Bin noch nicht so ganz zufrieden mit dem, was ich habe.
Ausgangspunkt war das bekannte LC-Meter 2, das aber mit einem PIC
aufgebaut ist und für das man keinen Quellcode bekommen kann.
Einigermaßen tickert es schon, aber im Bereich ab 1 µF aufwärts wird
der Oszillator dermaßen instabil, daß man keine sinnvolle Auswertung
mehr bekommt.
Im Gegensatz zum LC-Meter 2 habe ich auf die (IMHO) häßlichen
Schiebetastenschalter für die Bereichsumschaltung verzichtet und
stattdessen SIL-Relais (Reed-Relais) benutzt. Damit kann man das
komplette Gerät mit einem Taster bedienen (kurz drücken:
Bereichsumschaltung, lang drücken: Kalibrierung starten). Was ich
noch haben möchte ist eine automatische Abschaltung, aber da habe ich
noch gar keinen Gehirnschmalz reingesteckt. Ich dachte an einen
kompletten Powerdown, Abschalten des Analogteils und des LCDs via
Transistor oder FET, Aufwachen durch (pegelgesteuerten) externen
Interrupt des Tasters.
Angefangen hatte ich mit einem AT90S8535, aber mit den Debug-Strings
ist der bißchen knapp geworden, so daß ich nun eher zum ATmega16
tendiere. Derzeit läuft es aber erstmal auf dem ATmega128-Testbrett,
weil ich die letzten Flöhe gern mit dem JTAG ICE aufstöbern wollte.
Ich weiß, daß es auch Implementierungen gibt, die mit einem AT90S2313
auskommen möchten, aber ich sehe keinen großen Sinn darin, Ehrgeiz in
einen möglichst kleinen Controller zu stecken. Die 3 Euro
Preisunterschied fallen bei einem Einzelstück des Hobbybastlers nicht
mehr ins Gewicht.
Noch ein Gimmick ist die Ausgabe des Meßwertes via IRED, den man dann
direkt in den HP48 einlesen kann (einschließlich korrekter
Maßeinheitendarstellung). :)
Das zieht sich alles schon viel zu lange hin... ;-)