Hallo Zusammen,
Ich habe mir Gedanken gemacht wie ich ein Tiererkennungssystem machen
könnte das vorne am Mähwerk oben hängt und einen Lauten Ton von sich
gibt wenn ein Tier in der Wiese liegt dass man somit schnell reagieren
kann. Wäre dies umzusetzen zum Beispiel mit einem Ultraschallsensor? Das
würde den Mähtod wesentlich senken.
Wildtiererkennung mit Sensor schrieb:> Hallo Zusammen,>> Ich habe mir Gedanken gemacht wie ich ein Tiererkennungssystem machen> könnte das vorne am Mähwerk oben hängt und einen Lauten Ton von sich> gibt wenn ein Tier in der Wiese liegt dass man somit schnell reagieren> kann. Wäre dies umzusetzen zum Beispiel mit einem Ultraschallsensor? Das> würde den Mähtod wesentlich senken.
Ein Abstandssensor funktioniert da nicht. Eher noch Wärmebildkamera o.ä.
Cyblord -. schrieb:> Wärmebildkamera
Das wäre so ziemlich die einzige Technik, die da ginge. Bei Sonne und
hohen Temperaturen fällt aber auch diese raus. Genau dann mäht man aber
bevorzugt.
Es hat schon seinen Grund, warum man solche Unfälle nie vermeiden
konnte. Wenn ein Mensch die Tiere kaum sieht, schafft es eine Maschine
gleich gar nicht.
Bei Gegenwind fahren, und einen CO2-Sensor installieren?! Sicher auch
illusorisch, weil das Problem halt schwierig ist.
Bleibt eigentlich nur der übliche Weg: Augen zu und durch. Solange es
Jäger gibt, die sowieso Rehe schießen wollen ääh müssen, ist der Verlust
durch Mähdrescher quasi egal. Der Mensch tut Tieren noch viel üblere
Sachen an. Er ist derjenige, bei dem eine Überwachung dringend
angebracht wäre. Und zwar eine, die nicht erst ab 8Mrd anschlägt,
sondern schon ab 8Mio.
Natürlich wird man das hier nicht akzeptieren, wieder mal an ein Wunder
glauben. Aber sicher ist, am Ende wird doch rein gar nichts gebaut, die
Tiere werden weiterhin gehäckselt, so wie immer.
Dieter R. schrieb:> Im Text steht, dass dies> zuverlässiger als eine Wärmebildkamera funktioniert.
Steht im Text auch, wie zuverlässig einem dafür das Geld aus der Tasche
gezogen wird? Und wie schlecht es in der Realität funktioniert? Oder
muss man sich das wieder selbst erarbeiten?
Hallo,
meines Wissens gibt es doch die Drohnenmethode, bei der die Tiere von
oben aufgespürt werden.
Wenn man mit dem Mähwerk schon direkt neben dem Kitz steht, kommt das
Muttertier wahrscheinlich auch nicht wieder. Ich denke, es würde eine
Abstandserkennung leider nichts nützen.
Es ist aber richtig, hier mal über Lösungen dieses Probleme zu
diskutieren.
Gruß
Uwe S. schrieb:> Steht im Text auch, wie zuverlässig einem dafür das Geld aus der Tasche> gezogen wird? Und wie schlecht es in der Realität funktioniert? Oder> muss man sich das wieder selbst erarbeiten?
Bullshit-Bingo-Foristen werden darüber nur räsonieren können.
Professionelle Landtechnik ist teuer. Pöttinger ist ein professioneller
Anbieter. Deren Kunden werden sicher eine Teststellung vereinbaren
können und für sich selbst durchrechnen, ob sie die Ausgabe tätigen
wollen.
Wer ein geringeres Budget hat, und das gilt sicher für viele, muss sich
(eventuell mit Forenhilfe) das Thema selbst erarbeiten. Dazu kann der
Verweis auf professionelle Lösungen ggf. weiterhelfen, auch wenn deren
Kosten jenseits des eigenen Etats sind.
Yalu X. schrieb:> Vielleicht findest du in diesem früheren Thread ein paar nützliche> Tipps:>> Beitrag "Suche Sensor für Tiererkennung"
Oh Gott, einer der schlimmsten Threads die es hier jeh gab. Hoffentlich
will er nicht noch die Amper hochskillen.
Dieter R. schrieb:> Pöttinger Sensosafe, IR-Erkennung, offenbar mit einer Reihe von> IR-Sensoren, die an einem Balken montiert sind. Im Text steht, dass dies> zuverlässiger als eine Wärmebildkamera funktioniert.
Der Unterschied zwischen IR und Wärmestrahlung ist was genau?
Man könnte sich auch vorstellen, eine Art Vorhang aus Ketten etc. an
einem Gestell ein paar Meter vor dem Mähwerk anzubringen und somit die
Viecher ein paar Sekunden vorher aufzuscheuchen und zumindest eine
CHANCE zu haben, daß sie flüchen können. Wenn der Abstand nicht reicht
oder das Gestell zu unpraktisch wird, könnte man mit einer Art pace car
voraus fahren und den gleich Job machen. Kostet hat einen 2. Arbeiter
und die Karre, die auch Das Mähgut nicht plattwalzen sollte. Bei Mais
wird das eng ;-)
Oder man stellt viele Schilder ums Feld auf. "Betreten verboten.
Tiereltern haft für ihre Tierkinder." Das wäre die Methode der deutschen
Beamten 8-0
Wolfgang schrieb:>> Pöttinger Sensosafe, IR-Erkennung, offenbar mit einer Reihe von>> IR-Sensoren, die an einem Balken montiert sind. Im Text steht, dass dies>> zuverlässiger als eine Wärmebildkamera funktioniert.>> Der Unterschied zwischen IR und Wärmestrahlung ist was genau?
Die Wellenlänge, wenn gleich die Begriffe nicht streng definiert sind.
Johann schrieb:> Oh Gott, einer der schlimmsten Threads die es hier jeh gab. Hoffentlich> will er nicht noch die Amper hochskillen.
Das siehst du mal, wie unterschiedlich die Wahrnehmung ist. Ich wohne in
einer Gegend, wo es erstens Landwirtschaft und zweitens Rehe gibt. Man
sieht oft, wie die sich am Wiesen- oder Feldrand tummeln. Vermutlich
auch in den Feldern, da sieht man sie bloß nicht.
