Ausgangsspannung real: 390mV
Eingangsspannung am neg. Eingang: 458mV
am positiven eingang aktuell keine Fotodiode dazu angeschlossen.
Laut spice hätte ich sowohl am Eingang als auch am Ausgang 454,5 bzw
454,6mV haben sollen. Warum die große Differenz am Ausgang?
Millereffekt?
Die Schaltung war dazu gedacht den Strom einer Fotodiode zu verstärken
und mittels des Analog Komperators am Mikrocontroller zu registrieren ob
das Lichtwellenleitersignal unterbrochen wurde.
Idee: Kein Strom durch Fotodiode: Ausgangsspannung = Eingangsspannung.
Sobald ein Signal anliegt, soll die Ausgangsspannung >
Eingangsspannung sein. Mikrocontroller hat eine Auflösung von 4,8mV.
C2 hat gar keinen Einfluss da parallel zu einer V-Quelle mit 0Ohm
Innenwiderstand.
C1 wird für die Stabilität benötigt, wenn eine kapazitve
Last(Photodiode+Eingangskapazität) dranhängt.
Ich vermute das Modell hat eine Offsetspannung.
Hänge mal die .asc(Schaltplan) Datei und die OPA380.lib an.
Helmut S. schrieb:> Ich vermute das Modell hat eine Offsetspannung.> Hänge mal die .asc(Schaltplan) Datei und die OPA380.lib an
Wäre aber eine ungewöhnliche "hohe" Offsetspannung. Liegen die nicht in
der Regel bei 10mV? Ich ging auch davon aus, dass diese bereits
kompensiert werden.
Im Anhang befindet sich die komplette Spice schaltung mit dem OPA380
seperat.
na dann rate ich mal: du hattest bei der Messung beider Spannungen ein
Oszi an den nicht-inv Eingang angeschlossen.
Der 1MOhm Eingangswiderstand des Oszis gibt deinem OPV eine Verstärkung,
aus 390mV werden rechnerisch 460mV, der Rest ist Offset und Biasstrom.
Alternativ kann die Belastung auch durch ein Multimeter mit 1MOhm
kommen, wobei allerdings die meisten Multimeter 10MOhm oder mehr als
Eingangswiderstand haben.
Autsch, und schon nehme ich es zurück: meine Theorie könnte nur passen,
wenn du zusätzlich noch die Werte der Eingangs- und Ausgangsspannung
vertauscht hast.
uwe schrieb:> Wenn du schon ne negative Sapnnungsquelle da reinpackst dann schließe> sie auch am OP an.
Dies -Quelle ist übrig gebleiben. Ich habe absichtlich mit 0 und 5V
simuliert, weil die ursprüngliche Frage sich genau auf den Fall bezogen
hat. Ich habe natürlich auch mit negativer Versorgungsspannung simuliert
und da zeigt sich das gleiche Verhalten in der Nähe der negativen
Versorgungsspannung.
Amateur schrieb:> Na ja, so richtig negativ wird die Kombination wohl auch nicht.> Null Volt in Reihe mit 5 Volt haben's nicht so mit dem Negativen.
Schon mal überlegt, dass ich extra das GND-Symbol genommen habe um dir
es leichter verständlich zu machen.
Ralf schrieb:> Ausgangsspannung real: 390mV> Eingangsspannung am neg. Eingang: 458mV> am positiven eingang aktuell keine Fotodiode dazu angeschlossen.
Flußmittelreste oder andere Verunreinigungen? Etwa 7 MegaOhm zwischen V+
und negativem Eingang.
(Ich gehe davon aus, dass Du im Text "neg. Eingang" und "am positiven
eingang" vertuascht hast.)
Gruß
Zunächst sorry, dass ich erst jetzt antworte. Bin mitten in der
Klausurphase daher gerade nicht so oft als HiWi anwesend.
Joachim schrieb:> (Ich gehe davon aus, dass Du im Text "neg. Eingang" und "am positiven> eingang" vertuascht hast.)
