Wie viel Strom liefert mein 4017 maximal?

Gast #3975694
Hallo,
ich habe diesen 4017er:
https://www.reichelt.de/ICs-C-MOS-DIL/MOS-4017/3/index.html?&ACTION=3&LA=5000&GROUP=A2211&GROUPID=2924&ARTICLE=12563&START=0&SORT=artnr&OFFSET=16

Erstmal gibt es dort drei Datenblätter dazu. Wodurch unterscheiden diese 
sich genau?

Und nun wüsste ich gerne, wo ich gucken muss, wenn ich wissen will, wie 
viel mA jeder Pin maximal schalten darf/kann.

Wahrscheinlich wird er ja nicht genug liefern für eine Leds, die 15 mA 
brauchen, und deswegen werde ich wohl einen Transistor benutzen müssen.
Diese haben ja drei Pins (B,C und E). An welchen Pin muss ich die Led 
anschließen, an welchen den Ausgang des 4017ers und an den letzten kommt 
dann GND, richtig? Oder +?

Ich hoffe, mir kann so spät noch jemand schnell helfen. :-D
4017er schrieb:

> ich habe diesen 4017er:
> 
https://www.reichelt.de/ICs-C-MOS-DIL/MOS-4017/3/index.html?&ACTION=3&LA=5000&GROUP=A2211&GROUPID=2924&ARTICLE=12563&START=0&SORT=artnr&OFFSET=16
>
> Erstmal gibt es dort drei Datenblätter dazu. Wodurch unterscheiden diese
> sich genau?

Grundsätzlich gilt immer das Datenblatt des Herstellers, der Dein
spezielles IC geliefert hat. ICs mit der gleichen Nummer haben zwar
rechtähnliche Daten, nicht aber genau die gleichen.

> Und nun wüsste ich gerne, wo ich gucken muss, wenn ich wissen will,
> wie viel mA jeder Pin maximal schalten darf/kann.

Dafür gibt es oft ein Datenblatt für die ganze Serie

> Wahrscheinlich wird er ja nicht genug liefern für eine Leds, die 15 mA
> brauchen,

So ist es, aber vielleicht reicht Dir ja auch weniger Strom.

> und deswegen werde ich wohl einen Transistor benutzen müssen.

Darüber steht ne Menge im Tutorial des µC.net und zwar unter LED
und Treiber.
Gruss
Harald
Gast
Alles klar.
Ich mache jetzt an jeden Ausgang des 4017ers diesen Transistor:
https://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/A100/bc546_48.pdf

C an plus, B an den 4017er und E an die Led, welche dann mit GND 
verbunden wird.

Wichtige Frage:
Nun brauche ich noch einen Widerstand für die Led, richtig? Wie rechne 
ich den aus? Mit dem Widerstand lege ich doch dann fest, wie viel Strom 
der Transistor liefert, oder?
...Könnte auch ein 9V Blockheizkraftwerk werden,
wenn der Transistor genügend Widerstand leistet ;-)

Nee, mal im Ernst:
Vom Ausgang des 4017 -> 4,7k Widerstand -> LED -> GND
Die wirst dich wundern, wie gut die LED wahrnehmbar ist und außerdem
die Batterie schont.
Gast
Bernd K. schrieb:
> ...Könnte auch ein 9V Blockheizkraftwerk werden,
> wenn der Transistor genügend Widerstand leistet ;-)
>
> Nee, mal im Ernst:
> Vom Ausgang des 4017 -> 4,7k Widerstand -> LED -> GND
> Die wirst dich wundern, wie gut die LED wahrnehmbar ist und außerdem
> die Batterie schont.

Das würde das ganze natürlich sehr vereinfachen. :-D

Aber um noch mal auf den Transistor zurückzukommen:
Ich wüsste trotzdem gerne, wie ich den dann anschließen müsste.
Und was wäre, wenn ich an jeden Ausgang zwei Leds setzen wollen würde? 
Wie rechne ich dann den nötigen Widerstand für den Transistor aus?
Gast
4017er schrieb:
> 9V Blockbatterie, die jetzt noch circa 7-8V liefert und Led 2,8V und 15
> mA.

Wenn die Batterie im Leerlauf nur noch 7..8V liefert ist sie am Ende und 
wird auch keine  15mA mehr liefern können.
Du solltest dir eine Neue zulegen.
foo schrieb:
> 4017er schrieb:
>> 9V Blockbatterie, die jetzt noch circa 7-8V liefert und Led 2,8V und 15
>> mA.
>
> Wenn die Batterie im Leerlauf nur noch 7..8V liefert ist sie am Ende und
> wird auch keine  15mA mehr liefern können.
> Du solltest dir eine Neue zulegen.