Ich habe den Thread nur überflogen, fand aber einige Informationen darin
hochinteressant. Ein richtig verwertbares Ergebnis gab es aber wohl
nicht, leider.
Nach heutigem Stand der Technik scheint mir die Lösung mit Quadcopter
und Wärmebildkamera noch am einfachsten und sichersten. Frage ist, ob es
dazu bereits kostengünstige Fertiglösungen gibt, ob es vielleicht sogar
Förderungen dafür gibt, oder ob man sich das selbst zusammenstellen
muss.
Interessant war dieser Hinweis zur manuellen Suche:
"Life-Finder LF6" und "Ein ähnliches Gerät ist der "HS4000 LASER". Als
professionelles Wärmesuchgerät kommt er auch bei der Bundeswehr zum
Einsatz. Er ist in der Lage, Rehkitze in bis zu 1,50 Meter hohem Gras zu
finden.
Es ist auch ein handliches Gerät und wiegt 190 Gramm. Der Preis liegt
bei ca. 350 Euro"
@Wolfgang: überflüssige Frage. Eine Kamera hat einen Bildsensor, ein
bloßer IR-Sensor erfasst integral über den Erfassungswinkel, eine Reihe
von Sensoren erfasst jeweils integral, aber in einer Reihe angeordnet.
Ein Radarsensor? Mähen tut man ja nur, wenn die Halme trocken sind. Von
da her sollten die Halme und der Boden wenig von der
Mikrowellenstarahlung absorbieren, der Tierkörper dagegen schon.
bullshit-bingo schrieb:> . Solange es> Jäger gibt, die sowieso Rehe schießen wollen ääh müssen, ist der Verlust> durch Mähdrescher quasi egal.
Maximale Fachkompetenz!
Das Problem sind nicht der Mähdrescher.
Dann sind die Kitze meist groß genug für eine Flucht.
Das eigentliche Problem entsteht in der Silage, wenn da verwesende Tiere
hinein gelangen. Dann fallen alle Kühe um.
Meiner Meinung nach ist das Abfliegen der Fläche mit einer
Wärmebildkamera (egal ob Drohne oder was für eine Plattform auch immer)
die einzige einigermaßen sichere Variante. Selbst dabei ist es sehr
wichtig, daß man die Fläche früh abliegt, bevor die Sonne das Feld
erwärmt. Nur dann kann man die Kitze auf dem Wärmebild sehen. Sobald die
Sonne ein paar Minuten draufsteht, ist alles nur noch ein ziemlich
einheitliches Grau und jeder von der Sonne erwärmte Erdklumpen sieht wie
ein Rehkitz aus.
Je nach Fläche ist das für eine einzelne Drohne in der zur Verfügung
stehenden Zeit schwer zu schaffen. Man kann probieren, sich schon nachts
einen groben Überblick zu verschaffen, dann sieht man die Muttertiere
besser und kann abschätzen wo später am ehesten Kitze zu vermuten sind.
Da die sich aber jeden Tag woanders hinlegen, ist das wirklich nicht
mehr als der Versuch eines ersten Überblicks, außer man hat Helfer und
sammelt die Kitze dann gleich ein.
Und nichts gegen die Landtechnikfirmen, aber mir ist schleierhaft, wie
automatische Technik das tagsüber noch zuverlässig bewerkstelligen soll.
Es ist schön, daß sie es versuchen, aber ich halte es für ziemlich
unmöglich. Auf guten ebenen Flächen wird beim Mähen auch ziemlich
schnell gefahren, wenn da irgendwas piepst hat man locker 5..6 Meter Weg
für Reaktion und Bremsen.
Wenn man tote Kitze mit größtmöglicher Sicherheit vermeiden will, bleibt
nur, den ersten Schnitt so spät zu fahren, wenn die Rehkitze bereits vor
der Gefahr flüchten anstatt liegenzubleiben.
Dieter R. schrieb:> Nach heutigem Stand der Technik scheint mir die Lösung mit Quadcopter> und Wärmebildkamera noch am einfachsten und sichersten. Frage ist, ob es> dazu bereits kostengünstige Fertiglösungen gibt, ob es vielleicht sogar> Förderungen dafür gibt, oder ob man sich das selbst zusammenstellen> muss.
Ich habe dazu mal einen Beitrag im Fernsehen gesehen, da hatte der Bauer
einen spezialisierten Anbieter für solche Suchen angagiert, der hatte
die Felder abgeflogen und danach hatte man mögliche Fundstellen zu Fuß
geprüft.
Nachtrag:
> Frage ist, ob es dazu bereits kostengünstige Fertiglösungen gibt,
Ja, gutes Paket z.B. die DJI Mavic 2/3 Enterprise, Kostenpunkt 4..6k
Euro. Besser sind die größeren M300 oder recht neu die M30T, Kostenpunkt
20..30k Euro für die M300 und etwa 13..14k für die M30T. Für den
einzelnen Landwirt sind alle drei Varianten schwer erschwinglich im
Vergleich zu ein paar toten Rehkitzen, die ein Jahr später sowieso vom
Jagdpächter abgeknallt werden.
> ob es vielleicht sogar Förderungen dafür gibt,
Manchmal, aber sehr selten und nicht in für alle ausreichender Menge,
außerdem mit entsprechendem bürokratischen Aufwand und einer Reihe
Hürden wie Nachweis der zweckgebundenen Verwendung auf mehrere Jahre
usw.
> oder ob man sich das selbst zusammenstellen muss.
Wenn Du mindestens 4k Euro privat investieren willst, viel Spaß.
Hugo H. schrieb:> Wildtiererkennung mit Sensor schrieb:>> Das>> würde den Mähtod wesentlich senken.>> Ja, bleibt mehr zum Abballern für die Jäger.
Jäger "ballern" keine Jungtiere ab.
Falk B. schrieb:> Man könnte sich auch vorstellen, eine Art Vorhang aus Ketten etc. an> einem Gestell ein paar Meter vor dem Mähwerk anzubringen und somit die> Viecher ein paar Sekunden vorher aufzuscheuchen und zumindest eine> CHANCE zu haben, daß sie flüchen können. Wenn der Abstand nicht reicht> oder das Gestell zu unpraktisch wird, könnte man mit einer Art pace car> voraus fahren und den gleich Job machen.