Da es sich um ein Invertierender Verstärker handelt, sind die Spannungen
am invertierenden und nicht invertierenden Eingang gleich. Beide bei
450mV bzw 452mV.
Achim S. schrieb:> Autsch, und schon nehme ich es zurück: meine Theorie könnte nur passen,> wenn du zusätzlich noch die Werte der Eingangs- und Ausgangsspannung> vertauscht hast.
HAbe ein Labornetzgerät DF-1730SB als Spannungsquelle und nutze
natürlich zum messen der Spannungen ein Multimeter.
Jedoch ist die Ausgangsspannung kleiner als die Eingangsspannung wie du
gemerkt hast.
Des Weiteren fällt mir auf, dass mein Receiver, welches der Stromquelle
entsprechen soll, auf die Schaltung absolut nicht beeinflusst. Egal ob
ein starkes LWL Signal ankommt oder nicht die Ausgangsspannung bleibt
unbeeinflusst. Habe nach Kurzschlüssen geprüft und nichts gefunden -.-.
Habe in einem anderen Forum das selbe Problem geschildert.
Zunächst ist das ein sehr schneller opamp. Die sind sehr empfindlich.
Die C1 Kapazität habe ich darauf hin an den OPA380 und SFH250V
Photodiode/Receiver auf 2,7pF angepasst, besser wären 3,3pF habe ich
aber nicht da.
C2 ist aktuell nicht in der Schaltung!
Solangsam bin ich ratlos :/.
Helmut S. schrieb:> In der Simulation ergibt sich auf jeden Fall schon mal eine> Offsetspannung in der Abhängigkeit der Eingangsspannung.
Meine Eingangsspannung ist aber gerade mal 450mV und die
Ausgangsspannung 380mV. Da steckt mehr als ein 1mV Offset Spannung
hinter der Differenz.
Ralf schrieb:> Des Weiteren fällt mir auf, dass mein Receiver, welches der Stromquelle> entsprechen soll, auf die Schaltung absolut nicht beeinflusst. Egal ob> ein starkes LWL Signal ankommt oder nicht die Ausgangsspannung bleibt> unbeeinflusst. Habe nach Kurzschlüssen geprüft und nichts gefunden -.-.
Hast du die Fotodiode/den Receiver jetzt mit der Schaltung drinnen oder
nicht? Ich gehe bisher davon aus, dass die Schaltung so aussieht wie in
"Aktuelle_Schaltung.png" im ersten Post gezeigt.
Wenn an 180kOhm (R1) 70mV abfallen, dann fließen 390nA darüber. Wenn
nichts anderes (kein Kurzschluss...) am OPV-Eingang hängt, dann müssten
sie in den OPV reinfließen. Für den OPA380 wäre das viel zuviel, außer
wenn er kaputt ist oder nicht korrekt versorgt wird. Wenn der Receiver
noch dransteckt, dann kann der Strom daraus kommen.
Ich würde an deiner Stelle:
- den Receiver von der Schaltung trennen
- nochmal mit dem Multimeter an jedem Pin (inklusive Versorgung)
nachmessen, ob dort der erwartete Wert anliegt
- während der Multimetermessung am Ausgang parallel mit einem Oszi
prüfen, ob der OPV schwingt
- ein Bild von deinem Layout hier einstellen
- einen zweiten 180kOhm parallel zu R1 löten und schauen, ob sich der
Offset halbiert
- zur Not mal den OPV tauschen
Auffällig bleibt, dass die ominösen 390nA gerade deiner Ausgangsspannung
(390mV) an einem 1MOhm Widerstand entsprechen (so kam ich weiter oben
auch auf auf die Belastung des OPV-Eingangs mit 1MOhm). Der OP380 hat ja
tatsächlich einen 1MOhm am invertierenden Eingang, der zur
Offsetkorrektur führt. Aber solange der OPV funktioniert darf über
diesen internen Widerstand kein nennenswerter Strom fließen.
