Da ich kein SMD kann, in meiner Anwendung aber einen CPLD mit vielen IOs
benötige, verwendet ich momentan den XC9572 im PLLC-84 Package. Diese
scheinen komplette obsolet zu sein heutzutage, und sind dementsprechend
schwer zu bekommen. Sogar Prototyping Sockets for PLLC-84 sind schwer zu
kriegen (TQFP Prototyping Sockets sind dagegen kein Problem).
Hat jemand eine Empfehlung für eine moderne, kostengünstige und
verfügbare Alternative im PLLC-84 Package?
Michael W. schrieb:> für eine moderne, kostengünstige und> verfügbare Alternative im PLLC-84 Package?
Also "modern" und PLCC schliessen sich praktisch gegenseitig aus.
Xilinx Pfuscher schrieb:> Michael W. schrieb:>> für eine moderne, kostengünstige und>> verfügbare Alternative im PLLC-84 Package?>> Also "modern" und PLCC schliessen sich praktisch gegenseitig aus.
Genau, deswegen ist "modern" in Tüttelchen im Titel :D
jullios schrieb:> "Breakoutboard" ist die Medizin für SMDphobie.
Nee nee, ich mach schon ein richtiges PCB, das ist nur für Prototyping.
Aber das PCB ist Through Hole, ja.
Falls es interessiert - es handelt sich um die nächste Iteration für
dieses Projekt.
https://github.com/lambdamikel/LambdaSpeak
Hätte mal das MachXO2 Breakout-Board vorgeschlagen und diese Prototyping
sockets entgültig begraben.
Ansonsten hätte ich allenfalls irgendwo noch einen Tray äquivalente
Coolrunner II (allerdings in non RoHS Fassung) rumliegen.
Michael W. schrieb:> Da ich kein SMD kann,
... solltest du in dich gehen und zu neuen Ufern aufbrechen.
Ein feiner Lötkolben, geeignetes Flussmittel und eine Lupe oder
Mikroskop, und eine Anleitung hier auf uC.net lesen.
Alles kein Hexenwerk, und die Freiheit in SMD CPLDs ist grenzenlos.
Martin S. schrieb:> Hätte mal das MachXO2 Breakout-Board vorgeschlagen und diese> Prototyping> sockets entgültig begraben.> Ansonsten hätte ich allenfalls irgendwo noch einen Tray äquivalente> Coolrunner II (allerdings in non RoHS Fassung) rumliegen.
Ja ich habe ebenfalls CPLD Prototyping Boards, aber das bringt mir gar
nichts. Ich mache den Prototype mit den gleichen Komponenten etc., um
dann sicherzustellen, dass das PCB eben genau so auch funktionieren
wird, mit den gleichen Komponenten.
Xilinx Pfuscher schrieb:> Michael W. schrieb:>> Da ich kein SMD kann,>> ... solltest du in dich gehen und zu neuen Ufern aufbrechen.>> Ein feiner Lötkolben, geeignetes Flussmittel und eine Lupe oder> Mikroskop, und eine Anleitung hier auf uC.net lesen.>> Alles kein Hexenwerk, und die Freiheit in SMD CPLDs ist grenzenlos.
Ja irgendwann springe ich sicherlich mal auf den Zug, allerdings bin ich
Grob-Motoriker ;-) Und ich denke, SMD macht nur dann richtig Spass, wenn
man ne vernuenftige Loetstation im mehrstellingen EUR Bereich hat, die
nen vernuenftigen Tisch, Lupe, etc. beinhaltet. Alles andere bruzelt nur
vor sich hin... aber ich bin dem natuerlich nicht abgeneigt und werde
sicherlich irgendwann einmal den Sprung probieren. Momentan will ich
dieses Projekt allerdings ohne SMD abschliessen.
Michael W. schrieb:> Super, dann habe ich ja noch nen Grund, meine alte Windows XP VM> weiterhin einzusetzen. Hat irgendjemand hier WinCUPL zum Laufen gekriegt> mit was aktuellerem als Win XP?
VM klingt nicht gut. Ausprobieren.
Für WinCupl und das LPT-Interface zum Programmieren habe ich ein altes
Notebook (Windows 98 SE) behalten. Bei Atmel empfiehlt es sich eine
funktionierende Konfiguration nicht mehr zu ändern.
Es gibt auf kanda.com auch ein USB-Interface (ADTH1150USB-K). Habe ich
mir als Rückfallebene hingelegt.
WinCUPL laueft bei mir in der VM unter Win XP gut. Ich habe WinCUPL
bisher nur fuer Lattice GALs verwendet. Flashen / programmieren tue ich
dann unter Windows 10 mit einem Genius Eprom Programmer. Das
funktioniert gut.
Schoener waere allerdings, wenn WinCUPL direkt auf Windows 10 laufen
wuerde.
Michael W. schrieb:> Und ich denke, SMD macht nur dann richtig Spass, wenn> man ne vernuenftige Loetstation im mehrstellingen EUR Bereich hat, die> nen vernuenftigen Tisch, Lupe, etc. beinhaltet.
