Hallo.
Wenn ihr die Wahl zwischen einer Stelle in einem KMU in der Schweiz und
einem Konzern in Deutschland hättet, wofür würdet ihr euch entscheiden?
Angenommen es handle es um die selbe Position also z.B.
Elektronikentwickler und im schweizer KMU gäbe es so 200 Mitarbeiter und
ihr müsstet unter 1 Stunde am Tag pendeln.
Würdet ihr ausschließlich anhand des Nettolohns entscheiden oder gäbe
noch weitere Kriterien?
Ich würde nicht in einem Konzern arbeiten wollen, und der Konzern würde
mich nicht wollen. Mir würde die Entscheidung daher leicht fallen, und
ich hatte mit Helvetiern auch schon zu tun. Als Nordlicht fand ich eher
die Berge etwas lästig.
fchk
Einsteiger schrieb:> Würdet ihr ausschließlich anhand des Nettolohns entscheiden oder gäbe> noch weitere Kriterien?
Ich gehe davon aus, dass (im Durchschnitt), im Schweizer KMU ungefähr
die doppelte Leistung erwartet wird, wie im deutschen Konzern!
Vermutlich gibts auch einiges mehr an Geld, dafür weniger Urlaub.
Natürlich sind die Zukunftsaussichten (in) der Schweiz gesamthaft als
weit überlegen anzusehen. Da gibt's noch so was wie common sense.
Was meint ihr überhaupt?
Berner KMU, Unternehmensverband
Karl-Marx-Universität, Name der Universität Leipzig von 1953 bis 1991
Kauno medicinos universitetas, siehe Medizinische Universität Kaunas
Kaohsiung Medical University, Medizinische Universität in Kaohsiung,
Taiwan (chinesisch 高雄醫學大學, Pinyin Gāoxióng Yīxué Dàxué)
Kontrastmitteluntersuchung
Kleine und mittlere Unternehmen, Sammelbezeichnung für Unternehmen
Ladungsträger schrieb:> Ich gehe davon aus, dass (im Durchschnitt), im Schweizer KMU ungefähr> die doppelte Leistung erwartet wird, wie im deutschen Konzern!
Also ganz lässig.
Einsteiger schrieb:> Elektronikentwickler und im schweizer KMU gäbe es so 200 Mitarbeiter
120k CHF sind ein durchschnittliches Gehalt für einen Schweizer
Elektronikentwickler. Bei allen deutschen Konzernen, die ich bisher
gesehen habe, war spätestens bei 85k EUR Ende. Meistens sogar schon um
70k. Das bestätigen auch die Statistiken und Erfahrungen im
Freundeskreis. Na klar wird es auch ein paar Glücksschweine mit 105k
geben, aber es gibt ja auch in Ostdeutschland Ingenieure mit 45k.
Auf der anderen Seite sind die Preise in der Schweiz um 65% höher.
Dadurch nehmen sich 70k EUR gar nicht mehr so viel zu 120k CHF.
Die wichtigste Frage ist eher: Wo kommst du besser mit den Leuten klar
und hast deswegen mehr Spaß auf der Arbeit? Das ist das eigentliche
Risiko vor einem Jobwechsel.
Realistischer schrieb:> Die wichtigste Frage ist eher: Wo kommst du besser mit den Leuten klar> und hast deswegen mehr Spaß auf der Arbeit? Das ist das eigentliche> Risiko vor einem Jobwechsel.
Dies.
Die Schweizer können schon sehr eigen sein, und es ist bisweilen
schwierig für Zugezogene, dort Freundschaften zu schließen. Muss man
halt klarkommen mit, wenn man dort leben will.
Insider schrieb:> kein EU-Land
60% der schweizer Ausfuhren gehen in die EU. Wenn die EU den Bach
runtergeht, dann wird der CHF massiv an Wert gewinnen und damit die
Ausfuhren einbrechen. So schnell findest du keine neuen Kunden für deine
teuren Produkte. D.h. die Zahl der Insolvenzen und Arbeitslosenzahlen
gehen direkt hoch.
Die Einwanderung konnte die Schweiz auch nicht verhindern. Dort sind es
weniger Türken, dafür mehr Albaner und Serben.
Die hohen Preise machen den Steuervorteil wieder zu nichte.
Das Gras ist was diese Punkte betrifft also nur vermeintlich grüner.
Die Rentenversorgung ist aber tatsächlich deutlich besser.
Realistischer schrieb:> Die hohen Preise machen den Steuervorteil wieder zu nichte.
Blah, Blah. Es ist schon ein Unterschied, ob von 120k CHF 75% übrig
bleiben oder von 70k EUR 55%.
Interessant wäre sicherlich die Zeit in der Schweiz als Cashcow zu
nutzen.
Es kostet zwar alles mehr und selbst wenn im Verhältnis die Sparrate die
gleiche ist ist in der Schweiz mehr wert. Sofern man wieder zurück nach
De kommt...
Wie viel von den 120k Franken bleibt nach Lebenshaltungskosten übrig?
Zumindest ungefähr... Welcher Kanton @ Einsteiger?
Sind 40k Franken im Jahr viel zu viel?
Müsste man das, wenn man es nach de überführt, nochmal versteuern?
Insider schrieb:> Inzwischen gibt es sogar schon eine Merkeljugend
Der ideale Konsument unserer Gesellschaft ist jener, der alles glaubt,
was man ihm vorsetzt, vorausgesetzt es schmeckt. Ob Fressen oder
Politik.
Insider schrieb:> - weniger Propaganda verglichen mit Deutschland
Hast du überhaupt schon einmal mitbekommen, wie die Schweizer über
emotionell besetzte Sachfragen diskutieren?