Klausurphase rum: Wieder Zeit für Arbeit.
EDIT: Schwingung liegt am Multimetermessung, ohne Multimeter schwingt
nichts!
Es findet definitiv eine Schwingung statt, aber genau 50Hz?! Kann ja
wohl kein zufall sein? Wieso schwingt der OP um delta 120mV und delta
50Hz? Die Spannungversorgung ist DC 5V konstant. Wie kann da gerade eine
Sinusschwinung mit 50Hz erzeugt werden? Dabei habe ich extra die
Kapazität dem Receiver und dem OP auf 2,7pF angepasst gehabt.
Ab wann spricht man von einer Schwingung? (Ist die Auflösung zu klein,
also Schwingung so klein, dass sie nachlässigt werden kann oder nicht? )
Habe Receiver von der Schaltung entkoppelt und weiterhin haben sich die
Messungen nicht verändert.
Bezüglich Layout: Da es sich um einen Prototypen handelt, habe ich dies
auf einer Rasterplatine realisiert und daher kein Layout für eine
Platine entworfen, mich aber strikt an mein SPICE Layout gehalten.
Muss ich bei so kleinen Ströme gesondert layouten? Sprich Invertierten
Eingangsleitung weit weg von anderen Leitungen verlegen,sodass keine
Interferenzen auftreten können?
Spannung über den 180k Widerstand liegt bei rund 59mV, also fließen
328nA.
Mit einem weiteren 180k Widerstand parallel (Also 90kOhm gesamt) liegt
rund 34mV an, also 189nA und am Ausgang 380mV. Offset hat sich also
nicht verändert :(. OP tauschen habe ich schon hinter mir. Ist meine
zweite Schaltung, da ich davon ausging, dass irgendwas kaputt ist, aber
habe jetzt zwei gleiche Schaltungen mit selben Resultat.
Hier nochmal meine aktualisierte Schaltung. SFH raus daher 0A. R1 bei
180k bzw 90k wegen weiterem 180k Widerstand parallel zu ihm.
Remessene Werte:
380mV Ausgangsspannung
450mV Eingangsspannung am nicht invertierendem Eingang
Spannung über den 180k Widerstand liegt bei rund 59mV, also fließen
328nA.
Mit einem weiteren 180k Widerstand parallel (Also 90kOhm gesamt) liegt
rund 34mV an, also 189nA und am Ausgang 380mV. Offset hat sich also
nicht verändert :(
Ralf schrieb:> Schwingung liegt am Multimetermessung, ohne Multimeter schwingt> nichts!
Zumindest sagt uns das, dass die Multimetermessung am OPV dessen
Verhalten verändert. Damit lässt sich mit der Multimetermessung nichts
über Offsets und Ströme über den Rückkoppelwiderstand aussagen, denn die
Messergebnisse werden ja nicht gleichzeitig aufgenommen. Erst misst du
am Eingang 450mV (aber wir wissen nicht was zu diesem Zeitpunkt am
ungestörten Ausgang anliegt). Dann misst du am Ausgang 380mV (aber die
Spannung hat sich durch das Multimeter verändert, wir wissen nicht was
zu diesem Zeitpunkt am Eingang anliegt).
Ralf schrieb:> Ab wann spricht man von einer Schwingung?
Na ja, was du siehst ist zumindest keine typische Schwingung eines
instabilen OPVs, eher wie eine Einkopplung in ein hochohmiges Signal.
Vielleicht stimmt ein Massebezug nicht. Aber zumindest sagt uns deine
Beobachtung, dass wir der Multimetermessung nicht trauen können. Die
Multimeterergebnisse passen auch überhaupt nicht zu den Oszibildern
oben: dein Multimeter zeigt 380mV an, aber aus dem Oszibild würde ich
eine mittlere Spannung von mehr als 800mV ablesen.
