Hab ich mir auch mal überlegt ob es nicht günstig wäre eine Art
internationale HVDC-Stromautobahn zu schaffen, damit PV-Strom von weiter
östlich oder weiter westlich liegenden Regionen zu der Region
transportiert werden kann, in der gerade Nacht oder bewölkt ist.
Vermutlich gibt es auch aus politischen Gründen (Risiko etc.,
regulatorische Gründe) da (noch) keinen Ansatz und Wasserstoffumwandlung
/ Speicherung ist sicherer und ökonomischer?
Was ich aber absolut nicht verstehe ist warum z.b. Texas sein eigenes
Netz hat und gerade deshalb doch vor ein paar Wochen auch mit dem
Stromausfall riesen Probleme bekommen hat.
Privatisiert und dem Markt ausgesetzt. Merke, der Markt ist der heilige
Gral. In diesem Fall bedeutet das, die Infrastuktur auslutschen und
vergammeln lassen. Investitionen kosten Geld und gehen vom Gewinn ab.
Der Strom ist dann waehrend 99% der Zeit guenstiger wie anderswo, dafuer
fehlt er waehrend dem 1%. Was soll's, hauptsache guenstig. Dann sind ja
alle zufrieden.
Lustig, wir haben's noch nicht mal geschafft, Desertec zu bauen - und Du
denkst über transatlatische Stromkabel nach.
Ich hab zu dem Thema schon so viel geschrieben... NÖÖ, nochmal schreibe
ich das nicht.
Ben B. schrieb:> Lustig, wir haben's noch nicht mal geschafft, Desertec zu bauen - und Du> denkst über transatlatische Stromkabel nach.
Warum hier Desertec ins Spiel bringen?
Schon 8 GW zwischen Nord und Süddeutschland fliessen zu lassen ist nach
mehr als 10 Jahren planen, Rechtsstreitigkeiten und Bau noch immer in
weiter Ferne.
Im europäischen Verbundnetz können kleine Länder wie Kosovo und Serbien
das alles aus dem Takt bringen.
Aber auch ein einziger falscher Steuerbefehl eines deutschen
Netzbetreibers an einen Netzknoten in BY kann das europäische Netz zum
Zusammenbruch führen.
An einem Netzknoten, der auch nur ein paar GW verteilt.
Der TE sollte erst einmal darstellen, was er sich unter einem
transatlantischen Stromverbund vorstellt.
Wieviele GW oder gar TW sollen da ggf. übertragen werden?
Ggf. in schwimmenden Röhren, worin man auch per Auto und Bahn mal eben
nach Amerika kommt?
Transatlantischer Strassen- und Schienenverbund wäre hier das
Zauberwort.
Mal Elen Murks fragen, ob er da schon etwas mit dem Hyperloop in Planung
hat.
Ein Stromtransport über mehrere 1000km ist technisch sehr anspruchsvoll
und nicht sehr effizient. Für solche Entfernungen kommt nur HGÜ in
Frage. HGÜ hat zwar weniger Leitungsverluste, aber es entstehen
zusätzliche Verluste durch die Umrichterstationen und diese sind
gegenüber einem Transformator weitaus störanfälliger und sehr viel
weniger überlastbar. China baut von Xiangjiaba nach Schanghai derzeit
die weltweit längste HGÜ-Trasse mit ca. 2000km Länge und einer Kapazität
von 6,4GW.
https://en.wikipedia.org/wiki/Xiangjiaba%E2%80%93Shanghai_HVDC_system
Wohlgemerkt als Freileitung, was übern Teich schwierig wird. Ein
HGÜ-Kabel dorthin zu verlegen und funktionsfähig zu halten, dürfte
technologisch weitaus komplizierter sein als bspw. Rohrleitungen á la
Nordstream. Und aus betriebswirtschaftlicher Sicht komplett unsinnig.
Anstatt sich über weiträumige Verteilung Gedanken zu machen, sollte die
Energie dort erzeugt werden, wo sie auch benötigt wird. Überall auf der
Welt, außer in einem renitenten germanischen Dorf, geht daher der Trend
wieder zu Kernenergie. Mit modernen, inhärent sicheren Konzepten läßt
sich Strom im Überfluß erzeugen und dabei noch Atommüll abbauen. Richtig
gelesen, abbauen statt neu produzieren. Emissionsfrei. Das ist keine
Utopie, sondern mittelfristig realisierbare Technologie:
https://dual-fluid.com/
Timo N. schrieb:> Was ich aber absolut nicht verstehe ist warum z.b. Texas sein eigenes> Netz hat und gerade deshalb doch vor ein paar Wochen auch mit dem> Stromausfall riesen Probleme bekommen hat.
Eine Art Freistaatspolitik. Anschluss ans Verbundnetz hätte bedeutet,
entsprechendes Bundesrecht umzusetzen, sich von Washington reinreden
lassen zu müssen. Für die stolzen Texaner ist dies ein Sakrileg.
In nähere Gefilde polemisiert, läse sich der Satz als "gezwungen sein,
EU-Recht umzusetzen, sich von Brüsseler Sesselfurzern reinreden lassen
zu müssen", falls dir diese Denkweise geläufig ist. ;-)
Icke ®. schrieb:> Anstatt sich über weiträumige Verteilung Gedanken zu machen, sollte die> Energie dort erzeugt werden, wo sie auch benötigt wird.
Zustimmung, ist bei Solar aber problematisch, die Sonne scheint in
Spanien halt 3 mal intensiver als hier.
