Bedeutungslose Arbeit - Mehrwert der Entwicklung?

Gast #6060004
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Ich höre immer wieder, dass ja so viele Ingenieure benötigt werden, um 
die Industrie 4.0, das IoT etc. voranzubringen für die ganzen tollen 
neuen Technologien.

Ich selber empfinde das alles als äußerst nutzlos. Ich arbeite derzeit 
als Entwicklungsingenieur und bin ziemlich unglücklich mit meiner 
Situation. All die Dinge, die ich umsetzen soll betrachte ich als 
Spielerei und unnötig. So richtig nützliche innovative Dinge kommen 
einfach nicht mehr. Auch wenn ich mögliche Stellenanzeigen lese, fallen 
dort immer nur die üblichen Bullshit-Bingo Sprüche.

Natürlich, scheinbar ist da draußen jemand, der dafür Geld zahlen würde 
oder es schon tut. Vielleicht ist mein Problem auch, dass ich mich damit 
persönlich nicht identifizieren kann? Sei es nun alles mit Apps 
steuerbar zu machen, das Smarte Home, soviel wie mögich elektrifizieren, 
Bewegungsmelder hier und da und einen Holzofen, den man bereits auf dem 
Heimweg anschalten kann. Habe ich alles nicht.

Ich komme ursprünglich aus einer eher strukturschwachen Gegend. Selbst 
dort gibt es Jobs in der Entwicklung. Aber selbst wo die Hütte brennt 
habe ich den Eindruck, das ganz viele Jobs subventioniert sind, z.B. 
durch Fördergelder. Von sich aus könnten viele Firmen garatiert nicht 
überleben.

Geht es nur mir so, dass ich glaube dass bereits alle wichtigen Dinge 
bereits entwickelt wurden (zumindest mit der aktuell verfügbaren 
Technologie)? Was könnt ihr euch vorstellen, was wirklich einen Mehrwert 
bietet, was es noch zu entwickeln gibt?
Gast #6060037
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Vorhautsurfer23 schrieb:
> Was könnt ihr euch vorstellen, was wirklich einen Mehrwert bietet, was
> es noch zu entwickeln gibt?

Eine Sprungtechnologie, um Objekte von A nach B zu bringen. Dann könnte 
man ganze Raumflotten an jeden Punkt des Universums bringen. Dann 
müssten wir nur noch das Problem mit der Zeitdilatation lösen.

Das wäre mal ein Mehrwert.
Gast #6060063
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Vorhautsurfer23 schrieb:
> Daran habe ich auch gedacht. Aber das ist vom derzeitigen Stand der
> Technik noch sehr weit weg bzw. unmöglich.

Da gebe ich dir recht. Der Phantasie sind eigentlich keine Grenzen 
gesetzt. Scheitern tun sie nur an der Physik.

Weitere Ideen wären für mich:

- Replikator wie in Star Trek für Nahrungs- und Organezeugung
- Holodecks wie in Star Trek
- vernünftige Genmanipulationen
- Verwendung von Weltraumstrahlung als nahezu unendliche Energiequelle
- Universaltranslator, damit du jeden Menschen auf diesem Planeten 
sofort verstehen kannst
- Vernetzung des Gehirns mit einer digitalen Bibliothek. Dann bräuchte 
man nicht mehr auswendig zu lernen, sondern Zusammenhänge zu verstehen.

Ja ja. Ich weiß. Träumen darf man aber ja :)


MfG
Gast #6060080
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Einfach zu niedlich, dieser naive Fortschrittsglaube der Ingenieure. Wie 
man ihnen das Dogma "Innovation" in die Hirne reinhämmert und sie mit 
ständig neuen Trends (wirkungsvoll inszeniert von einer Handvoll 
arbeitgebernaher Interessensverbände) aufscheucht. ?
#6060101
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In der medizin passieren ganz tolle sachen... verdaubare 
mikrocontroller. diese können in pillenform geschluckt werden und sachen 
im körper anstellen bevor diese verdaut sind... z.b. an den richtigen 
stellen gezielt medikamente ausgeben.

