Stefanus F. schrieb:> Ich habe beschlossen, meinen Schweinehund zu überwinden und mir zum> Löten von SMD Bauteilen endlich eine Sehhilfe zu kaufen.
Wie lange bist Du hier schon im Forum unterwegs? Du kennst sicher einige
Threads zu dem Thema oder kannst diese suchen.
Die Lupenleuche hilft bei "normalem Löten" - wenn Du feiner arbeiten
willst wirst Du um ein (wirklich gutes) Stereo-Mikroskop nicht
herumkommen. Die Lupen-Brillen haben mich alle nicht überzeugt.
Johann J. schrieb:> Wie lange bist Du hier schon im Forum unterwegs? Du kennst sicher einige> Threads zu dem Thema oder kannst diese suchen.
Ich habe die ehrlich gesagt nicht mitverfolgt, weil es mir zu peinlich
war, mit solchen Behinderten-Hilfsmitteln zu hantieren. Aber ich sehe
inzwischen doch ein, dass ich es wirklich brauche.
Stefanus F. schrieb:> mit solchen Behinderten-Hilfsmitteln zu hantieren
Ein typisches Ü50-Problem :-) - löse Dich davon, es geht nicht anders
:-)
Übrigens positioniere ich SMD-Bauteile nur unter dem Stereo-Mikroskop -
löten tue ich mit dem "verpönten" T-962 - bisher aus meiner Sicht
erfolgreich :-).
Johann J. schrieb:> Übrigens positioniere ich SMD-Bauteile nur unter dem Stereo-Mikroskop -
Ich habe ein "billiges" - das reicht aber für meine gelegentlichen
Arbeiten. Ich muss das Werkstück halt öfters drehen.
> Viel Licht! Und: Verstellbar in aller Richtungen
Vermutlich ist es besser, Lupe und Lampe einzeln zu kaufen.
Aber bei einem Mikroskop habe ich wohl kaum eine Wahl, da muss die Lampe
am Objektiv sitzen, oder?
Stefanus F. schrieb:> Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, unter einem Mikroskop> Klebebänder anzubringen und zu löten. Würde das auch geeignet sein?:Johann J. schrieb:> Übrigens positioniere ich SMD-Bauteile nur unter dem Stereo-Mikroskop -> löten tue ich mit dem "verpönten" T-962 - bisher aus meiner Sicht> erfolgreich :-)
Gelesen hast Du meinen Beitrag schon? Welche "Klebebänder" willst Du
denn anbringen? Mit etwas Übung geht da schon einiges.
Stefanus F. schrieb:> Vermutlich ist es besser, Lupe und Lampe einzeln zu kaufen.
Nö - die sind i.d.R. zusammen.
Stefanus F. schrieb:> Aber bei einem Mikroskop habe ich wohl kaum eine Wahl, da muss die Lampe> am Objektiv sitzen, oder?
Nein - bei mir sitzt die ein wenig entfernt. Die Fläche muss halt
beleuchtet sein. Schau Dich halt mal um. Du kennst Doch sicher Google
:-). Warum immer alle hier andere suchen lassen wollen ist befremdlich
für mich.
Stefanus F. schrieb:> Um SMD Chips zu fixieren, damit sie beim Löten nicht wegrutschen.
Quackes - die "ziehen sich" an die Lötstelle heran, wenn sie
einigermaßen korrekt positioniert sind.
Johann J. schrieb:> Schau Dich halt mal um. Du kennst Doch sicher Google
Mache ich ja gerade, aber bei Google kann ich die Produkte halt nicht
ausprobieren. Es gibt keinen Laden in der Nähe wo ich das kann.
Scheiß Online-Handel, macht die ganzen Fachgeschäfte kaputt.
Johann J. schrieb:>> Um SMD Chips zu fixieren, damit sie beim Löten nicht wegrutschen.> Quackes - die "ziehen sich" an die Lötstelle heran, wenn sie> einigermaßen korrekt positioniert sind.
Nicht, wenn man mit Kolben lötet.
Lupenlampe hat mich nicht überzeugt, weil sie sich immer zwischen Augen
und Platine drängelt. Ich habe auf ihre Halterung stattdessen einen 10W
LED Strahler montiert und trage wieder eine Brille für das Hühnerfutter.
Bin allerdings von Natur aus fast auf dem Punkt und trage sonst keine
Korrektur, brauche also für SMD nur eine simple Brille vom Flohmarkt.
Stefanus F. schrieb:>> Wenn ich bedenke, dass ich schon länger meine Smartphone-Kamera zur> Hilfe nehme, um Lötstellen zu kontrollieren und Beschriftungen zu lesen,> scheint mir dieses Produkt mit Bildschirm plausibel.
Genau dafür benutze ich die obige Variante (mit Bildschirm, mit
ordentlichem Standfuss) - zum Kontrollieren. Bin nicht sicher, ob‘s auch
für‘s Löten reichen würde; das ist bei den Dingern ja oft der
Knackpunkt, der „nutzbare“ Abstand zwischen Objekt und Objektiv. Da wär‘
ich beim Bresser auch eher skeptisch...
Stefanus F. schrieb:> Nicht, wenn man mit Kolben lötet.
Warum lötest Du SMD mit dem Kolben? Es gibt Heißluft und Öfen. Klar kann
ich versuchen, BGA mit dem Lötkolben zu Löten - aber ist das sinnvoll?
Johann J. schrieb:> Warum lötest Du SMD mit dem Kolben? Es gibt Heißluft und Öfen.
Weil mein Budget und Platz begrenzt ist.
Mir reicht es, wenn ich SMD Mikrocontroller auf Breakout Boards drauf
bekommen, der Rest geht dann ohne Sehhilfe weiter.
Bonzo N. schrieb:> Was spricht denn gegen eine Lesebrille vom Kaufhaus fuer 20 Euro ? Mit> einer +4 kann ich auf 15cm hin. Das passt
Zeig mal Deine SMD-Lötergebnisse :-)
Also viel Licht klingt für mich auf jeden Fall gut, brauche ich sowieso
auch für andere Arbeiten. Löten unterm Mikroskop stelle ich mir
schwierig vor, wegen dem geringen Platz.
Da scheint mir momentan eine helle Lupenlampe mit 5x bis 10x
Vergrößerung passend.
Dazu noch ein Mikroskop für Kontrollzwecke. Ich glaube, da nehme ich aus
Kostengründen erstmal so ein elektronisches mit Display, da ich bisher
mit meinem Smartphone schon gute Erfahrung gemacht habe.
Noch eine Frage zu Flussmittel: Ich kenne bisher nur Kolophonium als
Creme. Das ist aber an LQFP Mikrocontrollern zu zäh.
In einem Youtube Video habe ich eine klare durchsichtige Creme gesehen,
die durch die Wärme vom Lötkolben sofort scheinbar so dünn wie Wasser
wurde. Weiß jemand, wie das Zeug heißt?
Johann J. schrieb:> Was spricht denn gegen eine Lesebrille vom Kaufhaus fuer 20 Euro ?
Dass ich sehr kurzsichtig bin. Damit wäre ich so Blind wie ein Maulwurf.
Falls jemand noch weitere Tipps hat, worauf ich bei der Wahl achten
soll, bitte her damit. Ich habe mit solchen Sehhilfen nämlich leider
noch gar keine Erfahrung.
Johann J. schrieb:> Johann J. schrieb:>> Jan L. schrieb:>>> Genau dafür benutze ich die obige Variante>>>> Habe ich da etwas verpasst?>> Wie sieht die Variante denn aus?
Sorry, ihr seid zu schnell beim Posten ;-) - gemeint war die Variante
des TE ‚mit Bildschirm‘ aus Post
Beitrag "Re: Lupenlampe oder Brille kaufen?"
Stefanus F. schrieb:> Johann J. schrieb:>> Was spricht denn gegen eine Lesebrille vom Kaufhaus fuer 20 Euro ?
Das stammt nicht von mir - BITTE KORREKT ZITIEREN !
Johann J. schrieb:> Stefanus F. schrieb:>> Nicht, wenn man mit Kolben lötet.>> Warum lötest Du SMD mit dem Kolben? Es gibt Heißluft und Öfen. Klar kann> ich versuchen, BGA mit dem Lötkolben zu Löten - aber ist das sinnvoll?
Warum sollte man den Kolben nicht verwenden?
Ich löte nahezu alles mit dem Lötkolben was sich damit noch verarbeiten
lässt, selbst in der Firma löten wir nicht mit Heißluft, wir löten mit
dem Kolben alles was kein exposed Pad hat oder BGA ist. Für die beiden
letzten Fällen nutzen wir ne IR Station.
Für kleine Bauteile wie 0402 oder 0201 haben wir ein Vision Engineering
Mantis, klasse Mikroskop allerdings auch gebraucht sehr teuer, sonst
hätte ich längst so ein Gerät zuhause stehen ;)
Stefanus F. schrieb:> Johann J. schrieb:>> Wie lange bist Du hier schon im Forum unterwegs? Du kennst sicher einige>> Threads zu dem Thema oder kannst diese suchen.>> Ich habe die ehrlich gesagt nicht mitverfolgt, weil es mir zu peinlich> war, mit solchen Behinderten-Hilfsmitteln zu hantieren. Aber ich sehe> inzwischen doch ein, dass ich es wirklich brauche.
Selbsterkenntnis ist der erste Schritt. Ich sehe die Weissheiten "der
alten", wir selbst gehören ja niemals dazu (LOL), jeden Folgetag mit
anderen Augen.
Stefanus F. schrieb:> Ich habe beschlossen, meinen Schweinehund zu überwinden und mir> zum> Löten von SMD Bauteilen endlich eine Sehhilfe zu kaufen.
Am Abend(*neue schreibweise von Arsch) Schweinehund, es geht halt
irgendwann nicht mehr anders.
> Ich trage eine Brille mit ca. -4,5 Dioptrien. Nach einer Verletzung vor> 25 Jahren kam eine Hornhautverkrümmung dazu, die leider teilweise> geblieben ist. Deswegen kann ich die feinen 0,5mm IC-Beinchen nicht klar> genug erkennen. Nur 1mm kann ich gut genug erkennen. Ich bin ohne> zusätzliche Sehhilfe also nicht imstande, die IC's zum Löten korrekt> auszurichten.
Da bist du nicht wirklich schlecht dabei :D
> Da es in den Geschäften in meiner Umgebung (selbst bei Optikern) keine> passenden Produkte zum angucken gibt, frage ich euch um Rat. Ich bin> unsicher, ob ich eine Lupenlampe oder eine Brille kaufen sollte und> welche Vergrößerung angemessen ist.>> Folgende Teile lachen mich an:
Brille/Binokular (das heisst ausserdem Nukular! Das Wort heist
Nukular!): keine Ahnung.
> Lampe 1:> https://www.amazon.de/LED-Lupenleuchte-Glaslinse-25-facher-Vergr%C3%B6%C3%9Ferung-Dioptrien/dp/B00MGM8IJA/ref=sr_1_11
Titel aka 150mm Glaslinse 2,25-facher Vergrößerung; Ok zum testen!