Die Frage wäre eher was sagt das Mähgut dazu?
Den Mais oder den Weizen erstmal mit einem Kettenvorhang "Plattmachen"?
Insgesamt ist das Patent jetzt nichts neues, dient aber eher um alles
davor sicher zu zerstören:
- https://de.wikipedia.org/wiki/Minenr%C3%A4umpanzer
Die große frage wäre doch erstmal was soll überhaupt gemäht werden, der
heimische Rasen oder so ein "Dickicht" wie z.B. Mais?
Bei Mais dürfte sowas wie ein Abstandssensor nur das sehen was die
Schneide gerade in Arbeit hat. Ein "Radar" müsste da auch schon verdammt
gut sein um bei den vielen Reflexionen die relevanten rauszufiltern. Und
trocken ist das jetzt auch nicht gerade viel, das passt eher bei zu
Weizen oder so.
- https://www.google.de/search?q=mais+ernte&source=lnms&tbm=isch&sa=X
Sowas wäre mal ein schönes Projekt für eine Uni bei der die
verschiedensten Sensoren für sowas mal genau getestet werden...
Ben B. schrieb:> Nachtrag:>> Frage ist, ob es dazu bereits kostengünstige Fertiglösungen gibt,> Ja, gutes Paket z.B. die DJI Mavic 2/3 Enterprise, Kostenpunkt 4..6k> Euro. Besser sind die größeren M300 oder recht neu die M30T, Kostenpunkt> 20..30k Euro für die M300 und etwa 13..14k für die M30T.
Das ist genau das Gegenteil von dem, was ich mit "kostengünstig" meinte.
Was muss ein Quadcopter kosten, der sich zum Abfliegen eines Felds
eignet? Grober Ansatz, 1000 bis 1500 €? Gute Wärmebildkameras gibt es
für unter 500 €, macht zusammen 1500 bis 2000 €. In der Preisklasse
scheint es aber nichts Fertiges zu geben, erst beim zwei- bis
dreifachen.
Dieter R. schrieb:> Grober Ansatz, 1000 bis 1500 €? Gute Wärmebildkameras gibt es> für unter 500 €, macht zusammen 1500 bis 2000 €. In der Preisklasse> scheint es aber nichts Fertiges zu geben, erst beim zwei- bis> dreifachen.
Mavic mit Wärmebild gibts doch für 2-3k. Zumindest vor ein paar Monaten
noch. Evt. wurde die alle von der Ukraine weggekauft ;-)
Außerdem sehe ich jetzt nicht, warum für einen landwirtschaftlichen
Betrieb 2-3k mehr oder weniger ein Problem sein sollte. Wenn man bedenkt
was so ein Trecker oder Mähdrescher kostet.
Radioaktiver schrieb im Beitrag #7062412:
> Es gibt schon Firmen, die mit Drohnen vor der Mahd die Felder von oben> absuchen und die Tiere retten.
Und was ist der Unterschied zur Aussage weiter oben?
Weidehalter schrieb:> meines Wissens gibt es doch die Drohnenmethode, bei der die Tiere von> oben aufgespürt werden.
EAF schrieb:> Das eigentliche Problem entsteht
Das richtige Problem entsteht erst, wenn ein Tierschützer das
Geschnetzelte auf der Wiese findet, morgen nen Bericht in der Zeitung
steht und der Bauer nen Problem mit dem TierSchG bekommt. Das kann dann
empfindlich teuer werden.
Man kann auch nen Wiese ganz in LowTech per Jagdhund absuchen. Dazu
müssen sich aber Jäger und Bauer "grün" sein - ist ja auch nicht immer
der Fall.
Zunächst einmal muss der TE mal sagen, was er mähen will. Das Wort
„Mähen“ benutzt man in erster Linie für Grasschnitt. Nix trocken. Und da
geht es schon mal mit weit über 20km/h zur Sache. Mit Ketten oder
dergleichen hätten die Tiere keine Chance. Auch ein Sensorsystem, dass
in angemessener Zeit Tiere erkennt und die Maschine stoppt, muss erstmal
erfunden werden.
pnp schrieb:> Jäger "ballern" keine Jungtiere ab.
Natürlich nicht, die warten bis die "Schussreif" sind und ballern die
dann ab. Nur dann bringt es Spaß und Geld.
Hugo H. schrieb:> pnp schrieb:>> Jäger "ballern" keine Jungtiere ab.>> Natürlich nicht, die warten bis die "Schussreif" sind und ballern die> dann ab. Nur dann bringt es Spaß und Geld.
Also ich kenne einige Jäger persönlich. Keiner von denen "ballert" aus
lauter Spaß in der Gegend rum.
pnp schrieb:> Also ich kenne einige Jäger persönlich. Keiner von denen "ballert" aus> lauter Spaß in der Gegend rum.
Bin kein Jagd-Gegner, aber DAS ist sicher ne Lüge. Die haben alle Spaß
am schießen.
pnp schrieb:> Also ich kenne einige Jäger persönlich. Keiner von denen "ballert" aus> lauter Spaß in der Gegend rum.
Warum denn sonst (außer natürlich dem Geld für das verkaufte "Wildbret"?
Hehe, geballtes landwirtschaftliches Fachwissen. xD
Also erstens wird Mais in der Regel zu spät im Jahr geerntet, da sollten
keine Rehkitze mehr in den Feldern sein. Das sollte auch für so gut wie
alle Getreidearten gelten, die Kitze sterben nicht im Mähdrescher wie so
häufig geschrieben wird, sondern so gut wie alle dieser Fälle werden
beim ersten Grasschnitt vom Mähwerk erwischt.
Zweitens würden die Kitze auch vor einer Kette am Mähwerk nicht fliehen
oder auf was für Ideen manche hier kommen. Die drücken sich an den Boden
und warten ab, bis die Gefahr vorbei ist. Das hilft vielleicht gegen
natürliche Fressfeinde, aber nicht gegen Mähwerke.
Oder wenn sich ein Mensch ins hohe Gras oder später ins Getreide legt...
ich geb dem eine 90%ige Chance, daß er vom Mäher oder Drescher
überfahren wird, weil man sowas einfach nicht rechtzeitig sieht.
