Lastwiderstand > 2 kW

Gast #6055268
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Vielleicht kann mir ja hier jemand weiterhelfen: ich bin auf der Suche 
nach einem Lastwiderstand als Laborgereät im Bereich von 5 - 20 Ohm und 
einer Leistung zwischen 2 und 10 kW. Offenbar stelle ich mich bei der 
Herstellersuche einigermassen verkehrt an. Ich finde zwar diverse 
Hersteller von Widerständen als Bauelement, was ich jedoch möchte ist 
ein fertiges "Gerät", also die Widerstände in einem Gehäuse + 
elektrische Anschlüsse und Kühlung (oder zumindest mit einem Anschluss 
für Kühlwasser). Beispiele wären Frizlen oder Culatti, das können aber 
unmöglich die einzigen Hersteller sein, die so etwas herstellen. Kennt 
jemand hier weitere Beispiele?
Gast #6055273
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Salüü

Wie genau muss das ganze sein?
wie lange muss es laufen?
bei uns wird zwecks Tests einfach ein Stück(1-2m) Schweissdraht 
genommen, mittels Klemmen abgestimmt. Dieser wird dann schön glühend und 
verheizt gut Energie im 1-5 kw Bereich.
Gruss
#6055289
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#6055304
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Gast #6055379
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Last schrieb:
> Vielleicht kann mir ja hier jemand weiterhelfen: ich bin auf der Suche
> nach einem Lastwiderstand als Laborgereät im Bereich von 5 - 20 Ohm und
> einer Leistung zwischen 2 und 10 kW. Offenbar stelle ich mich bei der
> Herstellersuche einigermassen verkehrt an.

Wahrscheinlich weil du nach einem Labor-Sonder-Gerät bei 
Bauteil-Eintüter und so Distris suchst.

Wende dich an Laborausstatter, auch wenn sie selbst nich passendes haben 
wäre Rohde und schwarz ne Anfrage wert, die brauchen gelegentlich sowas 
ähnliches als "dummy load" für ihre Endstufen. Andere Laborausstatter 
wären National Instruments, Tektronix, Agilent. Und früher wurde sowas 
auf Kundenwunsch vom freundlichen Ingenieurbüro um die Ecke 
zusammengestellt.

https://magna-power.com/de/products/magnaload
https://www.heidenpower.com/shop/?filter_leistung=10-kw&product_cat=photovoltaik&source_id=142&source_tax=product_cat&filter_strom=10-a&order=desc
https://www.elektronikpraxis.vogel.de/et-system-electronic-gmbh/produktinformationen/firma/174148/
Gast #6055395
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Folgendes habe ich in der Praxis schon gesehen:
- Kochplatten
- Heizstäbe von Waschmaschienen
- Heizstäbe von Boilern
Das letztere sogar schon in einem Industrieroboter (Serienprodukt). Der 
war auf einen Kühler gelötet.

Die Heizstäbe kann man bei einem Schrottplatz kaufen, da sind sie 
billig.

Für Testzwecke empfehle ich eine Kochplatte. Dort lässt sich zwecks 
Kühlung ein Topf stellen.
Gast #6055472
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> Lastwiderstand als Laborgereät im Bereich von 5 - 20 Ohm und
> einer Leistung zwischen 2 und 10 kW

Wenn Dir das Klima am Herzen liegt, es gibt auch rückspeisefähige 
Lastwiderstände:

https://www.datatec.de/Netzgeraete/Elektronische-Lasten/Elektronische-DC-Last-10-kW-750-V/40-A-rueckspeisefaehig-integr.-ARB-ELR9750-40HP3U

Dadurch entfällt auch die  aufwändige Wasserkühlung. Ganz billig sind 
diese Geräte aber nicht, ich schätze so um die 20-30k€.
Allgemein ist der Datatec Katalog ein guter Startpunkt für elekrtische 
Laborgroßgeräte.
Gast #6055500
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jemand schrieb:
> - Heizstäbe von Boilern
> Das letztere sogar schon in einem Industrieroboter (Serienprodukt). Der
> war auf einen Kühler gelötet.

An meiner Drehbank ist der Bremswiderstand eine Heizschlange einer 
Kochplatte. So sieht der jedenfalls aus. Und das ist Original so.
In meiner Fräsmaschine sieht er aus wie ein Rohrheizkörper, ca 40 cm 
lang.

Als mein Tip für den Suchbegriff: Bremswiderstand.
Gast #6055504
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Mike schrieb:
>> Lastwiderstand als Laborgereät im Bereich von 5 - 20 Ohm und
>> einer Leistung zwischen 2 und 10 kW
>
> Wenn Dir das Klima am Herzen liegt, es gibt auch rückspeisefähige
> Lastwiderstände:
>
> 
https://www.datatec.de/Netzgeraete/Elektronische-Lasten/Elektronische-DC-Last-10-kW-750-V/40-A-rueckspeisefaehig-integr.-ARB-ELR9750-40HP3U
>
> Dadurch entfällt auch die  aufwändige Wasserkühlung. Ganz billig sind
> diese Geräte aber nicht, ich schätze so um die 20-30k€.
> Allgemein ist der Datatec Katalog ein guter Startpunkt für elekrtische
> Laborgroßgeräte.