Bestellen, ggf retoure. Glas ist muss(!), 150mm ist minimum(!), die
2,25-fache Vergrößerung musst du selbst antesten, ist ein guter
Kompromiss. Tischklemme (lange Arme; mit grosser Bewegungsfreiheit)
klingt erstmal gut. Ontop: 150mm Glaslinsen mit kürzerer Brennweite sind
beim Chinamann (für kleines Geld) bestellbar.
> Lampe 2:> https://www.amazon.de/10X-Lupe-mit-LED-Beleuchtung/dp/B07M7NFJH5/ref=sr_1_75
Titel aka 10X Lupe. Keien weiteren Angaben. Also unbrauchbar.
> Lampe 3:> https://www.amazon.de/Koimg-Lupenleuchte-Vergrößerung-Vergrößerungsglas-Präzisionsarbeit/dp/B07QN6FY6J/ref=sr_1_83
Lupe mit Ständer; kaum Bewegungsfreiheit:= sinnlos!
> Bei Reichelt habe ich auch einige Produkte gesehen, scheint jedoch der> gleiche Kram zu sein, der bei Amazon präsent ist.
Ich habe meine "Sichtmaschine" bei Conrad anschauen/testen dürfen.
Ringleuchtstofflampe. Inzwischen (nach nur einem Jahr war die Röhre
kaputt) umgebaut auf regelbare LED [frage bitte nicht nach dem Aufwand
und dem Zeitbedarf; am Ende: GENIAL, schattenfrei, flimmerfrei, auf
Wunsch Helligkeit bis der Notarzt kommt, farbtreu, aber irrsinig
Zeitintensiv.]
> Ich denke, je heller umso besser, denn in der Sommer-Sonne kann ich viel> schärfer sehen, als wenn es dunkler ist. Vermutlich, weil sich dann> meine Pupillen verkleinern wodurch die Hornhautverkrümmung weniger wirkt
Tiefenschärfe. Vergleichbar einer kleinen Blende an der Kamera. Aber:
nicht jeder verträgt es hell. Egal. Heutzutage sind sowieso nurnoch
LED-Lupenleuchten zu empfehlen; in Folge sollte eine Helligkeitsregelung
(...nachträglich) kein wirkliches Problem darstellen.
> Bei den billigen Produkten frage ich mich, ob man da überhaupt> brauchbare Qualität bekommt, oder ob die das Bild eher noch mehr> verzerren, als es meine Augen schon von Natur aus tun.
Verzerren ist ungleich Verzerren. Bunte Ränder (oftmals wegen zu kleinem
Linsendurchmesser, nebenbei zu kleines Sichtfeld) sind turboschlecht.
Unscharfe Bereiche (und Krümmungen am Rand der Linse) sind
gewöhnungsbedürftig; womöglich aber problemlos zu ertragen [bei einer
Lupe, Brille ist eine andere Welt, wem sage ich das :D]. Die Effekte
kommen auch auf die Vergrösserung (aka x/Dioptrien, Wikipedia hat einen
brauchbaren Artikel dazu) an.
HTH
Stefanus F. schrieb:> Löten unterm Mikroskop stelle ich mir> schwierig vor, wegen dem geringen Platz.
Die Kollegen in der Fertigung löten ständig unter dem Mikroskop.
Das muß natürlich für diese Anwendung geeignet sein: Genug Abstand zur
Leiterplatte und natürlich Stereo. Dazu gab es hier mindestens einen
Thread, unter ca. 500 Euro geht da mal garnichts, wenn es richtig
ordentlich sein soll, wird es vierstellig.
Stefanus F. schrieb:> Dazu noch ein Mikroskop für Kontrollzwecke
Billigste Logitech LOWRES-USB-Webcam (allerdings hier mit
weitergepimpter Optik wegen Abstand) eignet sich sogar zum
Löten/Echtzeit. Für Kontrollzwecke tuts sogar die Originaloptik.
Alledings ist das Billigding nicht mehr kaufbar. Vorsicht: aktuelle
billige FULL-HD-Cams zeigen (auch bei viel Licht) eine magere Framerate;
USB ist dann der Flaschenhals. Framerate ist für reine Kontrollzwecke
allerdings egal, da würde ich heutzutage immer FullHD empfhlen.
Ich habe gerade ein Video zu einer der Lupenlampen gefunden:
https://youtu.be/1pO4Ia8bNx4?t=151
Ziemlich Kacke, würde ich mal sagen. Da ist selbst mein olles SMartphone
um Welten handlicher.
Wie sind denn diese Binokulare, die man im Fernsehen immer bei Chirurgen
sieht? Hat das mal jemand ausprobieren dürfen?
Stefanus F. schrieb:> Ich Blödmann habe schon wieder vergessen, das richtige Forum> auszuwählen. Könnte das ein Moderator bitte verschieben? Danke.
Mit Brille wär das nicht passiert :P
2 Cent schrieb:> Der gewünschte Preis (..) hier, im Hobbybereich,> erlaubt leider oftmals nicht den Eintritt in diese Welten.
Du sagst es, genau deshalb habe ich noch kein Stereomikrospkop.
Danke für eure Anregungen.
Ich werde mir morgen ein LCD Mikroskop bestellen
(https://www.amazon.de/KKmoon-Elektronisch-Vergrößerung-Einstellbar-Helligkeit/dp/B075ZR3R9C/ref=sr_1_7).
Und dann schau ich mal bei Ikea und im Baumarkt nach hellen LED Lampen.
Mir schweben da so 20-50W über dem Arbeitsplatz vor, sowie zwei kleinen
Schwanenhals-Lampen zur Unterstützung im Nahbereich.
HerBärtiger schrieb im Beitrag #5907506:
> Kopier Dir das schnell, ich werde wegzensiert!
Kein Wunder, bei so vielen Wiederholungen.
Stefanus F. schrieb:> Ich werde mir morgen ein LCD Mikroskop bestellen>
(https://www.amazon.de/KKmoon-Elektronisch-Vergrößerung-Einstellbar-Helligkeit/dp/B075ZR3R9C/ref=sr_1_7).
Mach das, viel Erfolg!
Tu dirselbst einen Gefallen: Teste zusätzlich (und ich meine
zusätzlich; andere Tagesanforderungen, andere Lösungen) eine (die)
Leuchtlupe. Da kannste im Idealfall noch mit beiden Augen (falls 3D bei
dir interessant ist) durchguggen. Am Ende möchtest du beides (je in der
am besten für dich geeignetsten Ausführung) nicht mehr vermissen wollen,
selbst als Einäugiger.
***schonwieder das Absenden vergessen. Nicht nur Sehbehindert ich bin!
Ab dafür!
Falls Du Kinder/Enkel hast, lass junge Augen den µC anlöten und kümmer
Dich nur um den Anschluss der "Schwerelektronik" >1mm.
Ansonsten hat Aldi Süd ab diesem Montag (15.7.) für 4€ eine Lupenbrille;
wird angepriesen als "über der normalen Brille tragbar" und "160%
Vergrößerung". Eigene Erfahrungen habe ich damit keine.
Ich hab mir erst letzte Woche diese Lupenbrille aus dem ersten Link bei
Reichelt gekauft. Bei Reichelt heißt sie "RND 600-00002 Lupenbrille".
Ich bin ganz zufrieden. Ich hab bisher erst die stärkste Stufe
ausprobiert. Man muss schon dicht ran an das was man sehen will damit es
scharf wird, so 10cm bis 15cm. Aber wesentlich besser als meine
Lupenlampe mit Ringleuchte. Ein billiges Teil von Pollin, immerhin mit
Glaslinse. Das Problem mit der Lupenlampe war auch der Abstand, die Lupe
muss so tief das man schon oft dran stößt beim Löten. Wenn die Lampe
wackelt kann man nichts mehr erkennen. Zweites Problem ist das
Beschlagen beim Atmen...
Stefanus F. schrieb:> Löten unterm Mikroskop stelle ich mir schwierig vor,> wegen dem geringen Platz.
Deswegen verwendet man auch eine Konfiguration, die der
optisch Interessierte als "Fernrohrlupe" kennt.
Freie Arbeitsabstände von 100mm und darüber sind so kein
Problem.
Hi
>Wie groß ist der Abstand zur Tischplatte?
Ca. 20cm
>Interessant, der Niederländer hat ein Ladengeschäft in Hannover, ich>glaube, da fahre ich mal hin.
Bei Bresser würde ich aber nicht unbedingt kaufen. Die sind ca. 70€
teurer als bei Photospe*z*ialist.
z bei Photospe... durch c ersetzen
MfG Spess
Optivisor DA-5 Kopfbandlupe oder preiswerter: Fozela Stirnlupe
Kopfbandlupe.
Die haben 4 verschiedene doppelte Gläser (echtes Glas!) mit
Vergrößerungen von 1,5 bis 3,5.
Eine Hornhautverkrümmung können auch diese Gläser nicht korrigieren,
aber jeder Optiker kann Dir sowas nachschleifen.
Löten tue ich auch mit einem kleinen Lötkolben von rechts, linke Hand
hält mit Pinzette das SMD-Bauteil für das Löten des ersten Pins. Und ich
verwende Lötpaste aus der Spritze, keinen Kolophonium-Lötdraht. Erspart
mir viel Reinigungsarbeit.
Blackbird
Stefanus F. schrieb:> Ich trage eine Brille mit ca. -4,5 Dioptrien.
Ein auch in diesem Thread zu erkennendes Problem: Die meisten
"Lupenbrillen" etc. sind nicht für Kurzsichtige konstruiert, und die
wenigsten können sich in die bei Kurzsichtigen andere Art des Sehens
hineinversetzen.
Ich nehme zum Löten von Kleinkram einfach meine Brille (-6.5 dpt) ab,
das ist seit gut zehn Jahren nötig. Vorher konnte ich auch mit Brille
entsprechend nah focussieren, aber irgendwann erwischt die
Altersweitsichtigkeit halt jeden. Tja, die zweite Jahrhunderthälfte hat
auch bei mir angefangen.
Bei Stefanus kommt allerdings erschwerend die Hornhautverkrümmung
(Astigmatismus) dazu, je nachdem, wie ausgeprägt die ist, ist
brillenloses Sehen kaum sinnvoll möglich.
In Stefanus' Fall ist folgendes interessant:
- Ist z.B. Lesen ohne Brille überhaupt möglich, oder stört der
Astigmatismus?
- Wie groß ist die Mindestfocusdistanz, d.h. wie weit müssen (ohne
Brille) Dinge mindestens entfernt sein, damit sie noch focussiert werden
können?
Sofern der Astigmatismus nicht stört, würde ich mit einer vergrößernden
Brille mit sehr geringen Werten (< +1dpt) anfangen und die
Mindestfocusdistanz überprüfen.
(Bei mir liegt die bei ca. 15cm, aber ich hab' ja auch andere Augen als
Stefanus)
Das wesentliche: "Viel Licht" wurde ja bereits erkannt. Allerdings ist
hier besonders eine gleichmäßige Ausleuchtung mit möglichst diffusem
Licht nötig, und zu hell darf es natürlich auch nicht werden.
Rufus Τ. F. schrieb:> Ist z.B. Lesen ohne Brille überhaupt möglich
Ja schon, aber das Buch muss dann maximal 15cm vom Kopf entfernt sein.