> Außerdem sehe ich jetzt nicht, warum für einen landwirtschaftlichen> Betrieb 2-3k mehr oder weniger ein Problem sein sollte. Wenn man> bedenkt was so ein Trecker oder Mähdrescher kostet.
So könnte man das sehen, aber wenn man bei manchen Früchten bedenkt, daß
die nach Abzug aller Kosten manchmal bloß 100..200 Euro auf einen Hektar
Land verdienen, dann sind 3k Euro schon gar nicht so wenig. Es ist ja
auch nicht nur die Anschaffung der Drohne, sondern es geht Arbeitszeit
drauf, evtl. zusätzlich für Helfer wenn man Fläche schaffen muss, kostet
weiteres Geld und Zeit. Versuch das mal einem Landwirt zu erklären, der
sich sowieso ständig mit der Bürokratie und irgendwelchen Zusatzkosten
(in diesem Jahr z.B. Dünger und Diesel) herumschlagen darf, dazu evtl.
noch schlechte Ernten abpuffern können soll. Nur damit der Jäger 1..2
Jahre später was zum Abknallen für seine Trophäensammlung hat? Schwer
vermittelbar, da muß man aufpassen, nicht durch die Quaderballenpresse
geschoben zu werden.
Und wegen der Preise... man braucht wirklich eine gute Wärmebildkamera.
Mit den preiswerten Einfachst-Geräten wie diesen Pistolengriff-Kameras
oder wie man das für z.B. Autowerkstätten nennen möchte wird das nichts.
Dazu ein gutes Bildübertragungssystem. Man braucht ein gutes Bild, um in
einer möglichst hohen optimalen Höhe fliegen zu können, sonst schafft
man keine Fläche. Man darf auch nicht zuviele Verdachtspunkte haben,
sonst schafft man ebenfalls keine Fläche weil man nur Geister sucht wo
keine sind.
Eine Mavic 2 Enterprise Advanced sollte es wirklich schon sein wenn man
ein ehrlich brauchbares System haben möchte. Mit ein wenig Glück bekommt
man die gebraucht für 3k Euro.
Allerdings gleich vorweg: Man brockt sich damit den ganzen Haufen
EU-Drohnenflugvorschriften ein. Auf dem freien Feld meistens kein
Problem, aber ich weise mal auf die bislang komplett versaute
EU-Drohnenklassifizierung hin. Es gibt im Moment noch keine
zertifizierten Drohnen und falls eine Nachklassifizierung von
"Bestandsdrohnen" nicht vorgenommen wird, fliegen alle derzeit
erhältlichen Modelle demnächst nur noch auf dem freien Feld und mit sehr
großem Abstand zu unbeteiligten Personen (und diversen anderen Dingen,
lest es bitte selber nach, wenn ich das alles schreibe wirds zuviel für
diesen Thread), was auch Personen in Autos, Häusern usw. mit
einschließt. Egal wie klein und wie leicht die Drohne ist und ob ihr das
A2-Fernpilotenzeugnis macht oder nicht. Ohne den C0/C1/C2 Aufkleber an
der Drohne keine Chance. Ausnahmegenehmigungen wollt ihr nicht
beantragen, das sind alles Luftverkehrsgesetze, die großteils auch für
die bemannte Luftfahrt gelten. Das ist ein mordsmäßiger Aufwand und
entsprechend schwierig und teuer.
>> Also ich kenne einige Jäger persönlich. Keiner von denen "ballert">> aus lauter Spaß in der Gegend rum.> Bin kein Jagd-Gegner, aber DAS ist sicher ne Lüge.> Die haben alle Spaß am schießen.
Der Meinung bin ich auch. Ansonsten würde es keinen Jagdsport geben.
Und wenn man es streng mit den "Aufgaben der Jäger" nimmt, dann ists
doch prima, wenn die Landwirtschaft ein paar dieser problembehafteten
Viecher plattmacht. Dann haben die Jäger weniger Schwierigkeiten mit der
Regulierung der Bestände, wenn sie durch die Mähwerke Unterstützung
bekommen.
> Zunächst einmal muss der TE mal sagen, was er mähen will. Das Wort Mähen“
benutzt man in erster Linie für Grasschnitt. Nix trocken. Und da geht es schon mal
mit weit über 20km/h zur Sache.
Eben, und moderne Mähwerke sind bis zu 14m breit, da haben die Tiere
ohnehin keine Chance.
> Mähdrescher
Für Gras werden keine Mähdrescher verwendet, sondern Häcksler, die das
Gras mähen und kleinschneiden und dann in einen nebenher fahrenden
Anhänger pusten.
Das ist aber eine teure Technik, die sich nur die ganz großen Betriebe
leisten können. Üblicherweise wird erst gemäht und dann mit dem
Silowagen, das ist ein Ladewagen mit Schneidwerk, aufgeladen.
> Kadaver
Jeder Bauer wird diese vermeiden, da das Futter sonst tatsächlich
unbrauchbar wird. Alternativ, wenn es denn passiert ist, das tote Tier
suchen und beseitigen.
> Jäger
Ich kenne nur Jäger, deren IQ nicht höher ist als der ihres Jagdhundes.
Auf die kann man also nicht bauen.
> Außerdem sehe ich jetzt nicht, warum für einen landwirtschaftlichen Betrieb 2-3k
mehr oder weniger ein Problem sein sollte.
Weil es auch kleine Betriebe gibt, für die das eine Menge Geld ist.
> den ersten Schnitt so spät zu fahren, wenn die Rehkitze bereits vor
der Gefahr flüchten
Genau so mache ich es. Kostet gar nix. ;-)
https://www.josephinum.at/dam/jcr:b7668bff-c7cd-476b-84b1-a150a3fef929/1944.pdf
Hier ist ein vermutlich nicht geschönter Bericht über das bereits
erwähnte Sensosafe-System von Pöttinger, einschl. Preisangaben.
Fazit:
1. Es funktioniert anders als zunächst erwartet, Reflexionsmessung im
NIR. Bei Frontanbau wird nicht gestoppt, sondern das Mähwerk angehoben.
Bei Seitenanbau ist es Mähwerk-unabhängig, dann muss der Bediener
anhalten und das Tier entfernen.