A. K. schrieb:> Insider schrieb:>> Inzwischen gibt es sogar schon eine Merkeljugend>> Der ideale Konsument unserer Gesellschaft ist jener, der alles glaubt,> was man ihm vorsetzt, vorausgesetzt es schmeckt. Ob Fressen oder> Politik.
Es ist schon krass wie diese Merkeljugend die frÜhere „FDJ-Sekretärin
für Agitation und Propaganda“ (laut Link) abfeiert. Haben die denn
überhaupt nichts begriffen?
https://philosophia-perennis.com/2016/12/10/angela-merkel-fdj-sekretaerin/
Jetzt mal ehrlich...
- Wie sieht denn deine weitere grob Lebensplanung aus?
- Willst du dich dort dauerhaft niederlassen?
- Frau & Kinder kommen mit?
- Das Haus kommt per Sattelschlepper nach?
! Kannst du Schweizerdeutsch?
Worum geht es dir?
Mark B. schrieb:> Die Schweizer können schon sehr eigen sein, und es ist bisweilen> schwierig für Zugezogene, dort Freundschaften zu schließen.
Ist das in Deutschland so anders? Man sagt den Bayern auch nach, sehr
eigen und Neuankömmlingen gegenüber verschlossen zu sein.
Habs nie selbst ausprobiert, und wenn Bayern, dann definitiv München, wo
noch ein bisschen Vielfalt herrscht, und man ggf. andere zugezogene
kennen lernen kann.
Heinz schrieb:> Blah, Blah. Es ist schon ein Unterschied, ob von 120k CHF 75% übrig> bleiben oder von 70k EUR 55%.
Von 120k CHF bleiben laut lohncomputer.ch umgerechnet ca. 7100 EUR netto
monatlich über.
Davon gehen 1800 EUR Miete für eine 4-Zimmer-Wohnung in einem alten
Mehrfamilienhaus ab. Bleiben 5300 EUR. Das Auto nimmt sich nich viel zu
Deutschland, sagen wir mit Wartung und Wertverlust 500 EUR monatlich.
Bleiben 4800 EUR. Das ist nicht schlecht, aber wenn...
- Hähnchenbrust 20 EUR pro kg
- Milch 1,70 EUR pro Liter
- 0,3l Bier im Geschäft 2 EUR und im Restaurant 5,30€ kosten
- Pizza Magerita ab 14 EUR
- Zigaretten 8 EUR pro Schachtel
- Kleidung auch entsprechend teurer ist
- usw.
Einem Single mag das nicht so viel ausmachen und die Sparrate wird
ähnlich hoch sein, aber mit Frau und Kindern bleibt dann garantiert
nicht mehr als einem VW Mitarbeiter mit seiner Familie in Hannover oder
einem von ZF in Schweinfurt.
Al3ko -. schrieb:> Mark B. schrieb:>> Die Schweizer können schon sehr eigen sein, und es ist bisweilen>> schwierig für Zugezogene, dort Freundschaften zu schließen.>> Ist das in Deutschland so anders? Man sagt den Bayern auch nach, sehr> eigen und Neuankömmlingen gegenüber verschlossen zu sein.>> Habs nie selbst ausprobiert, und wenn Bayern, dann definitiv München, wo> noch ein bisschen Vielfalt herrscht, und man ggf. andere zugezogene> kennen lernen kann.
Das kann schon sein, je nach Gegend. Ich meine aber dass das nicht für
ganz Deutschland so gilt. Ist ja auch viel größer als die Schweiz ;-)
Realistischer schrieb:> aber wenn...
Weshalb ein Teil der Schweizer regelmässig in Deutschland einfällt und
die Läden leer kauft. In Grenznähe ist man deshalb besser dran.
Denon schrieb:> Müsste man das, wenn man es nach de überführt, nochmal versteuern?
Je nachdem ob du einen Wohnsitz in DE hast. Zitat:
Steuern müssen primär in dem Land gezahlt werden, in dem man wohnt.
Grenzgänger sind also in Deutschland steuerpflichtig. Der Arbeitgeber in
der Schweiz behält allerdings 4,5% vom Bruttolohn als Quellensteuer ein
(Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und der Schweiz). Der
Rest des Lohnes muss in Deutschland versteuert werden. Die bereits
gezahlte Quellensteuer kann in Deutschland aber angerechnet werden. Für
den reibungslosen Ablauf muss man sich vorab beim hiesigen Finanzamt als
Grenzgänger anmelden, dann wird eine Ansässigkeitsbescheinigung (GRE-1)
ausgestellt, welche beim Arbeitgeber in der Schweiz eingereicht werden
muss. In Deutschland kommt es dann zu vierteljährlichen Vorauszahlungen
für die Einkommensteuer. (10. März/Juni/September/Dezember). Die
täglichen Kosten durch die Pendelei, kann man in Deutschland als
Werbungskosten geltend machen (Pendlerpauschale). Da der Schweizer aber
durchschnittlich nur 12% an Steuern zahlt, ist die Auswanderung aus
Steuersicht in den meisten Fällen günstiger.
Al3ko -. schrieb:> Man sagt den Bayern auch nach, sehr eigen und Neuankömmlingen gegenüber> verschlossen zu sein.
Kann ich für Franken in Nordbayern nicht bestätigen. Die Menschen waren
viel herzlicher und offener als in Norddeutschland.
Realistischer schrieb:> Kann ich für Franken in Nordbayern nicht bestätigen. Die Menschen waren> viel herzlicher und offener als in Norddeutschland.
Das sind ja auch keine Bayern. ;-)
Realistischer schrieb:> Bei allen deutschen Konzernen, die ich bisher gesehen habe, war> spätestens bei 85k EUR Ende. Meistens sogar schon um 70k. Das bestätigen> auch die Statistiken und Erfahrungen im Freundeskreis.