> Wie groß ist die Mindestfocusdistanz
10cm
Da ist nicht viel Spielraum.
Stefanus F. schrieb:> 10cm> maximal 15cm
Hmm.
Die Minimalfocusdistanz reicht, Du musst die Maximalfocusdistanz
vergrößern.
Eine Verkleinerungsbrille (d.h mit < 0 dpt), die aber nicht so stark ist
wie die, die Du normalerweise trägst, sollte das Problem lösen.
Versuch' mal -1 oder -2 dpt.
Natürlich nicht zusätzlich zu Deiner Brille, sondern an deren Stelle.
Als sehr schlecht angepasste "Universalbrillen" gibt es so etwas auch
manchmal als "Lesehilfe", aber die berücksichtigen weder Deinen
Astigmatismus noch stimmt der Achsenabstand und die relative Lage zum
Auge.
Eine alte abgelegte schwächere Brille, die Du als Ersatzbrille gebunkert
hast, hast Du nicht mehr?
Rufus Τ. F. schrieb:> Eine Verkleinerungsbrille (d.h mit < 0 dpt), die aber nicht so stark ist> wie die, die Du normalerweise trägst, sollte das Problem lösen.> Versuch' mal -1 oder -2 dpt.
Interessant, das probiere ich bei Gelegenheit mal aus.
> Eine alte abgelegte schwächere Brille, die Du als> Ersatzbrille gebunkert hast, hast Du nicht mehr?
Leider nicht, die Dioptrin Zahl hat sich seit 20 Jahren nicht mehr
verändert. Wobei das wiederum eigentlich eine gute Nachricht ist. Als
ich noch Schüler war, wurden die Augen nämlich kontinuierlich
schlechter. Meine erste Brille hatte nur -1.5.
Stefanus F. schrieb:> Da ist nicht viel Spielraum.
wohl wahr!
So wie ich das einschätze (als Weitsichtiger), wäre für dich zunächst
deine normale Brille in jedem Falle notwendig, um die astigmatischen und
sonstigen Fehler auszugleichen.
Wenn es dann eine Brille sein soll, dann eben nur eine, unter der man
seine eigene Brille tragen kann. Das sehe ich bei den ersten von dir
verlinkten Brillen nicht so, die sehen mir zu "futuristisch" aus.
ich häng dir mal ein paar Bilder dran. Also alles, was du da siehst, ist
ALT und nicht neu, sondern eher steinalt. Aber es funktioniert.
Zuerst die Lupe: sowas hat eine schön gleichmäßige Ausleuchtung und man
kann seine Brille aufbehalten beim Durchgucken, aber die Vergrößerung
ist nicht so, daß man darunter löten möchte. Und das Arbeiten darunter
ist etwas gewöhnungsbedürftig. Ich nehme diese Lupe vor allem für
mechanische Arbeiten, wo ich genau gucken muß.
Dann die Brille: Das ist ein "JT's 3D Sighter" und man kann darunter
seine Brille aufbehalten. Das geht für normale SMD-Arbeiten recht gut,
aber man ist auf gutes Licht angewiesen. Das Sichtfeld ist bei diesen
recht großen Plastiklinsen auch schön groß, da vermute ich bei den von
dir geposteten Links eher nen Tunnelblick.
Nun das Stereo-Mikroskop: Die originalen Okulare sind hier unbrauchbar,
da viel zu heftig. Ich hatte mir deshalb die kleinsten Okulare (x10)
gekauft, die es zu bezahlbaren Preisen gegeben hatte. Aber man muß drauf
achten, Okulare für Brillenträger zu kaufen. Den Unterschied siehst du
im nächsten Bild (Okulare, unten eines der originalen Okulare). Das Bild
durch's Mikro ist eher Tunnelblick (jedenfalls mit der Kamera ins Okular
gelinst) und die Kamera tat sich schwer mit der Belichtung. Als Mensch
da durchgeguckt, ist das Beste, wa man zum Löten haben kann. Das Bild
ist per 6.3 facher Vergrößerung und per Dreh-Knopf kann man auch 10
fach, 16 fach, bis 40 fach haben.
Dir würde ich raten, eine LP zur Hand zu nehmen und dir die Lupen im
Geschäft damit anzugucken. Bei den Brillen ist es eher ein Glücksspiel,
da wohl nur Versand. Aber wenn Rücksendung drin ist, geht's vielleicht.
Eine Empfehlung für ein Mikroskop dir zu geben, ist heikel, denn
einerseits teuer, andererseits wohl technisch das Beste, gebraucht
zweifelhaft, andere Marke (z.B. Bresser) lieber zuvor selbst ansehen
(bloß wo?).
W.S.
W.S. schrieb:
Vielen Dank für die Fotos, finde ich sehr hilfreich, vor allem den
"Blick durch die Brille".
> Das ist ein "JT's 3D Sighter" und man kann darunter> seine Brille aufbehalten.
Das war die Info, die mir fehlte. In den Online Shop fand ich dazu keine
klare Aussage.
> So wie ich das einschätze (als Weitsichtiger), wäre für dich zunächst> deine normale Brille in jedem Falle notwendig, um die astigmatischen> und sonstigen Fehler auszugleichen.
Auf jeden Fall. Das ist auch so, wenn ich ein Schulmikroskop oder ein
Fernglas benutze.
> Aber man muß drauf achten, Okulare für Brillenträger zu kaufen.
Ich wusste noch nicht, dass es diesbezüglich Unterschiede gibt. Dieser
Thread wird immer lehrreicher, echt toll!
Mir scheint, dass eine Kombination aus mehreren Sehhilfen optimal ist.
So eine Kastenförmige Brille kann auf jeden Fall nicht falsch sein,
kostet ja fast nichts.
Stefanus F. schrieb:> Ich habe die ehrlich gesagt nicht mitverfolgt, weil es mir zu peinlich> war, mit solchen Behinderten-Hilfsmitteln zu hantieren.
Wer sich ohne Lupenlampe oder Mikroskop sinnlos abquält um cool zu sein,
obwohl es ihm helfen würde, ist unprofessionell.
Worauf bist du bitteschön aus?
Das Eiserne Löt-Kreuz?
Heldenorden an der SMD-Platine?
jemand schrieb:> Wer sich ohne Lupenlampe oder Mikroskop sinnlos abquält um cool zu sein
Als Kurzsichtiger braucht man Lupenlampe oder Mikroskop entweder gar
nicht, oder sehr, sehr viel später als es bei Weitsichtigen der Fall
ist.
Mit "abquälen" hat das rein gar nichts zu tun. Stefanus hat sich nur
recht ... ungeschickt ausgedrückt.
Stefanus F. schrieb:> Leider nicht, die Dioptrin Zahl hat sich seit 20 Jahren nicht mehr> verändert.
Dioptri_e_n. Schreib einfach "Sehstärke".
Daß sich die bei Kurzsichtigen nicht weiter verändert, ist recht normal;
an meinen -6.5 dpt hat sich drei Jahrzehnte lang auch nichts getan.
Mittlerweile fehlt halt der Nahsehbereich, der bei mir ursprünglich bei
den Nasenflügeln anfing, und der (leichte) Astigmatismus kann nicht mehr
automatisch kompensiert werden.
Diese -6,5 dpt hatte ich auch beidseitig, mit etwas Astigmatismus -1.
Da hab ich noch alles ohne Brille bis auf ca. 8cm bis 15cm scharf
gesehen. Zum SMD-Löten fast ideal.
Jetzt, mit neuen Kunstlinsen in den Augen sind es nur noch -2,0 dpt,
scharf sehe ich erst, "Dank" der Altersweitsichtigkeit, erst ab c. 25cm.
Zu weit weg zum SMD-Löten. Deshalb die Kopfbandlupe (zum Hochklappen).
Stefans Sehvermögen liegt nun genau zwischen dem von Rufus und dem von
mir beschriebenen.
Blackbird
Ich habe jetzt erstmal zwei Schwenkbare Schreibtischlampen mit je 2500
Lumen besorgt - Modell "Brutal hell" :-)
Ist auf jeden Fall schon ein Riesen Unterschied, verglichen mit meiner
alten 10W Halogenfunzel.
Wenn das Elektrische Mikroskop da ist, schau ich erstmal ob das so
reicht. Eventuell hole ich mir noch zwei kleine LED Lampen mit
Schwanenhals von Ikea. Die vom Bauhaus haben mich nicht überzeugt, weil
sie so heiß werden, dass man sich die Finger dran verbrennt.
Stefanus F. schrieb:> Brille 1:
Klare Kaufempfehlung!
Die benutze ich so ziemlich jeden Tag.
5 meiner Kollegen benutzen die mittlerweile auch und wir alle sind damit
happy.
Bei Brille 2 siehst Du viel zu stark vergrößert.
Du kannst zwar die Unebenheiten im Lack eines 0603 sehen, hast aber
keine Gesammtübersicht mehr. Extrem nervig!
Mit Lupenleuchten kann ich nix anfangen.
Du schaust durch ein Bullauge das direkt über deiner PCB schwebt und
sollst feinmechanische Arbeiten durchführen während ständig Dein
Werkzeug an die Scheibe dengelt.
3D Sicht mangelhaft und auf das Glas zu atmen dient auch nicht der
Übersicht.
Michael K. schrieb:> Mit Lupenleuchten kann ich nix anfangen.
Bislang komme ich mit einer Lupenleuchte und +1,5-Sehhilfe halbwegs
hin.
> 3D Sicht mangelhaft
Du hast vollkommen recht: Die Lupenleuchte versaut den räumlichen
Eindruck, weshalb ich gerne eine Stereolupe hätte.
Interessanter Thread auch für mich.
Bin auch relativ stark kurzsichtig (-4,5 dpt) mit Hornhautverkrümmung.
Beim Löten gehe ich gerne nah ran und nehme dann die Brille immer ab
seit die Altersweitsichtigkeit begonnen hat, aber eine Dauerlösung ist
das auch nicht, zumal ich sehr nah rangehen muss und der Bereich in dem
ich dann noch gut ohne Brille fokussieren kann sehr klein ist.
Hatte mal mit dem Gedanken gespielt, so eine helfende Hand mit Lupenglas
zu besorgen, aber ist wahrscheinlich Mumpitz.
https://www.amazon.de/dp/B01882K0OC/ref=cm_sw_r_tw_dp_U_x_FhnlDb5A20VBB
BTW: Weiß jemand ob die Lötdämpfe (meist Kolophonium) ggfs. die
Brillengläser in irgendeiner Art angreifen? Also z.B. gelblich färben
(war bei meiner letzten Brille)? Oder ist das eine normale
Alterserscheinung bei den Gläsern?
Markus M. schrieb:> Hatte mal mit dem Gedanken gespielt, so eine helfende Hand mit Lupenglas> zu besorgen, aber ist wahrscheinlich Mumpitz.
Habe ich probiert - ist Mumpitz.
Mit diesen Klammern macht man zudem mehr Kaputt, als sie nützen. Ich
benutze Knete als Unterlage, weil sie schön rutschfest ist und sich
anpasst.