2. Es ist (bei Landtechnik nicht unerwartet) deutlich teurer als die
Drohnenlösung und lohnt sich vermutlich eher für den Lohnbetrieb als für
den einzelnen Landwirt mit gelegentlicher Nutzung. Dafür ist es weniger
personalintensiv als Suchen mit der Drohne.
3. Die genannten zahlen sind schon erschreckend: 25.000 verletzte oder
getötete Tiere jährlich in AT, 100.000 bis 200.000 in D. Wer das hier
mit ein paar flapsigen Bemerkungen abtut, liegt offenbar ziemlich
daneben.
Na, ich bezeichne das Pöttinger-PDF einfach mal als Werbeflyer. Wenn man
sich die Kriterien genauer anschaut, fehlen einfach die hohen
Geschwindigkeiten in den Tabellen, die heute beim Mähen gefahren werden.
Dazu wurden alle diese tollen Ergebnisse nur in der höchsten
Empfindlichkeitsstufe erzielt. Da kann man sich fragen, wenn nicht viele
Fehl-Erkennungen unterlaufen, wieso kann man die Empfindlichkeit dann
überhaupt einstellen? In der Praxis wird das bei solchen Systemen wohl
eher so laufen, daß die Empfindlichkeit reduziert wird, nachdem der
Fahrer zum dritten Mal beim Bremsen für umsonst ins Lenkrad geklatscht
ist und diese ach so tollen Erkennungsraten dadurch nicht mehr erreicht
werden. Frontmähwerk anheben bringt übrigens auch nicht wirklich viel,
außer daß dem Rehkitz eine 50/50-Chance bleibt, vom Traktor überfahren
zu werden. Die Reifen von den Dingern sind dann doch etwas breiter als
die eines Autos.
Ben B. schrieb:> Und wegen der Preise... man braucht wirklich eine gute Wärmebildkamera.> Mit den preiswerten Einfachst-Geräten wie diesen Pistolengriff-Kameras> oder wie man das für z.B. Autowerkstätten nennen möchte wird das nichts.> Dazu ein gutes Bildübertragungssystem. Man braucht ein gutes Bild, um in> einer möglichst hohen optimalen Höhe fliegen zu können, sonst schafft> man keine Fläche. Man darf auch nicht zuviele Verdachtspunkte haben,> sonst schafft man ebenfalls keine Fläche weil man nur Geister sucht wo> keine sind.http://www.i3-thermalexpert.com/
Ich habe (natürlich NICHT für landwirtschaftliche Zwecke) eine Kamera
dieses Anbieters, noch die erste Version mit QVGA-Auflösung. Ich halte
sie für qualitativ recht brauchbar, jedenfalls alles andere als
Spielzeug. Preis war vor ein paar Jahren 599 $. Frage ist, wie man sowas
im Quadcopter installiert und eine sichere Funkübertragung zustande
bringt. Es gibt aber wohl neuere Modelle mit WiFi, vielleicht lässt sich
damit etwas machen.
Es geht den Bauern gar nicht um den Tierschutz sondern das niemand
geschreddertes Reh im Mehl/Mais haben will und das es ziemlich teuer
wird so eine ganze Fuhre gedroschenes zu entsorgen und anschliessend die
Maschine zu reinigen.
Nochmal, die Kitze landen wegen der späteren Ernte nicht im Mehl und
auch nicht im Mais. Sie landen vor allem in der Gras-Silage des ersten
Schnittes wenn dieser früh im Jahr eingeholt wird.
Meistens merkt man es wenn man eines überfahren hat, ist dann aber
leider für das Kitz zu spät. Auf der gemähten Fläche sollte es beim
Heuwenden oder Schwaden auffallen.
Im Mais könnte man eher ein Problem haben, wenn man mit dem Feldhäcksler
ein Wildschwein erwischt oder ein kurz vorher gestorbenes im Bestand
liegt, bzw andere Tierkadaver von Füchsen oder so gehen bei 600 bis über
1100 PS Leistung dieser Geräte "problemlos" mit durch, das könnte auch
beim Mähdrescher passieren.
> Frage ist, wie man sowas im Quadcopter installiert und eine sichere> Funkübertragung zustande bringt. Es gibt aber wohl neuere Modelle> mit WiFi, vielleicht lässt sich damit etwas machen.
Ich möchte nicht sagen, daß das unmöglich ist und es nervt mich selbst
auch ein wenig, wenn man an dieser Stelle immer auf DJI verweisen
muss... aber deren Technik ist ausgereift, einfach zu bedienen und die
Drohnen können selbst im CE-Standard weit mehr als sie hierzulande
dürfen. Wenn man noch keine Komponenten hat und sowieso alles kaufen
muss, wird man am Ende nicht so weit von einer evtl. gebrauchten Mavic 2
Enterprise Advanced liegen. Wenn man sich schon so ein System anschafft,
dann weiß ich nicht obs sinnvoll ist, vielleicht einen Tausender zu
sparen, aber sich damit möglicherweise einen ganzen Haufen Probleme oder
Unzulänglichkeiten einzuhandeln. Nichts ist teurer oder ärgerlicher, als
wenn das ganze zusammengebastelte Gedöns am Ende nicht funktioniert.
Falk B. schrieb:> Die Wellenlänge, wenn gleich die Begriffe nicht streng definiert sind.
Ein Sensor der auf IR-Strahlung von Tieren anspricht, registriert
thermisches IR. Und genau das tut eine Wärmebildkamera auch.
Hallo,
ich bin ja fast der Meinung das man die Tiere auch ohne Wärmebildkamera
erkennen kann. Die Kameras der Copter sind heutzutage sehr gut. Man kann
den Flugweg vorher programmieren, dann fliegt die selbstständig übers
Feld. Man selbst guckt nur noch zu. Entweder mit Brille oder mit
Display.
Man wird es nie ganz vermeiden können. Aber man kann das Risiko
verringern und das Gewissen beruhigen vorher etwas getan zu haben.
Falk B. schrieb:> Man könnte sich auch vorstellen, eine Art Vorhang aus Ketten etc. an> einem Gestell ein paar Meter vor dem Mähwerk anzubringen und somit die> Viecher ein paar Sekunden vorher aufzuscheuchen und zumindest eine> CHANCE zu haben, daß sie flüchen können.
