Hallo,
ich möchte einen Rohranlegefühler an einem Kupferrohr anbringen.
Dieser soll möglichst schnell auf Änderungen der Medientemperatur
reagieren. (ein anderer Fühlertyp geht nicht, da es sich um einen
Kältekreis handelt, der hermetisch verschlossen bleiben muss)
Es gibt die Fühler in Alu, Messing oder Edelstahl.
Alu hat von den drei Metallen (/Legierung) die besten
Wärmeleitfähigkeit. Aber kommt es dann nicht zu Kontaktkorrosion?
Daher würde ich den Messingfühler bevorzugen.
Welchen würdet ihr nehmen?
MaWin schrieb:> Nur sollte die Rundung des Rohranlegefühlers zum Rohr passen und etwas> Wärmeleitpaste dazwischen, bevor er mit einem (Edelstahl-)Kabelbinder> festgezogen wird.
Warum verlinkst du einen Sensor mit Anlegeprisma, wenn du von Rundung
sprichst. Der liegt nur auf zwei Tangenten an, nicht über die Fläche.
MaWin schrieb:> (Edelstahl-)Kabelbinder
Bin momentan mit einem ähnlichen Problem konfrontiert. PT1000 Fühler
(rund) an Heizungsrohre (Cu). Empfiehlst Du explizit
Edelstahlkabelbinder, oder ist das egal?
Gruss Chregu
In der Kältetechnik nimmt niemand Wärmeleitpaste dafür. Damit schmaddert
man nur alles zu, obs wirklich was bringt keine Ahnung. Manche Monteure
packen Wärmeisolation drum und erhoffen sich ein besseres Ergebnis
davon.
Edelstahl-Schlauchschellen sind schick wenn man sie hat. Dann passiert
nichts, wenn sich da Feuchtigkeit an kalten Leitungen niederschlagen
könnte oder so.
Wolfgang schrieb:> Warum verlinkst du einen Sensor mit Anlegeprisma,
Ich hoffte, er wäre rund.
Christian M. schrieb:> Empfiehlst Du explizit Edelstahlkabelbinder, oder ist das egal?> Gruss Chregu
Nylon bricht bei niedrigen Temperaturen gern mal.
Christian M. schrieb:> Bin momentan mit einem ähnlichen Problem konfrontiert. PT1000 Fühler> (rund) an Heizungsrohre (Cu). Empfiehlst Du explizit> Edelstahlkabelbinder, oder ist das egal?
An meiner Heizungs-/Solaranlage habe ich ebenfalls etliche Standart
PT1000 Fühler verbaut. Einfach ein dickes Stück
Schaumstoff-Rohrisolierung übers Rohr geschoben, die PT1000 Fühler ein
Stückweit zwischen Isolierung und Rohr eingeschoben, fertig!
Funktioniert seit fast 10 Jahren einwandfrei!
Oder man wickelt Elektro Isoliertape drum. Das fällt auch nicht ab.
An Kältemaschinen sieht man Rohrhülsen angelötet an der Leitung, in
denen die Fühler stecken. Das geht hinterher aber schlecht.
Ich habe schon DS1820 an der flachen Seite mittels WLP und Rohrschelle
an Kupferrohre gepappt. Die Werte waren faktisch identisch mit denen der
Tauchfühler.
Muss auch keine Sauerei sein, wenn man mit der WLP sparsam umgeht.
Wolfgang schrieb:> Warum verlinkst du einen Sensor mit Anlegeprisma, wenn du von Rundung> sprichst. Der liegt nur auf zwei Tangenten an, nicht über die Fläche.
Furchtbar, dass dieser Fühler die 37 Temperturwechsel pro Sekunde
mangels Kopplung nicht erfassen kann.
Komme mit den Füßen auf den Boden und erkenne, dass diese Bauform
handelsüblich verbreitet ist. Kein Hersteller wird den gleichen Fühler
konkav für fünf verschiedene Rohrdurchmesser fertigen.
Im realen Leben ist das System hinreichend träge, trotz der theoretisch
nicht vorhandenen Kontaktfläche kommen passende Werte heraus.
Manfred schrieb:> Wolfgang schrieb:>> Warum verlinkst du einen Sensor mit Anlegeprisma, wenn du von Rundung>> sprichst. Der liegt nur auf zwei Tangenten an, nicht über die Fläche.>> Furchtbar, dass dieser Fühler die 37 Temperturwechsel pro Sekunde> mangels Kopplung nicht erfassen kann.
Wenn es um die Zeitkonstante ginge, wäre das ganze Anlegeprisma in
dieser Form Unfug, weil es die thermische Masse kräftig erhöht.
Bei der Ankopplung geht es um die Aufteilung der
Wärmeübergangswiderstände zwischen Medium-Rohr-Sensor-Umgebung. Oft wird
dabei die Ankopplung des Sensors über die Anschlussdrähte an die
Umgebung unterschätzt, die dann zusammen mit nur mittelmäßiger
Ankopplung an das Rohr zu einem Temperaturfehler führt, falls kein
separater Umgebungssensor zur Kompensation eingesetzt wird.
someone else schrieb:> Ich habe schon DS1820 an der flachen Seite mittels WLP und Rohrschelle> an Kupferrohre gepappt.
Die Sauerei mit WLP kann man sich sparen. Ein Tropfen Heißkleber und zur
Sicherung ein Kabelbinder drüber, erfüllt seinen Zweck.
8mm cu-Rohr mit jb-weld auf die Leitung geklebt, da kann man dann den
Fühler reinstecken.
Für die Überwachung eine Kältekreises dürfte das reichen - für einen
Wärmemengenzähler wäre es viel zu ungenau.
Heißkleber hält bei sowas nicht lange, löst sich irgendwann. 'ne
einfache Schlauchschelle, möglichst Edelstahl bei Gefahr von
Kondenswasserbildung und alles wird gut. Macht die Kältetechnik seit
Jahrzehnten so.