Hallo,
Ich bin auf der suche nach einer "guten" regelbaren Lötstaion.
Es kommt eigentlich nur Weller und Ersa in Frage. (Oder?)
Von Weller die WS 81
Von Ersa die ANALOG 60 A (die antistatische Ausführung, die leider auch
teurer ist)
Beide dürfen so um die 220 Euro liegen.
Jetzt habe ich aber noch die I-CON Nano von Ersa für 160 Euro bei Conrad
entdeckt. (Bei Reichelt 220 Euro)
Das klingt schon sehr verlockend.
Kann mir jemand etwas zu der I-CON Nano erzählen? Wie steht sie gegen
die beiden oben genannten da?
Und die wichtigste Frage: Welche Lötstation könnt ihr mir empfehlen?
Ich hab die WS81 in der Arbeit und auch danach für zu Hause gekauft, ich
bin absolut überzeugt von dieser Station, der Lötkolben liegt super in
der Hand und die Station regelt wunderbar.
Was noch besser ist, ist die WMD-3, aber das ist für nur löten zu viel,
wenn man mehr auslötet oder auch mit Heißluft lötet, ist sie es jedoch
wert. ;)
MFG Johannes
JBC ist auch meiner Meinung nach das non plus ultra.
Besonderheit:
Aufheizzeit von 0 auf 350°C rund 2 Sekunden.
Nachheizzeit im Bruchteil einer Sekunde.
Ist für mich relevant, wenn ich z.B. einen SMD Shunt auf
einer grossen Massefläche ohne Thermals 'festklebefrei'
sauber verlöten möchte.
Ist allerdings regulär um die 351 EUR (295 + MwSt) erhältlich:
http://smartec.de/shop/product_info.php?info=p17101_Loetstation-BD-2BA--digital--mit-Loetkolben-T245-A.html
Muss ich wohl noch mit meinem Innenminister ausdiskutieren :-)
und deswegen schreibst du hier? was ich bei den weller-stationen
erstaunlich finde; dass sogar die aktuellen Teile aussehen wie 20 jahre
alte teile. ob man daraus auf die technik dahinter schließen kann..?^^
ich würde auch nach jbc ausschau halten, gehen bei ebay durchschnittlich
zu <150€ raus, was die einfahcen stationen angeht. allerdings die
spitzen entsprechend preislich mit einrechnen. wenn man aber einmal mit
jbc gelötet hat, will man nichts anderes mehr ;)
BMK schrieb:> JBC ist auch meiner Meinung nach das non plus ultra.>> Besonderheit:> Aufheizzeit von 0 auf 350°C rund 2 Sekunden.>> Nachheizzeit im Bruchteil einer Sekunde.>> Ist für mich relevant, wenn ich z.B. einen SMD Shunt auf> einer grossen Massefläche ohne Thermals 'festklebefrei'> sauber verlöten möchte.
Ist nur fraglich, ob die Lötstation mit diesem winzigen Lötkolben
überhaupt genug Leistung hat um das auch wirklich klebefrei
hinzubekommen.
Es ist zwar schön, eine schnelle Regelung zu haben - wenn die Leistung
aber nicht reicht, reißt die Regelung auch nichts mehr, da sie sowieso
auf "Anschlag" steht.
Wenn nur eine sehr kleine Masse beheizt werden muß ist eine "Aufheizzeit
von 0 auf 350°C in rund 2 Sekunden" leicht zu erreichen. Das schaffen
Bauteile in schlecht dimensionierten Schaltungen auch - zumindest
einmalig ;-)
Klassischerweise haben Lötkolben mehr Masse, je mehr Energie das Lötgut
aufnimmt. Das geht von "sehr wenig" bei SMD-Lötkolben bis hin zu "halber
Vorschlaghammer" bei Lötkolben für Dachrinnen. Das macht man nicht, weil
die Regelung bei Lötkolben so langsam ist, sondern weil man nur endlich
viel Leistung in die Lötspitze stecken kann um einer Abkühlung
entgegenzuwirken. Die Masse des Lötkolbens ist quasi das Pendant zum
elektronischen Stützkondensator. Mit dem kann man Stromspitzen abfangen,
die viel größer sind als sie die Energiequelle liefern könnte. Natürlich
nur für einen kurzen Zeitraum.
Ich will Dir den JBC nicht madig machen, aber an der Physik kommt auch
JBC nicht vorbei.
Gruß,
Pom
Darum gibt es auch verschiedene Spitzen in allen erdenklichen Größen und
Formen. Die Standardkolben von JBC müssten afaik ~80 Watt bringen. Die
Leistung reicht auf jeden Fall für große Masseflächen (auch bei
Multilayer Platinen für große Leistung). Vor ein paar Jahren wurden bei
uns in der Firma die Wellerstationen nach und nach durch JBC ersetzt,
bisher hat sich noch niemand beschwert, ganz im Gegenteil ;)
Am Besten ist es natürlich, wenn man die verschiedenen Stationen selbst
ausprobieren kann und sich dann entscheidet, will hier auch nicht
Werbung machen. Das sind lediglich meine Erfahrungen ;)
jbc sieht ja schon richtig lecker aus, aber hat irgendwie den nachteil
dass man das als normalsterblicher hierzulande kaum bekommt, selbst wenn
man dafür viel geld ausgeben möchte..
ersa & weller dagegen gibts bei fast jedem bäcker um die ecke zwischen
den brötchen.. das gleiche gilt für ersatzteile und spitzen
die i-con nano is ja mitlerweile auf 156€ gesunken (voelkner), is das ne
aktion oder is davon auszugehn, dass das jetz erstmal so bleibt?
Pom schrieb:> Die Masse des Lötkolbens ist quasi das Pendant zum> elektronischen Stützkondensator.
Ja, und nur Anfänger löten hinter einen Spannungsregler einen fetten
ELKO.
"klassische" Lötspitze: Viel Masse auf hohe Temp aufheizen (z.B. 400°C)
um bei Kontakt mit der Lötstelle die Wärmekapazität zu nutzen um an der
Lötstelle "irgendwas" zwischen 200 und 380°C zu erreichen, je nach dem
wie lange man draufbügelt.
JBC - Lötspitze: Geringe Masse auf 230°C Aufheizen um bei Kontakt mit
Lötstelle -sofort- in der Spitze nachzuheizen und die Lötstelle auf z.B.
konstant 220°C -230°C zu haben.
Vorteile JBC: Man kann mit viel niedriger Temperatur löten (Ich löte
meistens auf 250° auch große massenflächen) - das Flussmittel verdampft
viel später und die Lötstelle oxidiert viel weniger. Man kann also
besser und länger (oder öfter), ohne ICs etc zu überhitzen, löten.
Ich habe lange die geregelten Wellerstationen verteidigt. Bis ich so
einen JBC in die Hände bekommen hab. Hab darauf hin alle Lötkolben und
Stationen verkauft und mir eine gebrauchte JBC in der Bucht für 140
Euronen geholt.
Mal davon abgesehen, dass bei den JBC die Heizung direkt in der Spitze
ist, wodurch nicht hinten geheizt wird und vorne die Temperatur fehlt.
Dafür sind die Spitzen aber entsprechend teurer (35~40€ für die
Standardspitzen) und als Privatmensch kaum zu bekommen, dessen sollte
man sich bei den Stationen bewusst sein.
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