Vor geraumer Zeit habe ich einmal mehrere TV-Reportagen dazu gesehen.
Wenn ich mich recht entsinne, haben junge Rehkitze keinen Flucht-,
sondern einen Versteckinstinkt, anders gesagt: wenn Deine Kette vorbei
kommt, ducken sie sich nur noch tiefer in ihr Versteck. Wenn sie
stattdessen flüchten würden, dann wäre der Mähdrescher sicherlich schon
mehr als ausreichend, um das auszulösen...
Nochmal den OP lesend und der Abwesenheit des TE kenntnisnehmend muss
man annehmen, dass es sich um einen Trollpost handelt. Im Grunde
genommen sind alle Trigger erfüllt: Tierwohl, Naivitätät, kindliche
Vorschläge…
Falk B. schrieb:> Man könnte sich auch vorstellen, eine Art Vorhang aus Ketten etc. an> einem Gestell ein paar Meter vor dem Mähwerk anzubringen und somit die> Viecher ein paar Sekunden vorher aufzuscheuchen und zumindest eine> CHANCE zu haben, daß sie flüchen können.
Das Problem sind die Jungtiere. Bise haben noch keinen Fluchreflex
sondern versuchen sich bodennah zu verstecken.
Und ein so zusammengekauertes Kitz ist wirklich schwer zu entdecken und
ihm würde der Kettenvorhang auch nicht zur Flucht verhelfen.
Dieter R. schrieb:> https://www.agrarheute.com/technik/gruenlandtechnik/schueler-erfinden-geraet-fuer-landwirtschaft-gewinnen-592044>> Aktuell gab's einen Schülerpreis dafür. Obwohl ich mir die ziemlich> unsägliche Laudatio auf der zugehörigen Website angetan habe, ist mir> aber weitgehend unklar, was die drei Berufsschüler:innen denn nun> bahnbrechendes entwickelt haben.
Daß Dir das nicht klar ist, war ja zu erwarten. Aber Du kannst sicher
ein bereits existierendes Gerät, das mit einer WÄRMEBILDKAMERA arbeitet
zeigen, oder etwa nicht?
Lassen wir mal den unqualifizierten Beitrag davor unkommentiert, hier
noch was interessantes:
https://www.insensiv.de/produkte/copter-drohne/podcopter/
Warum nicht eine (einfache) Drohne mit (IR-)Kamera an einer Strippe weit
genug vor dem Traktor fliegen lassen? Leider ist das eine gewisse
Herausforderung an die Positionssteuerung, weshalb es sich nicht ganz so
simpel als Hobbyprojekt realisieren lässt. Mit begrenztem
Entwicklungsaufwand als kommerzielles Projekt erschiene es mir aber
geradezu ideal: keine teuren und störanfälligen Anbauteile (wie
Ausleger und zusätzliche Sensoren am Mähwerk), kein Problem mit
Energieversorgung der Drohne, ausreichend Vorwarnzeit für den Bediener.
Kein Aufwand für den Fall, dass gar keine Wildtiere vorhanden sind: dann
fliegt die Drohne eben die ganz Zeit ein bisschen voraus, kein
zusätzlicher Personalaufwand und Zeitverlust.
Das verlinkte Ding von insensiv wiegt 6 kg, benötigt 12V/100A und ist
offenbar eine echte Bombe, wenn es herunterkommt. Da ginge bestimmt was
kleineres.
Aaaaalso. Holen wir dafür mal weit aus und dröseln das auseinander...
Zum einen ist eine 6kg Drohne irgendwann hoffentlich, wenn die EU- und
deutsche Stellen in Sachen Drohnenklassifizierung endlich mal den Finger
ziehen würden, eine C3 Drohne. Solche Bomber dürfen nur Minimalabstand
von 150 Metern zu unbeteiligten Personen (Fußgängern, Radfahrern,
Reitern, Personen in Autos und Häusern, ...) betrieben werden. Daran
ändert nicht mal das EU-Fernpilotenzeugnis was. In Klasse C2 könnte man
sich damit etwas mehr Freiheit erkaufen, aber dafür muss die Drohne
unter 4kg wiegen (machbar). Die beim Mähen gefahrene Geschwindigkeit
liegt über der Maximalgeschwindigkeit der Drohne im Langsamflugmodus,
dadurch kann man diesen nicht nutzen und somit verringern sich die 150
Meter auf 30 Meter Sicherheitsabstand (im Langsamflugmodus wären es 5
Meter). Kosten für das EU-Fernpilotenzeugnis 300..500 Euro, gültig für 5
Jahre, im Vergleich zur Drohne eher preiswert, aber angesichts der recht
kurzen Gültigkeit trotzdem ein Kostenfaktor von etwa 80..100 Euro pro
Jahr.
Dann bleiben die allgemeinen Probleme mit Wärmebildern. Man sieht nur
Temperaturunterschiede, wenn welche vorhanden sind. Für die Rehkitzsuche
eignet sich der frühe Morgen am besten, bevor die Sonne auf das Feld
scheint. Danach hat man einfach zuviele Verdachtspunkte, alles was von
der Sonne schneller erwärmt wird als das Gras, sieht im Wärmebild
plötzlich wie ein Rehkitz aus. Gleichzeitig hebt sich die Temperatur der
Kitze immer weniger von der der Umgebung ab und man sieht die Kitze gar
nicht mehr.
Dieses Problem gibt es nicht nur bei IR-Kameras, selbst IR-gelenkte
Panzerabwehrflugkörper mit ihren hoch entwickelten und spezialisierten
Sensoren haben dieses Problem. Es gibt an sonnigen Tagen morgens und
abends eine Zeitspanne, in der die Ziele genau so warm erscheinen wie
die Umgebung (IR Crossover) und daher im Wärmebild nicht zu erfassen
sind.
Letztlich bleibt noch die Wuchshöhe des Grases. Umso höher, desto besser
können sich die Kitze darin verstecken und dann sieht man sie natürlich
auch auf IR-Bildern entsprechend schlechter. Es kann passieren, daß man
evtl. ein Muttertier sieht, aber ihr Kitz einfach nicht findet.
Man wird auch nie 100% erreichen und immer alle Kitze zuverlässig
finden. Ich denke wenn man konstant 80..90% erreicht, dann ist das schon
ganz gut, egal für welches System.