> Überall auf der Welt,
Selbst das globale Atomland Nummer eins, Frankreich, verzichtet nach dem
Zwölf-Milliarden-Euro-Fiasko beim Bau des neuen Druckwasser-Reaktors EPR
in Flamanville auf neue AKW.
> außer in einem renitenten germanischen Dorf, geht daher der Trend> wieder zu Kernenergie. Mit modernen, inhärent sicheren Konzepten
Gibt es nicht.
AKW baut man nur, weil man sie für Brennstoffgewinnung für Atombomben
braucht.
Besonders beliebt sind Thorium und Salzreaktoren, bei denen
geflissentlich ignoriert wird, welche Probleme es mit denen gab, so daß
deren Prototypen eingestellt wurden.
NuScale wollte 2020 ein Kleinkraftwerk (wie es sie in jedem Atom-U-Boot
und Eisbrecher gibt) fertig haben, nun haben wir 2021, jemals wieder was
von der Temme AG gehört ? Hyperion hat immerhin einen Prototypen und
seit dem
Funkstille. Und irgendeine amerikanische Flugzeugfirma wollte ganz gross
rauskommen, mit Kleinreaktoren,´am Strand, dicke Zeitungsinserate, nie
wieder was von gehört so daß ich deren Namen schon vergessen habe.
Aktien habe ich mir jendenfalls nicht gekauft, es ging wohl nur um den
Aktienkurs.
https://www.pv-magazine.de/2021/03/15/es-gibt-keine-renaissance-der-atomenergie-auch-nicht-mit-neuen-kleinen-modularen-atomreaktoren/
Zum KKW sei mal noch etwas aus der Vergangenheit genannt. Von Seiten
Frankreich und Deutschland gab es Forschungszusammenarbeit auf dem
Gebiet mit der Atommüll sinnvolleres anzufangen, als diese vermischt zu
verbuddeln. Es lag unser Atommüll in Frankreich. Das lag auch zum Teil
daran, weil man nicht wollte, das Deutschland sich vielleicht irgendwann
selber Atomwaffen bauen könnte. Irgendwann, genauer gesagt nach Kohl-Ära
hatte wir einen andere Regierung und da wurden alle Beteiligungen
systematisch nicht mehr verlängert. Die Franzosen schlugen zum großen
Teil die Differenz auf die Lagerkosten. Das wurde Deutschland zu teuer
und viel Müll wurde zurückgeholt und liegt nun in den Zwischenlagern.
Um den Müll später sinnvoll weiter zu verwenden wurde nach Lösungen
gesucht, diesen nicht vermischt mit Zementarten unaufarbeitbar zu
vergraben. Daraus gingen die Castor-Behälter hervor.
Der Atommüll enthält noch viel verwertbare Energie, jedoch ist diese
nicht mehr in dieser Konzentrationsdichte, wie in einem KKW, auf solche
hohen Temperaturen zu bringen. Heizen (Fernwärme) könnte man noch sehr
lange mit ausgebrannten Stäben. Ein (mittleres) Atomkraftwerk mit einer
Nennleistung von etwa 1000 Megawatt elektrische Leistung hat ungefähr
2000 Megawatt Reaktorleistung. Im Wärmebetrieb mit abgebrannten
Brennstäben wären durch aus noch viele Jahre (Jahrzehnte) 20-40 MW
Heizleistung möglich. Strom mit 5ct/kWh und vollen Betriebskosten,
stehen 1/3 Betriebskosten bei 1/50 (1/25) Leistung gegenüber, d.h.
80ct/kWh (40ct/kWh) Heizwärmepreis. Dafür würde aber der Atommüll
deutlich reduziert. Hätte auch erfordert, jedes KKW an das Fernwärmenetz
anzuschließen. Ab 2035 wäre aber mit der Stromerzeugung über Kernkraft
ohne Neubauten auch Schluss gewesen, da alle KKW für fünzig bis hundert
Jahre in den Heizbetrieb übergegangen wären, weil diese für die
Atommüllverwertung gebraucht worden wären.
Ein Liter an der Tankstelle mit ca 12kWh Wärmegehalt für 1,30Euro wäre
der Heizwärmepreis 11ct/kWh zum Vergleich.
Michael B. schrieb:> Gibt es nicht.
Das lass mal nicht die Dualfluidexperten hören, die haben für Ende
dieses Jahres den ersten stromproduzierenden Prototypen angekündigt:
https://dual-fluid.com/webarchive/2020/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-vom-2018-02-05-102730.png
Allen anderen ist aber klar, dass das mit der Kernenergie für die, die
sie nicht als Ausrede zur Waffenproduktion brauchen, nichts mehr wird.
Nichtmal die 3 aktuell im Bau befindlichen EPR Desaster, technisch noch
sehr dicht an klassischen Kernkraftwerkskonzepten, werden mit "billigem
Atomstrom" irgendwas zu tun haben. Dualfluid ist immerhin zur
Unterhaltung gut, ohne auf der Stromrechnung zu stehen.
Worüber ich bei solchen Diskussionen immer schmunzeln muß... Wieso
erkennt niemand, daß auch ein Atomreaktor ohne Abfall und ohne Klimagase
trotzdem das Weltklima heizt - weil er einfach mal Wärme aus fossiler
Energie (oder für die allgegenwärtigen Klugscheißer aus nuklear
gebundener Energie) erzeugt, die wir im Grunde auf dem Planeten nicht
brauchen können. So ein Kraftwerk in heutiger Bauweise erzeugt etwa
4000MW thermisch im Reaktor und macht daraus vielleicht 1400..1600MW
Strom. Der Rest kommt aus dem Kühlturm oder wird ins anliegende Gewässer
gespült. Dieses Problem bleibt bei allen konventionellen Kraftwerken
bestehen, auch bei dieser überteuerten
Kernfusions-Sackgassentechnologie.