Das kann ich widerlegen. Habe die Tage erst 0,65mm-Pinabstand mit einer
kleinen geregelten Weller gelötet:
- feine Spitze (hier ist die Spitze vorn 0,9mm dick)
- feines Lötzinn 0,7mm mit 3,5% Flußmittel,
- extra Flußmittel aus der Kanüle und
- eine kleine Handlupe, um anschließend die Lötstellen zu prüfen
Nur an ein-/zwei Pins mußte ich nochmal ran, aber ich mach das auch
nicht alle Tage. Hilfreich ist eine Leiterplatte mit Lötstoplack und für
den "Notfall" Entlötlitze und eine gute Absaugpumpe.
Aber insgesamt gilt auch hier: Übung macht den Meister.
Für den Einstieg würde ich Widerstände in 1206 empfehlen.
Duke
Wir benutzen den ATF1508 seit vielen Jahren, die Software ist auch unter
WinCUPL erstellt, wurde aber seither nicht geändert. Programmiert wird
schon länger mit dem BeeProg2 über USB und JTAG-Anschluß, das
funktioniert sehr gut - es sei denn, man benutzt ein defektes JED-File
mit lauter Nullen. Damit schaltet man (über ein Fusebit) den JTAG-Port
ab und kann das CPLD wegwerfen.
Reset ginge nur mit einem geheimen "High voltage" Programmiermodus
ähnlich wie bei den AVR.
Unter WinCUPL gibt es eine "Property" mit der man den Stromverbrauch auf
die Hälfte drosseln kann, Atmel hat eine Appnote dazu.
Eine der letzten 5V-Familien, mal sehen wie lange es die noch gibt.
Christoph db1uq K. schrieb:> Reset ginge nur mit einem geheimen "High voltage" Programmiermodus> ähnlich wie bei den AVR.
geheim???
Mein Galep kann das ...
Wir haben in einem Design alle verfügbaren IO gebraucht.
Auch die JTAG als IO.
Wenn man das Design schreibt, gibt es danach kein JTAG mehr.
Will man den ATF1508 wieder verwenden, benutzen wir den Galep.
Christoph db1uq K. schrieb:> Wir benutzen den ATF1508 seit vielen Jahren, die Software ist auch unter> WinCUPL erstellt,
Genau wie hier.
Und ich muss sagen, der CPLD mag alt sein, aber extrem zuverlässig.
Und mit dem WinCupl können selbst Elektriker, die sonst nichts mit
Programmierung zu tun haben, einfache Änderungen rein bringen.
Thomas W. schrieb:> Christoph db1uq K. schrieb:>> Reset ginge nur mit einem geheimen "High voltage" Programmiermodus>> ähnlich wie bei den AVR.>> geheim???>> Mein Galep kann das ...>> Wir haben in einem Design alle verfügbaren IO gebraucht.> Auch die JTAG als IO.>> Wenn man das Design schreibt, gibt es danach kein JTAG mehr.> Will man den ATF1508 wieder verwenden, benutzen wir den Galep.
Was genau ist das für ein GALEP?
Gruß,
Holm
Thomas W. schrieb:> Wenn man das Design schreibt, gibt es danach kein JTAG mehr.> Will man den ATF1508 wieder verwenden, benutzen wir den Galep.
Kann der Galep 4 auch das Security-Bit setzen?
Michael W. schrieb:> Ja irgendwann springe ich sicherlich mal auf den Zug, allerdings bin ich> Grob-Motoriker ;-) Und ich denke, SMD macht nur dann richtig Spass, wenn> man ne vernuenftige Loetstation im mehrstellingen EUR Bereich hat, die> nen vernuenftigen Tisch, Lupe, etc. beinhaltet.
Nö. Das ist nicht so.
Ich hab ne Ersa-Lötstation von 1995, eine gute SMD-Pinzette und ein
0,5mm-Lötzinn (verbleit, denn bleifrei schafft die gute Ersa nicht). Und
eine Lupenlampe. Das wars.
Damit kann man wunderbar 0805, 0603, SO-8, SOT23-5 und TQFP verarbeiten.
Ich bin auch schon über 40 und entsprechend zittrig. Trotzdem bastle ich
fast nur mit SMD. Das ist einfach bequemer, und die Bauteilsortimente
füllen nicht einmal die Schreibtischschublade.
Keine falsche Scheu, vermutlich brauchst du außer der Pinzette (da
sollte man nicht sparen!) nichts zu kaufen.
Beim guten alten DataIO 2900 ging die Deviceliste auch genau bis zum
ATF1504
http://matthieu.benoit.free.fr/167.htm
den hätte ich noch reaktivieren können. Bedienung über ein
RS232-Terminal das auch mit Cursorbefehlen zurechtkommt, Windows
Hyperterminal funktionierte. Das Design haben die vom Raumschiff
Enterprise abgeschaut.
Thomas W. schrieb:> Holm T. schrieb:>> Was genau ist das für ein GALEP?>> Ist ein Galep 5
Und wieso kann Eurer ATF1508 wenn Conitec der Meinung ist das sie den
nicht supporten?
Gruß,
Holm