AVR Prozessor mit JTAG programmieren

OP (Firma: Privat) #5700466
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Liebe Mikrocontroller-Gemeinde,

in meinem Bastel-Projekt (Haussteuerung) verwende ich den µC Atmega2560 
auf einer Platine. Ich programmiere derzeit über ISP mit einem 0815 
Programmer im Atmel Studio.
Nun ist das Projekt mittlerweile etwas aufwendiger und ich benötige JTAG 
Debugging-Funktionen: (Breakpoints, Register anzeigen, etc.)

Dazu route ich eine neue Platine und führe mir die JTAG Anschlüsse aus.
Ich kaufe mir das AVR JTAG-ICE mkII und verbinde die entsprechenden 
Pins.
Wenn JTAG nicht aktiviert ist, entsprechende Fuses setzen.

Meine Frage: Ist es wirklich so einfach, oder übersehe ich etwas?

Vielen Dank für eure Hilfe!
mfg
Johannes
OP (Firma: Privat) #5700643
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@ Karl M. Nein, die Steuerung läuft bereits seit längerer Zeit.
Will nur auf JTAG-Programmierung umstellen sonst nichts ändern.
Die neue Hardware mit JTAG Anschlüssen soll auf Anhieb richtig sein, 
sonst kostet mich das jedes mal ca. 80 Euro für eine neue Platine.

Ich habe mit JTAG schon im Studium gearbeitet, nur noch nie selbst in 
Hardware implementiert. (Software&Hardware war einfach vorgefertigt bzw. 
konfiguriert)

@ Andreas M. Danke für den Hinweis, werde Pull-Ups hinzufügen. Sicher 
ist Sicher. Doppelt sollte kein Nachteil sein.

@ H.Joachim S Danke für den Hinweis, die Pins sind frei!
Gast #5700767
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Johannes S. schrieb:
> Ich kaufe mir das AVR JTAG-ICE mkII und verbinde die entsprechenden
> Pins.

Eher ein Atmel ICE, das JTAG-ICE MKII ist gewissermaßen antiquarisch.
Der fette Folien-Leiter da dran war jetzt auch nicht so der große Wurf.

Das JTAG-ICE MK3 war schon freundlicher und Anfang 2014 kam der Atmel 
ICE.

Johannes S. schrieb:
> Die neue Hardware mit JTAG Anschlüssen soll auf Anhieb richtig sein,
> sonst kostet mich das jedes mal ca. 80 Euro für eine neue Platine.

Da machst Du irgendwas falsch.
Zumal als erster Schuss ja eine Platine mit verringerter Funktion 
reichen würde, 5 Stück für 10 Euro aus China, inklusive Versand, dauert 
nur halt so drei Wochen.
OP (Firma: Privat) #5700874
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Rudolph schrieb:
> Das JTAG-ICE MK3 war schon freundlicher und Anfang 2014 kam der Atmel
> ICE.

Danke für die Info!: Welchen Programmer würdest du mir empfehlen?
Kann ja etwas mehr ausgeben, wenn die Platine weniger kostet.

Rudolph schrieb:
> Zumal als erster Schuss ja eine Platine mit verringerter Funktion
> reichen würde, 5 Stück für 10 Euro aus China, inklusive Versand, dauert
> nur halt so drei Wochen.

Die derzeitige Platine habe ich bei PCB-Pool machen lassen.
Mikrocontroller und die SMD-Bauteile habe ich gleich mit bestücken 
lassen.
Bauteile haben die von sich aus bestellt. Hatte 0 Aufwand.

Könntest mir so einen "China"-Fertiger empfehlen?



Danke!

nix und n. schrieb:
> Was ist als Software (IDE) möglich?
> Ich arbeite sonst auf Ubuntu.

Unter Ubuntu vlt. Eclipse. Muss mal schaun.
#5700914
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Johannes S. schrieb:
> Unter Ubuntu vlt. Eclipse. Muss mal schaun.

Habe riesen Probleme, das eclipse überhaupt installiert zu bekommen 
(geht nicht) in Kubuntu 18.04. Von den Erweiterungen, die man braucht, 
erstmal abgesehen. Im Moment arbeite ich mit geany; hat aber keine 
riesen Vorteile zum 08/15 Editor kate+make.

Inzwischen habe ich was gelesen von avarice avr-gdb ddd
Es gibt einen AVR JTAG ICE in Amazonien, für 16.95€, wahrscheinlich vom 
Chinamann.
Gast #5700979
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Johannes S. schrieb:
> Welchen Programmer würdest du mir empfehlen?

Wie gesagt, Atmel ICE (die Basic Variante), die Preise sind allerdings 
seitdem Microchip Atmel übernommen hat nicht so lustig und es könnte 
sich lohnen einen "AVR JTAG ICE in Amazonien" zu bestellen.