Irgendwas an deiner Messung ist also oberfaul, und daran würde ich
zuerst arbeiten. Hast du am Oszitastkopf den Masseclip angeschlossen?
Welche Werte zeigt denn dein Oszi an, wenn kein Multimeter parallel
angeschlossen ist? (an beiden Eingängen und am Ausgang). Dein Oszi hat
wahrscheinlich die Möglichkeit, den Mittelwert des Signals als Zahl
anzuzeigen. Das würde ich mal anstelle des Multimeters benutzen.
Ralf schrieb:> Hier nochmal meine aktualisierte Schaltung. SFH raus daher 0A. R1> bei> 180k bzw 90k wegen weiterem 180k Widerstand parallel zu ihm.> Remessene Werte:> 380mV Ausgangsspannung> 450mV Eingangsspannung am nicht invertierendem Eingang> Spannung über den 180k Widerstand liegt bei rund 59mV, also fließen> 328nA.> Mit einem weiteren 180k Widerstand parallel (Also 90kOhm gesamt) liegt> rund 34mV an, also 189nA und am Ausgang 380mV. Offset hat sich also> nicht verändert :(
Also ich hab mir jetzt nicht alles durchgelesen sondern nur dein Bild
vom Oszi betrachtet: Hast du auch alles geschirmt? Mir sieht das nämlich
nach parasitärer Einkopplung durch "Elektrosmog" aus. Die 50 Hz sind
dafür nicht unüblich ;)
Michael Köhler schrieb:> Also ich hab mir jetzt nicht alles durchgelesen sondern nur dein Bild> vom Oszi betrachtet: Hast du auch alles geschirmt? Mir sieht das nämlich> nach parasitärer Einkopplung durch "Elektrosmog" aus. Die 50 Hz sind> dafür nicht unüblich ;)
Also über den Widerstand scheint wohl Elektrosmog sein zu können.
Bin am Oszi fast ein Neuling. Aber egal wie ich die Empfindlichkeit
einstelle, er zeigt mir 4,48V am nicht invertierenden Eingang und 4,08V
am Ausgang? Das kann aber nicht stimmen...
Heiko schrieb:> Aber egal wie ich die Empfindlichkeit> einstelle, er zeigt mir 4,48V am nicht invertierenden Eingang und 4,08V> am Ausgang? Das kann aber nicht stimmen...
Wahrscheinlich hast du einen 1:1 Tastkopf verwendet, das Oszi erwartet
aber einen 10:1 Tastkopf. Dann zeigt das Oszi alle Spannungswerte um
einen Faktor 10 zu groß an.
Wenn das stimmt wären es also 448mV am inv-Eingang und 408mV am Ausgang.
Also immer noch eine zu große Differenz.
Heiko schrieb:> Also über den Widerstand scheint wohl Elektrosmog sein zu können.
Was bedeutet "über Widerstand"? An welcher Stelle der Schaltung hast du
das gemessen?
Heiko schrieb:> Also über den Widerstand scheint wohl Elektrosmog sein zu können.> Bin am Oszi fast ein Neuling. Aber egal wie ich die Empfindlichkeit> einstelle, er zeigt mir 4,48V am nicht invertierenden Eingang und 4,08V> am Ausgang? Das kann aber nicht stimmen...
Hast du die Schaltung geschirmt? Nicht der Widerstand alleine sammelt
sondern die ganze Schaltung wenn sie nicht geschirmt ist. Grade TIAs
reagieren meiner Erfahrung nach empfindlich darauf wenn man mit den
Feedback in den dreistelligen Kiloohmbereich und größer geht.
bko schrieb:> wo ist der andere Widerstand also R1? ,
diesen "zweiten" Widerstand gibt es hier nicht, denn das Ganze soll
eigentlich einmal ein Transimpedanzverstärker werden (in dem von dir
verlinkten Artikel Strom-Spannungswandler genannt).
http://de.wikipedia.org/wiki/Operationsverst%C3%A4rker#mediaviewer/File:Current_Voltage_Converter.svg
Weil der einen seltsamen Offset zeigt, hat Ralf zu Testzwecken den
Eingangsstrom auf Null gesetzt (d.h. die Photodiode nicht
angeschlossen). Der OPV sollte damit einfach als Spannungsfolger
arbeiten, zeigt aber leider weiter den 40mV Offset.