nadeln in schnurform und chip anschluss. schnur verbleibt im körper und 
wird vom körper zersetzt. solange schnur vorhanden können vom chip 
messungen vorgenommen werden... diese werden an eine app gesendet. gerne 
von patienten genutzt die regelmässig ihr blut messen müssen.

op säale automatisieren... gibt ganz viele filme wo irgendwelche 
roboterarme von der decke runterkommen und den patienten operieren. in 
der richtung wird viel gemacht, wenn auch noch nicht ganz so fancy wie 
im film.

die ganzen protesen... die beine und arme ersetzen... hier gibts schon 
viel aber immernoch viel luft nach oben um diese systeme zu 
perfektionieren
Gast #6060140
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Vorhautsurfer23 schrieb:
> All die Dinge, die ich umsetzen soll betrachte ich als Spielerei und
> unnötig. So richtig nützliche innovative Dinge kommen einfach nicht
> mehr.

Dann empfehle ich dir die Medizintechnik. Dort werden viele spannende 
Dinge entwickelt, die auch noch sehr nützlich für die menschliche 
Gesundheit oder die Diagnostik von Krankheiten sind.
Persönliche Seite #6060171
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Vorhautsurfer23 schrieb:
> Ich höre immer wieder, dass ja so viele Ingenieure benötigt werden, um
> die Industrie 4.0, das IoT etc. voranzubringen für die ganzen tollen
> neuen Technologien.

Na da koennen wir uns doch bei den Unternehmen bedanken, die immer 
wieder dem Arbeitsmarkt Fachkraefte zur Verfuegung stellen, wie 
kuerzlich Audi angekuendigt hatte.

> Ich selber empfinde das alles als äußerst nutzlos. Ich arbeite derzeit
> als Entwicklungsingenieur und bin ziemlich unglücklich mit meiner
> Situation. All die Dinge, die ich umsetzen soll betrachte ich als
> Spielerei und unnötig. So richtig nützliche innovative Dinge kommen
> einfach nicht mehr. Auch wenn ich mögliche Stellenanzeigen lese, fallen
> dort immer nur die üblichen Bullshit-Bingo Sprüche.

Dann musst Du's SELBST machen. Innovation braucht auch die richtige 
Umgebung, das ist be abhaengig Beschaeftigten einfach nicht gegeben.

> Natürlich, scheinbar ist da draußen jemand, der dafür Geld zahlen würde
> oder es schon tut. Vielleicht ist mein Problem auch, dass ich mich damit
> persönlich nicht identifizieren kann? Sei es nun alles mit Apps
> steuerbar zu machen, das Smarte Home, soviel wie mögich elektrifizieren,
> Bewegungsmelder hier und da und einen Holzofen, den man bereits auf dem
> Heimweg anschalten kann. Habe ich alles nicht.
>
> Ich komme ursprünglich aus einer eher strukturschwachen Gegend. Selbst
> dort gibt es Jobs in der Entwicklung. Aber selbst wo die Hütte brennt
> habe ich den Eindruck, das ganz viele Jobs subventioniert sind, z.B.
> durch Fördergelder. Von sich aus könnten viele Firmen garatiert nicht
> überleben.
>
> Geht es nur mir so, dass ich glaube dass bereits alle wichtigen Dinge
> bereits entwickelt wurden (zumindest mit der aktuell verfügbaren
> Technologie)? Was könnt ihr euch vorstellen, was wirklich einen Mehrwert
> bietet, was es noch zu entwickeln gibt?

Die Idee muss von DIR kommen. DU musst Dir ueberlegen, was DU 
Nutzbringendes entwickeln moechtest und es dann an den Mann bringen.
Gast #6060210
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Ausser, wie schon gesagt, im medizinischen Bereich ist nach der Toilette 
und der Waschmaschine wirklich nichts nützliches mehr gekommen.
Alles Neue ist nur damit die Wirtschaft funktioniert!