> Weiß jemand ob die Lötdämpfe (meist Kolophonium) ggfs. die> Brillengläser in irgendeiner Art angreifen?
Das weiß ich zwar nicht aber ich komme sehr gut mit einem
leistungsschwachen USB-Ventilator klar, den ich auf dem Tisch aufstelle.
Stefanus F. schrieb:> In einem Youtube Video habe ich eine klare durchsichtige Creme gesehen,> die durch die Wärme vom Lötkolben sofort scheinbar so dünn wie Wasser> wurde. Weiß jemand, wie das Zeug heißt?
Das ist Flussmittelgel.
Gibt es von verschiedensten Herstellern.
Ich hab hier MG Chemikals no clean flux paste #8341. Die ist super.
Stefanus F. schrieb:> Ich trage eine Brille mit ca. -4,5 Dioptrien.
Ich bin wie du und einige andere hier ebenfalls kurzsichtig, habe
allerdings ein paar negative Dioptrien mehr als du. So lästig die
Kurzsichtigkeit im Alltagsleben ist, so nützlich ist sie bei filigranen
Arbeiten wie bspw. dem SMD-Löten. Als Kind habe ich mich immer gefragt,
warum andere Leute Lupen benutzen, wo man doch einfach nur etwas näher
an das Objekt herangehen muss, um mehr Details zu erkennen. Dass es so
etwas wie einen individuellen Mindestabstand für die Fokussierung gibt,
war mir damals noch nicht bewusst.
Zum SMD-Löten benötige ich als einzige "Sehhilfe" das Licht einer
gewöhnlichen Schreibtischlampe in der Nähe der Platine. Damit sind
QFP-Gehäuse mit 0,5mm- oder 0,4mm-Raster kein Problem. Auch kann ich die
Beschriftung der meisten 0603-Widerstände noch ganz gut lesen. Wenn die
Lötstellen dennoch nicht perfekt aussehen, liegt das nicht an mangelnder
Sicht, sondern an meinen nur mäßig geschickten Händen ;-)
Wenn du im Nahbereich deutlich schlechter siehst, könnte das an deinem
Astigmatismus liegen, den ich nicht habe. Evtl. wäre eine Brille, die
nur den Astigmatismus, nicht aber die Kurzsichtigkeit korrigiert, eine
gute Wahl.
Stefanus F. schrieb:> Noch eine Frage zu Flussmittel: Ich kenne bisher nur Kolophonium als> Creme. Das ist aber an LQFP Mikrocontrollern zu zäh.
Gib etwas Brennspiritus dazu, dann wird die Creme dünnflüssiger. Ich
verwende festes Kolophonium, das ich in Spiritus auflöse. Das ist zwar
nicht sehr professionell, aber billig, und es erfüllt seinen Zweck :)
Nach Fertigstellung der Platine kann man das braune, klebrige Zeug je
nach ästhetischen Anforderungen entweder
- auf der Platine belassen,
- mit Brennspiritus abpinseln (hinterlässst aber mitunter weiße Flecken)
oder
- mit Isopropanol abpinseln (hinterlässt kaum Rückstände).
Yalu X. schrieb:> Dass es so> etwas wie einen individuellen Mindestabstand für die Fokussierung gibt,> war mir damals noch nicht bewusst.
Der ist altersabhängig. Mit 20 konnte ich meine Nasenflügel
focussieren*, und daher mit bloßem Auge Dinge sehen, für die andere
bereits Mikroskope brauchten. Mit jetzt etwas über 50 müssen Dinge schon
deutlich über 10 cm weit weg sein, damit ich sie focussieren kann.
Das ist die einsetzende Altersweitsichtigkeit, die mitnichten die
Kurzsichtigkeit kompensiert, sondern nur den Nahsehbereich abräumt.
*) tatsächlich vollkommen scharf sehen, nicht nur "erkennen".
Yalu X. schrieb:> So lästig die> Kurzsichtigkeit im Alltagsleben ist, so nützlich ist sie bei filigranen> Arbeiten wie bspw. dem SMD-Löten. Als Kind habe ich mich immer gefragt,> warum andere Leute Lupen benutzen, wo man doch einfach nur etwas näher> an das Objekt herangehen muss, um mehr Details zu erkennen. Dass es so> etwas wie einen individuellen Mindestabstand für die Fokussierung gibt,> war mir damals noch nicht bewusst.
Das war mir bis gestern auch nicht bewusst. Lange Zeit kam ich beim
Basteln ohne jede Sehhilfe aus. Lupen waren für mich nie eine Hilfe,
sondern haben das Bild nur verschlechtert. Daher kommt wohl meine
Hemmung, sie jetzt doch einzusetzen.
Ich bin jetzt gerade in das Alter gekommen, wo man deutlich spürt, dass
man älter wird (nicht nur wegen der Augen). Das ist echt hart, ich muss
zugeben, dass ich mir das alt-werden einfacher vorgestellt hatte. (Bitte
kein Mitleid bekunden).
Wie dem auch sei, ich habe beschlossen, mich wenigstens ein bisschen mit
SMD auseinander zu setzen, damit ich nicht 100% auf fertige Module
angewiesen bin und so wie früher wenigstens ab und zu mal ein Gerät
reparieren kann.
Die Lampen stehen, weiteres Werkzeug und Übungsmaterial ist bestellt.
Meine einst extrem filigrane Lötstation (Weller WHS40) wird jetzt auch
durch eine noch feinere mit Lötkolben und Heißluft ergänzt.
Gibt es unter euch zufällig jemanden aus Düsseldorf (oder Umgebung) den
ich mal besuchen darf um den Umgang mit diesen Geräten zu lernen?
Youtube ist nämlich nicht so mein Ding.
OT - Brennspiritus
> Stefanus F. schrieb:>> Noch eine Frage zu Flussmittel: Ich kenne bisher nur Kolophonium als>> Creme. Das ist aber an LQFP Mikrocontrollern zu zäh.>> Gib etwas Brennspiritus dazu, dann wird die Creme dünnflüssiger. Ich> verwende festes Kolophonium, das ich in Spiritus auflöse.>> Nach Fertigstellung der Platine kann man das braune, klebrige Zeug je> nach ästhetischen Anforderungen entweder>> - auf der Platine belassen,>> - mit Brennspiritus abpinseln (hinterlässst aber mitunter weiße Flecken)
Die weissen Flecken sind womöglich Beimischungsbedingt, Brennspiritus
ist absichtlich mit Vergällungsmittel verseucht, früher konnte man das
Pyridin beim Löten wegsniffen, oder (wers mag) den Niederschlag von der
Leuchtlupe ablecken:
https://de.wikipedia.org/wiki/Ethanol#Besteuerung_und_Verg%C3%A4llung
Reines Ethanol gibts (gabs) in der Apotheke, allerdings gabs schon
damals (TM vor zwanzig Jahren) einprägsame Diskussionen ("Einen gaanzen
Liter? Gefaaaahrgut! Das musste mit nem LKWee Transportieren!!!") :D
...Am Ende hab ich bis heute ca 100mL für alle möglichen Zwecke
verbraucht, die Plastikflasche (stehend in einer Blechdose gelagert, und
immer nur sehr kurz geöffnet - Reinalkohol ist Hygroskopisch) ist immer
prall aufgebläht (Dampfdruck).
VORSICHT: Reines Ethanol brennt mit kaum sichtbarer Flamme! Also bitte
nach evtl. verschütten auf den Teppich sofort mit Wassersprühnebel
(Glasreiniger-pumpsprayer) ausreichend verdünnen/löschen.
2 Cent schrieb:> Reines Ethanol gibts..
..in der "Internationalen" Ecke bei Kaufland, also wo russischer
Borstsch und Wodka und eben auch extrem Hochprozentiger verkauft wird.
Sowas ist aber nicht wirklich zielführend, denn mit Isopropanol kann man
genauso gut arbeiten, das ist nicht ganz so flüchtig und man kriegt es
ohne jegliche Umstände im 10 Liter-Kanister für wenig Geld. Auch per
Post - nebenbei gesagt.
W.S.
IPA per Post null Problem. Habe vor kurzen erst 1l geordert & prompt
erhalten.
Thema Löten mit Stirn-/Kopfbandlupe auch bei mir aktuell. Bedingt durch
Alter. Habe schon 2-3 solcher Dinger - billige Klone f. Test.
Tendiere aber zu Optivisor || Eschenbach ( Glaslinsen statt Plastik ).
USB Mikroskop mit TFT-LCD schon vorhanden. Ist nicht geeignet f. Löten,
nur Begutachtung PCB - vor / nach Löten.
Würde aber gerne Stereo-Mikroskop verwenden / nehmen (Hühnerfutter 402 /
603 im Hobby-Bereich ), wenn diese Sch...-Dinger nicht so teuer wären.
Olaf B. schrieb:> USB Mikroskop mit TFT-LCD schon vorhanden. Ist nicht geeignet f. Löten,
Ich brauche es ja auch nur, um den Chip richtig auszurichten.
Olaf B. schrieb:> Würde aber gerne Stereo-Mikroskop verwenden / nehmen (Hühnerfutter 402 /> 603 im Hobby-Bereich )
Das mache ich fast täglich mit der Brille 1.
Gewerblich und das nicht weil wir kein Stereo Mikroskop hätten.
Ich finde das Arbeiten mit der Brille am wenigsten störend.
Ich habe schon mit deutlich teureren Brillen gearbeitet und würde mich
trotzdem immer wieder für die entscheiden.
Einfach, billig, funktionell und durch die 5 Linsenaufsätze flexibel an
die jeweilige Aufgabe anzupassen.
müsste dann mal Brille 1 versuchen.
Bin aber eher f. Linsen aus Glas. Weiß - ist altmodisch. In Brillen auch
immer mehr Kunststofflinsen im Einsatz.
Brille / Lupe && viel Licht. Schau mer mal.
Olaf B. schrieb:> Bin aber eher f. Linsen aus Glas. Weiß - ist altmodisch. In Brillen auch> immer mehr Kunststofflinsen im Einsatz.
Das siehst du zu eng. Ich habe auch noch ne alte originale
Zeiss-Feinmechaniker-Brille mit Glaslinsen vom Schwiegervater,
vermutlich aus den 50er Jahren. Geht auch, das Sichtfeld ist etwa
kleiner als das von der Plastik-Brille die ich oben gepostet habe.
ABER: eben diese Plastikbrille mit Plastik-Linsen ist auch nach rund 25
Jahren täglichen Gebrauches noch immer OK. Lediglich das
Plastik-Halteband hab ich mal ersetzen müssen.
Also: du solltest nicht so heftige Ressentiments gegen Platiklinsen
haben. Die sind besser als ihr Ruf.
W.S.
Bin nicht gegen Linsen aus Kunststoff.
Meine BH ihre Brille hat Linsen aus Kunststoff - viel leichter als Glas.
Hat aber schon eine Linse verloren - nicht gemerkt. Wäre bei Glas nicht
passiert aufgrund Gewicht. :-)
Werde es mal testen - bißchen Kohle noch da. :-)
Ich werf mal noch den MaxDetail Brillenclip von Eschenbach in den Raum.