Ralf schrieb:> Bezüglich Layout: Da es sich um einen Prototypen handelt, habe ich dies> auf einer Rasterplatine realisiert und daher kein Layout für eine> Platine entworfen, mich aber strikt an mein SPICE Layout gehalten.
Vielleicht helfen uns Fotos vom deinem Aufbau weiter. Versuche sie am
besten so zu knippsen, dass man was erkennen kann, aber dass du trotzdem
keine erbosten Kommentare zur Bildergröße bekommst ;-)
Achim S. schrieb:> Weil der einen seltsamen Offset zeigt, hat Ralf zu Testzwecken den> Eingangsstrom auf Null gesetzt (d.h. die Photodiode nicht> angeschlossen). Der OPV sollte damit einfach als Spannungsfolger> arbeiten, zeigt aber leider weiter den 40mV Offset.
Schirmung wäre eine Idee und Ofsetströme anschaun. 40mV entsprechen rund
200 pA am Feedback.
Achim S. schrieb:> Wahrscheinlich hast du einen 1:1 Tastkopf verwendet, das Oszi erwartet> aber einen 10:1 Tastkopf. Dann zeigt das Oszi alle Spannungswerte um> einen Faktor 10 zu groß an.
Hast Recht und die Folgerungen demnach stimmen auch.
Mit dem Multimeter messe ich 448mV am nicht inv. Eingang und am Ausgang
eine Spannung von 410mV. Stimmt dem Oszi voll überein.
Abschirmung war bislang nicht vorhanden, daher misst der Oszilloskop
über den Widerstand den "Elektrosmog". Ist dies die Ursache?
Werde ein Alugehäuse zu Testzwecke nutzen und gleich Ergebnisse posten.
Große Alugehäuse, dazu Masse an Gehäuse angeschlossen: Keine Änderungen.
Es fallen 40mV über den rückgekoppelten Widerstand, diese ergeben
zusammen mit der Eingangsspannung 448mV die 408mV Ausgangsspannung...
Okay... In Dunkelheit messe ich 550mV am Ausgang mit dem Multimeter. Bei
voller Helligkeit allerdings die 410mV. Müsste das nicht eigentlich
andersrum sein?
Hallo Ralf,
Autsch, baue das ganze Ding mal sauber auf einer feinen
Lochraster/SMD-Proto Platine auf.
Für die ganzen langen Anschlussbeinchen kannst du sonst ca. 1nH/mm
Induktivität ins Modell aufnehmen, schwingt sicher ganz gut.
Das sind auch super Schleifen um dein 50Hz Brummen aufzufangen. Als ganz
schnellen Hack kürze einfach die Beinchen von Widerstand und Kondensator
und löte sie direkt über den TIA and den SMD Beinchen fest - brauchst
ruhige Hände ;-) .
Wie herum hast du die Photodiode eingebaut?
Normalerweise solltest du sie in Rückwärtsrichtung mit einer
Bias-Spannung betreiben, dann ist die Kapazität klein (=schnelle
Reaktion, weniger Rauschen am TIA) und die Ladungsträger rekombinieren
nicht (höhere Empfindlichkeit).
Hast du sie "vorwärts" eingebaut? Dann leitet sie bei 0.45V schon ein
wenig, das ist gar nicht gut.
Welcher Widerstand ist das denn?
Kohleschicht macht gerne etwas mehr Rauschen, ich würde da einen
Dünnschicht Metallfilm, am besten sogar einen Präzisionswiderstand
verbauen, ideal alles in SMD wegen parasitären L oder C.
