STM8 mit ESP8266 erweitern

Gast #6110821
Hallo,

ich habe hier einen Temperaturregler mit einem STM8 Microcontroller, nun 
möchte ich das Gerät ein wenig aufwerten und zwecks SmartHome mit einem
ESP8266 erweitern. Die Kommunikation zwischen den beiden Geräten soll 
ganz simpel über UART erfolgen.

Soweit funktioniert das auch alles über die 3,3V Versorgung des ST-Link 
Programmers.

Nun ist es so, dass der Temperaturregler im echten Betrieb von einem 
230V Kondensatornetzteil versorgt wird. Wenn ich den ESP da mit dran 
hänge, bleibt alles dunkel, da dieser wohl zu viel Strom benötigt.

Nun ist die Frage, wäre es  möglich, den ESP über ein eigenes Netzteil 
zu versorgen und trotzdem die Geräte per UART kommunizieren zu lassen, 
oder gibt es dann Rauchzeichen?

Im Anhang eine Skizze meines Vorhabens.

Viele Grüße
Manuel
Angehängte Dateien:
Gast
Tu dir einen Gefallen und mach da ein richtiges Netzteil dran.
Z.B. 5 V ab 0.5 A und einen AMS1117/3.3 mit einem genuegend
grossen Elko fuer den ESP8266...

Sonst bekommt da noch einer ordentlich einen gezwiebelt.
Gast
Hi, vielen Dank für die schnelle Rückmeldung.

In der Tat ist das natürlich keine schön Lösung und ich hatte auch schon 
überlegt alles über ein Netzteil zu betreiben. Aber es kommt noch 
erschwerend hinzu, dass das Relais auf dem Board des Temperaturreglers 
mit 24VDC betrieben wird... Das macht bei 5V keinen mucks.

Also falls möglich, gibt es eine akzeptable Lösung mit getrennten 
Netzteilen?
Gast
> eine akzeptable Lösung mit getrennten Netzteilen?

Naja, reiss das Relais raus und bau eins mit 5 V ein.

Dann kannst du die 24 V-Schiene an die 5 V haengen.
Die 5 V brauchen dann aber auch einen soliden Elko.
Gast
Manuel schrieb:
> In der Tat ist das natürlich keine schön Lösung und ich hatte auch schon
> überlegt alles über ein Netzteil zu betreiben.

Trafonetzteil 24V für Relaisschaltstufe
Von 24V DCDC auf 5V
Von 5V Linearregler AMS1117 auf 3,3V ESP8266
Von 5V Linearregler AMS1117 auf 3,3V STM8

Getrennte 3,3V für STM8 und 8266, damit der 8266 die vermutlich an den 
ADCs des STM8 hängende Temperaturmessung nicht kompromittiert.

mfg mf
Gast
> Trafonetzteil 24V für Relaisschaltstufe
> Von 24V DCDC auf 5V
> Von 5V Linearregler AMS1117 auf 3,3V ESP8266
> Von 5V Linearregler AMS1117 auf 3,3V STM8

Verlustleistungsbilanz: Katastrophal
Grob geschaetzt nicht unter 5 W (wohl eher mehr).

Aber mit AMS1117 muss man nicht geizig sein.
Man kann an das von mir vorgeschlagene 5 V NT in der Tat auch
2 AMS1117 anklemmen und STM8 und ESP8266 getrennt versorgen.
Wenn man beide Teile mit Pi-Filtern ordentlich entkoppelt
sollte es eigentlich aber auch einer tun.
So schlecht sind die AMS1117 nun doch nicht.

Aber blos wegen dem einzigen (p.pligen) 24 V Relais muss
man kein 24 V NT bemuehen. Reiss es raus!
(Am besten gleich!)

Ein 5 V Relais tut es genauso gut.
Gast
Danke für die Unterstützung. Ich bin gerade am grübeln, wie sich das 
ganze realisieren lassen würde. Bei dem Temperaturregler handelt es sich 
ja um eine fertige Platine, kein Eigenbau.

Heißt, ich  müsste ein Relais finden, welches auch in die original 
Löcher passt.

Zusätzlich bräuchte ich trotzdem 230V auf der Platine, da diese ja vom 
Relais entsprechend durchgeschaltet werden. Auch hat das Gerät zwei 
"Eingänge", die mit Phase "getriggert" werden, einmal für Nachtabsenkung 
und einmal für ChangeOver (Heizen/Kühlen).

Es wäre also auf der Platine einiges umzubasteln, damit sich das nicht 
in die Quere kommt.

