Backup Power mit Supercaps

Gast #3916538
Hallo zusammen!

Ich brauche mal ein paar Tipps bzw. Ideen von euch.

Vorgegeben ist Folgendes:
Spannungsquelle1: 5V(für andere Anwendungen auf Platine), 
Spannungsquelle2: 3V3(über DCDC Converter von Sq1), 1 µC, 1 RTC(ohne 
Trickle Charger) und Supercaps(3V3) für eventuell kurz auftretende 
Stromausfälle.

Die Supercaps dürfen im Stromausfall NUR die RTC weiter betreiben, 
sollen also nur den VBAT Pin der RTC betreiben, nicht aber den µC.

Mein Problem ist eigentlich nur Folgendes:
Wie schaffe ich es am Sinnvollsten, die Supercaps zu laden?
Mir schwebt ein Transistorschalter vor. Oder hat jmd von euch noch eine 
bessere Idee?
Ich brauche auch keine Berechnung, lediglich eben Ideen, bzw. bekannte 
Möglichkeiten, diese Schaltung zu realisieren.

Vielen Dank!
#3916556
mit 2 Si-Dioden an den Supercap ?
Gibt (theoretisch) 5V - 2*0,7V = 3,3 V am Cap. Alternativ einfach eine 
Schottky rein und auf die 0,2-0,3V Abfall pfeifen (kann man mit nem 
hochohmigen Widerstand parllel noch weiter drücken, hochohmig um 
"Rückwärtsversorgung" zu verhindern...)
Gast #3916586
Mit den Dioden hört sich nicht schlecht an. Danke schonmal! :)
Denke werde mal nen kleinen Testaufbau machen.
Ne Batterie fällt leider weg, da es über lange Zeit(Mehrere Jahre) 
laufen soll, ohne, dass jmd Wartungen (Batteriewechsel) durchführen 
soll.
Zeiten zum Überbrücken sind die üblichen von Stromausfällen: 1 min - 1 
Stunde(im Härtefall).
Gast #3916596
Fragender schrieb:
> Ne Batterie fällt leider weg, da es über lange Zeit(Mehrere Jahre)
> laufen soll, ohne, dass jmd Wartungen (Batteriewechsel) durchführen
> soll.

Ein DS3231 läuft selbst mit einer kleinen Knopfzelle 10 Jahre, mit einer 
größeren Batterie sind 20-30Jahre (Selbstentladung beachten!) sicher 
auch kein Problem
Gast #3916620
DS3231SN# verwenden wir. Da hast du schon Recht! Aber zusätzlich 
hinzukommen würde das Platzproblem und da wir nur noch auf der 
Unterseite bestücken können und da ca. 2 - max 3mm Platz sind :-/
#3916739
Fragender schrieb:
> Mit den Dioden hört sich nicht schlecht an. Danke schonmal! :)

Wenn du den Supercap mit 2x 1N4148 an 5V hängst und die RTC angenommene 
1µA schluckt, dann betreibst du die RTC mit um die 4,2V, wenn das 
Datasheet zutrifft und der Supercap keinen Strom mehr zieht.

Max D. schrieb:
> Gibt (theoretisch) 5V - 2*0,7V = 3,3 V am Cap.

Bei einer Last von 5-10mA oder so.
Gast #3916802
Alexander Schmidt schrieb:
> Und wo bekommst du einen Goldcap mit 3 mm Höhe her?

http://www.mouser.de/Search/ProductDetail.aspx?R=PAS3225P3R3113virtualkey57660000virtualkey963-PAS3225P3R3113
Das sind die Supercaps, die wir verwenden.

Alexander Schmidt schrieb:
> dann würde das ganze auch nur 3 Tage halten

Ist ja auch kein Problem. Es geht ja lediglich um kurzzeitige 
Überbrückung. Danach werden die Caps bei Spannungswiederkehr wieder 
aufgeladen.
Vom Prinzip her, schon alles getestet und funktioniert einwandfrei, nur 
eben haben wir noch keine optimale Lösung gefunden, die Supercaps vom 
Rest des Systems zu trennen, für den Fall eines Stromausfalls :)
Gast #3916821
Fragender schrieb:
> Ne Batterie fällt leider weg, da es über lange Zeit(Mehrere Jahre)
> laufen soll, ohne, dass jmd Wartungen (Batteriewechsel) durchführen
> soll.

Wie kommst du darauf, dass Supercaps länger halten als Akkus?
Zumal es keine für 3.3V gibt, sondern ca. 2.8 und 5.5.
Beim Entladen fällt die Spannung, es wäre also schlauer 5V zu puffern 
und auf 3.3V zu regeln, bloss kosten 3.3V Regler auch Strom, mehr als 
die Uhr.
Es ist also wie immer ein Kompromiss.
Gast #3916901
Schreiber schrieb:
> Die Batterielebensdauer dürfte damit die Gerätelebensdauer
> überschreiten.