Im Anhang noch eine Skizze von einer getesteten Schaltung, allerdings
alles in 0805 SMD und MSOP - nix für wacklige Hände.
Viele Grüße,
Johannes
Johannes Hauck schrieb:> Wie herum hast du die Photodiode eingebaut?
In Sperrrichtung, sprich Anode auf Masse und Kathode am Eingang.
Was für Ausgangsspannungen erreichst Du mit Deiner Schaltung?
Also absofort empfindliche, schnelle Schaltungen nicht prototypisch auf
Lochrasterplatinen zusammen löten...
Danke schon mal, werde deine Schaltung testen zuvor mal einige Bauteile
bestellen.
Johannes Hauck schrieb:> Welcher Widerstand ist das denn?
Blaues Gehäuse, fünf Ringe. Das ist höchst wahrscheinlich ein
Metallschichtwiderstand. Rauschen macht aber bei so einem Feedback keine
40 mV aus.
Ralf schrieb:> In Sperrrichtung, sprich Anode auf Masse und Kathode am Eingang.
Ohne Bias-Spannung ist das keine Sperrrichtung, du musst sie schon
vorspannen um dann sagen zu können ob es Sperr- oder Flussrichtung ist.
;)
Neuer Aufbau ist sinnvoll wenn ich die Freiluftverdrahtung da sehe. Du
musst da sehr sorgfältig arbeiten und auch vernüftige Leitungsverlegung
betreiben. Mit Lötzinn hast du anscheinend auch nicht gegeizt wenn ich
die Bilder so sehe schauder
Michael Köhler schrieb:> Blaues Gehäuse, fünf Ringe. Das ist höchst wahrscheinlich ein> Metallschichtwiderstand. Rauschen macht aber bei so einem Feedback keine> 40 mV aus
Sorry, hatte die Frage übersehen, ja ist ein Metallschichtwiderstand.
Eben... was ist dann die Ursache für diesen 10% Abfall?
Johannes Hauck schrieb:> Im Anhang noch eine Skizze von einer getesteten Schaltung
Habe deine Schaltung mal in SPICE simuliert. Ich erwarte bei der
Fotodiode einen Strom von 1 bis 8µA, aber eher im 1-2µA Bereich. Gerade
an diesem Punkt arbeitet deine Schaltung allerdings nicht gut genug,
hätte gerne wenn möglich eine Spannweite von 0,4V bis 3V
Ausgangsspannung.
Daher wollte ich am nicht invertierendem Eingagn 0,5V anlegen. Dies
müsste allerdings genau wieder zu meinem Problem führen, dass meine
Ausgangsspannung um 40-50mV sich von der Eingangsspannung unterscheidet
wenn kein Licht an der Fotodiode ankommt.
Die Ausgangsspannung soll später mit einem Analog Komperator an einem
Mikrocontroller angeschlossen werden, der eine Auflösung von 5mV hat
oder mit zwei Pins (Eingang und Ausgang) verglichen werden und ab einer
bestimmten Schwellspannung gewisse Prozesse in Gang bringen.
Daher lieber eine größere Spannbreite also mit 0,5V Eingangsspannung.
Habe Deine Schaltung realisiert und erhalte stets eine Ausgangsspannung
von 3,2V unabhängig wie stark die Photodiode BPW 34 beleuchtet wird.
Versorgungsspannung vom OP liegt bei 3,24V. ... Wieder einmal exakt 40mV
Differenz sofern ich die beiden Quellen mit -5V weglasse. Das kann doch
kein Zufall sein, dass ich bei deiner Schaltung den selben mist raus
habe wie bei meiner :(?
Ich messe am invertierenden Eingang/Kathode -455mV. Wie ist das möglich?
OP ist gegengekoppelt also müsste das Potential am inv. Eingang gegen
Masse vom nicht inv. Eingang streben.
