TV Kabelsignal einfach messen

Gast #4323327
Hallo, mein Signal am analogen TV Eingang ist zu schwach und rauscht. 
Die Kabelgesellschaft hat nachgemessen und es ist der Hauseingangspegel 
dtl. zugering gewesen.

Aber gleichzeitig (2. Fehler !) nimmt der Pegel innerhalb des Hauses mit 
-20db nach nur ca 10m drastisch ab.

Wie kann ich das einfach nachmessen und die Abhilfemaßnahme nachmessen ? 
Mit normalem Gleichrichter und Multmeter ja nicht. Da stimmt der 
Frequenzgang nicht, bzw wird zu stark gedämpft.

Mittels einfacher GE-Dioden Gelchrichtung und Multimeter ist das Signat 
immer noch zu gering für den 200mV Messbereich des Multimeters. 50dbµV 
sind halt nur einige 100µV..

Hat jemand eine Idee, wie man dies mit einfachen Bordmitteln 
bewerkstelligen kann?

Ist der Gedanke: mit GE-HF Diode gleichrichten und dann mittels OP-Amp 
ca 100-1000 fach mittels einfachem 9V Verstärker das Signal aufbereiten, 
so ganz verkehrt ? Oder hab ich da einen Gedankenfehler ??
Gast #4323378
Kommst du denn "zwischendurch" (innerhalb der 10m) an das Kabel ran? 
Falls ja, häng doch mal das Fernsehen dran und schau ob es besser ist... 
Hatte nie Kabel, aber gibt es da nicht auch einen Schätzwert für die 
Singalpegel die die Empfangsgeräte anzeigen könnnen (wie beim 
Sat-Receiver)?

Sonst reden wir hier von Pegeln im Bereich weniger mV und das bei vielen 
Megahertz. Da ist Hausmittel schon doof zum messen. Evtl wirst du ja 
auch erstmal das Signal rausfiltern müssen, dass du messen magst.
#4323399
maxnomo schrieb:
> Aber gleichzeitig (2. Fehler !) nimmt der Pegel innerhalb des Hauses mit
> -20db nach nur ca 10m drastisch ab.

Kabel verfolgen Sichtprüfung, irgendwo muss ja ein Fehler sichtbar sein, 
Nagel in der Wand?

Ich habe mir bei ihbäh ein Antennenmeßgerät gekauft, werden immer wieder 
mal angeboten.
#4323402
Die Frage ist: Geht das Kabel direkt zu deinem TV oder ist eine Dose 
dazwischen? Wenn eine Dose dazwischen ist, ist dieser Wert möglich, denn 
es gibt Dosen mit 14 db Dämpfung. Ist ein Abzweiger verbaut? Auch manche 
Fertig konfektionierte Kabel (das von Dose zum TV) sind manchmal 
schlecht gefertigt..
Wieviel db kommen an deinem TV an? Ich hatte es mal, da war das Signal 
zu stark...
Gast #4323465
maxnomo schrieb:
> Die Kabelgesellschaft hat nachgemessen und es ist der Hauseingangspegel
> dtl. zugering gewesen.

Wie gering? Welchen Pegel haben die genau gemessen?
Hängt am HÜP bereits ein BK-Verstärker?
Soll vielleicht irgendwann mal das Internet per Kabel ins Haus kommen?
Gast #4323831
Kabelfehler haben wir früher mit einem Time Domain Reflectometer (TDR) 
gemessen. Da konnte man auch sehen, nach wieviel Metern die 
Unterbrechung oder der Kurzschluss zu suchen war.

MfG
#4324015
maxnomo schrieb:
> Die Kabelgesellschaft hat nachgemessen und es ist der Hauseingangspegel
> dtl. zugering gewesen.

welche Werte? Was wurde gemacht um den Pegel zu korrigieren?

maxnomo schrieb:
> Aber gleichzeitig (2. Fehler !) nimmt der Pegel innerhalb des Hauses mit
> -20db nach nur ca 10m drastisch ab.

was ist dazwischen verschaltet?

Mein Nachbar rief mich auch, er hatte eine Schrankwand mit integrierter 
Antenendose zwischen der normalen Dose am TV Anschluß verschaltet, das 
wären dann 2x Auskoppeldämpfung und natürlich nicht korrekt und 
zielführend.