Na ja, Batterien müssen immer austauschbar montiert sein (EU Vorschrift, 
leider nicht Akkus betreffend). Damit könnten Geräte ein Leben lang 
einsetzbar bleiben, statt nur ein paar Jahre (wie iPods/iPhones mit 
eingeklebtem Akku, Wegfahrsperren mit eingeschweissten Stützbatterien, 
Fernseher mit eingelöteten SuperCaps und was es sonst noch so an durch 
dümmste Entwickler eingebauter Obsoleszenz gibt)
Persönliche Seite #3916935
Max D. schrieb:
> mit 2 Si-Dioden an den Supercap ?
> Gibt (theoretisch) 5V - 2*0,7V = 3,3 V am Cap.

Wenn der Strom gering ist fällt an einer 1N4148 nur eine Spannung von 
0.6V ab und damit ist die Spannung am Super-Cap möglicherweise zu hoch-

Ich würde einen P-Kanal-MosFET nutzen um die 3.3V vom Super-Cap 
abzuschalten wenn die Versorgungsspannung auf unter 3.3V sinkt.

Im Anhang ist ein Beispiel.

Bei einer Versorgungsspannung von über 3V schaltet der NPN-Transistor 
den MosFET durch, so dass der Strom in den SuperCap fließen kann.
(man könnte den Spannungsteiler an der Basis vom NPN-Transistor noch 
etwas anpassen, theoretisch könnte R3 450k Ohm groß sein)
Durch die Bodydiode fließt aber auch ein Strom in den SuperCap wenn der 
MosFET nicht leitend ist.
Wichtig ist nur dass der MosFET bei einem Abfall der Versorgungsspannung 
geschlossen wird.
Angehängte Dateien:
Gast #3916938
Also erstmal finde ich es wirklich gut, dass hier viel geholfen wird!
Allerdings nicht so gaaanz beim Thema mehr:D

Ich brauche wirklich nur Ideen, wie man die einzubauenden Supercaps so 
lädt, dass bei Stromausfall diese nur einen Teilbereich, in diesem Fall 
die RTC, weiter versorgt, ohne aber den Rest mit zu versorgen.

MaWin schrieb:
> Wie kommst du darauf, dass Supercaps länger halten als Akkus?

Wurde nie gesagt! Lediglich, dass sie für die Anwendung ausreichen und 
!!in diesem Fall!! eine bessere Lösung sind, als Batterien, welche man 
im Fall der Fälle auswechseln müsste->Wartungsarbeiten. Die Supercaps 
aber nicht.

Weit hergeholter Extremfall: Steuerung in einer Forschungsstation in der 
Antarktis. 5 Jahre im Betrieb, Wetterbedingungen und üblicher BLABLA tun 
ihr Übriges für die Batterie.. Stromausfall, Batterie war leer, keiner 
hats gemerkt->System läuft nicht mehr korrekt, Uhrzeit muss wieder 
eingestellt werden.. Ich denke mal da wären die Supercaps ne bessere 
Lösung!?
Falls nicht, ich lasse mich gerne eines Besseren belehren! :)
#3916968
Fragender schrieb:
> Die Supercaps dürfen im Stromausfall NUR die RTC weiter betreiben,
> sollen also nur den VBAT Pin der RTC betreiben, nicht aber den µC.

wo ist das Problem? Dazu gibtr es doch den Bat Eingang, Diode vor und 
gut ist.

Laden über Vorwiderstand und Diode zum Supercap und an den BAT Eingang 
der RTC, ich verstehe die komplizierten Schaltungen nicht, mein Wissen 
sagt mir, je komplizierter die Schaltung umso weniger funktioniert sie 
oder macht das was sie soll.

Macht dir der Sperrstrom der Diode Kummer? Dann schau beim 
Transistortester wie die den Standbystrom auf 20nA gesenkt haben (mal 
vorausgesetzt der Diodensperrstrom wäre höher)
#3917226
Fragender schrieb:
> Weit hergeholter Extremfall: Steuerung in einer Forschungsstation in der
> Antarktis. 5 Jahre im Betrieb, Wetterbedingungen und üblicher BLABLA tun
> ihr Übriges für die Batterie..

Da würde der Supercap aber auch nicht viel taugen. Ich lese -25° oder 
-30°C als absolutes Minimum in den Datenblättern - das sind nicht grade 
antarktische Temperaturen...

Antwort schreiben

Eine eigene Frage? Dieser Thread ist über 11 Jahre alt. Stell sie in einem eigenen Thread – dort lesen mehr Leute mit, und sie wird öfter und schneller beantwortet.

Neuen Thread starten

Eine Lösung, Ergänzung oder Rückmeldung zu diesem Thread? Dann antworte hier.

Formatierung
  • [c]C-Code[/c]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] – Link zu einem Artikel
  • Verweis auf einen anderen Beitrag: Rechtsklick auf dessen Beitrags-ID (#8078628), „Adresse kopieren“, in den Text einfügen

Mehr zur Formatierung

Längeren Sourcecode als Anhang, nicht in den Text. JPG nur für Fotos und Scans; Zeichnungen und Screenshots als PNG oder GIF. Siehe Bildformate.

Schon registriert? Anmelden

Wird nicht angezeigt. Wir schicken dir einen Link; sobald du damit bestätigst, erscheint dein Beitrag.

Mit dem Abschicken legst du einen kostenlosen Account an und erkennst die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung an.