Auf dem Gebiet hatte die DDR sogar einen technisch realisierten
Vorsprung, die Blöcke 1-4 des AKW Lubmin konnten jeweils 75MW Fernwärme
für die Stadt Greifswald auskoppeln.
Naja dann philosophiert mal fleißig weiter über eure tollen "DualFluid"
(klingt für mich wie DünnSchiss) Reaktoren oder spielt noch ein wenig
mit dem total ungefährlichen Thorium herum - für euer eigenes Leben wird
das reichen und so lange hält der alte Planet auch schon noch durch,
aber auf lange Sicht gehts nicht anders als 100% solare Energie bzw.
Windenergie (die genau genommen auch aus solarer Energie hervorgeht) und
irgendwelche guten Energiespeicher für die Nacht oder wolkige Tage ohne
Wind.
Das Argument Atomwaffen zählt für mich heute nicht mehr - selbst der
dümmste Diktator hat irgendwo kapiert, daß man damit nicht viel anfangen
kann... weil 20..30 Minuten nach deren Einsatz der eigene Arsch zu Asche
verglüht. Und wer wirklich welche will, der bekommt sie auch. Nordkorea
hat das trotz totaler Isolation von der Weltwirtschaft bewiesen - auch
wenn's für das Land besser gewesen wäre, wenn sie nur ein 500MW
Kraftwerk errichtet hätten.
Ben B. schrieb:> So ein Kraftwerk in heutiger Bauweise erzeugt etwa> 4000MW thermisch im Reaktor und macht daraus vielleicht 1400..1600MW> Strom. Der Rest kommt aus dem Kühlturm oder wird ins anliegende Gewässer> gespült. Dieses Problem bleibt bei allen konventionellen Kraftwerken> bestehen, auch bei dieser überteuerten> Kernfusions-Sackgassentechnologie.
Um genau zu sein werden von 4000MW auch 4000MW in Wärme/Wärmestrahlung
umgewandelt. Die elektrische Leistung wird ja auch irgendwo "verbraucht"
und daraus entsteht dann wieder Wärme.
Der Unterschied zu fossilen/solaren (PV, Wind, etc) Energieträgern ist
der, dass die Energie dafür eben nicht von der Sonne kommt oder kam.
Insofern also hast du recht. Aber auch PV/Wind Strom wird in
Wärmeenergie gewandelt.
Ich weiß nicht inwieweit, ich nenne es mal
"Wärmeleistungsverschmutzung", im langzeitigen Klimamodell eine Rolle
spielt.
Wieviel trägt die direkte Wärmeleistung der Kraftwerke zur
Klimaerwärmung bei und wieviel wird durch den indirekten Einfluss des
Treibhauseffekts von der Strahlungsleistung der Sonne von der Erde
absorbiert. Ich denke dieser Effekt ist weitaus größer und überwiegt
eben den Teil, der ins All abgestrahlt wird - weshalb es erst zur
Klimaerwärmung kommt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Strahlungshaushalt_der_Erde
Jörg H. schrieb:> Das lass mal nicht die Dualfluidexperten hören, die haben für Ende> dieses Jahres den ersten stromproduzierenden Prototypen angekündigt:> https://dual-fluid.com/webarchive/2020/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-vom-2018-02-05-102730.png
Bitte fair bleiben und keine Aussagen erfinden, dieser Plan bezieht sich
den Zeitpunkt, an dem die praktischen Forschungsarbeiten gestartet sind.
Da dies aufgrund der politischen Situation in Deutschland nicht möglich
ist, mußten die Experten vom IFK nach Kanada ausweichen. Wie der
tatsächliche Zeitplan aussieht (runterscrollen):
https://dual-fluid.com/technologie/
"Wenn alles nach Plan läuft, werden wir noch in diesem Jahrzehnt einen
Prototyp fertigstellen."
Ben B. schrieb:> Worüber ich bei solchen Diskussionen immer schmunzeln muß... Wieso> erkennt niemand, daß auch ein Atomreaktor ohne Abfall und ohne Klimagase> trotzdem das Weltklima heizt - weil er einfach mal Wärme aus fossiler> Energie (oder für die allgegenwärtigen Klugscheißer aus nuklear> gebundener Energie) erzeugt, die wir im Grunde auf dem Planeten nicht> brauchen können. So ein Kraftwerk in heutiger Bauweise erzeugt etwa> 4000MW thermisch im Reaktor und macht daraus vielleicht 1400..1600MW> Strom. Der Rest kommt aus dem Kühlturm oder wird ins anliegende Gewässer> gespült.
Du hast berechnet, wie hoch die freigesetzte Energie im Vergleich zu
natürlichen Wärmequellen wie der Sonne ist? Ich hatte es dir bereits vor
einem Jahr vorgerechnet:
Beitrag "Re: Russland recycled erstmals Atommüll"
"Die freigesetzte Energie beträgt somit ~25 TWh pro Jahr. Um Deutschland
komplett mit Strom zu versorgen, benötigen wir aufgerundet 100 Blöcke á
1GW. Insgesamt würden die also 2500 TWh Wärme freisetzen. Das sind
~0,007% der Energiemenge, mit der die Sonne allein auf Deutschland
herunterlacht."
Selbst mit Faktor 10 multipliziert, ist es immer noch unerheblich.
Sollen die Dualfluiden es doch ausprobieren. Wer steckt eigentlich
finanziell dahinter? Ganz billig wirds sicher nicht, sobald es das
Papierstadium verlässt.