Ach ja, nochwas zur Positionierbarkeit der Drohnen:
Aus heutiger Sicht, mit den heute verfügbaren Fluglagereglern und
Steuerrechnern absolut problemlos. Die besseren Drohnen verfügen
zusätzlich zu GPS über RTK, womit sich die Genauigkeit auf 1..2 cm
steigern lässt. Die großen M30/M300 Drohnen haben zusätzlich einen
Laser-Entfernungsmesser, sie markieren Verdachtspunkte auf dem Boden auf
den Quadratmeter genau. Selbst kleine Consumer-Drohnen sind in der Lage,
selbständig Trassen abzufliegen und z.B. automatisch Bilder zu
erstellen. Die geflogene Strecke kann dabei locker 10km und mehr
erreichen. Alles zusammen ist das weit mehr als sie dürfen, aber
praktisch muss man der Drohne nur mitteilen wo sie hin soll, den Rest
macht die Drohne alleine.
Ben B. schrieb:> Man wird auch nie 100% erreichen und immer alle Kitze zuverlässig> finden. Ich denke wenn man konstant 80..90% erreicht, dann ist das schon> ganz gut, egal für welches System.
Das wird für Pöttinger genannt, in dem oben als "Werbeflyer"
verunglimpften Bericht: 85% Erkennungsrate bei (je nach Wuchshöhe)
Fahrgeschwindigkeiten bis 24 km/h. Pöttinger arbeitet im NIR, Begründung
ist, dass dabei das Tierfell gut kontrastiert. Dabei wird keine Kamera
und Bilderkennung verwendet, sondern aktive Beleuchtung und segmentweise
Auswertung der Rückreflexion, also ein (bezogen auf die Komplexität der
Bildverarbeitung) simples System.
> Dann bleiben die allgemeinen Probleme mit Wärmebildern.
NIR mit Drohne wäre interessant, ich habe aber bisher keine Publikation
dazu gefunden.
Dieter R. schrieb:> NIR mit Drohne
Da scheint es ja durchaus einiges zu geben?
"NIR ist eine, im Bereich des kurzwelligen Infrarotlichts, physikalische
Analysetechnik. Die Detektion findet im Bereich von 800 nm - 2500nm
statt."
https://www.aidrones.de/deutsch/einsatzgebiete/landwirtschaft-und-umwelt/
Allerdings bei Wildschweinen habe ich gehört, dass die bei Mähen so
lange sich im Feld verstecken, bis der letzte Rest gemäht wurde. Das
heißt natürlich, dass eine statische Luftaufnahme wenig hilfreich ist.
Drohnen sind zwar hip und vielleicht faenden sich auch noch andere
landwirtschaftliche Nutzungsmoeglichkeiten, dass sich eine Anschaffung
lohnt. Aber die Handhabung wird nie an einen auf den Schlepper fest
montierten Sensor rankommen, wo der Bauer dann auf dem Armaturenbrett
nur einen Hebel umlegen muss um die Ueberwachung zustarten. Allein so
ein fragiles (Drohnen-) Teil auf den holprigen Feldwegen auf dem
Schlepper zum Feld zu transportieren. Dann beim Fahren und automatischen
Vorausfolgen noch aufpassen muessen, dass sich die Drohne nicht in einem
Baum/Strommast/Haus verhaedert...
Maxe schrieb:> holprigen Feldwegen ...> ... aufpassen muessen, dass sich die Drohne nicht in einem> Baum/Strommast/Haus verhaedert ...
Ich weiß ja nicht, wie in deiner Gegend landwirtschaftliche Nutzflächen
erschlossen sind. Hier in Norddeutschland sind die Wege mit
Betonstreifen ausgebaut bzw. meist sogar asphaltiert. Der Postbote
versucht auf dem Weg zu den Höfen täglich neue Geschwindigkeitsrekorde
aufzustellen, mit Tempo 80 brettert der da mindestens entlang.
Bäume und Häuser gibt's auf den Feldern nicht, die paar Strommasten muss
man halt umkurven. Das kann eine Drohne sicherlich auch, sogar
automatisch.
Maxe schrieb:> wo der Bauer dann auf dem Armaturenbrett> nur einen Hebel umlegen muss um die Ueberwachung zu starten
Eine Drohne mag zwar schöne Bilder liefern, hat aber endliche Flugdauer
und mag keinen Sturm. So gesehen eher für Sonntagsausflüge als für
Einsatz bei jedem Wetter super geeignet? Wer überwacht außerdem die
Bilder und findet dann die herumlaufenden Tiere? So ganz einfach wirds
wohl nicht.
> hat aber endliche Flugdauer
Es gäbe Möglichkeiten, Drohnen im Fesselflug zu betreiben und über diese
Verbindung den nötigen Strom für einen dauerhaften Flug bereitzustellen.
> und mag keinen Sturm.
Bei Sturm wird eigentlich kein Gras gemäht, man möchte es gerne trocken
haben, selbst wenn man es bei schönem sonnigen Wetter mäht, muss es noch
eine Zeit antrocknen bis man es zusammenschwaden und sammeln/silieren
kann.
Ben B. schrieb:> Es gäbe Möglichkeiten, Drohnen im Fesselflug zu betreiben und über diese> Verbindung den nötigen Strom für einen dauerhaften Flug bereitzustellen.
Hatte ich weiter oben schon geschrieben. Da warst du aber noch dagegen.
Ich fänd's ja auch eine praktikable Lösung. So ein Projekt würde mich
echt reizen, leider habe ich keine eigene Erfahrung auf dem Gebiet (der
Anbieter des 6kg-Brummers aber auch nicht, wie man seinem
Promotion-Video mit SUV in Schleichfahrt auf der Wiese entnimmt) und mir
fehlt auch jeglicher Kontakt zu jemandem, der so etwas finanzieren
würde.
Das Schlechtwetter-Sturm-Argument ist allerdings voll daneben. Niemand
wird mähen, wenn ihm der Grasschnitt hinterher nassregnet oder
wegfliegt.
Die Website aus Sassenberg ist hochinteressant, auch berührend und zeigt
gleichzeitig das betriebswirtschaftliche Problem: grob überschlagen
wurden pro gerettetem Rehkitz mindestens vier Arbeitsstunden
aufgebracht. So geht das nur mit enthusiastischen Freiwilligen. Eine
kommerzielle Lösung für breiten Einsatz muss anders gehen.