Man muss bei Antennendosen unterscheiden zwischen Durchführungsdämpfung 
so 1,5-3dB und Auskoppeldämpfung 12-20 dB, die letzte Dose muss entweder 
eine Enddose sein oder einen 75 Ohm Abschlußwiderstand bekommen.
#6236734
Giovanne E schrieb:
> Zum testen haben ich mir einen DVB-C Verstärker hier gekauft

1. ist der Thread Steinzeit und man sollte den Warnhinweis beachten
1
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
2
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
3
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.
und eine neue Frage hast du ja nicht gestellt und dann gilt:

2. Unfug weil das JEDER Antennenverstärker der besseren Sorte kann, denn 
DVB-C liegt im "normalen" Frequenzband!
Gast #6240100
Harald W. schrieb:
> Das ist so ähnlich wie mit den "digitalen" Antennen, die man
> unbedingt für DVB-T braucht, da man dies mit den "alten"
> analogen Antennen nicht emfangen kann.

Naja, da gibt es schon ein paar unterschiede, z.B: im Frequenzbereich. 
DVBT arbeitet ja bis hin zu LTE.
#6240271
Andreas F. schrieb:
> Naja, da gibt es schon ein paar unterschiede, z.B: im Frequenzbereich.
> DVBT arbeitet ja bis hin zu LTE.

und was ist das in MHz?

ich lese nur "einschließlich K59 (778 MHz)" und das ist immer noch UHF

UHF Band IV und V. Kanal 21 bis Kanal 60. Frequenz = Kanalnummer × 8 MHz 
+ 306 MHz. Frequenzband 474–786 MHz.

und kann damit jeder bessere Antennenverstärker seit Jahren und auch 
jedes Antennenmessgerät.
Gast #6240328
Andreas F. schrieb:
> Naja, da gibt es schon ein paar unterschiede, z.B: im Frequenzbereich.
> DVBT arbeitet ja bis hin zu LTE.

Nein, LTE arbeitet runter bis in den UHF-TV-Bereich. Die neuen 
LTE700-Kanäle waren früher die TV-Kanäle UHF 48 bis 69: 
https://de.wikipedia.org/wiki/Digitale_Dividende_II und 
https://de.wikipedia.org/wiki/Frequenzen_der_terrestrischen_Fernsehkan%C3%A4le#Europa;_Volksrepublik_China,_Hongkong_und_S%C3%BCdafrika

Naja, was solls? Bereits in den 60-ern wurden "COLOR"-Antennen beworben 
;-)
#6240550
Joachim B. schrieb:

> wobei zurück zum Topic, die meisten Verstärkerantennen sind so grottig
> das sie eher verschlimmern als verbesseren, der SNR stimmt einfach
> nicht.

Vor ein paar Jahren, als DVBT gerade aufkam, funktionierte eine
alte VHF/UHF Zimmerantenne bei uns recht gut. Allerdings war
bei uns der Sender nur ein paar km entfernt.
#6244568
Den Pegel kannst du heute überhaupt nicht mehr mit einfachen Bordmitteln 
messen.

Das liegt an der Modulationsart.


während früher das analoge TV Signal eine Pegelmessung an dem 
Synchronimpuls durchgeführt wurde , hat man es heute mit OFDM Signale zu 
tun, welche sich bei einen Senderkanal aus zwischen rund 1800 und rund 
8000 Einzelträger zusammensetzt.

Selbst wenn man es mit einen Spektrumanalyzer sich anschaut, sieht man 
in dem Sendekanal ein flaches Dach, dessen Pegel aber dem eines 
einzelnen Trägers entspricht. Man sieht schön wie sich die Höhe des 
Daches ändert, wenn man nur die Bandbreite des Messgerätes ändert. Der 
tatsächliche anliegende Pegel ist um einiges höher.

Man müsste also um korrekt zu messen mit einer Bandbreite von mindestens 
8MHz eine echte Effektivwertmessung des zu messendes Signales 
durchführen.

Das können nur moderne Signalanalyzer, welche die dafür nötige 
Beobachtungsbandbreite von mindestens 8MHz besitzen, und im 
Signalgleichrichter RMS können.

Das geht bei den geringen Pegeln im Kabelnetz nicht mit einfachen 
Messmitteln.

Deswegen ist auch ein herkömliches analoges Antennenmessgerät nicht mehr 
zielführend. die sind im Pegelmesszweig sowohl viel zu schmalbandig, als 
auch können sie nur Spitzenwertgleichrichtung.
Zudem haben sie im Messzweig eine Sample&Hold-Schaltung welches nur 
während des Synchronimpulses des Fernsehsignales misst.

Für Messungen an OFDM Signale gibt es spezielle Messempfänger die das 
können. Die sind aber relativ teuer.

Ralph Berres

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