Trotz Vergrößerung hat er einen optimalen Arbeitsabstand, genug Platz um
zwischen Nase und Lötstelle gefahrlos mit dem Kolben zu fuchteln ohne
sich erstere daran zu versengen. Dies wird ermöglicht durch die
Galileo-Optik mit je zwei Linsen pro Auge.
Ich trage den Clip auf einer Gleitsichtbrille und die Linsen liegen so
daß die optischen Achsen exakt durch meinen Nahbereich durchgehen wenn
sie runtergeklappt ist, gleichzeitig kann ich obendrüber auf den
Bildschirm oder das Oszi schielen! Sie ist verstellbar in der Höhe. Ein
ausgesprochen gutes und auch schönes Stück Optik das ich nicht mehr
missen möchte!
Bernd K. schrieb:> Ich werf mal noch den MaxDetail Brillenclip von Eschenbach in den> Raum.
Meinst du den (Anhang)? Sieht ein bisschen erschreckend aus.
Bernd K. schrieb:> Trotz Vergrößerung hat er einen optimalen Arbeitsabstand, [ ...] die> Galileo-Optik mit je zwei Linsen pro Auge.
Trotz fancy Buzzwords gilt die Physik: mehr Vergrößerung -> weniger
Abstand (und Arbeitsbereich).
leo
leo schrieb:> Trotz fancy Buzzwords gilt die Physik: mehr Vergrößerung -> weniger> Abstand (und Arbeitsbereich).
Das kann man so nicht sagen. Was ist denn der typische "Arbeitsabstand"
eines astronomischen Teleskops?
Für eine Optik mit nur einer Linse hast du natürlich recht, aber Bernd
schrieb ja
> mit je zwei Linsen pro Auge.
Damit sitzt vor jedem Auge ein einfaches Teleskop.
Yalu X. schrieb:> leo schrieb:>> Trotz fancy Buzzwords gilt die Physik: mehr Vergrößerung -> weniger>> Abstand (und Arbeitsbereich).>> Das kann man so nicht sagen. Was ist denn der typische "Arbeitsabstand"> eines astronomischen Teleskops?
... das hilft SMD zu löten ;-)
leo
spess53 schrieb:>>Wie groß ist der Abstand zur Tischplatte?> Ca. 20cm
Das sollte genügen, danke.
>> Interessant, der Niederländer hat ein Ladengeschäft>> in Hannover, ich glaube, da fahre ich mal hin.
Photospe*z*ialist hat seinen Firmensitz in den Niederlanden!
Den Versuch, in Hannover anzurufen, habe ich nach 20 Minuten
Wartegedudel beendet. Auf eine email, ob das Ding in Hannover
ausgestellt ist, habe ich keine Antwort bekommen - negativer Eindruck.
Einfach auf Verdacht mal hinfahren mag ich nicht, gut eine Stunde
einfacher Weg.
> Bei Bresser würde ich aber nicht unbedingt kaufen.> Die sind ca. 70€ teurer als bei Photospe*z*ialist.
Jou, der Link zu Bresser wurde in einem anderen Thead gepostet!
leo schrieb:> Trotz fancy Buzzwords gilt die Physik:> mehr Vergrößerung -> weniger Abstand (und Arbeitsbereich).
Diese Physik scheint aber weitere Abhängigkeiten aufzuweisen:
Inspektionsmikroskope, wie das genannte Bresser ICD, erreichen 20cm
Abstand während eine China-Billigbrille gerade mal 3cm Abstand zulässt
(und damit unbrauchbar ist).
Interessant wäre, wie die Lupenbrille vom Zahnarzt funktioniert, der
hängt mir auch nicht auf der Nase.
leo schrieb:> Yalu X. schrieb:>> leo schrieb:>>> Trotz fancy Buzzwords gilt die Physik: mehr Vergrößerung -> weniger>>> Abstand (und Arbeitsbereich).>>>> Das kann man so nicht sagen. Was ist denn der typische "Arbeitsabstand">> eines astronomischen Teleskops?>> ... das hilft SMD zu löten ;-)
Wenn man einen langen Arm hat ... :-)
Ich wollte mit dem Beispiel nur deutlich machen, dass entgegen deiner
Aussage eine hohe Vergrößerung nicht an einen kleinen Abstand gebunden
ist. Prinzipiell kann man für jeden Abstand von <1mm bis unendlich eine
Optik mit hoher Vergrößerung (bspw. 1000 und mehr) konstruieren. Ob das
immer sinnvoll ist, ist wieder eine andere Frage.
W.S. schrieb:> Also: du solltest nicht so heftige Ressentiments gegen Platiklinsen> haben. Die sind besser als ihr Ruf.
Bei täglicher Reinigung (alles was mit Optik zu tun hat muss bei mir
peinlichst sauber sein, ausser die Fenster LOL) und damit verbundener
Schleifwirkung von Staub hat bei mir noch keine einzige Kuststofflinse
länger als ein Jahr ohne kratzer durchgehalten. Glas hält sowas ewig
aus. Aber: Die Entspiegelungsoberfläche auf Glas ist ebenfalls
Kratzerempfindlich, deshalb (und wegen Gewichtsreduktion) in der Brille
heutzutage auch Kunststofflinsen im Einsatz; das betrachte ich halt als
Verschleissteil.
W.S. schrieb:> Sowas ist aber nicht wirklich zielführend, denn mit Isopropanol kann man> genauso gut arbeiten, das ist nicht ganz so flüchtig
Afaik ist des Gegenteil der Fall: Isopropanol verflüchtigt sich rasend
schnell aus dem Kolophonium, sinnvolle Einsatzgebiete sind da eher
Lötlacke.
Zugegeben: eigene Erfahrung habe ich nur mit Ethanol.
In diesem Sinne: Prost!
Stefanus F. schrieb:>> Ich werf mal noch den MaxDetail Brillenclip von Eschenbach in den>> Raum.>> Meinst du den (Anhang)? Sieht ein bisschen erschreckend aus.
Der ist nicht erschreckend, sondern prima, weil so eine Galileo-Optik
viel Vergrößerung bei dennoch ordentlichem Sehabstand ermöglicht.
Ich habe einen China-Klon des Eschenbach-Originals - nicht wegen des
Preises, den hätte ich ohne zu murren bezahlt, aber Eschenbach hat nur
eine 2x-Vergrößerung und der Nachbau kommt auf etwas mehr als 3x
(beworben mit 4x...). 2-fach entspricht aber "nur" etwa 4 Dioptrien, das
lässt sich bei mir auch mit einer Behelfs-Lesebrille lösen; da muss ich
zwar etwas krumm sitzen, aber ich habe noch ausreichend Platz zwischen
Lötstelle und Nase. Etwas mehr als 3-fach entspricht aber etwa 8,5
Dioptrien, und da wird die abstandvergrößernde Optik SEHR interessant.
Ich habe damit also eine 8,5 Dioptrien-Lesebrille bei einem
Arbeits-Sehabstand von ca. 30cm. Das ist zum Löten super. Die optische
Qualität des Nachbaus ist aber so lala. Wenn Eschenbach das selbe System
mit 3-facher Vergrößerung in deren gewohnter Qualität anbieten würde,
wäre das super - tun sie aber (noch) nicht.
Die Krux dabei: Ich bin normalsichtig (mit Alters-Weitsichtigkeit). Wie
das Teil bei Kurzsichtigen funktioniert, weiß ich nicht. Die eigene
Brille dazu zu tragen, geht jedenfalls definitiv nicht.
Ich könnt mal meine bessere Hälfte probegucken lassen, die ist mit ihren
-8,5 Dioptrien normalerweise das Familien-Mikroskop...
Manfred schrieb:> Interessant wäre, wie die Lupenbrille vom Zahnarzt funktioniert, der> hängt mir auch nicht auf der Nase.
Da ist auch so eine Galileo-Optik drin, die Vergrößerung ist meist noch
etwas stärker (ca. 4-fach, 10 Dioptrien) bei etwa 40cm Arbeits-Abstand.
> Meinst du den (Anhang)? Sieht ein bisschen erschreckend aus.
Alle Brillen von Eschenbach sehen erschreckend aus. Jedenfalls wenn es
klingelt, man damit zur Tuer geht und man damit dem Zeuge Jehovas ins
Auge schaut. :-D
Die sind aber wegen ihrer geringen Vergroesserung fuer SMD alle
unbrauchbar. Die haben nur so 2x. Man braucht aber wenigstens 8x. Die
helfen alten Leute nur wieder so zu sehen wie mit 20. Und damit koennen
sie dann auch nur genau das machen was sie damals konnte, also z.B
bedrahtete Bauteile loeten.
Und ich weiss nicht was das Gejammer soll. Mittlerweile bekommt man
durchaus brauchbare Stereomikroskope fuer 300-400Euro. Ganz einfach so
bei Amazon/Ebay. Und selbst das kleine Teil von Bresser das es mal fuer
25Euro gab, aber eine wunderbare dreiste Preiserhoehung durchgemacht hat
ist fuer SMD (kleine Platinen) durchaus brauchbar.
https://www.bresser.de/Marke/Bresser-Junior/BRESSER-JUNIOR-20x-Auflicht-Mikroskop.html
Aber Optik ist nun mal auch so eine Art Mechanik und daher gilt,
Qualitaet kostet. Da muss man einfach mal ein paar Kroeten locker machen
sonst aergert man sich hinterher.
Olaf
Olaf B. schrieb:> Linsen aus Glas. Weiß - ist altmodisch.
Das ist kein Modeaccessoire.
Ob Weiß oder Peng, damit siehst Du aus wie ein sehbehinderter Zyklop.
Und warum Glas?
Schwer und kein Stück besser als Kunststoff.
Das Ding trägt man oft über Stunden. Da zählt jedes Gramm.
> Ich arbeite normalerweise mit 3x.> 5x nehme ich sehr selten. 8x nie gebraucht.
Ist halt eine Frage was man meint wenn man SMD sagt. .-)
Das von mir oben angefuehrte billige Bresser hat 20x. Das ist mir
manchmal auch etwas viel, allerdings kann ich mich angesichts des
geringen Preises damit abfinden. In der Firma wo ich ein Zoom am
Mikroskop habe nutze ich immer so 8 bis 16x.
Ich hab aber auch oft eine 0.2mm Loetspitze im Weller und loete damit an
einzelnen Pins von ICs mit 0.5 oder 0.65mm Pinabstand rum.
Wenn du z.B bei dieser LED die Pins einzeln von der Seite anloetest dann
waere mir 3x zuwenig:
https://www.mouser.com/datasheet/2/678/ub-005255_DS_HSMF-C116_2016-06-16-923610.pdf
Olaf
Olaf schrieb:> Die> helfen alten Leute nur wieder so zu sehen wie mit 20.
Nein, Du unterschlägst den Arbeitsabstand. Man sieht so groß als würde
man es sich wie in jungen Jahren 15cm vor die Nase halten aber es sind
30cm! Ich kann mit dem Eschenbach-Clip alle Gehäusebeschriftungen
gestochen scharf erkennen und kann 0402 Hühnerfutter heißluftreworken
ohne mich anzustrengen und ohne mit dem Kinn auf dem Tisch aufzusitzen
ums mal überspitzt auszudrücken, das ist schon ein Unterschied.
