Hallo zusammen,
ich habe folgendes Problem: Mein Temperatursensor (ein AD22100) soll
laut Datenblatt bei +5.0V Versorgungsspannungen zwichen 0,25V und 4,75V
zurückliefern die dann für -50°C bis 150°C stehen. Das hat er bisher
auch immer schön gemacht. Jetzt ist aber anscheinend irgendwas passiert
und jetzt gibt er mir bei einer konstanten +5,0V Versorgung 4,5V zurück
was schätzungsweise etwas über 100°C entspricht. Die herrschen bei mir
am Tisch aber nicht. Da alles schon mal funktioniert hat dachte ich erst
ich habe ihn entweder beim löten geschmort oder durch einen
Kurzschluss/Funken. Aber auch der Ersatz durch einen anderen,
baugleichen bringt nichts. Die empfohlene Schaltung zwischen
Spannungsoutput des Sensors und dem ADC des µC ist ein 1k und ein 0,1µF,
die ich beide nicht benutzt habe (den 0,1µF weil ich ihn gerade nicht
habe und weil ich diese Empfehlung auch übersehen habe)
Woran kann es liegen dass die Outputspannung so hoch ist? Hab ich mir
beide Sensoren gefetzt? Beide geben übrigends genau 4,49V aus.
Danke für eure Hilfe!
Halte mal den µC dauerhaft im Reset oder trenn mal die Verbindung
zwischen VO und dem µC (wenn der µC gesockelt ist --> einfach
rausziehen) und miss noch mal die Spannung an VO.
Genau das gleiche. Hab den µC aus dem Sockel geholt, die Spannungen sind
aber die Gleichen. Hab den Sensor auch mal mit einer anderen
Spannungsversorgung verbunden (3x1,5AAA in serie also eigentlich 4,5
aber gemessen 4,8) und die Ausgangsspannung war proportional weniger
aber genauso unlogisch...
Robert W. schrieb:> Jetzt ist aber anscheinend irgendwas passiert
Was hast du getan? Hast du überhaupt was getan?
Robert W. schrieb:> Die empfohlene Schaltung zwischen> Spannungsoutput des Sensors und dem ADC des µC ist ein 1k und ein 0,1µF,> die ich beide nicht benutzt habe
Das sollte meiner Meinung nach keinen Einfluss haben. Sieht eher nach
einem Tiefpass aus.
Als noch alles funktioniert hat, hatte ich die drei Leitungen zum Sensor
einfach angelötet gehabt. Dann dachte ich mir wäre es schick, den Sensor
über einen Klinkestecker mit dem µC zu verbinden um so z.B. verschiedene
Kabellängen zu ermöglichen. Und dann habe ich den Stecker im Betrieb
rausgezogen und wieder reingesteckt um zu schauen was passiert. Ich
glaube hier ist hat die Anzeige zum ersten Mal gesponnen. Nach langen
hin und her hab ich dann die Klinkeverbindung rückgängig gemacht, da
hier beim Stecken wohl Kurzschlüsse entstehen können. Dann ging aber
nichts mehr und ich hatte das oben beschriebene Problem. Und auch ein
neuer AD22100 hat nichts an der Sache geändert.
Robert W. schrieb:> Und dann habe ich den Stecker im Betrieb> rausgezogen und wieder reingesteckt um zu schauen was passiert.
Ein Klinkenstecker erzeugt beim ein- und ausstecken einen Kurzschluss.
Könnte sein, dass dir dies der Sensor übel genommen hat.
Edit: Ich sollte wohl zuerst deinen Beitrag zu Ende lesen bevor ich
wieder poste... Könnte es was anderes in deiner Schaltung gebraten
haben?
Ja genau das hab ich mir auch überlegt, frage mich jetzt allerdings
warum ein 2ter Sensor (der noch nie per Klinke verbunden war und wird)
auch 4,5V ausgibt?
Löte mal den Sensor aus und miss auf deinem Board nochmals die Spannung
zwischen GND und dem VO Pad auf der Platine. Ich würde darauf wetten
dass du dort deutlich mehr als 0V misst.
Tatsächlich messe ich 0,58V zwichen V0 und GND! Wo kommen die denn huer?
Der Pin ist doch als ADC festgelegt. Ich arbeite übrigends mit einem
Tiny13 und es handelt sich um ADC3. Weißt du rat?
Hier mal Schaltplan und Foto der realen Schaltung. Die drei
Steckbuchsen direkt links vom Tiny sind GND (oben links) V+ (oben
rechts) und V0(unten rechts). V0 hängt an PIN 2 bzw ADC3.
Aktuell messe ich:
V+ - GND: 5,03V
V0 - GND: 0,39V also auch PIN2-GND
V+ - V0 : liegt meistens zwichen 0,6 und 0,8V; also auch zwichen V+ und
PIN2
Komisch finde ich, dass wenn ich zwichen V0/PIN2 und GND des µC messe
auf ca 0,1V mehr komme als wenn ich zwichen V0/PIN2 und GND Steckbuchse
messe obwohl die auf der Rückseite verbunden sind...
Hoffe ihr könnt mir weiterhelfen!
Ist überhaupt sicher, das der Sensor richtig angeschlossen wurde? Du
weißt, das Transistorgehäuse und ICs unterschiedlich betrachtet werden?
Transen nämlich traditionell von unten, ICs aber von oben. Daher ganz
genau ins Datenblatt schauen - ist nicht einheitlich!
Diese ESD-Dioden befinden sich praktisch bei jedem CMOS-IC an allen
I/O-Anschlüssen. Jeweils in Sperrrichtung zu den Versorgungsanschlüssen.
Beim Basteln kann man sowas leicht schießen!
Was mir noch auffällt:
Du schaltest Teilen der Schaltung die Versorgungsspannung weg, während
du andere weiterbetreibst. Das solltest du als Anfänger auf jeden Fall
sein lassen! Ist nämlich ne gute Möglichkeit, I/O-Pins mit rückwärtiger
Speißung kaputtzumachen.
Und jetzt machst du bitte noch ein Foto von der Unterseite der Platine.
Hierzu bitte eine höhere Auflösung wählen und den Makro Modus an der
Kamera aktivieren.
Hallo zusammen,
das Problem ist gelöst!! Ich habe heute eine kleine Denkpause gemacht,
danach einen großen Teil der Schaltung auf das Steckboard rausgelegt und
dann gings. Auch wenns mir etwas unangenehm ist kann es sein, dass es
das von Abdul K. beschriebene Betrachtungsproblem war.
Ich danke allen die sich Gedanken gemacht haben und wünsche noch einen
schönen Abend!
Robert