Hallole,
ich habe mit meinem alten Nordmende F17 jetzt den Sprung ins digitale
Zeitalter gewagt und einen DVB-C Receiver an den Y/C (S-Video) über
Scart angeschlossen. Bei RGB-Kopplung reicht der Kontrast nicht bringt -
evt. Pegel zu schwach?!.
S-Video bringt ein ganz schönes Bild, nur die Farbe ist ein paar mm nach
rechts, gegenüber dem Y-Luminanzbild, verschoben. Nicht sehr stark, aber
ich seh es.
Jetzt weiß ich in meiner Verzweiflung nicht, was ich machen soll. Kann
man so einen Fernseher irgendwie nachjustieren oder liegt die
Verschiebung bzw. Signalverzögerung vielleicht eher am Receiver? An
beiden Geräten hatte ich vorher noch nichts über S-Video angeschlossen.
Wer kennt sich mit so einer Technik noch aus?
Nö danke, die flachen Dinger bringen mir zu wenig Kontrast und was man
für 100€ kriegt hust naja nee. Ok, wenn ich ihn nicht einschalte, hab
ich noch mehr Strom gespart.
Ich muß morgen nochmnal mit anderem Scartkabel testen, kann das daran
liegen? Bei einem zweiten Kabel sehe ich jetzt so keine
Farbverschiebung. Allerdings gibt das billige Kabel generell keine so
scharfen Konturen wie das bessere.
Frage:
wenn du ein S/W-Bild anzeigst oder per COmposite reingehst, hast du dann
auch einen Farbversatz?
Dann musst due die Konvergenz nachstelen.
Sonst klingt das nach Laufzeitproblemen. Wo das herkommen könnte, kein
Plan.
Aber die RGB-Pegel anpassen geht mit ein paar Video-OPAmps.
Aber ich versteh es durchaus, dass man so ein schönes altes Gerät
weiternutzen will. Habe selber einen Stapel Studio-Trinitrons rumstehen.
Du kannst Y nochmal durch eine Verzögerungsleitung schicken. Eigentlich
sollte der Fernseher das aber schon haben, um die Laufzeitunterschiede
zwischen Chroma und Luma auszugleichen.
Der U4646B (Video-Jungle) hat angeblich an Pin 36 - dem Pin, an dem das
Y eingespeist wird - eine Verzögerungsleitung drin, das haut aber mit
deinem Receiver anscheinend noch nicht ganz hin.
Schaltplan in schlechter Qualität gibts bei elektrotanya:
http://elektrotanya.com/nordmende_f17.pdf/download.html
batman schrieb:> Bei RGB-Kopplung reicht der Kontrast nicht bringt -> evt. Pegel zu schwach?!.
Das höre ich zum ersten mal!
Hast du überhaupt ein voll belegtes SCART-Kabel?
Und hast du beim Receiver mal ins Menü gekuckt? Dort sollte man
einstellen, wie das Signal ausgegeben wird.
Was ist das für eine alte Möhre von Receiver, die einen S-Video Ausgang
hat.
batman schrieb:> Nö danke, die flachen Dinger bringen mir zu wenig Kontrast und was man> für 100€ kriegt hust naja nee.
Erzähl mal noch einen Witz!
batman schrieb:> Jetzt weiß ich in meiner Verzweiflung nicht, was ich machen soll
In die gelben Seiten gucken, wo sich a) der nächste Wertstoffhof und b)
der nächste Elektromarkt befinden. Wozu ein Digitalreceiver, wenn die
Röhrenkiste auf PAL-Auflösung beschränkt ist? Ich habe mich auch lange
gesträubt, aber irgendwann muß man loslassen.
> die flachen Dinger bringen mir zu wenig Kontrast
Halte ich für ein Gerücht. CRTs bringen ca. 500:1, aktuelle LCD-TVs
einige 1000 zu eins und Plasma mehrere Mio zu eins. Kissenverzerrungen
und Konvergenzfehler gibt es bei Flatscreens prinzipbedingt nicht und
die Farben sind gleichmäßig und kräftig. Den einzigen Vorteil der Röhre
sehe ich in der besseren Schärfe bei sehr schnellen Bewegungen.
Angesichts der gravierenden Nachteile wäre das für mich aber kein Grund,
dabei zu bleiben.
Wenn Du DVB-C guckst, dann sind doch die ÖRs fast alle unverschlüsselt
in HD. Da grämt sich der Receiver, wenn er das wieder auf analog
schlechtrechnen muß.
Auch ist es bei günstigen Receivern normal, daß beim alten analog
Ausgang wenig Wert auf Qualität gelegt wird. Der analoge Ausgang wird
nur noch als Notbehelf angesehen, nicht als Hauptnutzung.
Kann gut sein, daß es nur ein SW-Fehler ist, der aber wegen 3 Hanseln,
die ihn auch benutzen, wohl kaum behoben wird.
Hast Du schon mal 1920*1080 TV angesehen?
Vermutlich nicht, denn sonst hättest Du die alte Möhre längst entsorgt.
Naja, so schlecht ist Analog-TV vom Bild her garnicht, wenn das Gerät
gut ist.
Wir gucken in der Küche nun wieder auf einem Trinitron, weil sich die
TFT-Deppenlaterne nun zum zweiten Mal mit dem gleichen Fehler
verabschiedet hat und ich aufs reparieren desselbigen so langsam keinen
Bock mehr hab.
derguteweka schrieb:> Moin,>> Mit einer Handvoll 2.2uH Spulen und 390p Kondensatoren koennte man eine> "Verzögerungsleitung" fuer das Y Signal aufbauen...
Man findet solche Verzögerungsleitungen auch oft im Y Bereich älterer
Fernseher, ist meistens sowas um die 400ns und eingebaut in ein
Metallröhrchen - nicht zu verwechseln mit den H-Delay Lines in
Plastikgehäuse for Chroma, die verzögern um eine ganze Zeilenlänge.
Ich habe sowas mal aus einem Videostudio ausgebaut mit vielen
Kippschalterchen, an denen man beliebige Verzögerungen bis 5 µs
einstellen konnte.
Digital geht natürlich auch, z.B. mit dem AD8120. Allerdings ist 5mm*5mm
mit 32 Pins nicht gerade bastlerfreundlich.
Moin,
Matthias S. schrieb:>> Man findet solche Verzögerungsleitungen auch oft im Y Bereich älterer> Fernseher, ist meistens sowas um die 400ns und eingebaut in ein> Metallröhrchen - nicht zu verwechseln mit den H-Delay Lines in> Plastikgehäuse for Chroma, die verzögern um eine ganze Zeilenlänge.
Und sind jeweils natuerlich nicht fuer 75 Ohm Abschluesse geeignet.
> Digital geht natürlich auch, z.B. mit dem AD8120. Allerdings ist 5mm*5mm> mit 32 Pins nicht gerade bastlerfreundlich.
Mit max. 50ns Delay ( oder 150nS wenn man alle 3 Kanaele benutzt) auch
nicht wirklich erste Wahl. Zudem brauchen die 'ne Stromversorgung und
irgendwas, was I2C oder SPI spricht...
Gruss
WK
Es gibt da auch delay ccd's (für den drop out kompensator von
Videorecordern).
Die sind sehr einfach zu beschalten. Habe mir damit schon Normwandler
gebaut:
http://normwandler.blogspot.de/2008/11/normwandler-mk-i-einfhrung.html
In dem Fall hier könnte schon ein Tiefpass in der Y-Leitung
genügen. Erst wenn das merklich unscharf wird, würde ich
eine aufwendigere Methode anwenden.
LG
old.