Dann sind wir offensichtlich nicht befreundet oder du hast bisher sehr
wenig gesehen. ;-)
Ich bin jedenfalls nicht der einzige in meiner Abteilung, der die 100k
Bruttoeinkommen übertrifft. Entweder oben im Tarif angekommen oder
AT-Vertrag, da gibt es viele von. Das sind beileibe nicht alles nur
Glücksschweine.
Daher fällt die Wahl bei der Frage des Threads ganz klar auf Konzern in
Deutschland. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?
Ingenieur schrieb:> Dann sind wir offensichtlich nicht befreundet oder du hast bisher sehr> wenig gesehen. ;-)> Ich bin jedenfalls nicht der einzige in meiner Abteilung, der die 100k> Bruttoeinkommen übertrifft. Entweder oben im Tarif angekommen oder> AT-Vertrag, da gibt es viele von. Das sind beileibe nicht alles nur> Glücksschweine.>> Daher fällt die Wahl bei der Frage des Threads ganz klar auf Konzern in> Deutschland. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?
Von einem Konzern auf alle anderen zu schließen ist halt immer bissl
schwierig. Statistik mit N=1 und so ;-)
Insider schrieb:> Schweiz> - mehr Gehalt> - wenigr Steuern> - weniger Propaganda verglichen mit Deutschland> - kein EU-Land
Dafür ist in der Schweiz alles deutlich teurer. Wohneigentum ist nur für
Spitzenverdiener oder Erben machbar, Kinder zu haben ist ein echter
Luxus, Kinderbetreuung ist extrem teuer. Zahnarzt wird nicht von der
obligatorischen Krankenkasse bezahlt.
Außerdem herrscht in der Schweiz hire and fire. Um jemanden zu
entlassen, braucht man keinen besonderen Grund. In einem deutschen
Konzern hat man normalerweise einen Tarifvertrag und ist deutlich besser
geschütz. Selbst bei Massenentlassungen gibt es häufig großzügigen
Sozialplan. Als junger Mensch ohne Kinder für einige Jahre kann die
Schweiz ganz lukrativ sein, wenn man sparsam lebt um sich später in
Deutschland wieder was aufzubauen. Aber ob man dauerhaft und
insbesondere mit Familie da besser lebt im Vergleich zu einem
Konzerningenieur in Deutschland, bezweifle ich stark.
Kritischer Skeptiker schrieb:> Aber ob man dauerhaft und insbesondere mit Familie da besser lebt im> Vergleich zu einem Konzerningenieur in Deutschland, bezweifle ich stark.
Deine Einschätzung teile ich.
Aber für viele Menschen ist das Gras drüben ja immer viel grüner, sie
wissen einfach nicht zu schätzen, wie gut sie es bereits haben.
Ingenieur schrieb:> Entweder oben im Tarif angekommen oder AT-Vertrag, da gibt es viele von.> Das sind beileibe nicht alles nur Glücksschweine.
Warum zeigen dann ALLE Statistiken durchschnittliche Ingenieursgehälter
von um 70k p.a. auf? Egal ob von einem Verband, einer Gewerkschaft,
einer staatlichen Stelle oder einem Jobportal, es sind immer Werte im
Bereich 60k bis 75k.
Ich spreche auch über Konzerne mit über 50k Mitarbeiter. 85k erreicht
man relativ schnell, aber der Sprung auf 105k ist keinesfalls
Automatismus. Sehe ich auch bei den älteren Kollegen.
Realistischer schrieb:> Warum zeigen dann ALLE Statistiken durchschnittliche Ingenieursgehälter> von um 70k p.a. auf? Egal ob von einem Verband, einer Gewerkschaft,> einer staatlichen Stelle oder einem Jobportal, es sind immer Werte im> Bereich 60k bis 75k.
Die vielen Klitschen und strukturschwache Gebiete ziehen den Schnitt
massiv herunter. Unterschätze das mal nicht.
Realistischer schrieb:> Ich spreche auch über Konzerne mit über 50k Mitarbeiter. 85k erreicht> man relativ schnell, aber der Sprung auf 105k ist keinesfalls> Automatismus. Sehe ich auch bei den älteren Kollegen.
Bei mir und vielen meiner Kollegen ging es problemlos. Nachteil: man
muss halt 40 Stunden statt 35 in der Woche arbeiten, aber das ist jetzt
auch nicht so schlimm, woanders ganz normal.
Schweizer KMU ist sehr gegensaetzlich zu deutschem Konzern.
KMU heisst Leistung bringen. 42 Stunden gehen in einer Flaute grad noch.
Sonst nach oben offen. Freitags um 17 Uhr gehen zu wollen bedeutet
kannst auch gleich den Kuchen mibringen, fuer den letzten Tag.
Waehrend Konzern Dienst bedeutet, Anwesenheit waehrend den Stunden. Das
nennt sich dann Mikado - wer sich zuerst bewegt hat verloren.
Wissender schrieb:> Da hat einer noch nie vom Arbeitszeitgesetz gehört
Gibt es das überhaupt vergleichbar in der Schweiz, und wird es dann
überhaupt angewandt?
Nun, in einer kleinen KMU kann hin und wieder dringend sein. Sehr
dringend sein. Wenn man dann nicht 8am - 5am bringt ist man das
Kameradenschwein.
Ja. Der Chef wedelt dann schon mit Barem.
Einsteiger schrieb:> Hallo.> Wenn ihr die Wahl zwischen einer Stelle in einem KMU in der Schweiz und> einem Konzern in Deutschland hättet, wofür würdet ihr euch entscheiden?
Schweiz!
In der Schweiz wird das Mehr an Lohn 1:1 durch die Preise aufgegessen.
Weniger Urlaub, Krankenversicherung zahlst du selbst, kein
Kündigungsschutz.
Weiß nicht, wo da der Reiz sein soll.