Gruss Chregu
Gast #6060214
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Mark W. schrieb:
> Die Idee muss von DIR kommen. DU musst Dir ueberlegen, was DU
> Nutzbringendes entwickeln moechtest und es dann an den Mann bringen.

Ich habe aber keine Ideen für Bereiche, in denen ich Elektronik noch 
elegant einsetzen könnte. Bereiche wie Medizin sind große 
Forschungs-Brocken, ich meine ehere kleinere Dinge - welche man auch in 
kleinen Teams umsetzen kann.
Gast #6060215
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Vorhautsurfer23 schrieb:
> ...

Kann ich so in Etwa ein bischen nachvollziehen.

Du musst das halt als Geldquelle sehen. Von irgendwas muss man ja leben.

Mein Arbeitgeber kassiert allerdings nur sehr minimale Förderungen und 
macht Gewinn. Und zahlt viele Steuern. Also gibt es Kunden, die den 
sinnlosen Spielkram bezahlen. Solange das so ist, habe ich da kein 
schlechtes Gewissen.

Es gibt sinnlosere Jobs. Schau bei deiner Firma mal im HR vorbeit. Oder 
bei so einem "Innovationsteam". Nein danke.
Der Kram, den ich entwicklen darf, wird wenigstens noch von 
irgendjemandem gekfauft, also erfüllt es einen Zeweck. Viel mehr kann 
man in der Wirtschaft nicht erwarten. Ist leider so.

Es gibt schlimmeres. Wie Beamter in irgendeinem Amt für irgendetwas 
unwichtiges zu sein.

Wenn dir das nicht passt, darfst du nicht in der Wirtschaft arbeiten. 
Dann solltest du in die Hochschulen oder die Forschung gehen. ob das 
besser ist, bezweifle ich.
#6060221
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Vorhautsurfer23 schrieb:
> Geht es nur mir so, dass ich glaube dass bereits alle wichtigen Dinge
> bereits entwickelt wurden (zumindest mit der aktuell verfügbaren
> Technologie)? Was könnt ihr euch vorstellen, was wirklich einen Mehrwert
> bietet, was es noch zu entwickeln gibt?

"Alles Wichtige" nicht. Es gibt noch viele Dinge die wichtig sind. Z.B. 
Solarzellen für Smartphone und Tablet (Armbanduhren mit Solarzellen mit 
passender Pufferzelle gibt es schon ewig, und sowas hält auch ewig). Und 
einen echten Netzbetrieb für Smartphone/Tablet (obwohl das schon jetzt 
problemlos möglich wäre). Aber wichtiger ist die Entwicklung in der 
Medizintechnik, da gibt es noch lange nicht alles, besonders bei 
Hilfsgeräten für Behinderte.  Viele Dinge die wir jetzt nutzen sind m.E. 
(für die Privatbevölkerung) nicht wirklich wichtig 
(Smartphone/Tablet/Smartphone, Rund-um-die-Uhr-TV, Onlinehandel etc. 
pp.), wir Menschen könnten auch ohne diesen von der Industrie gewollten 
Massenkonsum gut leben.
Gast #6060263
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Vorhautsurfer23 schrieb:
> Ich selber empfinde das alles als äußerst nutzlos. Ich arbeite derzeit
> als Entwicklungsingenieur und bin ziemlich unglücklich mit meiner
> Situation. All die Dinge, die ich umsetzen soll betrachte ich als
> Spielerei und unnötig.

So ähnlich geht es mir auch. Und im Endeffekt stimmt dein Gefühl auch 
und du kannst es auf alles andere übertragen. Ein System muss weiter 
wachsen, bis es an seiner eigenen Komplexität kollabiert. Als ich das 
verstanden hatte, erreichte mich ein Anflug von Nihilismus, der einen 
alles in Frage stellen lässt - man muss aufpassen, dass einen das nicht 
in eine Depression zieht.

Wem es ähnlich geht und wer vielleicht mehr verstehen möchte, dem 
empfehle ich folgendes Buch. Schwere Kost, aber ich fand es großartig 
und erhellend.