Ben B. schrieb:> Naja dann philosophiert mal fleißig weiter über eure tollen "DualFluid"> (klingt für mich wie DünnSchiss) Reaktoren oder spielt noch ein wenig> mit dem total ungefährlichen Thorium herum - für euer eigenes Leben wird> das reichen und so lange hält der alte Planet auch schon noch durch,> aber auf lange Sicht gehts nicht anders als 100% solare Energie bzw.> Windenergie (die genau genommen auch aus solarer Energie hervorgeht) und> irgendwelche guten Energiespeicher für die Nacht oder wolkige Tage ohne> Wind.
Naja DünnnSchiss ist es eher mit polemik um sich zu werfen, und etwas
funktionierendes durch etwas ersetzen zu wollen was es nicht gibt. Es
gibt schlicht keine Speicherung für Wind und Solarstrom. Also ich kann
nicht verstehen wie man etwas funktionierendes, durch einen Traum oder
Wunschvorstellung ersetzen will.
Akkuspeicherwerke Müll.
Wasserstoff produzieren zum speichern Müll.
Usw ja nicht mal im kleinen Maßstab wird irgendwas gebaut wobei, und das
obwohl es schon längst im großen Maßstab bitter nötig wäre.
Thorium liegt btw in meiner Garage, rote Nadeln für das Wig
Schweißgerät, aber da nicht ein Fall bekannt ist wo auch nur irgendwer
irgendwelche Folgen von den Dingern gemerkt hat, halte ich die
Panikmache für übertieben.
Atomstrom ist sicher nicht der billigste Strom, nur was bringt mir
billiger Strom wenn ich ihn dann habe, wenn er nicht gebraucht wird, und
wenn ich ihn brauche gibt es keinen.
Wenn man die kosten für die Speicherung von Solarstrom und Windenergie
mit bei der Erzeugung reinrechnen würde, wäre das KKW sicher die
günstigere Alternative.
Icke ®. schrieb:> Jörg H. schrieb:>> Das lass mal nicht die Dualfluidexperten hören, die haben für Ende>> dieses Jahres den ersten stromproduzierenden Prototypen angekündigt:>>> https://dual-fluid.com/webarchive/2020/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-vom-2018-02-05-102730.png>> Bitte fair bleiben und keine Aussagen erfinden, dieser Plan bezieht sich> den Zeitpunkt, an dem die praktischen Forschungsarbeiten gestartet sind.
Bitte fair bleiben, das Bildschirmfoto von 2018 hat eine "wir sind
hier"-Linie, 3,5 Jahre vor dem stromproduzierenden Prototypen. Da war
die Studie angeblich längst abgeschlossen und man war schon im Design.
> Da dies aufgrund der politischen Situation in Deutschland nicht möglich> ist, mußten die Experten vom IFK nach Kanada ausweichen.
Das war in der Tat 2018 noch nicht abzusehen. ;-)
> Wie der tatsächliche Zeitplan aussieht (runterscrollen):>> https://dual-fluid.com/technologie/>> "Wenn alles nach Plan läuft, werden wir noch in diesem Jahrzehnt einen> Prototyp fertigstellen."
Respekt, in 3 Jahren 9 Jahre Verzögerung eingefahren, das muss man erst
mal schaffen. Also wenn alles nach Plan läuft. Die Extrapolation
überlasse ich dir.
Icke ®. schrieb:> Die Entscheidung ist noch nicht gefallen, sie wurde lediglich auf 2022> vertagt. Wieviele neue Reaktoren weltweit in Planung sind, verrät> Statista:>> https://de.statista.com/statistik/daten/studie/157767/umfrage/anzahl-der-geplanten-atomkraftwerke-in-verschiedenen-laendern/
Das China und Indien energiehungrig sind und sehr schnell sehr große
Kapazitäten schaffen müssen ist ja nachvollziehbar.
Anstatt die Probleme jetzt zu lösen verlagert man sie halt 50 Jahre in
die Zukunft.
Dadurch kann man das immense Wachstum momentan zwar aufrecht erhalten,
die Zeche zahlen aber dann die Enkel.
Atomstrom ist nur scheinbar so günstig weil die Folgekosten nicht
eingepreist sind.
PS: nein, der DualFluid ist nicht die Wundertechnik die uns alle retten
wird. Dass ausgerechnet die "kritischen Denker" die Atomlobbypropaganda
so unreflektiert schluckt, ich verstehe es nicht.
(prx) A. K. schrieb:> Sollen die Dualfluiden es doch ausprobieren.
Gerne, aber NIMBY. Mein Vertrauen ist da übersichtlich, zur Sicherheit
lese ich nicht viel, außer dass es sicher ist und dass der Chef auch
schon dicht an der kalten Kernfusion war,
https://archiv.pressestelle.tu-berlin.de/tui/05nov/tui11_2005.pdf Seite
9. Es scheint da eine Vorliebe für Kleinstreaktoren zu geben, die ich
nicht teile.
> Wer steckt eigentlich finanziell dahinter?
Auf jeden Fall Icke (also nicht ich, wo ich her komme spricht man
anders):
Icke ®. schrieb:> Natürlich habe ich auch gespendet.
Aber ernsthaft: Das habe ich mich auch schon gefragt. Es gibt immer noch
reichlich Interessierte, nicht nur in Deutschland, die das Thema
Kernenergie und Handhabung von Spaltmaterial aus kommerziellen oder
politischen Gründen am köcheln halten möchten. Icke scheint ja Internas
zu kennen, dann kann er ja mal hier berichten wo das Geld herkommt und
demnächst herkommen soll.