Little Britain schrieb:> In der Schweiz wird das Mehr an Lohn 1:1 durch die Preise aufgegessen.
Nur als 0815 Handwerker, als Ingenieur sieht die Sache anders aus.
Ich war 10 Jahre Grenzgänger in die Schweiz. Damals hätte sich die
Wohnortwahl DE oder CH nicht gravierend auf den Geldbeutel ausgewirkt.
Also alles eingerechnet von Steuern, Versicherungen, Miete, Lebensmittel
usw.
Allerdings hatte ich da keine Kinder, dann hätte es sicherlich anders
ausgesehen.
Seit einigen Jahren profitieren Grenzgänger sehr stark von dem
Wechselkurs. Allerdings wird das zunehmend in neue Verträge eingepreist.
Was gerne übersehen wird, in der Schweiz muss man etwa 20 % mehr
arbeiten als in deutschen Industrietarifen. Krankenkasse zahlt man
selbst, ist aber auch niedriger als in DE. Aber man zahlt für jedes Kind
extra.
Kündigungsschutz gibt es in CH nicht. Soetwas wie Betriebsräte gibt es
nicht oder nur eingeschränkt (was nichts schlechtes sein muß). Dafür ist
die Rentenkasse und Pensionskasse (noch) deutlich besser als in DE.
Zu den Mentalitätsunterschieden in der Deutschschweiz(!): Ja, gewisse
Verhaltensweisen von Deutschen werden dort nicht gerne gesehen (meist
mag ich die persönlich aber auch nicht). Es wird auch alle paar Monate
mal eine politische Sau durchs Dorf getrieben und die Presse sucht dann
besonders die Schuld bei den Deutschen.
O-Ton Nationalrätin Natalie Rickli: Die aus dem Kosovo sind in der
Schweiz nur deswegen so kriminell, weil ihnen die Deutschen die Jobs
wegnehmen. (Aus dem Gedächtnis zitiert).
Im großem und ganzen ist „der“ Schweizer schon Nationalbewusst, auf eine
angenehme Art und Weise. Fremdenfeindlichkeit findet man aber nur sehr
selten. Aber man möchte sich schon von dem großem Kanton (Deutschland)
abgrenzen. Das machen aber auch die anderen deutschsprachigen
Zwergstaaten ;o)
Insgesamt sind die Schweizer sehr angenehme Mitmenschen. In der
Deutschschweiz ist man eher höflicher und indirekter, als in DE üblich.
Wobei es da auch deutliche Unterschiede zwischen Basel, Zürich und Bern
gibt...
Außerhalb der Deutschschweiz ist es aber schon spürbar lockerer. Achja,
insgesamt hilft auch wenn man aus den südlichen Regionen Deutschlands
kommt, z. B Bayern ;o)
Zum Wohneigentum: In CH gibt es deutlich mehr „Eigenheim-Besitzer“ als
in DE. Allerdings wird die Hütte aus steuerlichen Gründen
(Eigenmietwert) fast nie abbezahlt. Da ist das Schweizer Volk quasi ein
lebender Hedgefond.
Little Britain schrieb:> In der Schweiz wird das Mehr an Lohn 1:1 durch die Preise> aufgegessen. Weniger Urlaub, Krankenversicherung zahlst du selbst, kein> Kündigungsschutz.> Weiß nicht, wo da der Reiz sein soll.
Ich ebenfalls nicht. Es wäre für mich sogar finanziell ein
Minusgeschäft, von allen anderen Nachteilen mal abgesehen.
Wissender schrieb:> Ich meinte natürlich die Grünen mit alternativ
Dann bist du im Grenzbereich D/CH bestens untergebracht. Diesseits
regieren die Grünen, jenseits ist die SVP mit von der Partie. Ganz wie
es dir beliebt. Allerdings sind die B-W Grünen seit jeher alternativlos,
also nicht wie die Hamburger und Berliner.
Kritischer Skeptiker schrieb:> Außerdem herrscht in der Schweiz hire and fire.
selten so gelacht :-) du verwechselst da wohl was.
Übrigens ist es gut, dass wir hier nicht so einen Kündigungsschutz
haben, wie in D üblich. Denn ihr sehr ja selbst, wo es hinführt: die
Firmen wollen niemand mehr direkt einstellen, sondern nur noch über
Dienstleister, weil nur diejenigen bei Dienstleistern kann man im Falle
des Falles auch wieder loswerden.
Übrigens wird man sich selbst in einem KMU hüten, wegen kleinster
Schwierigkeiten gleich Personal zu entlassen. Ich war selber mehrere
Jahre in einer Firma, wo es finanziell nicht so gut lief, und kein
Mensch wurde entlassen - man hat jede erdenkliche Massnahme getroffen,
um genau das zu verhindern. So viel zum Thema hire and fire. Wenn die
Bude allerdings von einem US Konzern übernommen wird, dann kann das
durchaus passieren.
"Hire und fire" beschreibt weniger die Praxis, sondern die Gesetzeslage.
Den gesetzlichen Schutz, den man in Deutschland hat, gibt es weltweit
sonst nirgendwo meines Erachtens.
pumuckl schrieb:> "Hire und fire" beschreibt weniger die Praxis, sondern die> Gesetzeslage.> Den gesetzlichen Schutz, den man in Deutschland hat, gibt es weltweit> sonst nirgendwo meines Erachtens.
Bringt aber nur Vorteile für Alten
Speziell, wenn ein Mischkonzer in Schieflage, wie zB GE ,einen
Kostensparentscheid mit Entlassungen faellen muss, zB entlassen wir die
Leute in der Schweiz oder in Frankreich, werden die Leute in der Schweiz
entlassen. Aber so ein Konzern macht es eh nicht mehr lange. Der letzte
Staat wird dann noch um Subventionen angegangen bevor er zerbroeselt.
