An der Basis vom Transistor kommst du Messtechnisch gar nicht ran.
Da ist der Einwand von m.n. völlig richtig.
Da es sich um einen Bipolartransistor handelt, betrachtet man nicht
die Spannungen, sondern die Ströme.
Heiner B. schrieb:
> R1 ist hier ja 2,2kOhm
> also bei 15 V an der Basis
>
> (15V-0,7)/2,2kOhm = 6,68mA ???
> ist dieser Strom irgendwo angegeben?
> bzw. wie nennt man denn bzw. ist der wichtig?
Die 15V sind ja nicht an der Basis, sondern nur 0,7V.
Die Differenz, also 14,3V fallen am Basisvorwiderstand ab.
Deine Gleichung ist doch richtig. In der Charakteristik
des Datenblattes sind doch eine Menge Angaben. Man muss
damit nur umgehen können. Man kann über den Basisstrom den
Emmitter/Kollektor-Strom steuern, bis der Transistor in
die Sättigung geht.
Bei Analogbetrieb, bzw. Verstärkerschaltungen möchte man
natürlich nicht in die Sättigung geraten, weil sich dann
unerwünschte Effekte bemerkbar machen, die das Signal
verzerren. In der Digitaltechnik sind die Anforderungen
andere, denn da will man sicher schalten und da ist der
Bereich der Sättigung gerade interessant. Also wählt
man seine strombestimmenden Bauteile entsprechend so
aus, dass ein sicherer Betrieb gewährleistet ist, ohne das
der Transistor überlastet und zerstört wird.
Der Kollektor-Emitter-Strom wird durch den Laststrom bestimmt
und der ist meist bekannt. Mehr als 500mA ist da dann aber nicht
drin. Über den DC-Verstärkungsfaktor, der mit 70, bei IC=50mA
angegeben ist, lässt sich ein Basisstrom von 6,6mA errechnen.
Für 500mA, dürfte der Basisstrom zehnmal so hoch sein, also
etwa 66mA betragen, aber nur wenn man die Nichtlinearität des
Transistors dabei außer Acht lässt.