Hallo zusammen,
ich möchte für diese Schaltung gerne die Verstärkung berechnen. Wie das
bei einer "normalen" OP-Schaltung funktioniert, weiß ich und kann ich
auch berechnen. Ich kriege allerdings nichts vernünftiges Aufgestellt,
da der Widerstand R11 noch mit einer weiteren Versorgungsspannung
angeschlossen ist.
Juls schrieb:> Stimmt. Der OP muss natürlich umgedreht werden.
Das verbessert nichts, mehr als 3V werden es nicht und feedback hast du
immer noch nicht. Also gleich zwei Gründe warum das nicht funktioniert.
Juls schrieb:> Stimmt. Der OP muss natürlich umgedreht werden.
Da stimmt vieles nicht:
- -UB liegt über 10k am Ausgang
- kein Ggenkopplungswiderstand
Was willst du mit der Schaltung eigentlich erreichen?
Du hast einen Shunt mit geringem Spannungsabfall und willst den
verstärken - oder?
Wozu dann R11? Und wie gesagt, der OP07 ist völlig fehl am Platz, du
brauchst einen R2R-OPA.
Ein nichtinvertierender Verstärker sieht so aus:
https://www.mikrocontroller.net/articles/Operationsverst%C3%A4rker-Grundschaltungen#Grundbeschaltung_mit_Berechnung
Genau, also den R14 habe ich jetzt mit dem R4 verbunden. Ist also der
Rückkopplungswiderstand. UB- liegt auf Masse. Als OP habe ich den
LMV324M ausgewählt.
Juls schrieb:> Genau, also den R14 habe ich jetzt mit dem R4 verbunden.
Zeichne es auf. Diese beiden Bauteile haben zwei Enden, es gibt also
mehr als 4 Möglichkeiten, diesen Satz zu interpretieren.
Die Verstärkung ist
A = R5 / R2 = (R3 || R4) / R1 ≈ 3,70
Die Referenzspannung ist
Uref = 3,3V · R3 / (R3 + R4) = 1,65V
Die Ausgangsspannung ist somit
Ua = 3,70 · Ud + 1,65V
Ud ist dabei die Eingangsdifferenzspannung.
Edit: Habe noch einen Tippfehler In der ersten Formel korrigiert.
Edit 2: Habem R1 und R2 wirklich nur 2,7Ω? Dann wäre die Verstärkung das
1000-Fache, also etwa 3700. Ich bin oben von 2,7kΩ ausgegangen.
Bilde einfach die die Ersatzspannungsquelle für die 3,3V-Spannungsquelle
mit dem Spannungsteiler aus R4 und R3. Damit führst du die Schaltung auf
die bekannte Subtrahierschaltung zurück.
Yalu X. schrieb:> Die Verstärkung ist...
Oha, du hast den Einfluss des Spannungsteilers (R3, R4) mit einbezogen,
den habe ich ja ganz vergessen!
Aber irgendwie macht der ohnehin nicht wirklich Sinn, oder?
Der AD549 geht da nicht. Du musst einen "single supply opamp" nehmen der
bei einseitiger Versorgung 0V am Eingang und 0V am Ausgang kann. Ganz
auf 0V kommen aber auch diese Opamps nicht.
Sollten das nicht eher 2,7kOhm statt 2,7Ohm sein?
Helmut S. schrieb:> Der AD549 geht da nicht.
Das ist halt der Erste in der LTspice-Auswahl ;-)
> Du musst einen "single supply opamp" nehmen
... vor allem aber einen, der mit 3,3V funktioniert. Beim AD549 ist die
minimale Versorgungsspannung ±5V. Single-Supply muss er nicht zwingend
sein, da durch die positive Referenzspannung auch die Ausgangsspannung
entsprechend angehoben wird. Bei einer Eingangsdifferenzspannung von 0
ist die Ausgangsspannung 1,65V.
Auf der anderen Seite sind praktisch alle Opamps für 3,3V sowieso
Single-Supply oder Rail-to-Rail, um überhaupt einen nennenswerten
Ausgangsspannungsbereich abdecken zu können.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Aber irgendwie macht der ohnehin nicht wirklich Sinn, oder?
Doch, denn damit können trotz der einfachen Versorgungsspannung des
Opamp auch negative Ströme gemessen werden (s. meine Kommentare bzgl.
Referenzspannung).
Ich gehe davon aus, das R6 als Shunt hinter einem Motor sitzt.
Dann ist
U_{ADC_U} = I_{Motor}*370 Ohm + 1,65V
Bei A_REF des ADCs von 3V3 wären damit dann +/- 4.4mA Motorstrom zu
messen.
Wenn auch nicht mit dem abgebildeten OP. ;)