Ein Buch für Keinen (Stefan Gruber)
Wie ökonomische, ideologische, soziale, biologische und physikalische 
Systeme entstehen und warum sie zum Scheitern verurteilt sind.
Beitrag #6060490 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6060640
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Vorhautsurfer23 schrieb:
> Ich habe aber keine Ideen für Bereiche, in denen ich Elektronik noch
> elegant einsetzen könnte. Bereiche wie Medizin sind große
> Forschungs-Brocken, ich meine ehere kleinere Dinge - welche man auch in
> kleinen Teams umsetzen kann.

Wenn man keine eigenen Ideen hat, sollte man evtl. akzeptieren, die 
Ideen anderer umsetzen zu müssen und sein Bestes geben.
Ingenieure sind auch Problemlöser - schwierig, wenn man selbst das 
Problem ist.

:-)
#6060654
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Vorhautsurfer23 schrieb:
> Ich höre immer wieder, dass ja so viele Ingenieure benötigt
> werden, um
> die Industrie 4.0, das IoT etc. voranzubringen für die ganzen tollen
> neuen Technologien.

Andersherum wird ein Schuh daraus.
Industrie 4.0 usw wurde erfunden, um unfähige Leute seitlich befördern 
zu können, damit fähigere (jüngere, einfallsreichere) Leute auf die 
wirklich wichtigen Posten nachrücken können.
Gast #6060728
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Naja schrieb:
> Ich empfehle dem Poster mal ein Sabbatical. Einfach irgendwo 3 Monate
> abhaengen.

Oder in der Weihnachtszeit bei DHL als Paketfahrer anheuern. Nach einer 
Woche will er wieder in seinen alten Job zurück und ist dankbar 
nutzlosen Scheiss entwickeln zu dürfen.

Undankbares Ingenieursgesocks, verwöhnt durch IGM. Das wird sich bald 
ändern wenn die Massenentlassungen in der Autoindustrie beginnen.
Gast #6060943
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Cyblord -. schrieb:
>> Wir entwickeln Technik um Probleme zu lösen,
>> die wir ohne sie nicht hätten ;)
> Wahnsinnig Originell....

Vor allem in vielen Bereichen vollkommen zutreffend!

Ein ziemlich primitives Küchengerät ist die "Heißluftfritteuse", 
elektrisch betrachtet nur eine Heizspirale und ein Lüfter.

Die im Link hat eine mechanische 60 Minuten Schaltuhr mit Federwerk und 
einen Temperatureinsteller mit Klick-Klack Bimetall, letzterer hat schon 
vor 60 Jahren in Muttis Wasserkocher bestens funktioniert:

https://www.tefal.de/K%C3%BCchenger%C3%A4te/Hei%C3%9Fluft-Fritteusen/EASY-FRY-CLASSIC-%2B-EY201/p/1510001457

Jetzt kann man einen Entwickler damit beschäftigen, dort einen µC samt 
Display einzubauen, die Bedienung möglichst kompliziert zu gestalten und 
vermutlich die Lebensdauer durch ausfallende Kondensatoren zu begrenzen:

https://www.tefal.de/K%C3%BCchenger%C3%A4te/Hei%C3%9Fluft-Fritteusen/Ultimate-Fry/p/1510001534

Das ist Technik, die die Welt nicht braucht! Und nicht nur da, es kommt 
täglich Smartscheiß auf den Markt, der keinerlei Gebrauchsvorteile 
liefert, aber "hipp" ist.
Beitrag #6060949 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6060975
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Das meine ich! Ich kann kein einziges meineer Haushaltsgeräte mit einer 
App oder meinem Handy steuern. Und ich hoffe das bleibt auch so. Auch 
meine Rollos sind nicht vernetzt. Alles von Hand oder nur per 
Knopfdruck. Alles überflüssiger Schnick Schnack.
Gast #6060988
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Wieviele Ingenieure und Informatiker wären in der Industrie heute schon 
überflüssig, wenn die Kundschaft nur noch nützliche und lebenswichtige 
Dinge nachfragen würde?
Man hat ja schon so aktuell die Last, jedes Jahr genug Absolventen 
unterzubringen, dass nicht zuviele danach wegen erfolgloser Arbeitssuche 
im Studienfach umschulen müssen und es damit publik wird.
Gast #6060998
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Schweinepriester schrieb im Beitrag #6060949:
> Das unterschreibe ich Dir so oft,
> wie es die Mine des Schreibelkuglers hergibt!

