Spannungseinbruch an offenem Portpin vom uC

Gast #5275193
Hallo Forum,

habe hier einen Atmega1284p, den ich auf einem Steckbrett 
grundbeschalten habe (Reset mit 10kOhm Pullup, 3xGND, 3xVCC, 100nF Kerko 
zw. VCC und GND). Getaktet ist er intern mit 8 MHz. Das Programm setzt 
einen Portpin auf Ausgang und auf High. Befeuert wird er mit einem 
Netzteil und 3,3 V. Ich messe am auf "high" gesetzten Portpin einen 
Spannungsverlust von etwa 0,8 V (gegenüber VCC). Dieses Verhalten wurde 
bei mittlerweile 3 getesteten Controllern festgestellt und ich weiß mir 
keinen Reim darauf. Bei einem Atmega328 liegt die Verorgungsspannung 
komplett am Pin an. Kennt jemand das Problem? Was mache ich falsch?
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite
Stefan schrieb:
> Ich messe am auf "high" gesetzten Portpin einen Spannungsverlust von
> etwa 0,8 V (gegenüber VCC).
Unüblich, eine Spannung gegenüber Vcc zu messen und noch unüblicher ist 
es, dass die dann noch positiver, also höher als Vcc ist.

Welche Spannung misst du denn (so wie alle Welt misst) gegenüber GND?


Und was passiert, wenn du den Pin mit einem 10k Widerstand mal gegen GND 
und
mal gegen Vcc "belastest"?
Lothar M. schrieb:
> Stefan schrieb:
>> Ich messe am auf "high" gesetzten Portpin einen Spannungsverlust von
>> etwa 0,8 V (gegenüber VCC).
> Unüblich, eine Spannung gegenüber Vcc zu messen und noch unüblicher ist
> es, dass die dann noch positiver, also höher als Vcc ist.

Ich verstehe das so, dass er meint, dass der Spannungsverlust von 0,8V 
gegenüber VCC heißt, dass der Pin um 0,8V niedriger liegt als VCC.

Abgesehen davon:
Bist du sicher, dass der Pin als AUSGANG geschaltet ist? - Misst du 
nicht vielleicht einen (floatenden) Eingang?
Gast
Stefan S. schrieb:
> Bist du sicher, dass der Pin als AUSGANG geschaltet ist? - Misst du
> nicht vielleicht einen (floatenden) Eingang?

Würde gut passen:
- altes Mulitmeter, analog, mit 50kΩ/V im 5V-Bereich (=250kΩ)
- Pin ist Eingang, Pullup intern aktiv, ca. 40kΩ
- ergibt dann rund 4.3V gegen GND in der Anzeige
Gast
Ich arbeite mit der Arduino IDE:

setup()
{
   pinMode(28, OUTPUT);
}

loop()
{
   digitalWrite(28, HIGH);
}

Ich messe mit einem DMM von Portpin 28 gegen GND und erhalte 2,5 V (0,8 
V weniger als VCC). Wie bereits erwähnt, funktioniert es mit einem 
Atmega328. Es ist hierbei unerheblich, welchen Portpin ich setze.
Gast
>AVCC is the supply voltage pin for Port A and the Analog-to-digital

Wenn AVCC nicht angeschlossen ist kann es also durchaus sein
dass an PORTA nur Schrott rauskommt.
Gast
Das Problem mit dem "Spannungseinbruch" hatte ich auch mal erlebt.
Das passierte bei mir, wenn der Port nicht richtig als Ausgang definiert 
wurde.

Also kontrollieren!
Gast
> Wurde auch schon gesagt...
Noch nicht gesagt wurde, was denn dieser Arduino-Pin Nr. 28 in der 
wirklichen Welt ist.
(und nein, ich begebe mich jetzt nicht auf die Suche)
Gast
S. Landolt schrieb:
> Noch nicht gesagt wurde, was denn dieser Arduino-Pin Nr. 28 in der
> wirklichen Welt ist.
Och...
Vom UNO(ATMega328P), z.B. weiß ich, dass er keinen Pin 28 hat.
Und vom TE weiß ich, dass es trotzdem funktioniert.
Das "Wie" wird wohl ein Geheimnis bleiben.
Gast
Nun ja - wenn sich die Nummer auf PDIP bezieht, kann der Fehler weder an 
JTAG noch an nicht angeschlossenem AVcc liegen; bei den anderen Gehäusen 
wäre 28 GND, kann also gar nicht sein.
Gast
Arduino F. schrieb:
> Vom UNO(ATMega328P), z.B. weiß ich, dass er keinen Pin 28 hat.
> Und vom TE weiß ich, dass es trotzdem funktioniert.
> Das "Wie" wird wohl ein Geheimnis bleiben.

Der TE ist offensichtlich der irrigen Meinung dass die Arduino
Pins  (pinMode(28, OUTPUT); ) den Prozessor-Pins entsprechen.
Gast
Leute, es lag am nicht angeschlossenen AVCC. Ich dachte, ich hätte das 
zwar schon getestet, aber egal. Danke nochmal für den Hinweis und Eure 
Hilfe!

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