> Ganz billig wirds sicher nicht, sobald es das Papierstadium verlässt.
Absolut, da ist ja gar nichts geklärt. Die schon verfüllten Castoren und
die noch nicht castorten Brennelemente werden da ja nicht reingekippt
wie die Mülltonne ins Müllauto, und irgendwann muss auch wieder was
rauskommen. Flüssigkeiten aus verschiedenen Stoffen verhalten sich
selten homogen, besonders nicht bei großen Temperaturdifferenzen,
kontrollierbares Verhalten in allen Betriebszuständen, die Liste kann
beliebig lang werden. Da ist so viel anders als bei klassischen
KKW-Konzepten, da müsste so viel geforscht werden um die heute für
Neuanlagen zu Recht geforderte Sicherheit zu erreichen, da sagt mir ein
kurzer Blick: Für den Stromkunden geht das nicht wirtschaftlich. Was
nicht ausschließt, dass sich andere damit gerne die Taschen voll machen
möchten oder es aus sonstigen Gründen interessant finden.
Jörg H. schrieb:> Gerne, aber NIMBY
Die "Dual Fluid Energy Inc." aus dem Impressum führt zwar viele deutsche
Namen auf, hat aber ihren Sitz/Briefkasten in Vancouver, Kanada. Das
wäre wohl weit genug weg.
Jörg H. schrieb:> Aber ernsthaft: Das habe ich mich auch schon gefragt. Es gibt immer noch> reichlich Interessierte, nicht nur in Deutschland, die das Thema> Kernenergie und Handhabung von Spaltmaterial aus kommerziellen oder> politischen Gründen am köcheln halten möchten. Icke scheint ja Internas> zu kennen, dann kann er ja mal hier berichten wo das Geld herkommt und> demnächst herkommen soll.
Nun, es gibt in Deutschland auch jede Menge Interessierte, die das Thema
Solar- und Windenergie als vollständigen Ersatz für herkömmliche, sprich
fossile und nukleare, Energieerzeugung nicht nur am Köcheln halten,
sondern gigantisch hochkochen. Und das, obwohl Solar- und Windenergie
noch nicht einmal ansatzweise kontinuierlich den täglichen Bedarf an
Elektroenergie decken können. Ganz zu schweigen vom Bedarf für
Prozeßwärme und Heizung. Erst recht zu schweigen von der zusätzlich
notwendigen Produktion und Speicherung für Dunkelflauten. Und obwohl die
Kernkraft, die dato noch ~10% der Grundlast deckt, Ende des Jahres
ausgestrahlt hat sowie Stillegungen von Kohlekraftwerken in den nächsten
Jahren schrittweise folgen sollen, gibt es noch keinerlei umsetzbare
Konzepte für den erforderlichen Aus- bzw. Neubau der Erzeugungs- und
Speicherkapazitäten. Nicht einmal die nach BBPlG seit fast einem
Jahrzehnt geplanten Übertragungsleitungen sind nennenswert
fertiggestellt.
https://www.netzausbau.de/Vorhaben/de.html
Gegenüber Dual-Fluid hat die EE-Lobby jedoch einen gravierenden Vorteil,
die Finanzierung ist gesichert, sie kann mit hohen 3-stelligen
Milliardenbeträgen kalkulieren, die dem Bürger mittels Steuern, Abgaben
und Strompreisen aufgebürdet werden. Dual-Fluid muß sich derzeit aus
privaten Spenden finanzieren, das kann sich jedoch schnell ändern, wenn
klügere Regierungen als unsere die Zukunftsträchtigkeit der Technologie
erkennen und fördern. Hätte man nur ein Bruchteil der in Solar und Wind
geflossenen Aufwendungen in die Dual-Fluid-Forschung investiert, wären
wir einer emissionsfreien, umweltschonenden und jederzeit sicheren
Energieversorgung wahrscheinlich schon sehr viel näher.
Anbei eine Grafik der heutigen Stromerzeugungslage, ein Trauerspiel. Vor
zwei Wochen habe ich einige Solarpanele für eine Inselanwendung gekauft.
Bis heute war keine Gelegenheit, deren Leistungsfähigkeit zu testen,
weil schlichtweg die Sonne fehlt. Ohne Worte.
> Thorium liegt btw in meiner Garage, rote Nadeln für das Wig> Schweißgerät, aber da nicht ein Fall bekannt ist wo auch nur> irgendwer irgendwelche Folgen von den Dingern gemerkt hat,> halte ich die Panikmache für übertieben.
Dann mußt Du einfach mal den Schleifstaub beim Anspitzen der Spitzen
wegschnüffeln, ein paar Jahre später merkst Du es dann.
Übrigens ist der reine Kernbrennstoff nicht besonders radioaktiv,
sondern erst seine Spaltprodukte. Ein unbestrahltes Uran-Brennelement
kann man problemlos aus dem Lagerbecken heben und anfassen, kein
Problem. Macht man das mit einem abgebrannten, lebt man danach nicht
mehr lange.
Aus Thorium-232 entsteht in Kernreaktoren Uran-233, welches dann durch
Spaltung zur Energiegewinnung genutzt wird. Daher ist ein
Thorium-Reaktor nicht sauberer als ein Uran-Reaktor, er erzeugt den
gleichen Atommüll. Schönen guten Morgen!
Ach ja, hab ich glatt vergessen:
> Es gibt schlicht keine Speicherung für Wind und Solarstrom.
Dann gugel doch mal nach Pumpspeicherkraftwerken. Sicherlich werden wir
davon noch ein paar größere brauchen und müssen unseren Energiebedarf
evtl. etwas mehr an die Erzeugung anpassen, aber möglich ist es.