>> Den gesetzlichen Schutz, den man in Deutschland hat, gibt es weltweit>> sonst nirgendwo meines Erachtens.>>Bringt aber nur Vorteile für Alten
Der Kuendigungsschutz fuer Leute uber 50 ? Nein, natuerlich nicht, etwas
vom Duemmsten. Dann wird man mit 49 rausgeworfen. Soziale Unterstuetzung
gibt es dann auch nicht, wenn das Haus schon etwas abbezahlt ist. Also.
Erst Schulden auf das Haus aufnehmen, das Haus verkaufen und dann
soziale Unterstuetzung.
Ja.. sehr toll. Anstelle von einfach arbeiten lassen. Aber die
Sozialwerke sind auch eine Industrie.
pumuckl schrieb:> Den gesetzlichen Schutz
der nützt dir genau gar nichts, wenn dadurch die Firmen niemand
einstellen wollen bzw. nur über Dienstleister. Relevant ist dann halt
eben doch
pumuckl schrieb:> die Praxis
und die ist eben nicht hire and fire. Hab ich nie so erlebt und auch im
Bekanntenkreis niemand. Und auch die Gesetzeslage ist nicht so.
> Autor: Klaus I. (klauspi)> Datum: 04.03.2019 13:56> Ich kenne eine 120-Mann-Klitsche die alle 3-4 Jahre so 20-30 Mitarbeiter> auf einmal entlässt.
Ich war bei Buden da habe ich nach vier Wochen Inbetriebnahme keinen
mehr gekannt.
Hatten eine Fluktuation wie im Taubenschlag.
Du wirst in der Schweiz pi Mal Daumen genau dieselbe materielle
Lebensqualität haben, wie in Süddeutschland. Es ist nicht so, als würde
Deine Produktivität beim Grenzübertritt 2 Mal steigen, sondern es werden
lediglich Gehälter und Preise um etwa denselben Faktor erhöht.
Mache das ja nicht zum Ausschlusskriterium.
Aber die Schweiz ist höchst interessant als Land, nirgendwo sonst hast
Du so ein paneuropäisches (deutsches, französisches, italienisches)
Erlebnis auf so geringer Fläche und die Natur ist lächerlich schön.
David S. schrieb:> Es ist nicht so, als würde Deine Produktivität beim Grenzübertritt 2 Mal> steigen, sondern es werden lediglich Gehälter und Preise um etwa> denselben Faktor erhöht.
Aber dafür muss man in der Schweiz länger und härter arbeiten, hat auch
noch weniger Urlaub. Kein guter Deal.
Ingenieur schrieb:> Aber dafür muss man in der Schweiz länger und härter arbeiten, hat auch> noch weniger Urlaub. Kein guter Deal.
Tja wo bleibt mehr hängen:
4000€ netto
1000€ Miete
1000€ Lebenshaltungskosten
oder
7600€ netto (KK schon abgezogen)
2000€ Miete
2000€ Lebenshaltungskosten
Aktien(-Fonds) kosten hier dasselbe wie in D :-)
Exildeutscher schrieb:> Aktien(-Fonds) kosten hier dasselbe wie in D :-)
Aber Deine Rendite ist auch nur die Hälfte wert.
Das einzige, wo ich die Schweiz mit ihren höheren Nominalgehältern im
Vorteil
sehe, Güter internationaler Marken (Kleidung, Elektronik, Autos) und
Auslandsreisen.
Exildeutscher schrieb:> 4000€ netto> 1000€ Miete> 1000€ Lebenshaltungskosten
Tja, nur ist mein Nettoeinkommen im Schnitt 1k höher, Miete und
Lebenshaltungskosten ungefähr nur die Hälfte. Macht statt 2k mal eben 4k
"übrig". Ich glaube nicht, dass ich in der Schweiz besser dran wäre.
Toni Tester schrieb im Beitrag #5758247:
> Laut Duden gibt es kein Adjektiv "ausgemerkelt".
In der Deutschen Sprache sind auch Worte möglich, die sich anhand der
Regeln aus Grundformen wie Merkel ableiten lassen. Andernfalls hätte
"Wissender" seinem Namen zuwiderhandelnd doch bloss wirres Zeug von sich
gegeben und das wollen dir doch beide nicht annehmen.
Allerdings gehören gerade sprachlichen Feinheiten zu jenen Problemen,
mit denen man als Deutscher in der Deutschschweiz sicherlich
konfrontiert wird, besonders in verbaler Form.
Exildeutscher schrieb:> 7600€ netto (KK schon abgezogen)> 2000€ Miete> 2000€ Lebenshaltungskosten>> Aktien(-Fonds) kosten hier dasselbe wie in D :-)
Beispiel:
- 20 Jahre lang in der Schweiz arbeiten
- Residenz in der Schweiz
- weiteres Domizil in D
- in CH nur ein Zimmer mieten
- WE in D, einkaufen in D
- mit 45 in den Ruhestand, in D oder wo anders
7600€ netto
-600€ Zimmermiete
-1500€ sonstige Lebenshaltungskosten
----------
5.500€ Aktienanlage
Die schweizer Rente bringt nach 20 J. mehr, als 40 J. lang in das dt.
System einzuzahlen.
Nur mal so als Denkanregung ... ;)
Jo S.
David S. schrieb:> Exildeutscher schrieb:>> Aktien(-Fonds) kosten hier dasselbe wie in D :-)>> Aber Deine Rendite ist auch nur die Hälfte wert.
Wenn man sie in D verzehrt, dann nicht.
> Die schweizer Rente bringt nach 20 J. mehr, als 40 J. lang in das dt.
System einzuzahlen.
Gibt es dafür einen Beleg? Das wäre in der Tat ein Skandal allerhöchster
Ranges. Als Produktivkraft ist man in Deutschland anscheinend das
Zahlschwein der Nation. Daher ab in die Schweiz!