Wenn Du Dich mit MPLAB-X anfreunden magst, der SNAP Debugger von 
Microchip dürfte im Moment der günstigste sein der kein China-Clone ist.
Nur, keine Ahnung wann die mal aus der Beta raus kommen und wie weit der 
AVR Support ist, der ARM Support ist bisher für die Tonne.
Aber steht ja auch noch Beta dran...

Johannes S. schrieb:
> Die derzeitige Platine habe ich bei PCB-Pool machen lassen.
> Mikrocontroller und die SMD-Bauteile habe ich gleich mit bestücken
> lassen.
> Bauteile haben die von sich aus bestellt. Hatte 0 Aufwand.

Okay, das ist was anderes, kann man machen, dafür klingen 80 Euro dann 
eher niedrig angesetzt.

> Könntest mir so einen "China"-Fertiger empfehlen?

Nicht direkt, ich bestücke lieber selber.
Ich weiss zwar, dass z.B. Elecrow das anbietet ( 
https://www.elecrow.com/services.html ), aber ausprobiert habe ich das 
noch nicht.
Gast #5701073
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>> Erkläre den Witz mal, ich habe ich nicht verstanden.

Dieter F. schrieb:
> Dann lese mal die Artikelbeschreibung - vielleicht funkt es dann?

https://www.amazon.de/WKELECTRONDE-AVR-Programmierer-Aluminiumgeh%C3%A4use-%C3%9Cberstromschutz-Weitspannung/dp/B07FFVG5ZM/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1547824356&sr=8-3&keywords=AVR+JTAG+ICE
Oh Mann, diese "Übersetzung" versteht ja kein Mensch.
#5701145
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fchk schrieb:
> Aufpassen! Das sind Clones vom alten JTAGICE 1. Der kann nur Uralt-AVRs.

Ugh, mit sowas hat man wenig bis keine Freude.

Anton M. schrieb:
> Eher nicht bei dem Pin-Bedarf.
> Man sollte schleunigst zusehen dass man auf aktuellere AVRs wechselt die
> nur noch 1 Pin zum Debuggen/Programmieren brauchen (UPDI) und auch
> vieeel günstiger sind.

Und welcher AVR mit 256k Flash und 100 Pins ist das?

Ein ATSAMC20N18A könnte interessant sein wenn es was neues sein soll, 
und um bei 5V zu bleiben, das ist nur kein AVR.
Der kostet dann auch nur 2,67€ bei Mouser statt der 10,66€ die Mouser 
für einen ATMEGA2560-16AU haben will.
Oh, schlimm, zwei Pins für die SWD Schnittstelle.

Wenn man bei 100 Pins die vier Pins für JTAG nicht über hat, dann nimmt 
man eben einen Port-Expander dazu oder macht ADC per SPI oder so.
#5701158
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Anton M. schrieb:
>> An sich ist JTAG ne schöne Sache
>
> Eher nicht bei dem Pin-Bedarf.

Klar, das ist nicht so toll - aber ich sagte ja: wenn man die Pins frei 
hat :-)
Ausserdem kann man auch oft "unwichtige" Sachen auf diese Ports legen, 
die dann eben erst später funktionieren.

Für den 2560 finde ich keinen halbwegs passenden neueren Ersatz und die 
Pins sind frei - also spricht hier absolut nichts gegen JTAG.
Gast #5701209
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Anton M. schrieb:
> Nun, bevor man in allzu veraltete Sachen investiert

Bei rund 10 € rede ich nicht von "Investition" - und wie geschrieben, es 
geht um ein Bastelprojekt. Da nehme ich z. B., womit ich gut zurecht 
komme und ausreichend Reserven habe. Ich muss nicht auf den Cent genau 
kalkulieren.
Gast #5701224
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Anton M. schrieb:
> und von einem AVR JTAG-ICE mkII, dass, so es sich überhaupt noch
> neuwertig auftreiben lässt weil es nicht mehr hergestellt wird, gut und
> gerne 100€ kostet.

http://shop.mymcu.de/index.php?sp=article.sp.php&artID=200142

Und bevor Du auch noch darauf herumreitest: Die Kabel kann man sehr 
günstig selbst konfektionieren und ein Gehäuse kann mann billig drucken.
Gast #5701233
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Anton M. schrieb:
> Wenn es schon die nackte Platine sein soll tät ich für das (gleiche)
> Geld viel lieber ein modernes Atmel ICE erwerben.