Daher die Frage, könnte man nicht mit zwei Netzteilen arbeiten und die 
Verbindung zwischen STM8 und ESP8266 z.B. über einen ADuM1201 laufen 
lassen?
Gast
> Heißt, ich  müsste ein Relais finden, welches auch in die original
> Löcher passt.

Ja ein guter Vorsatz.
In meiner Heizungssteuerung werkelt mittlerweile ein 24 V-Relais
aus einem PIR-Detektor. Auf passend konnte man da keine Ruecksicht
nehmen. Sonst waere es ja kalt geworden. Einige cm 0.5mm YV
haben dem Relais trotzdem erfolgreich zu Kontakt verholfen.
Also stell er sich nicht so an.

> über einen ADuM1201

Machen kann man alles moegliche. Wenn man weiss was man tut.
Da du aber hier fragst wuerde ich das ganze so lassen.
Lassen im Sinne von: Finger weg.

Bastel deinen ESP-Kram und haeng ihn ueber Optokoppler an
das heisse Zeug...

Nicht das ich vor 230 v uebertriebenen Respekt haette.
Vor droellfzig Jahren habe ich mir eine 4 x 2 kW Lichtorgel
gebastelt. Aber: Der Kram der auf 220/230 V lag, war mit einem
Uebertrager vom Rest galvanisch abgekoppelt.

Jeder muss selber wissen was er tut. Oder besser laesst.
Hallo,

zur Schaktung des TO: man könnte das so machen, allerdings fehlt auf der 
Schaltung die GND-Verbindung, auch UART will einen Stromkreis, also 
RX/TX/GND.
Dann ist alles incl. ESP8266 prinzipiell Netzspannungsführend und muß 
entsprechend sicher gegen Berührung isoliert werden.

Man kann den UART mit geeignezen Optokopplern trennen, geeignat heißt 
mit entsprechenden Pinabständen für die geforderte Isolation usw.
Dann bliebe der ESP8266 Kram netzgetrennt.

Spannung für den ESP8266 besser mit einem 230V/5V Mininetzteil und 3,3V 
Regler dahinter. Die China-Netzteile, die direkt 3,3V liefern, haben 
hier proaktizsch schon Problme mit ESP8266 gemacht, das Regelverhölten 
bei den Lastsprüngen des ESP8266 bekamen die wohl nicht sauber auf die 
Reihe.
Man sollte da schon genau wissen, was man tut, es kann sonst schnell 
eine lebensgefährliche Sache werden, vor allem, wenn auch andere Zugang 
zu dem Gerät haben.

Gruß aus Berlin
Michael
Gast
Hallo zusammen,

genau, das der ESP8266 unter Netzspannung steht, wollte ich eigentlich 
nicht und daher mit zwei Netzteilen arbeiten.

Ich dachte ein ADuM1201 übernimmt ähnlich einem Optokoppler eine 
galvanische Trennung usw. oder hätte ich damit immer noch Netzspannung 
auf dem ESP8266?

Gegen Berührung ist die Schaltung auf jeden Fall trotzdem geschützt.

Viele Grüße
Manuel
Gast
Ich denke, dass der ADUM1201 an dieser Stelle seinen Zweck erfüllen 
wird. Dank freiem Handel mit China sind entsprechende Module nicht 
einmal so teuer, wie ich befürchtet hatte.

Optokoppler wären auch Ok und billiger, aber wohl nicht als so 
praktisches fertiges Modul verfügbar.
Gast
Hallo,
ich habe das ganze zwischenzeitlich mal umgesetzt, soweit so gut. Nun 
ist das Problem folgendes, der Datenaustausch vom ESP8266 zum 
Temperaturregler funktioniert, nur in die andere Richtung (von 
Temperaturregler zum ESP8266) kommen keine Daten mehr. Woran könnte das 
liegen?

Wenn ich mit dem Multimeter am TX Pin des Temperaturreglers messe (habe 
leider keine anderen Messgeräte zur Verfügung), dann habe ich dort 
keinerlei Spannung. Am TX Pin des ESP8266 dagegen ca. 3V, also denke 
ich, das hier irgendwo das Problem liegt?


Viele Grüße
Manuel
Angehängte Dateien:
Gast
Hi,

ich hatte mal versucht mit 1,5kohm und 100kohm, dann hatte ich zwar 
entsprechende ca. 3V am TX Ausgang des STM8, aber Daten gingen trotzdem 
keine durch den ADUM1201, an dessen Ausgang (VOB in der Skizze) sind es 
dann wieder 0V.

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