Jo S. schrieb:> Die schweizer Rente bringt nach 20 J. mehr, als 40 J. lang in das dt.> System einzuzahlen.>> Nur mal so als Denkanregung ... ;)
Das geht noch besser: Für eine deutsche Firma nach
Thailand/Mexico/Brasilien/China. Gehalt 7000 EUR (wegen steuerfreier
Zulagen nach Mercer Tabelle, Wohnung und Flüge auch bezahlt). Ausgaben
800 EUR monatlich. Nach etwas mehr als 10 Jahren mit Zinseszins als
Millionär in Rente.
Jo S. schrieb:> Die schweizer Rente bringt nach 20 J. mehr, als 40 J. lang in das dt.> System einzuzahlen.
Fragt sich nur wie lange man das dann geniessen kann: "2031 ist der
sogenannte AHV-Fonds, die staatliche Existenzsicherung und damit die
wichtigste der drei Schweizer Vorsorgesäulen, pleite." (Die ZEIT 2017,
s.o.)
Mit einer schweizer Rente lebt es sich in den meisten Ländern
hervorrangend. In der Schweiz kann es schwierig werden, wenn man nicht
zum Berufsstart dorthin ausgewandert ist und somit keine volle schweizer
Rente bekommt.
Klaus I. schrieb:> Zum Wohneigentum: In CH gibt es deutlich mehr „Eigenheim-Besitzer“ als> in DE. Allerdings wird die Hütte aus steuerlichen Gründen> (Eigenmietwert) fast nie abbezahlt. Da ist das Schweizer Volk quasi ein> lebender Hedgefond.
Es gibt in der Schweiz prozentual deutlich weniger Eigenheimbesitzer als
in Deutschland, weil die Preise enorm hoch sind. Was stimmt ist, daß
nicht ganz abbezahlt wird aus steuerlichen Gründen.
Für Singles/DINKs kann es sich unter Umständen lohnen. Mit kleinen
Kindern und temporär nur einem Einkommen sieht es ganz anders aus.
Mutterschutz wie in Deutschland gibt es nicht, Elterngeld auch nicht,
KITAs sind extrem teuer, es gibt keine kostenlose Mitversicherung von
Kindern und nicht-berufstätigen Partnern, Zahnarzt wird nicht
übernommen. Zieht man von den genannten Gehältern das alles ab, sowie
die Miete für eine Familienwohnung oder gar ein Haus, sieht der Saldo am
Monatsende ganz anders aus.
David S. schrieb:> Das einzige, wo ich die Schweiz mit ihren höheren Nominalgehältern im> Vorteil> sehe, Güter internationaler Marken (Kleidung, Elektronik, Autos) und> Auslandsreisen.
Richtig.
A. K. schrieb:> Fragt sich nur wie lange man das dann geniessen kann: "2031 ist der> sogenannte AHV-Fonds, die staatliche Existenzsicherung und damit die> wichtigste der drei Schweizer Vorsorgesäulen, pleite."
AHV ist umlagefinanziert. ;)
Rücklagen bis 2031 -> spricht für Seriösität der Schweizer
Die dt. Rentenversicherung hat auch Rücklagen, für 2 Monate.
F. F. schrieb:> Realistischer schrieb:>> war spätestens bei 85k EUR Ende.>> Da lohnt kaum noch ein Studium.> Gut dass ich Monteur bin.
Ob Monteure hier mitlesen?
AHV dient nur der Existenzsicherung, die kapitalisierte 2. Säule bringt
Rendite und die freiwillige, aber großzügig unterstützte 3. Säule noch
mehr. Das gesamte schw. Alterseinkommen ist höher als ein dt.
Arbeitseinkommen.
Die dt. Renten wurden um ein Drittel gekürzt (Rentenrendite von 1,5% auf
1%). Das Niveau ist so gering, daß die Renten auch nur als
Existenzsicherung dienen. Altersarmut ist nicht mehr abwendbar, in 10
Jahren geht´s so richtig los.
Jo S. schrieb:> AHV ist umlagefinanziert. ;)> Rücklagen bis 2031
Willst du uns hier erzählen dass eine umlagenfinanzierte Versicherung
genug Kapital aufgebaut hat (parallel zu den laufenden Auszahlungen) um
davon 12 Jahre lang sämtliche Rentenansprüche einer erfolgreichen
Volkswirtschaft zu finanzieren?
Aha.
Edit:
> Die AHV schloss 2017 mit einem Betriebsergebnis von 1,1 Milliarden Franken ab.> Das AHV-Kapital belief sich Ende 2017 auf 45,8 Mrd. Franken,> was 106% einer Jahresausgabe entspricht.
Quelle:
https://www.bsv.admin.ch/bsv/de/home/sozialversicherungen/ahv/finanzen-ahv.html
Gut, Faktor 10 daneben.
>>Jo S. schrieb:>> AHV ist umlagefinanziert. ;)>> Rücklagen bis 2031>>Willst du uns hier erzählen dass eine umlagenfinanzierte Versicherung
genug Kapital aufgebaut hat (parallel zu den laufenden Auszahlungen) um
davon 12 Jahre lang sämtliche Rentenansprüche einer erfolgreichen
Volkswirtschaft zu finanzieren?
Nein, natuerlich nicht. Bedeutet, falls die jetztigen Auszahlungen
beibehalten werden, bei denselben Einzahlungen ist der Ueberschuss bis
dann aufgebraucht. Bedeutet man sollte bis dann eine Anpassung haben.
Jetzt uebersteigen die Ausgaben, die Einnahmen marginal.
Die ganze Betrachtung ist eher ein Witz, denn bei einem
wirtschaftlichen Einbruch geht's schneller. Dies, weil die Auszahlungen
pro Person fix sind. Die Extrapolation des Wachstums, plus Zuwanderung,
Altersverteilung, und, und, und sind dabei. Wenn sich was aendert
sieht's schnell anders aus.