Zeig mal bitte woher - für das gleiche Geld.
(Wenn da etwas kommt widersprichst Du Dir selbst :-) - wobei die 
Wahrscheinlichkeit gegen 0 geht)
#5701236
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Anton M. schrieb:
> Dieter F. schrieb:
>> http://shop.mymcu.de/index.php?sp=article.sp.php&artID=200142

das ist doch das neue nur ohne Gehäuse

> Wenn es schon die nackte Platine sein soll tät ich für das (gleiche)
> Geld viel lieber ein modernes Atmel ICE erwerben. Die Entscheidung liegt
> natürlich beim TO :)

welches wäre das? (Atmel ICE ist ja nun mal wenig aussagekräftig)
#5701237
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Dieter F. schrieb:
> Und bevor Du auch noch darauf herumreitest

Mag nicht herumreiten, nur schadet es nicht, die Gedanken um so ein 
umfangreiches Projekt etwas weiter zu fassen. Es kommen derzeit soviele 
neue tolle AVRs raus, da wär ein oller teurer JTAG-Schinken voll für die 
Katz.

Dieter F. schrieb:
> Zeig mal bitte woher - für das gleiche Geld.

http://www.chip45.com/products/atmel-ice-pcba_avr_atmega_xmega_sam_arm_cortex-m_isp_pdi_tpi_awire_jtag_usb_programmieradapter_on-chip_debugger.php

Also, egal wie der TO sich entscheidet, viel Erfolg!
Gast #5701242
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Anton M. schrieb:
> lieber ein modernes Atmel ICE erwerben.

Atmel-ICE is a powerful development tool for debugging and programming
ARM® Cortex®
-M based Atmel® SAM and Atmel AVR®  microcontrollers with On-Chip Debug 
capability.
It supports:
• Programming and on-chip debugging of all Atmel AVR 32-bit 
microcontrollers on both JTAG and aWire interfaces
• Programming and on-chip debugging of all Atmel AVR XMEGA®  family 
devices on both JTAG and PDI 2-wire interfaces
• Programming (JTAG, SPI, UPDI) and debugging of all Atmel AVR 8-bit 
microcontrollers with OCD support on either JTAG, debugWIRE or UPDI 
interfaces
• Programming and debugging of all Atmel SAM ARM Cortex-M based 
microcontrollers on both SWD and JTAG interfaces • Programming (TPI) of 
all tmel tinyAVR®  8-bit microcontrollers with support for this 
interface

Was fehlt da?
Gast #5701245
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Anton M. schrieb:
> Dieter F. schrieb:
>> Zeig mal bitte woher - für das gleiche Geld.
>
> 
http://www.chip45.com/products/atmel-ice-pcba_avr_atmega_xmega_sam_arm_cortex-m_isp_pdi_tpi_awire_jtag_usb_programmieradapter_on-chip_debugger.php

Wo genau ist der Unterschied (außer das die Bilder des PCB exakt 
identisch sind) und "das moderne Atmel ICE"? Übrigens ist es 5 Cent 
teurer :-)
OP (Firma: Privat) #5706231
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Erstmal vielen Dank für die zahlreichen Beiträge!

Rudolph R. schrieb:
> Ein ATSAMC20N18A könnte interessant sein wenn es was neues sein soll,
> und um bei 5V zu bleiben, das ist nur kein AVR.
> Der kostet dann auch nur 2,67€ bei Mouser statt der 10,66€ die Mouser
> für einen ATMEGA2560-16AU haben will.
> Oh, schlimm, zwei Pins für die SWD Schnittstelle.

Ich habe mir das Datenblatt angesehen - tolles Teil!
Vor allem mit 5V und CAN FD :)
Wenn ich mal Zeit finde muss ich mir die neuen Microchip µC genauer 
ansehen- sehr vielversprechend.

Bleibe aber bei dem Projekt beim Atmega2560, dieser ist schon 
überdimensioniert. Ich kenn halt die Funktionen und Register fast 
auswendig.

Anton M. schrieb:
> Wenn es schon die nackte Platine sein soll tät ich für das (gleiche)
> Geld viel lieber ein modernes Atmel ICE erwerben. Die Entscheidung liegt
> natürlich beim TO :)


So mache ich es auch, passende Pfostenstecker und Flachbandkabel habe 
ich sogar zu Hause! Ich werde mir zur Platine eine Lötpastenschablone 
bestellen und von Hand bestücken - Dafür kaufe ich mir das Atmel ICE 
(PCB) und habe länger etwas davon. Vor allem kann ich dann auch die 
neuen Prozessoren programmieren.

Bin dann sogar noch preiswert rausgekommen!


Rudolph schrieb:
> Okay, das ist was anderes, kann man machen, dafür klingen 80 Euro dann
> eher niedrig angesetzt.

Ich hatte übersehen, dass 80€ bei der ersten Platine nur der Grundpreis 
waren - Bestücken hatte ca. 150 gekostet :(

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