Über R2 (1k ohm) 3,92V. Also ein Strom von 3,92mA (Ziemlich viel??). An
der Anode -1,13V.
Über den rückgekoppelten Widerstand (hier nur 150k Ohm) liegen 3,62V,
also ein Strom von 24,3µA. Würde bedeuten, dass ein Strom von 3,8957mA
aus dem Eingang vom OP herauskommt?!
Über R3 fließt ein Strom von 4,235mA also fließt ein Strom von 4,2593mA
aus dem OP.
Platine habe ich mehrmalig durchgepickst, die Verbindungen stimmen alle
soweit.
Beseitige ich die Quelle V1 an R2 so liegt am Ausgang richtigerweise 0V.
Ich verstehe es nicht wie man an einer doch so leichten Schaltung so
lange sitzen kann -.-....
In Theorie ist alles einfach...
Benutze den OPA380AID (1 Channel).
Leider ist das Bild deiner Schaltung sehr unscharf. Mir scheint jedoch,
dass Pin 6 mit Pin 5 verbunden ist. Auch wenn Pins mit der Bezeichnung
NC nicht angeschlossen sind würde ich sie bestenfalls zum fixieren des
Chips benutzen.
PS: Ich hab das Problem mit dem OPA380 nicht.
Hast du die BPW34 richtig rum drinnen? Ist auf dem Foto leider nicht
richtig zu erkennen. Die Kathode (mit dem Knubbel am pin) muss an den
OPV-Eingang.
Andernfalls siehst du den Vorwärtsstrom der Fotodiode, und ist mit den
-5V natürlich sehr viel mehr als der Fotostrom.
Timm Thaler schrieb:> Dir ist aber schon klar, dass die die PD mit einer Vorspannung zwischem> negativen Eingang und GND betreibst?
Ja, da könnte man glatt meinen, Ralf will die Kapazität der Fotodiode
drücken… ;)
Michael Köhler schrieb:> Leider ist das Bild deiner Schaltung sehr unscharf. Mir scheint jedoch,> dass Pin 6 mit Pin 5 verbunden ist. Auch wenn Pins mit der Bezeichnung> NC nicht angeschlossen sind würde ich sie bestenfalls zum fixieren des> Chips benutzen.
Sofern Du mit Pin 5 den obersten Pin Rechts mit dem darunter meinst,
kann ich dir leider nur dazu sagen, dass diese keine Verbindung zu
einander haben. NC Pins haben keine Verbindungen zu der Schaltung. Pin 3
und 4 sind verbunden auf Masse (+In und V-).
Achim S. schrieb:> Hast du die BPW34 richtig rum drinnen? Ist auf dem Foto leider nicht> richtig zu erkennen. Die Kathode (mit dem Knubbel am pin) muss an den> OPV-Eingang.
Der Strich an der Photodiode befindet sich oben, also zum invertierendem
Eingang.
Timm Thaler schrieb:> Dir ist aber schon klar, dass die die PD mit einer Vorspannung zwischem> negativen Eingang und GND betreibst?
Mir ist nicht exakt klar was Du mir damit ausdrücken möchtest.
Ja, es liegt an der Anode eine negative Vorspannung an damit die
Spannung über der Fotodiode negativ wird und somit linearer arbeitet.
Zwischen negativen Eingang und GND, also am Pin des invertierenden
Eingangs habe ich 0,455V gemessen. Obwohl der invertierende Eingang auf
das Potential vom nicht invertierenden Eingang, also Masse streben
müsste.
Ralf schrieb:> Der Strich an der Photodiode befindet sich oben
Bei der BPW34 kennzeichnet nicht der "von oben sichtbare Strich" die
Kathode, sondern der seitlich sichtbare Knubbel (siehe "Cathode Marking"
im angehängten Bild). Ich glaube deine BPW34 ist falschrum...
