrollieren, ob andere das auch verstehen.
Willst du jetzt einen uC mit USB programmieren,
oder willst du einen uC über USB programmieren?
Oder beides?
einen uC, den du direkt out-of-the-box (also so wie er ausem laden
kommt) via USB programmieren kannst, gibt's nicht. was du machen kannst,
ist einen USB-bootloader in den uC brennen, danach kannst du den uC
später immer per USB und ohne brenner programmieren (das mache ich mit
meinen PICs so - sehr(!) konfortabel). ...aber den USB-bootloader musst
du beim ersten mal auch zuerst konventionell hinein brennen. wie du
siehst, brauchst du immer einen brenner.
für PICs gäbe es die möglichkeit, dass du dir von jemandem ein einziges
mal einen PIC18F2550 mit spruts brenner8/9-software brennen lässt, dänn
hättest du sehr kostengünstig einen USB-brenner für PICs.
http://www.sprut.de/electronic/pic/projekte/brenner8http://www.sprut.de/electronic/pic/projekte/brenner9
möchtest du jedoch Atmels-uCs verwenden, so helfen dir besser andere
(ich kenne mich bei Atmels zu wenig gut aus)
Master Snowman wrote:
> einen uC, den du direkt out-of-the-box (also so wie er ausem laden> kommt) via USB programmieren kannst, gibt's nicht.
Da muß ich widersprechen.
Atmel hat 8051-er mit USB-Bootloader ab Werk, z.B. AT89C5131
Ich finde allerdings auch nen extra UART-USB Umsetzer einfacher.
Man kann seine Schaltung abziehen oder ausschalten ohne daß gleich der
USB sich abmeldet und dann die PC-Anwendung abstürzt.
Die wenigsten Programme mögen es, wenn man ihnen die USB-UART unterm
Hintern wegzieht bzw. können dann die Verbindung nicht wieder
herstellen.
Peter
> einen uC, den du direkt out-of-the-box (also so wie er ausem laden> kommt) via USB programmieren kannst, gibt's nicht.
Diese Aussage stimmt nicht.
- Der Cypress FX2 (8051 kompatibel) wird ohne jegliche Vorprogrammierung
direkt über USB programmiert.
- Die AT91SAM-Serie (ARM7 kompatibel) ist mit einem USB-Bootloader
vorprogrammiert. Wenn man den nicht zufällig mal löscht, braucht man
hier auch keinen ISP oder JTAG.
- Bei den AT90USB Chips weiss ich momentan nicht, ob die den
USB-Bootloader sogar auch schon vorprogrammiert haben. Müsste man mal
nachsehen.
Gibt sicherlich noch andere.
Ed gibt auch noch den AT89C51SND1C, der sofort über USB programmierbar
ist. Dazu braucht man nur 3 Widerstände und eben den USB Anschluss.
Allerdings musst du dir dafür eine Platine ätzen (lassen), da er im
TQFP80 Gehäuse kommt. Dabei hat er auch einen MP3 Dekoder integriert,
dafür aber keine PWM (müsste man also selbst programmieren über Timer
z.B.).
Habe mir eine solche Platine gebaut, die ich direkt am USB betreiben und
flashen kann.
Michael wrote:
> - Bei den AT90USB Chips weiss ich momentan nicht, ob die den> USB-Bootloader sogar auch schon vorprogrammiert haben. Müsste man mal> nachsehen.
Die AT90USB MC haben von Werk aus einen Bootloader. Man kann also ganz
einfach mit dem kostenlosen Programm "FLIP" (Atmel) seinen Code über USB
auf den AT90USB flashen.
@Jo Sen:
Danke, ja ich hatte das so was in Erinnerung. Wird Zeit, dass meine
Platinen kommen, dann kann ich meine AT90USB1286 verbauen. :-)
Kleine Ergänzung zu den AT91SAMs. Ich glaube mich zu erinnern, dass der
Bootloader sogar bei zufälligem Löschen jederzeit hardwaremässig
wiederhergestellt werden kann. Also käme man hier auf jeden Fall
vollständig ohne Programmer aus.