Olaf schrieb:> Ist halt eine Frage was man meint wenn man SMD sagt. .-)
0402, QFN, BGA, TQFP
SMD genug?
> loete damit an> einzelnen Pins von ICs mit 0.5 oder 0.65mm Pinabstand rum.
Mach ich auch. Chipquick + gutes SMD Lot ist Dein Freund.
Muss aber jeder das Werkzeug finden mit dem er arbeiten kann.
Nur die pauschale Aussage das 'richtiges' SMD erst bei 8x Verstärkung
anfängt stimmt nicht.
Habe hier viel gelesen und festgestellt das hier die Meinungen durchaus
verschieden sind. Es kommt eben auf den konkreten Anwendungsfall an.
Ich benutze zur Zeit eine Brille bei der ich die Stärke durch Wechsel
der Gläser konfigurieren kann.
Aber ich repariere auch alte Radios oder löte an SMD herum. Da bekommt
die richtige punktuelle Beleuchtung der Arbeitsfläche eine andere
Priorität.
Also eine Lampe mit schattenfreier Beleuchtung und genügendem
Arbeitsabstand ist super, läßt sich aber leider nicht mit einer einzigen
Arbeitslupe bewerkstelligen.
Was muss das Werkzeug leisten?
- es muß stabil sein
- Schattenreichs Arbeiten ermöglichen
- genügend Freiraum bieten
- richtige Vergrößerung haben
- bezahlbar sein
- habe ich etwas vergessen?
> Habe hier viel gelesen und festgestellt das hier die Meinungen durchaus> verschieden sind. Es kommt eben auf den konkreten Anwendungsfall an.
Ich koennte mir auch vorstellen das der Zustand der im Kopf integrierten
Optik da mit reinspielt. Ich koennte mir jedenfalls nicht vorstellen mit
weniger wie 8x kleines SMD zu loeten, aber wenn jemand hier was anderes
sagt dann glaube ich ihm das durchaus.
Also kann man darauf nur lernen das man vieles wohl auch einfach selber
ausprobieren muss.
Olaf
Olaf schrieb:> Ich koennte mir auch vorstellen das der Zustand der im Kopf integrierten> Optik da mit reinspielt.
Meist ist der Zustand durch die vorhandene Brille ja vollständig
kompensiert und man kann davon ausgehen daß Du mit der normalen Brille
vom Optiker im Nahbereich in 40cm Abstand gestochen scharf sehen kannst,
egal wieviel Dioptrien das nun sind. Die Lupe findet also überall
gleiche Verhältnisse vor und die 2x kommen dann da noch oben drauf.
Bernd K. schrieb:> Matthias L. schrieb:>> Ich habe einen China-Klon des Eschenbach-Originals>> Hast Du mal einen Link auf das Teil, ich finds nicht.
Ich find's leider auch nicht wieder, das kam aus diesem Thread:
Beitrag "Re: Chirurgen-Brille zum Löten geeignet?"
Sooo lange ist das noch nicht her, normalerweise wäre die
Produktbeschreibung noch zu sehen. Vielleicht hat Eschenbach mal bei
Ebay gemeckert, so ganz zu Unrecht wär's ja nicht. Das Design ist ganz
offensichtlich geklaut.
Rufus Τ. F. schrieb:
...
> Ein auch in diesem Thread zu erkennendes Problem: Die meisten> "Lupenbrillen" etc. sind nicht für Kurzsichtige konstruiert, und die> wenigsten können sich in die bei Kurzsichtigen andere Art des Sehens> hineinversetzen.>> Ich nehme zum Löten von Kleinkram einfach meine Brille (-6.5 dpt) ab,> das ist seit gut zehn Jahren nötig.
Boah! Bei mir fallen Kurzsichtigkeit und Alterweitsichtigkeit auch
unangenehm zusammen. Ich habe mit dem Fliegen aufgehört, weil ich die
Checkliste nicht mehr lesen konnte. Macht die Passagiere nervös wenn man
sagt - hier halt mal etwas weiter von mir weg. ;)
Idee, von mir als Mineralglasfreund: Beim Optiker eine Brille nur zur
Kompensation der Hornhautverkrümmung machen lassen (Billiggestell plus
Gläser sollten UHU Euro zu haben sein), und davor eine billige
Stirnbandlupe schalten?
Auf der anderen Seite würde ich wohl dem Optiker das Thema einfach
erklären und eine Brille für den Lötabstand bauen lassen.
Deutlich teurer aber ggf. komfortabler wäre eine bifokale Brille, mit
Lötbereich und mittlerer Entfernung. Ich habe das Glück einen
exzellenten Optiker in der Bekanntschaft zu haben, der in der Lage ist
zuzuhören und das zu machen was der Kunde braucht, nicht das was der
Kunde zu brauchen glaubt.
Ich habe hier am Platz immer drei Brillen:
- Fernbrille > 1,5m (Autofahren, Fernsehen, Nachrichten im Webbrowser
auf 24"-Bildschirm)
- Bifokale mit > 1,5m und Leseabstand (Briefe, Fachbücher lesen)
- Bildschirmbrille 0,6..2m (Bildschirmarbeit)
Was ich überhaupt nicht mag sind Gleitsichtbrillen...
Marcus H. schrieb:> Deutlich teurer aber ggf. komfortabler wäre eine bifokale Brille, mit> Lötbereich und mittlerer Entfernung.
Bekommst Du als "Arbeitsbrille", Gleitsicht stufenlos von Löten bis
Computerbildschirm (oder Bifokal wenn man kein Gleitsicht mag), ist also
nix exotisches, kann man in der Form auch von der Steuer absetzen oder
der Arbeitgeber könnte einem eine sponsern wenn er gut drauf ist.
Der Optiker schlägt so eine Brille oft schon von sich aus vor ohne daß
man danach fragen muß. Auf der Rechnung muss Arbeitsbrille stehen falls
das Finanzamt die sehen will.
Marcus H. schrieb:> Fernbrille > 1,5m
Cockpit (Tacho) und Navi ablesen geht also kaum. Meine Erfahrung ist,
das taugt nicht.
Bernd K. schrieb:> Bekommst Du als "Arbeitsbrille",
So kenne ich das auch, ist nichts exotisches und auch wenn es eine
Gleitsichtbrille ist, da der Bereich, den sie abdeckt, kleiner ist als
der einer klassischen Gleitsichtbrille, gibt es auch keinen
ultraschmalen Lesebereich.
Und diese Art der Brillen ersetzt nicht die Lupe, Mikroskop oder was
auch immer um sehr feines SMD zu löten.
900ss D. schrieb:> Und diese Art der Brillen ersetzt nicht die Lupe, Mikroskop oder was> auch immer um sehr feines SMD zu löten.
Korrekt. Sie stellt nur die "normalen" Verhältnisse wieder her die man
auch bei einer jungen normalsichtigen Person vorfinden würde so daß
wieder Gleichstand herrscht und die Lupe kommt dann zusätzlich dazu.
Bernd K. schrieb:> Sie stellt nur die "normalen" Verhältnisse wieder her die man auch bei> einer jungen normalsichtigen Person vorfinden würde
Das kann keine Brille, denn die junge normalsichtige Person kann in
einem weiteren Bereich akkommodieren als die ältere,
nicht-mehr-ganz-so-normalsichtige Person. Die Gummilinse im Auge altert
und reduziert dadurch ihren Verstellbereich.
Und das kann man nicht mit einer einzelnen Linse kompensieren. Man kann
den gesamten Verstellbereich verschieben, das macht die Brille resp.
Kontaktlinse.
Mit einer Gleitsicht/Multifokalbrille gewinnt man mehrere Verschiebungen
des Verstellbereichs (und verliert an nutzbarem Gesichtsfeld).
Marcus H. schrieb:
...
> Ich habe hier am Platz immer drei Brillen:> - Fernbrille > 1,5m (Autofahren, Fernsehen, Nachrichten im Webbrowser> auf 24"-Bildschirm)> - Bifokale mit > 1,5m und Leseabstand (Briefe, Fachbücher lesen)> - Bildschirmbrille 0,6..2m (Bildschirmarbeit)
Und die Stirnbandlupe hängt daneben an der Wand.
Wenn ich mich recht erinnere, ist es optisch schwierig, den kurzen
Abstand in eine Brille zu packen. Deswegen die Kombi aus
nutzerspezifischer Vorkompensation durch Brille und dann Stirnbandlupe.
Durch Hochklappen hat man dann automatisch den zweiten Sichtbereich.
Ich weiß, zum Glück, nicht, wie das bei -4,5 Dioptrien und aufwärts
aussieht. Daher Fachmann fragen. Hinweise hat der TO ja nun genug.
Rufus hat die traurige Realität so richtig schön zusammengefasst.
Deprimierend, das.
Stefan, ich habe jetzt nicht alles gelesen.
Wenn du jetzt Minus Gläser trägst, bist du Kurzsichtig.
Eine sehr günstige Idee zum probieren, kaufe dir eine der stärksten Plus
Brillen bei einem Discounter.
Ich löte immer mit so einer Brille. Das war besser als jede Lupenlampe.
Viel Licht ist auch erforderlich.
Ein 50 jähriger Mann braucht 40% mehr Licht, um das gleiche Ergebnis wie
ein 20 jähriger Mann zu erzielen.
Das elektrische Mikroskop ist schon da. Und ich bin total begeistert!
Anbei sind Fotos von meinen ersten Tests. 2 Bilder mit extra Licht und
zwei Bilder ohne.
Der Abstand zur Platine ist auf jeden Fall groß genug, dass man unter
dem Mikroskop noch hantieren kann.
Stefanus F. schrieb:> Das elektrische Mikroskop ist schon da.
Steht bei mir in der Ecke und sammelt Staub..
Alles was nicht stumpfe Draufsicht ist, ist schwierig, weil beim
ankippen der PCB der Fokus nicht mehr stimmt.
Zum Bilder gucken okay, zum Arbeiten eher nicht.
Michael K. schrieb:> Stefanus F. schrieb:>> Das elektrische Mikroskop ist schon da.>> Steht bei mir in der Ecke und sammelt Staub..> Alles was nicht stumpfe Draufsicht ist, ist schwierig, weil beim> ankippen der PCB der Fokus nicht mehr stimmt.> Zum Bilder gucken okay, zum Arbeiten eher nicht.
Zum Arbeiten habe ich eine Kopfbandbrille
(https://www.amazon.de/dp/B077RVCJWM/ref=psdc_202759031_t2_B00YUB24BS)
gekauft. Ob die genug vergrößert, muss ich mal bei echten Lötarbeiten
probieren. Ich bin skeptisch, weil ich sehr nahe an das Objekt heran
muss. (ca. 6cm Abstand zwischen Objekt und der 3,5x Linse)
Stefanus F. schrieb:> Das elektrische Mikroskop ist schon da
so ein Teil habe ich auch, aber noch nicht darunter gelötet. Vom Abstand
her und der Bildqualität ist es gut, nur die Darstellung ist geschätzt
100-300 ms verzögert. Da muss man die Finger langsam bewegen, aber mit
etwas Übung geht es sicher auch. Und ich habe mir ein gebrauchtes Mantis
gegönnt, aber das ist noch nicht montiert, muss erst noch mein Umzugs
Chaos beseitigen.