Mit genug Überschuss könnte man auch Wasserstoff erzeugen. Der ist zwar
umständlich zu speichern und seine Erzeugung verursacht hohe Verluste,
aber wäre ebenfalls möglich.
Solarthermische Kraftwerke können ebenfalls Solarenergie speichern. Die
erhitzen einen Wärmespeicher und solange dieser heiß genug ist, können
solche Kraftwerke auch nachts Strom erzeugen.
Ben B. schrieb:> Dann gugel doch mal nach Pumpspeicherkraftwerken. Sicherlich werden wir> davon noch ein paar größere brauchen und müssen unseren Energiebedarf> evtl. etwas mehr an die Erzeugung anpassen, aber möglich ist es.
Ja die gibt es aber nicht in Deutschland. Wo willst du die denn bauen
ohne Gebirge. Nein ohne Gebirge ist es nicht möglich, das sinnvoll
umzusetzen. Und das sind auch die einzigen Speicherkraftwerke die Geld
abwerfen.
Warum baut man nicht einfach Stromzähler mit abschalteinrichtung. Dann
kann jeder den Strom kaufen welchen er möchte. Und die Wind und Solar
Fraktion bekommt dann einfach den Strom abgestellt wenn es mal nicht
genug gibt.
(prx) A. K. schrieb:> Die "Dual Fluid Energy Inc." aus dem Impressum führt zwar viele deutsche> Namen auf, hat aber ihren Sitz/Briefkasten in Vancouver, Kanada. Das> wäre wohl weit genug weg.
Für Dich und mich ja, für Gerhard leider nicht. Falls es nur ein
Briefkasten sein sollte, ist aber auch Gerhard sicher.
Jörg H. schrieb:> DANIEL D. schrieb:>>> Ja die gibt es aber nicht in Deutschland.>> https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Pumpspeicherkraftwerke#Deutschland> Haben keine gigantische Leistung und kein gigantisches Speichervermögen,> aber "nicht" ist falsch.
Ja nicht mag vielleicht falsch sein nichtsdestotrotz kann man nicht
einfach irgendwelche Stauseen bauen, und Gebirge haben wir halt auch
nicht wo man noch großartig was in der Richtung machen könnte.
Man kann es drehen und wenden wie man will es gibt keine/kaum
Möglichkeiten der Speicherung. Und großartig in Planung, dass irgendwas
gebaut werden soll, was die Abschaltung bisheriger Kraftwerke
kompensieren könnte gibt, da gibt es auch nichts.
Also entweder man baut noch mal normale Kraftwerke, oder man schaltet
bei Schwankungen einfach die ganzen Ökostrom Benutzer weg. Hauptsache
nicht wieder den Strom teurer machen um irgendeine Scheiße zu bezahlen.
Jörg H. schrieb:>> Zwischen Vancouver und Edmonton liegen immerhin die Rocky Mountains. ;-)> Das ist in Kanada doch keine Entfernung. ;-)
Der Höhe nach schon. ;-)
Ben B. schrieb:> Dann gugel doch mal nach Pumpspeicherkraftwerken. Sicherlich werden wir> davon noch ein paar größere brauchen und müssen unseren Energiebedarf> evtl. etwas mehr an die Erzeugung anpassen, aber möglich ist es.
Nix für ungut, aber rechnen ist offensichtlich nicht deine Stärke. Oder
du hast keine Ahnung von den realen Zahlen.
Die in D vorhandenen Pumpspeicherwerke haben zusammmen eine Kapazität
von ca. 38GWh. Der tägliche Bedarf an Elektroenergie liegt
durchschnittlich bei ca. 1500GWh. Wenn alle gut gefüllt sind, können sie
Deutschland also eine reichliche halbe Stunde mit Strom versorgen.
Nehmen wir an, es gelingt, den Strombedarf auf ein Drittel (500GWh) zu
senken. Dann reicht die Kapazität für zwei Stunden. Um einen einzigen
Tag ohne Wind und Sonne zu überbrücken, müßte demzufolge die Kapazität
verzwölffacht werden. Um 8 Tage zu überbrücken, benötigten wir schon die
fast 100fache Pumpspeicherkapazität. Nicht vergessen, wir nehmen dabei
eine Senkung auf ein Drittel des derzeitigen Strombedarfs an und wir
rechnen nicht ein, daß die von den konventionellen Kraftwerken
gelieferte Prozeß- und Heizwärme ebenfalls gespeichert werden müßte,
wenn zukünftig komplett auf fossile und Kernkraft verzichtet werden
soll. Realistisch betrachtet müßte eher eine 1000x höhere Kapazität
geschaffen werden. Aber du weißt sicher, wo die paar Pumpspeicherwerke
hingebaut werden sollen. Über Planung, Baukapazitäten, Bauzeiten und
Finanzierung reden wir später.
Also ich nehme an das der Energiebedarf steigen wird, mehr Internet mehr
Server etc. Es sei den die komplette Idustrie wird vernichtet, aber
vielleicht ist das ja in Planung.
In einem normalen Haushalt sind schon LED Leuchtmittel und ein wegwerf
Kühlschrank, da sehe ich kein Potential. Ich finde ja Solar und
Windenergie auch gut und toll, aber in der Realität gibt es halt noch
sehr viele Probleme zu lösen.
Und bis das nicht getan ist, ist der Glaube/Traum wir könnten nur von
regenerativer Energie leben realitätsverner Schwachsinn.