Achim S. schrieb:> Bei der BPW34 kennzeichnet nicht der "von oben sichtbare Strich" die> Kathode, sondern der seitlich sichtbare Knubbel (siehe "Cathode Marking"> im angehängten Bild). Ich glaube deine BPW34 ist falschrum...
Jawoll. Tageslicht 0,45V am Ausgang. Mit dem Sender SFH756V stolze 3V
auf 10m Lichtwellenstrecke. Vielen vielen Danke :))!
Topic closed! Jetzt muss ich noch einen günstigeren Ersatz für den
SFH756V als Sender finden.
Ralf schrieb:> Sofern Du mit Pin 5 den obersten Pin Rechts mit dem darunter meinst,> kann ich dir leider nur dazu sagen, dass diese keine Verbindung zu> einander haben. NC Pins haben keine Verbindungen zu der Schaltung. Pin 3> und 4 sind verbunden auf Masse (+In und V-).
Wie ich schon sagte, das war schlecht zu erkennen. Genau wie die Diode
drin saß aber das hat ja Achim angesprochen gehabt.
Schön, dass es jetzt klappt.
Zum Thema Emitter: Ist das ein einzel-Projekt oder soll später mehr
draus werden? Vielleicht genügt dir ja auch eine LED und ein wenig
Gefrickel ;)
Michael Köhler schrieb:> Zum Thema Emitter: Ist das ein einzel-Projekt oder soll später mehr> draus werden? Vielleicht genügt dir ja auch eine LED und ein wenig> Gefrickel ;)
Daraus wird später mehr. Habe gerade schmerzhaft sehen müssen, dass das
ganze über 10m Lichtwellenkabel und dem ein oder zwei
Lichtwellenkabelverbindungen sehr viel Intensität verloren geht, sodass
ich mit der aktuellen Schaltung am Ausgang keine Differenz zwischen
Signal ein und aus habe.
Die aktuelle Schaltung ist optimal für starke Signale ausgelegt.
Für jedoch sehr geringe Ströme durch die Fotodiode leider nicht.
Habe darauf hin die Quelle und 2k Ohm am Ausgang entfernt.
Jetzt habe ich immerhin 15mV Differenz zwischen ein und aus.
Die Quelle vor der Diode dient zur Linearisierung? Bei so kleinen Ströme
habe ich keinen Unterschied zwischen Leerlauf und Sperrschaltung der
Fotodiode festgestellt.
Kann ich also für meine Zwecke die Spannung vor der Anode entfernen?
Weiterer Punkt wäre eine deutliche Erhöhung des Widerstandes über der
Rückkopplung. Ist halt die Frage wie hoch wenn ich nicht exakt weiß
welche Ströme ich erwarten kann.
Ziel ist es. Ein Sender über Lichtwellenleiterkabel über weite Strecken
auslesen zukönnen. Im Grunde Reicht zu wissen ob das Signal an ist oder
eben nicht. Zur Kontrolle wird sie später via Mikrocontroller dennoch
ausgelesen. Die Schwellspannung zum umschalten wird auch mit
Mikrocontroller erledigt werden.
Im Gegenteil. Du verringerst die Kapazität, kannst also schneller
messen. Aber der Dunkelstrom und das Rauschen nimmt zu. Bei kleinen
Photoströmen und wenn es nicht auf Geschwindigkeit ankommt ohne
Vorspannung arbeiten.
Geschwindigkeit ist sekundär. Sicherheit für richtiges interpretieren
via Mikrocontroller ob das Signal an ist oder nicht und wie stark das
Signal ist primäres Ziel.
Meine Idee wäre zunächst ein Receiver und Transmitter zufinden, der fast
nur eine bestimmte Wellenlänge zulässt.
Habe leider keine günstigen Alternativen für SFH250V mit SFH756V
gefunden.
Der Zeit benutze ich SFH203 als Empfänger und SFH756V als Receiver zum
testen.
Kennt Ihr Alternativen für bis zu 2 oder 3 Euro pro LED bzw Fotodiode?