Das kann man so nicht sagen:
http://www.ledstyles.de/index.php/Attachment/20673-Entladekurve9VAlkaline-png/

Mit 7-8V ist sie immer noch im 'Harbstarkenalter'
Gast
Könnte mir jetzt noch jemand erklären, wie ich den benötigten Widerstand 
errechne, wenn ich einen Transistor benutze?
Oder mir eine gute Anleitung dafür verlinken?
Gast
Ja schon. Aber bei einer Spannung an Deiner Batterie von 7-8V (Differenz 
1V) ist der Spannungsabfall über den Transistor ziemlich egal. Außerdem 
müsste man dann eh erst mal den Transistortypen kennen...
Gast
Pepe schrieb:
> Ja schon. Aber bei einer Spannung an Deiner Batterie von 7-8V
> (Differenz
> 1V) ist der Spannungsabfall über den Transistor ziemlich egal. Außerdem
> müsste man dann eh erst mal den Transistortypen kennen...

Habe ich doch oben verlinkt. Oder braucht ihr noch etwas?
Gast
Noch was: Wenn die Batterie leer wird und nur noch 4V liefert und Du 
eine neue Batterie mit 9V ansteckst? Dann stimmt deine Rechnung auch 
nicht mehr. Ich würde von einfach von 8V ausgehen und den Transistor 
ignorieren.
So bekommst du einen Strom von ca. 5-7mA, bis die Batterie fast leer 
ist.

Wie man das berechnet:

An den Dioden entsteht eingeschaltet eine Spannung von 1,2-1,4V. Davon 
werden 0,6-0,7V abgezogen, die an B-E des Transistors verlorengehen. Am 
Widerstand liegen also 0,5-0,7V an. Daraus und mit dem Ohmschen Gesetz 
ergibt sich die Berechnung dieses Widerstands.

Um den Transistor einzuschalten, braucht man mindestens einen Strom von 
5mA / Verstärkung. Eine Verstärkung von 100 liefert fast jeder 
Transistor. Um den Strom überhaupt fließen lassen zu können, müssen 
LED-Spannung und Transistor überwunden werden. Die minimal notwendige 
Spannung dafür dürfte bei knapp 3V liegen. Für den Rest bemühst du 
wieder das Ohmsche Gesetz.
Angehängte Dateien:
Gast
Helge A. schrieb:
> So bekommst du einen Strom von ca. 5-7mA, bis die Batterie fast
> leer
> ist.
>
> Wie man das berechnet:
>
> An den Dioden entsteht eingeschaltet eine Spannung von 1,2-1,4V. Davon
> werden 0,6-0,7V abgezogen, die an B-E des Transistors verlorengehen. Am
> Widerstand liegen also 0,5-0,7V an. Daraus und mit dem Ohmschen Gesetz
> ergibt sich die Berechnung dieses Widerstands.
>
> Um den Transistor einzuschalten, braucht man mindestens einen Strom von
> 5mA / Verstärkung. Eine Verstärkung von 100 liefert fast jeder
> Transistor. Um den Strom überhaupt fließen lassen zu können, müssen
> LED-Spannung und Transistor überwunden werden. Die minimal notwendige
> Spannung dafür dürfte bei knapp 3V liegen. Für den Rest bemühst du
> wieder das Ohmsche Gesetz.

Hey,
vielen, vielen Dank für diese Rechnung! Das hilft mir wirklich viel.

Ich verstehe nur nicht so ganz, wofür man bei dieser Schaltung Dioden 
benötigt...

Könnte mir das vielleicht noch jemand schnell erklären?
Gast
Oh man, ist das alles kompliziert...

Ich glaube, ich kaufe mir mal ein gutes Buch zum  Thema Elektronik.

Kann mir da vielleicht jemand eines empfehlen?
Wenn du ohne Rauch basteln willst, könntest du dir das Programm LTSPICE 
laden. Das ist kostenlos, und hier gibt es viele Benutzer. Damit kannst 
du Schaltungen eingeben und simulieren. So erkennst du velleicht 
schneller die Funktion eines gegebenen Schaltungsbeispiels.

Als kompaktes Nachschlagewerk immer noch gut: Tietze-Schenk, 
Halbleiter-Schaltungstechnik. Auch ältere Ausgaben aus dem Antiquariat 
sind für den Anfänger ausreichend. Das ist aber keine Bastelanleitung 
und kompakt gehalten.
Gast
http://www.franzis.de/elektronik/schaltungen/schaltungssammlung-leds-lcds-und-lasertechnik
Hat auch diverse IC-Bausteine als Beispiele dabei. Zähler, 
7-Segmentanzeigen alles mit enspr. Treiberschaltungen,... Im Prinzip 
findet man das auch alles im Internet, ein Buch ist eigentlich 
überflüssig bzw. es gibt massenhaft alte Bücher zu diesen Themen oder 
Hobbyistenseiten.

Oder das hier:
http://www.franzis.de/elektronik/elektronikbuch/schnellstart-leds

Ich würde dir raten die Tutorials von mikrocontroller.net durchzulesen 
und hier und da im Internet zu lesen, auf youtube findet man auch immer 
was für Anfänger.

Im Prinzip reichen ein paar Dinge, der Rest ist dann Datenblatt lesen 
und wenn du mal etwas Erfahrung hast rechnest du nicht mal mehr, da 
gehts dann per Pi-mal-Daumen.

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