Zuwanderungs-aufhyper sehen natuerlich das System bedroht. Andere sehen
dann das Gegenteil.
Dies im Gegensatz zum slowenischen System, wo die Auszahlungen immer den
Einzahlungen angepasst werden, somit nie eine rote Unter-Null
resultieren kann.
Es ist ueberaus lukrativ den ganzen Prozess aufzumischen, sofern man auf
der richtigen Seite steht. Soll der Ueberschuss in Aktien angelegt
werden ... wo liegt der Ueberschuss rum... wo wird ein Unterschuss
aufgenommen .. Wenn man an diesen Geldstrom das Haendchen legen kann ...
aahh.
Le X. schrieb:> Jo S. schrieb:>> AHV ist umlagefinanziert. ;)>> Rücklagen bis 2031>> Willst du uns hier erzählen dass eine umlagenfinanzierte Versicherung> genug Kapital aufgebaut hat um> davon 12 Jahre lang sämtliche Rentenansprüche zu finanzieren?
Nochmal: Die AHV ist umlagefinanziert, d.h., die laufenden Auszahlungen
werden durch laufende Beitragseinnahmen bezahlt. Zusätzlich hat die AHV
Rücklagen gebildet, die voraussichtlich bis 2031 aufgebraucht sein
werden.
A.K. hat etwas von pleite geschrieben - totaler Unsinn!
Wenn die AHV-Rücklagen eine gesamte Jahresausgabe umfassen, dann ist das
im Gegensatz zur Dt. RV immer noch hervorragend gut.
Faktor 6, sehr gut!
Felix Helvetia
Jo S.
Jo S. schrieb:> A.K. hat etwas von pleite geschrieben - totaler Unsinn!
Aus der ZEIT zitiert und entsprechen gekennzeichnet.
Ob es stimmt weiss ich nicht.
F. F. schrieb:> Realistischer schrieb:>> war spätestens bei 85k EUR Ende.>> Da lohnt kaum noch ein Studium.> Gut dass ich Monteur bin.
Es stimmt ja auch einfach nicht, was Realistischer da schreibt.
Ingenieur schrieb:> Es stimmt ja auch einfach nicht, was Realistischer da schreibt.
Stimmt. Alle kriegen 105k EUR und sämtliche Statistiken mit
durchschnittlichen Ingenieursgehältern irren sich ironie off
Realistischer schrieb:> Stimmt. Alle kriegen 105k EUR und sämtliche Statistiken mit> durchschnittlichen Ingenieursgehältern irren sich ironie off
Alle nicht, aber deine ursprüngliche Aussage war ja:
>> war spätestens bei 85k EUR Ende.
Die Schweiz müsste Ihre Mehrwertsteuer um ~2% anheben, um die hier
diskutierte Lücke / Unterdeckung (in 2031!) der AHV Finanzierung zu
beheben.
https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/teure-ahv-rettung-mehrwertsteuer-steigt-um-bis-zu-2-prozent-132272055
Damit würde die MWST in der Schweiz immer noch ca. 10% unter der in
Deutschland liegen (aktuell gültige, 2031 bei der aktuellen Regierung =
???)
...
Alternativ kann man auch den AHV Beitragssatz von aktuell 8,4% anheben,
Deutschland aktuell auch da schon ca. 10% höher.
Ingenieur schrieb:> Alle nicht, aber deine ursprüngliche Aussage war ja:
Das war meine Erfahrung aus mehreren Unternehmen, basierend auf
Gesprächen mit Kollegen und Freunden. Ich habe nicht abgestritten, dass
es diese Glücksschweine mit 105k gibt, sondern u.A. mit den Statistiken
deutlich gemacht, dass die meisten viel weniger bekommen. Es gibt keinen
Automatismus die 100k je zu knacken (siehe jede beliebige Statistik,
egal ob sie von einer Gewerkschaft, einem Jobportal, dem Staat, VDI oder
sonst wem in Auftrag gegeben wurde).
Ich sage ja auch nicht: Hey jeder Ingenieur wird reich, weil es ein paar
reiche Ingenieure gibt.
Die Wahrscheinlichkeit im Durchschnitt zu landen ist nun mal viel höher.
Realistischer schrieb:> Die Wahrscheinlichkeit im Durchschnitt zu landen ist nun mal viel höher.
Da gebe ich dir vollkommen recht, das definiert ja gerade den
Durchschnitt, dass der irgendwo (je nach Verteilung) in der Mitte liegt.
Aber nach oben ist noch viel Luft, da kommen ja noch das Tarifende und
die AT-Bänder. Kein Automatismus, aber auch nicht unerreichbar für die
meisten studierten Ingenieure.
Kire L. schrieb:> Die Schweiz müsste Ihre Mehrwertsteuer um ~2% anheben, um die hier> diskutierte Lücke / Unterdeckung (in 2031!) der AHV Finanzierung zu> beheben.>> https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/teure-ahv-rettung-mehrwertsteuer-steigt-um-bis-zu-2-prozent-132272055>> Damit würde die MWST in der Schweiz immer noch ca. 10% unter der in> Deutschland liegen (aktuell gültige, 2031 bei der aktuellen Regierung => ???)> ...>> Alternativ kann man auch den AHV Beitragssatz von aktuell 8,4% anheben,> Deutschland aktuell auch da schon ca. 10% höher.
alles im grünen Bereich
Jo S. schrieb:> Ist das der Arbeitnehmerbeitrag?>> Welche Rentenhöhe erwirbt man pro Jahr?
Nein, ist AN+AG je 50%
AHV ist ca. 54 CHF pro Jahr bei 85k CHF (oder mehr), aber 54 sind max.