Man könnte auch dem demografischen Wandel einfach zulassen, also
zulassen das die Bevölkerung weniger wird. So wie es z.B in Japan
gemacht wird, das würde sicher deutlich Co2 und Strom einsparen, aber
das ist nicht gewollt.
Ben B. schrieb:> Worüber ich bei solchen Diskussionen immer schmunzeln muß... Wieso> erkennt niemand, daß auch ein Atomreaktor ohne Abfall und ohne Klimagase> trotzdem das Weltklima heizt - weil er einfach mal Wärme aus fossiler> Energie
+1, fossile Energie ist alles was aus der Erde verbraucht/umgewandelt
wird ausser verbranntes was wieder aufgeforstet wird.
Windparks und Solarparks verbrauchen nur fossiele Energie wo
Erdölprodukte benötigt werden, Ausnahme vielleicht Biodiesel aus CO2
Gewinnung.
Egal wieviel ich seit 30 Jahren an Energieeinsparung Strom versuche, die
stetig steigende Zahl von Geräte auch dauer on (standby, Funk, wlan,
Router) lässt meine Versuche scheitern!
Früher hatte ich zwar auch in fast jedem Zimmer einen TV aber mit
Netzschalter, kein Router kein Telefon brauchte eigen Strom, kein PC
lief fast durch und das Modem wurde nur angesteckt wenn man online ging.
(prx) A. K. schrieb:> DANIEL D. schrieb:>> Also ich nehme an das der Energiebedarf steigen wird>> https://de.wikipedia.org/wiki/Energieverbrauch#/media/Datei:Primärenergieverbrauch_nach_Energieträgern_in_Deutschland.svg
Dazu muss man noch sagen das der Energiebedarf ein Spiegel der
Wirtschaft ist, deswegen kann man auch so gut das Jahr der Lehman
Brothers Pleite sehen. Ich nehme trotzdem an dass wenn der aufgeschobene
Breitbandausbau irgendwann stattfindent, dass wir mit einem erhöhtem
Energieaufkommen rechnen können.
Jetzt wegen Corona wird der Energie verbrauch vielleicht zurück gegangen
sein, weniger beleuchtung in Ladenlokalen? Oder erhöht da mehr Leute
daheim Strom verbrauchen.
Naja jedenfalls darf man den Stromverbrauch nicht getrennt von der
Wirtschafft betrachten, da sie elementar zusammenhängen.
> können sie [Pumpspeicherkraftwerke] Deutschland also eine> reichliche halbe Stunde mit Strom versorgen
Das ist mehr als ich dachte.
Ich habe auch nicht geschrieben, daß Pumpspeicherkraftwerke der einzige
Weg sein müssen. Sie sind ein guter Anfang und man könnte in den Alpen
oder in den norwegischen Bergen definitiv ein paar richtig große bauen.
Ich könnte auch ganz fotzig schreiben, daß es in den Alpen sowieso bald
keine Gletscher mehr gibt, der Platz wird also ganz von selbst für sowas
frei.
Ansonsten kann ich als weiteren guten Ansatz nur wieder Desertec
anführen, mit solarthermischen Kraftwerken. In der Sahara gibts keine
Woche ohne Sonne und diese Kraftwerke könnten dank Wärmespeicher auch
mal einen Tag ohne Sonne auskommen wenn man sie passend dimensioniert.
Im Augenblick steht Deutschland was die elektrische Energiebilanz angeht
noch ganz gut da. Wir können es uns trotz der AKW-Abschaltung erlauben,
so ziemlich brandneue (an ihren Betriebsstunden gemessen) und effiziente
GuD-Kraftwerke in Bayern stillstehen zu lassen, weil sich deren Betrieb
angeblich nicht rechnet. Dafür karren wir lieber Millionen Tonnen an
Kohle aus dem Ausland über den großen See zu unseren alten
Kohlekraftwerken oder wollen nicht auf unsere heimische Braunkohle
verzichten... okay, find ich merkwürdig, aber solange das so ist, kann's
nicht besonders schlimm mit dem Mangel sein.
Der Strompreis wird in Deutschland durch die Strombörse bestimmt. Wie
man es kennt ist sowas nicht auf Verbraucherfreundlichkeit ausgerichtet,
sondern auf maximalen Gewinn für die Aktionäre der großen Unternehmen.
Wenns nach mir ginge, würde ich das alles zerschlagen. Wir brauchen hier
keine ausländischen Großkonzerne als Kraftwerksbetreiber und die
Energienetze gehören als wichtige Infrastruktur (wie z.B. Straßen)
schnellstens zurück in staatliche Hand. Vor allem gehört Stromtransport
und Stromerzeugung getrennt. Man sieht ja an Texas ganz gut wo das
hinführen kann wenn sich nicht bald was daran ändert.
Der private Stromverbrauch durch die Folgen der CoViD19-Pandemie ist
2020 um etwa 5% angestiegen. Ich hätte mehr erwartet, aber vielleicht
kommt das noch oder die Zahlen sind von den Unternehmen geschönt - was
mich nicht wundern würde.
Ben B. schrieb:> Der Strompreis wird in Deutschland durch die Strombörse bestimmt.
Im Endeffekt wird der eher durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Und
wenn Nachfrage da ist und kein Angebot, ist es eine ziemlich ungünstige
Situation für unser Land.
Zumal wir sogar teilweise negative Strompreise haben über viele Stunden
hinweg. Und dann haben wir auch wieder das Gegenteil. Es wird wie gesagt
schon einen Grund haben warum die Österreicher die Möglichkeit
geschaffen, haben sich vom Netz ab zu koppeln. Die haben sehr viele
Speicherkraftwerke und kompensieren viele von den Schwankungen.