"wie es die Mine .." gefällt mir!

Cyblord -. schrieb:
> Wie soll ich denn ohne µC das Ding mit einer App steuern?
> Drückst du noch Knöpfe du Opfer?

Ich bin kein Opfer, da ich keine (virtuellen) Knöpfe drücke.

An Küchenherd, Mikrowelle ... drehe ich Knöpfe. Während Frau xxx noch 
menügeführt Knöpfe drückt, ist mein Tiefkühlbrötchen schon aufgetaut.
#6061075
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Qwertz schrieb:
> Franko S. schrieb:
>> Undankbares Ingenieursgesocks, verwöhnt durch IGM. Das wird sich bald
>> ändern wenn die Massenentlassungen in der Autoindustrie beginnen.
>
> Mal abgesehen davon, dass du völlig falsch liegst: Du klingst schon
> genau wie der Finanzberater F.B.

So, so. Völlig falsch also. Der insolvente Zulieferer Eisenmann wird 
jetzt von den Chinesen übernommen. Alles wie prophezeit.
Gast #6061267
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Manfred schrieb:
> An Küchenherd, Mikrowelle ... drehe ich Knöpfe. Während Frau xxx noch
> menügeführt Knöpfe drückt, ist mein Tiefkühlbrötchen schon aufgetaut.

Hehe, da fällt mir was ein:

"Wieso heisst es eigentlich immer, die Frau gehört hinter dem Herd? Da 
gibt's doch gar keine Knöpfe!" ;-)

P.s. komischerweise hatte ich ähnlich dem Thread hier, auch einen 
ähnlichen Gedanken,  der ist jedoch ins dev/null  verschoben worden (?).

Beitrag "Hype-Themen als Anzeichen von Ideenlosigkeit? [Endet: 6.12.]"
Gast #6061544
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Vorhautsurfer23 schrieb:
> All die Dinge, die ich umsetzen soll betrachte ich als
> Spielerei und unnötig.

Du bist noch jung, oder?
Warum bist Du da in dem Stall?
Um Geld zu verdienen oder um Dinge zu bauen die die Welt unbedingt 
braucht?
Nehm das Geld, mach den ganzen Quatsch mit und nutze so viel Zeit wie 
möglich um Dich mit Techniken zu beschäftigen die Dich interessieren.

Nein, es ist definitiv noch nicht mal ein Bruchteil dessen entwickelt 
worden, was man entwickeln kann und müsste.
Das ganze Geseier von 'wir machen High Tech an vorderster Front' ist 
schon immer Quatsch gewesen.
Siehst Du, wenn Du einen seit langem vorherrschenden Mißsstand 
addressierst und ein Lösung dafür aufzeigst.
Dann heist das: Haben wir schon immer so gemacht und hatten noch nie 
Probleme damit.
Jaja, habt Ihr schon immer so gemacht und ihr hatten auch schon immer 
Probleme damit. Nur habt Ihr Euch nie gefragt woher die hohen 
Ausschussquoten kamen und warum man die Mitbewerber schon lange Geräte 
auf dem Markt haben die eure in die Tasche stecken.

Mach den Blödsinn mit und sehe es als Job.
Als Entwickler wirst Du ohnehin nur als Arbeitspferd betrachtet das 
stumpf Vorgaben umsetzt. Was, an wen, wann, zu welchem Preis verkauft 
wird, entscheiden andere.
Deine Ideen in allen Ehren, aber es muss einen Markt dafür geben.
Mit eigenem Geld kannst Du ja machen was Du willst, aber nimmst Du das 
Geld anderer, folge auch ihren Vorgaben.