Bei meinem früheren Arbeitgeber hat man für die großen Motortests 
(>100kW) immer einen zweiten Motor als Generator betrieben.
Das war erhebilch billiger. >100kW kühlen sich nicht "einfach so" mal 
weg, und bei längerer Laufzeit merkt man das auch finanziell.
Außerdem war der Motor natürlich billiger als eine mechanische Bremse, 
die Dauerhaft >100kW wegbremsen kann.

Weil bei so großen Wechselrichtern und E-Motoren die Wirkungsgrade sehr 
gut sind, war die Kühlung recht überschaubar.

Das war der Bereich Industriemotoren, da ist 100% Anforderungsgrad 
gefordert. War natürlich alles Wassergekühlt.
Gast #6055908
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Georg schrieb:
> Siehe Bild,

Das sieht mir nach Ruhstrat aus, aber nicht nach 2kW!

Damit hätten wir einen alteingesessenen Anbieter, den man anfragen 
könnte:
https://ruhstrat.com/prueftechnik/ohmsche-lasteinheiten

Von deren Webseite:
Leistung bis 5.000 kW

Einzelne Stufen können unter Last zu- und abgeschaltet werden

Option: Kundenspezifische Lösungen mit Stufenschaltung, Regelung, 
Messung und Steuerung
#6056044
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Mike schrieb:
> Wenn Dir das Klima am Herzen liegt, es gibt auch rückspeisefähige
> Lastwiderstände:

Jaja, was wären wir ohne unser "Klimabewußtsein".

> 
https://www.datatec.de/Netzgeraete/Elektronische-Lasten/Elektronische-DC-Last-10-kW-750-V/40-A-rueckspeisefaehig-integr.-ARB-ELR9750-40HP3U
>
> Dadurch entfällt auch die  aufwändige Wasserkühlung. Ganz billig sind
> diese Geräte aber nicht, ich schätze so um die 20-30k€.

Soso. Schon mal nachgerechnet, wieviele Betriebsstunden das Ding laufen 
muss, um wirtschaftlicher als schnöde Lastwiderstände zu sein und vor 
allem einen geringeren ökologischen Fußabdruck zu haben 
(Herstellungsenergie und Resourcen!) ?
#6056045
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jemand schrieb:
> Bei meinem früheren Arbeitgeber hat man für die großen Motortests
> (>100kW) immer einen zweiten Motor als Generator betrieben.
> Das war erhebilch billiger. >100kW kühlen sich nicht "einfach so" mal
> weg, und bei längerer Laufzeit merkt man das auch finanziell.
> Außerdem war der Motor natürlich billiger als eine mechanische Bremse,
> die Dauerhaft >100kW wegbremsen kann.

Soso. Und wo geht die Energie des Gererators hin? Ins Stromnetz?

> Weil bei so großen Wechselrichtern und E-Motoren die Wirkungsgrade sehr
> gut sind, war die Kühlung recht überschaubar.

Im Generator.

>
> Das war der Bereich Industriemotoren, da ist 100% Anforderungsgrad
> gefordert.

Soso. "Anforderungsgrad gefordert" Aber Hauptsache schön geschwätzt.
Gast #6056072
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Falk B. schrieb:
> jemand schrieb:
>> Bei meinem früheren Arbeitgeber hat man für die großen Motortests
>> (>100kW) immer einen zweiten Motor als Generator betrieben.
>> Das war erhebilch billiger. >100kW kühlen sich nicht "einfach so" mal
>> weg, und bei längerer Laufzeit merkt man das auch finanziell.
>> Außerdem war der Motor natürlich billiger als eine mechanische Bremse,
>> die Dauerhaft >100kW wegbremsen kann.
>
> Soso. Und wo geht die Energie des Gererators hin? Ins Stromnetz?

In den DC-Zwischenkreis. Zur Not aber auch ins Netz. Beim von mir 
beschriebenen Aufbau aber nicht. Dort ist das nur im Zwischenkreis 
gelandet (weil der Aufbau wegen der Verluste in Summe Energie benötigt).

Dass jeder Synchronmotor sebstverständlich auch als Generator 
funktioniert ist bekannt, nehme ich an. Wenn man eine Achse abbremst, 
läuft der Motor generatorisch, und die Energie landet im 
DC-Zwischenkreis.
Würde man die im Zwischenkreis landende Energie nicht wieder verwenden, 
würde die Spannung steigen. Dann muss man einen Bremswiderstand 
(Bleeder) in den Zwischenkreis schalten.

Oder man speist die Energie in das Stromnetz zrück. Dafür gibt es eigene 
Geräte. Beispiel:
https://www.br-automation.com/de/produkte/antriebstechnik/acoposmulti/leistungsversorgungsmodule/cold-plate-oder-durchsteckmontage/8bvp1650hc00000-1/
Gast #6056240
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Danke für die Antworten, es waren doch noch ein paar gute Tips dabei. 
Der Suchbegriff "Lastbank" hat weitergeholfen.
Bastellösungen (Kochplatten, Heizstäbe, Drahtschleifen o.Ä.) wollte ich 
eben nicht mehr haben, die "Eigenbau Heizungen" haben wir langsam alle 
durch und wollen was fertiges.

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