Der Cypress Chip CY7C68013A kann direkt über USB geladen werden, und
zwar OHNE dass dort ein Programm drin ist.
Also einfach einstecken in den USB Port, und über die USB Befehle
(PC-Programm) das Reset-Register setzen, was in das RAM rein laden und
dann das Reset Register wieder weg nehmen, programm läuft.
Ohne Flash, ohne Programmer, einfach so. Also die Firmware wird immer
zum PC Programm passen da der PC ja diese immer rein lädt.
Ich habe den Vorgänger AN2131SC sehr oft eingesetzt und bei meinen
Kunden gibt es mit dieser Technik nie probleme mit FW-Update.
Nachteil: Ohne PC Programm macht die CPU nix, da kein Programm drin
läuft, ist für meine Applikation auch keine Einschränkung.
> Nachteil: Ohne PC Programm macht die CPU nix, da kein Programm drin> läuft, ist für meine Applikation auch keine Einschränkung.
Na ja, man kann beim FX2 Chip auch ein kleines serielles I2C EEPROM
anschliessen, aus dem der dann beim Reset seine Firmware zieht.
> Ähm,> weiß eigentlich noch jemand, wie die ursprüngliche Frage war ;-)
->
"welchen Microcontroller kann man für Anfänger empfehlen, der eine
eingebaute USB Schnittstelle hat?"
Steht übrigens oben im ersten Post ;-)
ok, da hab ich wohl was dazugelernt (wusste nicht, dass es solche uCs
gibt - schön). dann scheinen die entsprechenden Atmels für Usb Fan das
richtige zu sein, sofern sie für anfänger geeignet sind.
Also,
es sollte erstmal möglich sein über USB software aufzuspielen.
Am besten out of the box.
Ob man dan noch software schreiben kann, die kommunikation über USB
erlaubt, währe nett, aber nicht notwendig.
Momentan nutze ich einen IO warrior. Dann kann ich über USB auf meine
Chips software spielen.
Der IO warrior kostet aber 10x mehr als mein Atmel uC.
Darum liegt der Gedanke nahe, auf ein USB Derivat umzusteigen.
Ich verstehe nicht ganz, was du dagegen hast USBProg zu nutzen? Damit
kannst du über USB deine Atmels (und noch viele andere) programmieren.
Ist es letzten endes nicht das was du willst?
Wenn du einen µC nimmst, wo der Bootloader das Uploaden über USB
ermöglicht...was machst du dann wenn der Bootloader mal kaputt ist oder
ausgetauscht werden soll?
Auf die Gefahr hin, dass jetzt alles wiederholt wird, aber neben den
Cypress FX2 kann man auch einen AT91SAM nehmen, falls man keine Lust auf
8051er hat. Generell gilt aber wohl, wenn man Rechenleistung braucht,
dann eher einen Arm7 (wie den AT91SAM), und wenn man Portgeklappere
braucht, dann macht sich der FX2 auch nicht schlecht.
Der Originalposter braucht aber auch noch ADCs, PWMs und ein paar andere
Spielereien, die der FX2 nicht hat. Daher würde ich jetzt den AT91SAM
empfehlen. Der ist recht leicht anzuschliessen, hat einen
vorprogrammierten USB-Bootloader (der hardwaremässig auch
wiederhergestellt werden kann!) und Eval-Boards kosten nicht die Welt.
Usb Fan wrote:
> Ich werde mir mal den hier bestellen:> AT91SAM> Mal gucken wie der so ist ;)
Also wenn Du wirklich erst ein Anfänger bist, dann möchte ich Dich
bitten, mal einen Erfahrungsbericht abzugeben.
Ich persönlich halte einen 32Bit-Monsterboliden nicht für Anfänger
tauglich.
So ein billiger 1,20€ 8Bitter im 14..28Pin-DIP scheint mir wesentlich
besser geeignet. Hat man dann ein Projekt fertig, nimmt man einfach den
nächsten.
Bei nem teuren Entwicklungsboard muß man dagegen immer erst das alte
Projekt auseinander reißen, wenn man was neues machen will.
Finde ich persönlich nicht so prickelnd, man möchte ja seine Projekte
auch vorzeigen können.
Peter