Unsere kompliziertesten Entwicklungen haben immer am wenigsten Geld 
gebracht. Kaum vorstellbar bei Gerätepreisen von 30K aufwärts.
Der relativ einfache Kram in größeren Stückzahlen musste das 
rausreissen.
Und da war nichts drin was eine Nennung auf der ewigen 
Entwicklerbestenliste gerechtfertigt hätte.

So ist der Job nunmal.
Als selbstständiger Entwickler ist das auch nicht nur Zuckerschlecken.
Manche Kunden sind chronisch beratungsresistent, andere wollen alles 
haben und nix ausgeben, weil ein ähnliches Gerät bei Saturn ja auch nur 
drei fuffzig kostet. Gibt aber auch immer wieder Lichtblicke mit 
cleveren Leuten die clevere Ideen haben und Ratschläge auch annehmen.

Irgendwas ist immer.
Aber Hecke schneiden als Landschaftsgärnter ist auch nicht jeden Tag 
Sonnenschein.
Gast #6061567
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Axel L. schrieb:
> Vorhautsurfer23 schrieb:
> Das meine ich! Ich kann kein einziges meineer Haushaltsgeräte mit einer
> App oder meinem Handy steuern. Und ich hoffe das bleibt auch so. Auch
> meine Rollos sind nicht vernetzt. Alles von Hand oder nur per
> Knopfdruck. Alles überflüssiger Schnick Schnack.
>
> Warum wird man Ingenieur, wenn man grundsätzlich so denkt ?
>
> Gruß
> Axel

Wieso nicht? Er sagt doch nur die Wahrheit. Man muss doch nicht für 
jeden Scheiß Overengineering betreiben. Man kann es z.B. mit Apps und 
dem IoT Zeug auch übertreiben. Wirklich innovativ ist das meiste doch eh 
nicht, sondern eher peinlich.

Was kommt denn als nächstes fpr ein Schrott? Eine IoT basierte 
Zahnbürste, die dich per App warnt, wenn du zu viel Kraft auf den 
Zahnschmelz ausübst?
Gast #6061568
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> Unsere kompliziertesten Entwicklungen haben immer am wenigsten Geld
gebracht.

Trotzdem. In der Werbung, resp womit man wirbt ist immer das 
Komplexeste. Das vermittelt kompetenz. Den n+1 ten Furz nochmals 10% 
guenstiger zu liefern ist zwar eintraeglich, aber nicht so sexy. Das 
komplexeste ist dann eben ueberproportional teuer, dass zwar alle davon 
traeumen, aber dann eben das Guenstigste waehlen.
#6061587
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AVR schrieb im Beitrag #6061567:
> Axel L. schrieb:
>> Vorhautsurfer23 schrieb:
>> Das meine ich! Ich kann kein einziges meineer Haushaltsgeräte mit einer
>> App oder meinem Handy steuern. Und ich hoffe das bleibt auch so. Auch
>> meine Rollos sind nicht vernetzt. Alles von Hand oder nur per
>> Knopfdruck. Alles überflüssiger Schnick Schnack.
>>
>> Warum wird man Ingenieur, wenn man grundsätzlich so denkt ?
>>
>> Gruß
>> Axel
>
> Wieso nicht? Er sagt doch nur die Wahrheit. Man muss doch nicht für
> jeden Scheiß Overengineering betreiben. Man kann es z.B. mit Apps und
> dem IoT Zeug auch übertreiben. Wirklich innovativ ist das meiste doch eh
> nicht, sondern eher peinlich.
>
> Was kommt denn als nächstes fpr ein Schrott? Eine IoT basierte
> Zahnbürste, die dich per App warnt, wenn du zu viel Kraft auf den
> Zahnschmelz ausübst?