Dieter R. schrieb:> Das Schlechtwetter-Sturm-Argument ist allerdings voll daneben.
Wenn Du der UAV Forecast-App glaubst, dann solltest Du an vielen Tagen
nicht fliegen, wenn Dir Deine Drohne lieb ist. Ein Bekannter hat seine
Drohne im hohen Gras nie wieder gefunden. Die Drohne eines Nachbarn war
nach einem kurzen Windstoß plötzlich weg. Im Herbst fand ich sie dann
unerwartet in einem Busch hängend. So ganz einfach, wie in der Werbung
wirds wohl nicht.
Dieter R. schrieb:> Maxe schrieb:>>> holprigen Feldwegen ...>>> ... aufpassen muessen, dass sich die Drohne nicht in einem>> Baum/Strommast/Haus verhaedert ...>> Ich weiß ja nicht, wie in deiner Gegend landwirtschaftliche Nutzflächen> erschlossen sind. Hier in Norddeutschland sind die Wege mit> Betonstreifen ausgebaut bzw. meist sogar asphaltiert.
Hier im Süden gibts asphaltierte und geschotterte. Jeweils mit mehr und
weniger großen Schlaglöchern. Graswege nur noch selten. An sowas wie im
Bild von oszi40 habe ich gedacht. Aber egal, so eine Drohne ist nichts,
was man mal offen in die Heckmulde legen könnte/würde.
> Bäume und Häuser gibt's auf den Feldern nicht, die paar Strommasten muss> man halt umkurven. Das kann eine Drohne sicherlich auch, sogar> automatisch.
Die Mahd findet ja normalerweise auf Wiesen und nicht auf Feldern statt.
Hier gibts noch viele Streuobstwiesen und dort hält sich das Wild
besonders gern auf.
> Da warst du aber noch dagegen.> Ich fänd's ja auch eine praktikable Lösung.
Ich würde nicht sagen, daß ich "gegen" irgendwas bin. Ich gebe manchen
Systemen halt nur aus persönlicher Einschätzung heraus keine hohen
Erfolgsaussichten bzw. bei manchen Systemen ist bekannt, daß ihre Quote
eng begrenzt ist - und dann macht es wenig Sinn, solche Systeme
einzusetzen. Man könnte zwar sagen es ist besser als nichts, aber das
war's dann auch schon.
Ob man eine Fläche wo Gras wächst jetzt als Gras-Feld (Ackergras) oder
Wiese bezeichnet... Haarspalterei. Wobei gerade bei dichterem
Baumbestand die Drohne ihre Vorteile hat, da solche Hindernisse bei der
Suche einfach überflogen werden. Man sollte sich aber einmal am Tag
anschauen wie hoch die höchsten Hindernisse sind und bei der Suche nicht
tiefer fliegen, besonders wenn das Gelände hügelig ist (die meisten
Drohnen halten ihre Höhe relativ zum Startpunkt, nicht den Abstand zum
Boden) oder wenn man noch im Dunkeln suchen möchte. Normalerweise kein
Problem, Flughöhe bei der Suche sind so 50..60 Meter, aber manches
Gelände ist so hügelig, daß 35 Meter Baum plus 25 Meter Anstieg Gelände
schon Probleme machen können wenn man nicht daran denkt.
Hochspannungsleitungen sind ein Problem, weil man sich denen laut
Drohnengesetzen nur bis auf 100 Meter nähern darf bzw. Anwendung der
1:1-Regel, heißt z.B. 50 Meter Flughöhe - 50 Meter Abstand, aber kein
Überflug. Man könnte probieren, beim Betreiber eine Erlaubnis für den
Flug in der Nähe seiner Leitungen zu bekommen (wie für
Inspektionsflüge). Normalerweise sind die üblichen Drohnen (M2EA oder
die neue M30T) keine Gefahr für diese Anlagen, aber die Anlagen können
zur Gefahr für die Drohne werden (Kollision, Störung der Sensorik und
Fernsteuerung durch die starken elektromagnetischen Felder).
Ben B. schrieb:> Ob man eine Fläche wo Gras wächst jetzt als Gras-Feld (Ackergras) oder> Wiese bezeichnet... Haarspalterei.
Generell schon, aber bei der Aussage dass auf Feldern keine Bäume
stehen, muss man dann doch trennen. Die Aussage würde ich nämlich so
unterschreiben, bei Grünland sieht das aber zumindest hier in der Gegend
anders aus.
> Wobei gerade bei dichterem> Baumbestand die Drohne ihre Vorteile hat, da solche Hindernisse bei der> Suche einfach überflogen werden.
Ja. Wenn die Sensorik aber ohne Ausleger direkt auf dem Traktor montiert
werden kann, fällt das Problem auch weg, weil der Schlepper ja selber
durchkommen muss.
Wildtiererkennung mit Sensor schrieb:> Hallo Zusammen,>> Ich habe mir Gedanken gemacht wie ich ein Tiererkennungssystem machen> könnte das vorne am Mähwerk
Am Besten keine Pflanzen anbauen, ist ja für die Natur und für das Klima
sowieso völlig scheiße.
Wenn sie Kühe auf der Weide haben, wird es kein Reh, keine Bienen, keine
Vögel, Mäuse oder Füchse töten. Im Gegenteil, es fördert die
Biodiversität und wenn man es richtig macht, ist es der Beste weg den
Boden zu regenerieren. Also es ist das Beste für das Klima. Und Fleisch
ist deutlich gesünder als der Pflanzenscheiß, der uns nur krank macht...
... und wenn die Kuh rülpst und furzt kommt jede Menge Methan raus, ist
auch nicht so besonders gut fürs Klima.
Edit:
Was macht die Kuh eigentlich im Winter? Frisst nur Schnee, oder was?
Ben B. schrieb:> ... und wenn die Kuh rülpst und furzt kommt jede Menge Methan raus, ist> auch nicht so besonders gut fürs Klima.
Wenn der Mensch ein Kilogramm Grünfutter frißt, kommt pro kg noch mehr
Methan raus, als über die Kuh. Der ist also noch schlechter für das
Klima.