AD8041 Voltage Swing bei höheren Frequenzen?

OP (Firma: Brainit GmbH) #4031776
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Hallo allerseits,

für einen Frequenz/Wobbelgenerator hätte ich kurzfristig den AD8041 als 
Ausgangsverstärker vorgesehen. Jetzt hab ich das Diagramm "Voltage Swing 
vs. Frequency" im Datenblatt gesehen, das Ding bricht ja bei 5 MHz von 
(fast) R2R ins Bodenlose ein?

Ist das ein Fehler im Datenblatt, oder ist das Ding so grottig? 
Angepriesen wird der ja mit 160MHz GBWP...

Gegenfrage: ich suche einen simplen OP als Ausgangstreiber für 50 Ohm, 
der mit Gain 2halbwegs verläßlich bis etwa 70 MHz tut, mit 5V single 
supply auskommt, und (jetzt kommt das Problem) in THT verfügbar ist. 
Irgendwelche Ideen irgendwer?


Danke, Michi
Gast #4031814
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Michael Reinelt schrieb:
> Ist das ein Fehler im Datenblatt, oder ist das Ding so grottig?

das ergibt sich zwangsläufig aus der begrenzten Slewrate (150V/µs)

Michael Reinelt schrieb:
> Angepriesen wird der ja mit 160MHz GBWP...

Bandbreite und nichtlineare Begrenzungen wie Slewrate sind zwei paar 
Stiefel. Wenn dein Ausgangssignal nur eine Amplitude von 1V hat, dann 
schlägt diese Begrenzung erst ab ca. 24MHz zu, bei geringere Amplitude 
noch später.
OP (Firma: Brainit GmbH) #4031847
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lrep schrieb:
> Slew-Rate

Ha! Ich kann der Enttäuschung über den OP auch etwas sehr positives 
abgewinnen: Jetzt versteh ich endlich was es mit der slew rate auch sich 
hat ;-) und damit wird mir einiges klar...

Gut, kommen wir zur nächsten Frage: jemand eine Idee was man da in THT 
nehmen könnte? Wenns nciht ganz hinkommt, ist das auch ok, zumindes 
irgendwas

Plan B: Lässt sich sowas sinnvoll "konservativ" mit Transistoren 
aufbauen?
#4031996
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>Gegenfrage: ich suche einen simplen OP als Ausgangstreiber für 50 Ohm,
der mit Gain 2 halbwegs verläßlich bis etwa 70 MHz tut, mit 5V single
supply auskommt, und (jetzt kommt das Problem) in THT verfügbar ist.

Die ueblichen Amplituden sind zB 0dBm. Das waeren dann 600mVpp. Dazu 
braucht man eine Slewrate von vielleicht 200 V/us.
Wenn man den Ausgang AC koppelt hat man eine Amplitude von 300mVp, dazu 
benoetigt man einen Strom von 6mAp.

viel fehlt also nicht. Man muss sich nur von den akademischen Fuerzen 
loesen
Gast #4032441
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Jetzt Nicht schrieb:

> Die ueblichen Amplituden sind zB 0dBm.

Das wäre mir entschieden zu wenig. Jeder normale
Schottky-Mischer will wenigstens 6dBm sehen; soviel
darf es schon sein.
Man hat ja vielleicht auch mal ein Dämpfungsglied im
Signalweg.

> Das waeren dann 600mVpp.

... an 50 Ohm, ja. Das sind dann schon 1.2V im Leerlauf.

> Dazu braucht man eine Slewrate von vielleicht 200 V/us.

Zu wenig.

> Man muss sich nur von den akademischen Fuerzen loesen

Verbaldiarrhoe?
Gast #4032492
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Michael Reinelt schrieb:

> Lässt sich sowas sinnvoll "konservativ" mit Transistoren
> aufbauen?

Klar.
Wirst Du aber nicht wollen wegen zuviel Gebastel...

Der Klassiker wäre eine konventionelle Endstufe mit Trafo;
zwei Übertrager von MiniCircuits, zwei BFR_irgendwas und
bissl Hühnerfutter.
Nachteil: Nicht DC-gekoppelt, d.h. irgendwo unter 1MHz ist
Schluß (wegen der Trafos).

Andere Möglichkeit: Innenschaltung eines MMIC mit diskreten
Transistoren nachbauen (BFR96 oder ähnliches). Nicht ganz
so viel Ausgangsleistung; dafür DC-gekoppelt.

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