Stefanus F. schrieb:> Der Abstand zur Platine ist auf jeden Fall groß genug, dass man unter> dem Mikroskop noch hantieren kann.
Habe mir das nach deinen Bildern auch bestellt und es ist heute
angekommen.
Kann man die Vergrößerung nur durch den Abstand einstellen?
F. F. schrieb:> Stefanus F. schrieb:>> Der Abstand zur Platine ist auf jeden Fall groß genug, dass man unter>> dem Mikroskop noch hantieren kann.>> Habe mir das nach deinen Bildern auch bestellt und es ist heute> angekommen.> Kann man die Vergrößerung nur durch den Abstand einstellen?
Es ist eine Kombination aus Abstand und der Einstellschraube in der
Mitte unter dem Display. Beides muss zusammen passen, um ein scharfes
Bild zu bekommen.
Stefanus F. schrieb:> Beides muss zusammen passen, um ein scharfes> Bild zu bekommen.
Das habe ich natürlich sofort bemerkt. Eine Umschaltung auf die Hälfte
wäre schön gewesen.
Wenn ich das viel benutzen werde, baue ich das an eine Gelenklampe dran.
Kameramikroskop
Johannes S. schrieb:> so ein Teil habe ich auch, aber noch nicht darunter gelötet. Vom Abstand> her und der Bildqualität ist es gut, nur die Darstellung ist geschätzt> 100-300 ms verzögert. Da muss man die Finger langsam bewegen, aber mit> etwas Übung geht es sicher auch.
Mit mehr Licht geht die Framerate möglicherweise hoch, und die
Verzögerung herunter. Versuch macht kluch.
F. F. schrieb:> Wenn ich das viel benutzen werde, baue ich das an eine Gelenklampe dran.
Dann ist die (Haupt-)Lichtquelle allerdings im von deiner Konstruktion
festen Winkel zur Kamera; womöglich (Murphy lässt grüssen) mit elenden
Reflektionen an den wichtigsten Stellen im Bild.
Was hier zu einem Kameramikroskop noch nicht erwähnt wurde:
Polarisationsfilter.
Das wollte ich als Selbstbauprojekt schon ewig mal dazusteckbar
zurechtfrickeln, einen vor die K-optik (könnte eigentlich immer drauf
bleiben), und einen zweiten (drehbaren) vor die (zB)
Schwanenhalsbeleuchtung.
Polarisationsfolie hat mir mal ein Optiker organisiert (in Form einer
3D-Brille). Im Durchlichtmikroskop hat mir das schon unschätzbar
wertvolle Dienste geleistet :-)
Die Bilder sind im Moment mithilfe einer dritten Hand als Folienhalter
improvisiert. EDIT: Immerhin keinerlei störende Reflektionen mehr, die
Folien fressen viel zu viel Licht, und meine Cam ist nachtblind, also
leider keine Bilder, sorry :-( Erstzweise stelle man sich einfach eine
schwarze Katze in finsterster Nacht vor. Nunja, dieser Versuch,
quickndirty, war lehrreich, wenigstens für mich.
Vielleicht kann ja jemand anderes (bitte ausserhalb der üblichen,
übertriebenen Werbebilder) was zum Thema Polarisationsfilter am
Auflichtmikroskop zeigen.
> Das elektrische Mikroskop ist schon da. Und ich bin total begeistert!
Weil du noch nicht damit gearbeitet hast. Du kannst darunter deine
Haende nicht vernuenftig positionieren weil dir der 3D-Effekt deiner
Augen fehlt.
Aber wenn du nur aus deinen eigenen Fehler lernst....
Olaf
Nutze mein USB-Mikroskop auch nur f. Kontrolle PCB nach Fertigung /
Lieferung.
Bequeme Kontrolle der Lötstellen plus Bauteile auch möglich durch
angebauten TFT-LCD.
Darunter löten - nee. Löten mit Lupenbrille geht gut.
Olaf schrieb:>> Das elektrische Mikroskop ist schon da. Und ich bin total> begeistert!>> Weil du noch nicht damit gearbeitet hast. Du kannst darunter deine> Haende nicht vernuenftig positionieren weil dir der 3D-Effekt deiner> Augen fehlt.
Bei uns in der Firma steht auch noch so ein Bildschirmmikroskop herum,
relativ gute Qualität eigentlich. Aber seit zwei relativ preisgünstige
Stereomikroskope da sind sammelt es nur noch Staub denn das ist ein
Unterschied wie Tag und Nacht, das kann man mit Worten gar nicht
beschreiben, einem der noch nie da durchgeblickt hat die Erfahrung zu
beschreiben ist wie der Versuch einem Blinden die Farben zu erklären.
Zuhause benutze ich Lupen und Lupen-Aufsätze für die Brille, für die
Inspektion von extrem kleine Sachen auch mal ne Juwelierlupe aber es
käme mir nie in den Sinn mir so ein USB- oder Bildschirmmikroskop zu
kaufen, ich hätte gar keine Verwendung dafür denn die rein optischen
Hilfsmittel sind erheblich besser.
nutze mein Bildschirmmikroskop auch im Bereich RE.
Photos machen, auf SD-Karte speichern & dann bearbeiten mit z.B.
InkScape, GIMP, ...
durchklingeln geht auch super mit.
> Unterschied wie Tag und Nacht, das kann man mit Worten gar nicht> beschreiben,
Man muesste ja nur mal ganz normal loeten und dabei ein Auge zumachen.
Dann sollte einem auch auffallen wo der Unterschied liegt.
Olaf
F. F. schrieb:> Das habe ich natürlich sofort bemerkt. Eine Umschaltung auf die Hälfte> wäre schön gewesen.
Du kannst per Tastendruck (< und >) auf 2x und 4x Skalierung umschalten.
Ich stört dabei allerdings, dass das Bild dann rauscht und flimmert.
> Wenn ich das viel benutzen werde, baue ich das an eine Gelenklampe dran.
Kann ich nur dringend empfehlen. Ich werde mir bei Ikea eine
Schwanenhals-Lampe holen. Davon haben wir schon welche seit vielen
jahren am Bett und die werden wesentlich weniger warm, als ähnliche
Produkte die ich im Baumarkt gefunden habe.
2 Cent schrieb:> Dann ist die (Haupt-)Lichtquelle allerdings im von deiner Konstruktion> festen Winkel zur Kamera; womöglich (Murphy lässt grüssen) mit elenden> Reflektionen an den wichtigsten Stellen im Bild.
Im Gegenteil. Die eingebaute LED Beleuchtung steht exakt senkrecht zur
Platine (jedenfalls bei dem Modell mit Metall-Ständer) und das
reflektiert störend. Hält man die Platine hingegen schräg (z.B. im 40°
Winkel) oder beleuchtet von außen schräg, bekommt man gleich ein viel
besseres Bild.
Jemand anderes schrieb:
> nur die Darstellung ist geschätzt 100-300 ms verzögert.
Bei meinem Gerät nicht. Das mit der Verzögerung habe ich auch in einem
Youtube Video als Kritik gesehen. Dem sein Gerät hätte mich auch nicht
überzeugt.
Olaf schrieb:> Du kannst darunter deine Haende nicht vernuenftig positionieren> weil dir der 3D-Effekt deiner Augen fehlt.
Da es andere Leute können, werde ich es zumindest versuchen. Du hast
Recht, ich habe noch nicht damit gearbeitet. Warte noch auf ein paar
Werkzeuge und Übungsmaterial.
Ich hatte mir eigentlich vorgestellt, mit Heißluft ohne Sehhilfe zu
löten und dieses Mikroskop nur zur Kontrolle zu verwenden. Falls nötig,
würde ich eine Lupenbrille dazu nehmen.
> Aber wenn du nur aus deinen eigenen Fehler lernst....
Ich bin nicht so reicht, dass ich mir von allem das Beste einfach so
kaufen könnte. Bei 50€ kann man nicht viel falsch machen. Wenn sich das
Gerät als nutzlos heraus stellt, kann damit immer noch mein Sohn herum
spielen. Bei einem 500€ Mikroskop sieht das schon ganz anders aus, das
müsste ich mir ein ganzen Jahr lang vom Essen absparen. Zudem ich wegen
meinen Augen spezielle Objektive bräuchte, die das ganze nochmal
verteuern würden.
Ich bemühe mich primär, aus den Ratschlägen anderer zu lernen - auch
deinen. Die Fehler kommen erst danach auf Platz 2.
Stefanus F. schrieb:> 2 Cent schrieb:>> Dann ist die (Haupt-)Lichtquelle allerdings im von deiner Konstruktion>> festen Winkel zur Kamera; womöglich (Murphy lässt grüssen) mit elenden>> Reflektionen an den wichtigsten Stellen im Bild.>> Im Gegenteil. Die eingebaute LED Beleuchtung steht exakt senkrecht zur> Platine (jedenfalls bei dem Modell mit Metall-Ständer) und das> reflektiert störend. Hält man die Platine hingegen schräg (z.B. im 40°> Winkel) oder beleuchtet von außen schräg, bekommt man gleich ein viel> besseres Bild.
Eben. Ich kann gut nachvollziehen das die eingebaute LED Beleuchtung
meistens suboptimal sein dürfte, "schräg (z.B. im 40° Winkel)" ist
besser. Aber: wenn (falls) du mit dem Ding löten möchtest (und solche
Fälle werden sicherlich vorkommen) dann bist du froh wenn du den/die
Winkel (die Richtung) frei auswählen kannst. Manchmal möchtest du von
rechts, ein andermal von Süden, beim nachsten mal vom Norden mit dem
Lötkolben herangehen, sofort entsteht der Wunsch nach Freiheitsgraden in
der Leuchtmittelplazierung. Ergeht zumindest mir so, praktischerweise
nutze ich deshalb meine Leuchtlupe (die steht hier sowieso schwenkbereit
zur Verfügung) als Lichtquelle.
Olaf schrieb:> Man muesste ja nur mal ganz normal loeten und dabei ein Auge zumachen.
Expertenfrage: Wie nennt man das dann offene Auge?
Lötauge
SCNR :D
Stefanus F. schrieb:> Bei meinem Gerät nicht.
Meins auch nicht.
Danke für den Tipp.
Ich denke zum Löten nehme ich weiter eine Brille, wenn das mit weniger
Auflösung nicht so dolle ist.
Es ist aber toll um einen Chip zu identifizieren.
Muss auch noch an meiner frischen Narbe gucken, ob man die andere Seite
der beiden vergessenen Fäden sieht, denn zur eine Seite bekomme ich sie
nicht raus.
Muss ja nicht nur Elektronik sein.;-)
F. F. schrieb:> Es ist aber toll um einen Chip zu identifizieren.
Gutes Beispiel, ein weiteres Einsatzgebiet für solche
Auflichtmikroskope: Eine/jedwede andere Person sieht genau dasselbe
Bild, praktisch unabhängig von den Augen, anhand eines solchen Bildes
kann man eine weitere Vorgehensweise (nach entsprechender Diskussion)
planen.