Kann ja alles sein. Nur, wenn man der Meinung ist, dass es nichts mehr 
zu entwickeln gibt, warum wird man dann Ingenieur ?

Wenn man sich für so ein Studium entscheidet, weiß man doch, dass es 
vorrangig darum gehen wird.

Gruß
Axel
Gast #6061683
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AVR schrieb im Beitrag #6061567:
> Was kommt denn als nächstes fpr ein Schrott? Eine IoT basierte
> Zahnbürste, die dich per App warnt, wenn du zu viel Kraft auf den
> Zahnschmelz ausübst?

IoT hin oder her, das hatte meine Oral B schon vor bestimmt 10Jahren! 
Hat per Funk an das wandhängende Gerätchen unterm Spiegel gesendet.

Gekauft hab ich die aber nicht deshalb, sondern trotzdem!
Persönliche Seite #6061701
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Naja schrieb:
>> Unsere kompliziertesten Entwicklungen haben immer am wenigsten Geld
> gebracht.
>
> Trotzdem. In der Werbung, resp womit man wirbt ist immer das
> Komplexeste. Das vermittelt kompetenz.

Meisstens ist es so, dass Werbung und Marketing nicht vorhandene 
Kompetenz verdecken soll.
Wenn Entwickler UND Kunde kompetent sind, dann bringst Du Produkte am 
Einfachsten an den Mann.
Gast #6062016
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Vorhautsurfer23 schrieb:
> Ich höre immer wieder, dass ja so viele Ingenieure benötigt werden, um
> die Industrie 4.0, das IoT etc. voranzubringen für die ganzen tollen
> neuen Technologien.

Ich kann deinen Frust nachvollziehen, du hast aber einen ziemlichen 
Tunnelblick entwickelt. Gerade im Konsumerbereich hat sich seit der 
Erfindung des modernen Smartphones in den letzten 10 Jahren quasi nichts 
getan, was einen wirklich großen Mehrwert für die Nutzer gebracht hat. 
i4.0/IoT/Smart Home sehe ich auch eher als verzweifelten Versuch, die 
inzwischen ziemlich ausgequetschte Kuh "Smartphone" weiter zu melken. 
Neue potentielle Themen wie VR/AR sind noch in den Kinderschuhen, da hat 
man die "Killerapplikation" nicht gefunden. Da ist man noch dort wo das 
Smartphone in Zeiten von Windows CE war.

In anderen Bereichen tut sich aber mehr. Elektromobilität ist so ein 
Thema, das in den nächsten Jahren die Welt gewaltig verändern könnte. 
Allgemein findet man im Bereich Leistungselektronik einiges, was 
wirklich echte Verbesserungen bringt (wide bandgap ist so ein Thema das 
sich langsam wirklich durchsetzt). Mal um nur ein Beispiel zu nennen.
(Firma: dm2sh) #6062054
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Eine echte Innovation fände ich ein selbstfahrendes Fahrzeug, das auch 
ohne Insassen fahren kann. Die Parkplätze könnten dann an den Stadtrand 
verfrachte werden. Man steigt vor der Haustür aus und schickt das 
Fahrzeug weg.

Endlich wären die Straßen frei. Ich sehe mittlerweile Autos nicht nur am 
Straßenrand stehen, sondern auf dem Gehweg und Radweg und zum Teil sogar 
in der Kreuzung. Für die Fahrer von LKWs und Bussen wird das ein 
ziemliches Gefädel.
#6062058
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Stefan H. schrieb:
> Eine echte Innovation fände ich ein selbstfahrendes Fahrzeug, das auch
> ohne Insassen fahren kann. Die Parkplätze könnten dann an den Stadtrand
> verfrachte werden. Man steigt vor der Haustür aus und schickt das
> Fahrzeug weg.
>
> Endlich wären die Straßen frei.

Und die wären nicht doch doppelt so verstopft, weil ja für jede Fahrt 
das Auto erstmal vom Parkplatz durch die ganze Stadt fahren muss, dann 
die eigentliche Fahrt und danach muss es wieder zum Parkplatz?