Siehe auch meiner "Rentenrechnung" in der Schweiz im Nachbar-Thread
Beitrag "Re: Rentenniveau Österreich / Deutschland"
F. F. schrieb:> Wissender schrieb:>> Ob Monteure hier mitlesen?>> Zumindest ich.
Wie kommt ein Monteur auf ein Mikrocontroller-Forum?
Ernst gemeinte Frage. Ich treibe mich ja auch nicht in einem
Orchideenforum herum (als Beispiel).
Wissender schrieb:> Wie kommt ein Monteur auf ein Mikrocontroller-Forum?
Die wenigsten Briefmarkensammler sind tagsüber Briefträger.
> Ich treibe mich ja auch nicht in einem Orchideenforum herum
Andersrum wird ein Schuh draus: Es spräche nichts dagegen, dass du dich
auch in einem Orchideenforum herumtreibst.
> Re: Schweizer KMU oder deutscher Konzern?
Eindeutig Schweiz, allein wegen der Waffengesetze.
Außerdem halten die sich die Bude sauber, nicht wie 2015 bei uns mit "
Ihr Kinderlein kommt. "
Ich sehe jeden Tag in der Bahnhofstrasse wozu dies geführt hat !
Zocker_55 schrieb:> Re: Schweizer KMU oder deutscher Konzern?>> Eindeutig Schweiz, allein wegen der Waffengesetze.>> Außerdem halten die sich die Bude sauber, nicht wie 2015 bei uns mit "> Ihr Kinderlein kommt. ">> Ich sehe jeden Tag in der Bahnhofstrasse wozu dies geführt hat !
Ein paar jugendliche machen dir also Angst ? Was ist da wohl
schiefgeleaufen :O aber ja ab in die Schweiz vllt bringt die Erfahrung
allein wegen Sprache ider Herkunft angefeinset zu werden einen
Sinneswandel ;)
Zocker_55 schrieb:> Ich sehe jeden Tag in der Bahnhofstrasse wozu dies geführt hat !
Wo? In welcher deutschen Stadt?
In Zürich gibt's auch eine Bahnhofstrasse!
Wissender schrieb:> Wie kommt ein Monteur auf ein Mikrocontroller-Forum?>> Ernst gemeinte Frage. Ich treibe mich ja auch nicht in einem> Orchideenforum herum (als Beispiel).
Neben deiner Borniertheit zeigst du sehr deutlich wie eng deine
Scheuklappen eingestellt sind.
Für jemanden der nur einen Hammer hat, ist alles ein Nagel. Auf dich
bezogen, scheinst du nur Nägel zu sehen. Leider keine Blumen, obwohl sie
vielleicht deine Welt bereichern könnten.
Schweiz.
Mag sein es gibt in CH kein Kuschel-Arbeitsrecht was Dich verwöhnt, aber
wenn Du gut bist, nett, flexibel und Rücksicht nimmst auf gewisse
Unterschiede hast Du keine Probleme auch was Neues zu finden, wenn
nötig.
Vieles ist teurer, einiges ist aber günstiger als in D. wie Strom,
Finanzen etc. Es gibt auch günstige Wohnungen ausserhalb der
Ballungsgebiete und einen sehr guten ÖV. Bin in D. zum Schluss eine
Stunde gependelt mit PKW, in CH eine Stunde mit Zug/Bus. Letzteres ist
einfach entspannter und die Züge sind fast immer pünktlich. :)
Als ich in die CHhatte ich mich nach zwei Jahren finanziell
konsolidiert.
Rentenbezüge für 10 Jahre Arbeit in CH sind vom Betrag in etwa wie
deutsche Rentenbezüge für 20 Jahre Arbeit in Deutschland. Und wenn Du
die Schweiz verlässt werden die Bezüge nicht an das Gehaltsniveau deines
zukünftigen Wohn-Landes angepasst. Als Rentner in der Schweiz kannst Du
dann schlecht von leben ... musst du ja auch nicht.
Ok, ich kann nach Deutschland radeln zum einkaufen ... aber eigentlich
mach ich das nur wegen dem Biernachschub. Es gibt leider nur zwei
Schweizer. Brauereien die vernünftig schmecken ...
Appenzeller Quöllfrisch, Züricher Turbinenbräu.
Gibt es nur als Helles
Gibt bestimmt noch mehr ... aber bei denen macht man keinen Fehler
Ein Bekannter braut nebenbei, auch Pale-Ale.
Aber der hat sogar eine selbsgebaute Essspressomaschine im Spind, der
Kaffee ist da eine Traum ...
> Autor: klausi (Gast)> Datum: 06.03.2019 18:17> > Zocker_55 schrieb:> > Ich sehe jeden Tag in der Bahnhofstrasse wozu dies geführt hat !> Wo? In welcher deutschen Stadt?
In jeder.
> In Zürich gibt's auch eine Bahnhofstrasse!
Glaube ich nicht.
kik schrieb:> Naja, in der Schweiz kann einem schon teilweise etwas Ablehnung entgegen> kommen ...
Naja, in Anbetracht der Tatsache, dass es hier (D) genügend Gutmenschen
gibt, die die (z.B. vom Zocker) angesprochenen Zustände auch noch gut
finden (!), ist die (teilweise) Ablehnung nicht nur verständlich,
sondern geradezu angebracht! Wer will sowas schon im eigenen Haus?
> Autor: Ladungsträger (Gast)> Datum: 18.03.2019 12:44> Naja, in Anbetracht der Tatsache, dass es hier (D) genügend Gutmenschen> gibt, die die (z.B. vom Zocker) angesprochenen Zustände auch noch gut> finden (!), ist die (teilweise) Ablehnung nicht nur verständlich,> sondern geradezu angebracht! Wer will sowas schon im eigenen Haus?
Da stimme ich dir zu.