Auch ohne Börse würden diese Probleme bestehen bleiben.
> Im Endeffekt wird der eher durch Angebot und Nachfrage bestimmt.
Sorry aber das stimmt doch so gar nicht, bzw. nur stark begrenzt. Warum
das so ist hast Du ja mit den negativen Strompreisen schon selbst
angeführt. Und ich kann als Privatmann gar nicht an diesem Stromhandel
teilnehmen, ansonsten würde ich "mir mal eben 10.000kWh zum Negativpreis
kaufen" und hätte das Jahr lang bei weitem keine Strompreisprobleme
mehr. Das sind doch alles nur fiktive Werte und keine echten Preise, nur
dazu da, damit lieber irgendwer anders sein Kraftwerk herunterfährt und
ich meine Grundlastkraftwerke fein weiter mit voller Leistung fahren
kann.
Das Verbundnetz als solches muss natürlich bleiben - ansonsten bekommen
selbst die Ösis und Schweizer ein Problem mit der Erzeugung aus
erneuerbaren Energien, spätestens wenn keine Gletscher mehr in den Alpen
sind und dadurch deutlich weniger Wasser an den Kraftwerken vorbeikommt.
Aber diese komische Börse kann weg, genau wie Großkonzerne in
quasi-Monopolstellung.
Ben B. schrieb:> Und ich kann als Privatmann gar nicht an diesem Stromhandel> teilnehmen, ansonsten würde ich "mir mal eben 10.000kWh zum Negativpreis> kaufen" und hätte das Jahr lang bei weitem keine Strompreisprobleme> mehr.
Eine Gewerbeanmeldung kostet nicht viel.
Und wenn Du einen Crashkurs der Regularien mitmachst, steht auch einer
Zulassung bei der EEX/EPEX nichts mehr im Weg, wenn Du auch eine gewisse
Bürgschaft hinterlegst.
Allerdings sind die minimal gehandelten Pakete selbst für 15 Minuten
schon etwas grösser, als Deine 10 MWh.
Und dann brauchst Du nur noch die passende Transportmöglichkeit, sowie
ein passendes Stromlager..
Oder Du lässt die Lieferung durch einen Netzbetreiber durchführen.
Ralf X. schrieb:> Und dann brauchst Du nur noch die passende Transportmöglichkeit, sowie> ein passendes Stromlager..
wieso Transport & Lager, man kann doch auf Kurse wetten.
Icke ®. schrieb:> Nehmen wir an, es gelingt, den Strombedarf auf ein Drittel (500GWh) zu> senken. Dann reicht die Kapazität für zwei Stunden.
Well, das sehe ich noch viel bitterer: Wir sollen doch jetzt alle unsere
schicken neuen E-Autos laden, vorzugsweise am Abend, wenn wir von der
Arbeit kommen. Wie soll ich da meinen Stromverbrauch senken? Das wird
eher mehr, viel mehr. Dann möchte die Chemische Industrie gerne von
fossilen Energieträgern weg: "der Strombedarf der chemischen Industrie
bis Mitte der 2030er Jahre auf 628 Terrawattstunden mehr als
verzehnfachen wird. Das wäre mehr als der gesamte deutsche
Stromverbrauch aktuell und weit mehr als die im vergangen Jahr
produzierten 251 Terrawattstunden an Ökostrom."
Ich weiss nicht, wo so viele Windanlagen stehen sollen? Bislang reichts
ja nicht mal zur Komplettversorgung! Wo soll dann noch was übrig bleiben
um es zu speichern?
Nachtrag zum Thema Thoruim und Dual Fluid: Der Unterschied zu den
bisherigen Reaktoren ist das schnelle Neutronen-Spektrum. Hierbei wird
nicht nur Uran erbrütet, sondern tendenziell alle Transurane gespalten.
Das hilft wirklich den gefährlichen Müll zu reduzieren.
Wenns nach mir ginge würde ich sagen: lasst es die Leute doch
ausprobieren. Wenns wirklich funktioniert, Prima. Aber sich gleich von
Anfang an hinzustellen und zu jammern, "määh, das geht doch eh nicht"
und "das hat ja noch nie funktioniert" das finde ich echt schlimm. In
die Fusionsforschung wird doch auch ne ne Menge Geld gesteckt, ohne zu
wissen ob es jemals funktioniert. Und das ist auch gut so! Wo wäre die
Menschheit wenn wir immer nur auf die Nörgler hören würden. Fazit: lasst
die Leute doch forschen! (Guckt euch mal Interstellar an, da werden nur
die Leute zum anbauen von Mais gebraucht)
Ja, aber was soll denn das? Primärenergie wird weniger ja, aber nur ein
bisschen. Wenn wir weniger Öl und Kohle verfeuern, muss es eben mehr
Strom werden. Und das ist eben fast das equivalent von allem Öl und
aller Kohle zusammen (Minus etwas Einsparung).
Meiner Meinung nach wäre es eine Lösung die Privatkunden mit
einzubeziehen in die Speicherung. So dass sie ihre Akku Anlagen zu der
Zeit laden können wenn der Strom im Überfluss vorhanden ist. Oder auch
Blockheizkraftwerke die vorzugsweise dann eingeschaltet werden wenn das
Netz Strom benötigt.
Aber langfristig sehe ich für mich persönlich das Ziel autark zu werden.
Also Akkus Batterien Solarzellen, und am liebsten noch ein Stirlingmotor
im Keller. Dann wird der Stromanschluss nur noch für die Drehstromgeräte
in der Garage gebraucht, oder wenn es soweit ist werden die
Schweißgeräte halt verkauft und dafür andere gekauft.