Ich stelle mir das morgendliche Pendeln vom Land in die Stadt vor. Um 
5.00 Uhr machen sich also 10.000 Autos vom zentralen Parkplatz auf auf 
Land, dann der Berufsverkehr und am Ende fahren alle 10.000 Autos wieder 
auf ihre Parkplätze.
Ob das so eine gute Idee ist? Was spart das denn nun genau ein? Die drei 
Autos die jetzt ein hipper Berliner nicht kaufen muss, weil er eines der 
abstellten Pendlerautos nutzen kann?

> Ich sehe mittlerweile Autos nicht nur am
> Straßenrand stehen, sondern auf dem Gehweg und Radweg und zum Teil sogar
> in der Kreuzung. Für die Fahrer von LKWs und Bussen wird das ein
> ziemliches Gefädel.

Dagegen gibts ja schon die StVO. Nur wenn das halt nicht durchgesetzt 
wird hilft alles nichts.
(Firma: dm2sh) #6062105
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Cyblord -. schrieb:
> Und die wären nicht doch doppelt so verstopft, weil ja für jede Fahrt
> das Auto erstmal vom Parkplatz durch die ganze Stadt fahren muss, dann
> die eigentliche Fahrt und danach muss es wieder zum Parkplatz?

Nein, viermal! Extrapoliere doch mal die Statistik: gefahren Kilometer 
mit 4 Insassen, mit 3 Insassen, mit 2, mit 1 auf 0 Insassen.

Cyblord -. schrieb:
> Ich stelle mir das morgendliche Pendeln vom Land in die Stadt vor. Um
> 5.00 Uhr machen sich also 10.000 Autos vom zentralen Parkplatz auf auf
> Land, dann der Berufsverkehr und am Ende fahren alle 10.000 Autos wieder
> auf ihre Parkplätze.

Der Vorteil: Man kann im Wohnmobil wohnen und das während der Fahrt. Man 
braucht daher kein Hotelzimmer. Ist man unterwegs, schläft man im 
Wohnmobile, während es automatisiert herumfährt. Das spart Parkgebühren 
und irgendwelche Campinggenehmigungen. Das ist auch ideal für 
Weltreisen. Geht man Einkaufen, Essen oder auf Arbeit, fährt das 
Fahrzeug leer umher statt zu parken. Das nennt man "aktive 
Bereitschaft".

Cyblord -. schrieb:
> Ob das so eine gute Idee ist? Was spart das denn nun genau ein?

Es geht nicht um das Sparen. Je mehr ein Fahrzeug fährt umso mehr Daten 
fallen an. Das sind Videos von den 23 HD-Kameras, 5 Lidar-Sensoren etc. 
im Fahrzeug sowie die Sensoren und Kameras am Straßenrand. Die KI lernt 
dann unterschiedliche Wetter- und Beleuchtungszenarien und 
Verkehrssituationen. Als Gegenleistung erhält der Fahrzeugbesitzer eine 
Cryptowährung. Das nennt sich "Trafficmining". Auch optimale 6G 
(Cognitive-Wideband-Mobile-Networking) Prädiktionsmodelle für das 
Internet im Fahrzeug werden berechnet.

Es kann deshalb vorkommen, das einzelne, alleinstehende Personen mehrere 
Fahrzeuge besitzen, die alle gleichzeitig unterwegs sind.

Cyblord -. schrieb:
> Dagegen gibts ja schon die StVO. Nur wenn das halt nicht durchgesetzt
> wird hilft alles nichts.

Warum heißt wohl ein "Knöllchen" so wie es heißt?
Gast #6062311
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Joe F. schrieb:
> Axel L. schrieb:
> Kann ja alles sein. Nur, wenn man der Meinung ist, dass es nichts mehr
> zu entwickeln gibt, warum wird man dann Ingenieur ?
>
> Na, wo bekommt man denn sonst so easy 100K Einstiegsgehalt?

Vielleicht mal, wenn der VDI die Lostrommel ausschüttet.

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