Ein praktisches Beispiel dafür lieferst du selbst:
F. F. schrieb:> Muss auch noch an meiner frischen Narbe gucken, ob man die andere Seite> der beiden vergessenen Fäden sieht, denn zur eine Seite bekomme ich sie> nicht raus.
Da leider kein Bild anbei: nutze ein Abflammgerät!
Mit Bild: die Tipps können zumindest nicht noch schlechter werden :D
Zum "normalen" Löten (bedrahtet) reicht mir eine Lupenleuchte.
SMD-Bauteile platziere ich mit dem Stereo-Mikroskop - das nutze ich nach
dem "Reflow" auch zur Kontrolle. Ich habe ein "günstiges" Teil von
Euromex, das ist für meinen Bedarf ausreichend.
F. F. schrieb:> Muss ja nicht nur Elektronik sein.;-)
Ich habe damit gestern ein interessantes Detail auf dem 5€ Schein
entdeckt. Jeder Pfeiler hat auf der Innenseite an der markierten Stelle
einen Schriftzug mit ausländischen Buchstaben. Ich glaube, irgendwas mit
"EURO" in der Mitte.
Auf den Außenseiten sind es hingegen nur schraffierte Flächen.
Johann J. schrieb:> "günstiges" Teil von Euromex
Was bezeichnest Du als günstig?
Suche schon länger nach nem Stereomikroskop f. SMD-Löten. Sind mir
momentan aber alle zu teuer - f. privat!
Habe auch die Befürchtung bei Lötarbeiten unter SM, das die dabei
entstehenden Dämpfe die Linse ungunstig beschichten. Könnte man
vielleicht umgehen mit Absaugung.
Preisliga ca. 300-400€ wäre o.k. Kauft man nicht mehrmals in seinen
Elo-Leben.
Olaf B. schrieb:> Was bezeichnest Du als günstig?
Relativ - ich habe das "EduBlue" - seinerzeit für knapp 200 € gekauft.
Heute liegt es bei ca. 240 €. K.A., was da ggf. verbessert wurde. Für
mich gab es (vor 3 Jahren) eine 200 € Schmerzgrenze. Klar gibt es vieeel
bessere Stereo-Mikroskope - nur für meine "Hobby-Zwecke" schlicht zu
teuer.
Olaf B. schrieb:> Habe auch die Befürchtung bei Lötarbeiten unter SM, das die dabei> entstehenden Dämpfe die Linse ungunstig beschichten. Könnte man> vielleicht umgehen mit Absaugung.
Darunter Löten (unter dem genannten Stereo-Mikroskop) kannst Du
vergessen. Nicht unbedingt wegen der Dämpfe - der Abstand ist nicht
ausreichend. Zum platzieren ist es noch O.K. - aber mehr auch nicht.
Stefanus F. schrieb:> Du kannst per Tastendruck (< und >) auf 2x und 4x Skalierung umschalten.> Ich stört dabei allerdings, dass das Bild dann rauscht und flimmert.
Dabei ändert sich nichts bei mir.
Danke f. Info - schau es mir mal an.
Löten bis jetzt mit Lupenbrille.
Muß man bloß nah ran! Bis jetzt noch nicht die richtige Variante
gefunden...
Deswegen hier eingeklinkt. :-)
Hängt auch mit Vergrößerung Abstand Sichtfeld zusammen.
Olaf B. schrieb:> Habe auch die Befürchtung bei Lötarbeiten unter SM, das die dabei> entstehenden Dämpfe die Linse ungunstig beschichten. Könnte man> vielleicht umgehen mit Absaugung.
Absaugung ist Pflicht!
Olaf B. schrieb:> Hängt auch mit Vergrößerung Abstand Sichtfeld zusammen.
Und am Ende auch extrem mit der Brennweitenverstellung der Augenlinse;
im Alter wird das zum irgendwann unausweichlich zum Thema werden,
deswegen überhaupt dieser Thread.
F. F. schrieb:> Stefanus F. schrieb:>> Du kannst per Tastendruck (< und >) auf 2x und 4x Skalierung umschalten.>> Ich stört dabei allerdings, dass das Bild dann rauscht und flimmert.>> Dabei ändert sich nichts bei mir.
Klingt nach reinrassigem (und eigentlich nutzlosem) "Digitalzoom".
Womöglich andere Firmware/OS-Treiber auf euer beider Geräten.
Stefanus F. schrieb:> interessantes Detail auf dem 5€ Schein> entdeckt. Jeder Pfeiler hat auf der Innenseite an der markierten Stelle> einen Schriftzug mit ausländischen Buchstaben. Ich glaube, irgendwas mit> "EURO" in der Mitte.
Staun! Dann kann ich hier doch noch mit Bildern etwas dazusenfen :) In
Ermangelung von Kleingeld besitze ich leider nur einen einzigen, total
zerknitterten, 5-Millionen-Euro Schein. Bild anbei, steckbare Optik kurz
modifiziert, geschossen mit Durchlicht (eine Kreuzpolarisation bringt an
der Stelle keinerlei Vorteile), ich (=die Mustererkennung meiner eigenen
grossen Augen + kleines Gehirn) lese/erkenne erotische Höhlenmalereien,
einen Youtube-link auf harten Thrashmetalll, und am Ende ein "EURO"
Stefanus F. schrieb:> Ich habe die ehrlich gesagt nicht mitverfolgt, weil es mir zu peinlich> war, mit solchen Behinderten-Hilfsmitteln zu hantieren. Aber ich sehe> inzwischen doch ein, dass ich es wirklich brauche.
Du hast sicher eine Brille für den Sichtbereich. Ich habe eine solche
als Arbeitsplatzbrille (+4,5/+4,0 und HHVK, starke Zylinder und auch +3
Schielen).
Mit der Brille sehe ich sehr gut.
Für die Elektroniksachen kommt noch eine Lupenleuchte hinzu, die 5x
vergrössert. Die kosten so 150,- , wenn sie gut sein sollten. Gläser /
Linsen austauschbar.
Damit muss sich das Auge nicht ständig umgewöhnen und man kann zwischen
Bildschirm und Arbeitsplatz hin und her schwenken.
Brillennutzer Berndt schrieb:> Stefanus F. schrieb:>> Ich habe die ehrlich gesagt nicht mitverfolgt, weil es mir zu peinlich>> war, mit solchen Behinderten-Hilfsmitteln zu hantieren. Aber ich sehe>> inzwischen doch ein, dass ich es wirklich brauche.>> Du hast sicher eine Brille für den Sichtbereich. Ich habe eine solche> als Arbeitsplatzbrille (+4,5/+4,0 und HHVK, starke Zylinder und auch +3> Schielen).
Wo wir schon beim "Outing" sind: Ichselbst Schiele durch Ermüdung und
andauerndes extremes Augenzittern (das erzeugt Muskelermüdung,
Teufelskreislauf), auch deshalb nur sehr selten ein 3D-sehen möglich, in
Kombination mit "schnellen" Augen dadurch aber extrem(-st!!!)
Flimmerempfindlich.
> Mit der Brille sehe ich sehr gut.
Gut für dich!
> Für die Elektroniksachen kommt noch eine Lupenleuchte hinzu, die 5x> vergrössert. Die kosten so 150,- , wenn sie gut sein sollten. Gläser /> Linsen austauschbar.
Preis passt bestimmt aktuell einigermassen zum Markt.. Soviel kostet
eine brauchbare Lupenleuchtenmechanik mit grosser, austauschbarer
Glaslinse, inklusive dimmbarer und vernünftiger(!) Ringleuchte
heutzutage. Vor wenigen Jahren war das (LED, guter diffusor + dimmen)
teurer. Allerdings war die Mechanik besser, die wird von Jahr zu Jahr
schechter! Für die hälfte (aka 75 Euro) gibt aktuell es mEn nur Schrott.
Versuch macht kluch! Fernabsatzgesetz sei dank kann man das heutzutage
austesten (das Fernabsatzgesetz ist allerdings immernochnicht meine
Welt).
> Damit muss sich das Auge nicht ständig umgewöhnen und man kann zwischen> Bildschirm und Arbeitsplatz hin und her schwenken.
"Sehe" ich auch so. Allerdings hat die hiesige Leuchtlupe eine grössere
Brennweite (aka kleinere Vergrösserung).
um das kommmen wir alle nicht rum. Früher || später.
Deswegen suche ich Möglichkeiten um meinem Hobby augenschonend weiter
frönen zu können.
Werde aber nicht tiefer / kleener wie 402er gehen - definitiv nicht.
Olaf B. schrieb:> Werde aber nicht tiefer / kleener wie 402er gehen - definitiv nicht.
Sag niemals nie! Bereits in wenigen Stunden könnte ein viel kleinerer
Kandidat zwecks Reparatur auf dich warten :P
hätte auch nix in Bestand kleener wie 0402. Viele 06er & 08er
Werde nicht kleeneres anschaffen. Mach das nur als Hobby. Da kann ich
mir das aussuchen. Beruflich als SWler unterwegs.
Und wenn ich mir die PCBs anschaue, die bei uns in Fa eingesetzt werden,
wird mir schlecht. Nicht wg. Qualität. Nein. Da brauchst Du andere
Ausstattung um das herstellen zu können. Ist aber keine Massenware.
Nischenmarkt.
2 Cent schrieb:> Klingt nach reinrassigem (und eigentlich nutzlosem) "Digitalzoom".
Klar, das ist ein Digitalzoom - stand auch so in der
Artikelbeschreibung.
Ich finde sie nicht nutzlos, denn zum einen hat die Kamera eine höhere
Auflösung, als das Display und zum Anderen ermöglicht der digitale Zoom
mehr Anstand zum Motiv. Das kann unter Umständen mal nützlich sein.
Stefanus F. schrieb:> 2 Cent schrieb:>> Klingt nach reinrassigem (und eigentlich nutzlosem) "Digitalzoom".>> Klar, das ist ein Digitalzoom - stand auch so in der> Artikelbeschreibung.
Immerhin :D
> Ich finde sie nicht nutzlos, denn zum einen hat die Kamera eine höhere> Auflösung, als das Display
In diesem Spezialfall absolut ok!!! Das kann dann eine minderwertige
Billigoptik etwas brauchbarer/bedienbarer machen. Es ist ja auch eine
Frage des Gesamtpreises.
> und zum Anderen ermöglicht der digitale Zoom> mehr Anstand zum Motiv. Das kann unter Umständen mal nützlich sein.
Mit Abstand (LOL @Anstand) gewinnst du 0, nada, nix an Information,
solange dafür gesorgt ist dass du den Schirm/Pixel einigermassen sauber
erkennen kannst. Deswegen bevorzuge ich "low-res"-screens (auch eben
wegen meiner Augen), und halte Digitalzoom für ein (in der Praxis) total
nutzloses Feature. Die Optik bringts, oder bringts nicht...Nur meine
Meinung; eigene Erfahrungen möchte bitte jeder selbst sammeln :D
2 Cent schrieb:> Mit Abstand (LOL @Anstand) gewinnst du 0, nada, nix an Information,
Ist mir schon klar, aber ich bekomme Platz zum Arbeiten - falls ich mal
unter dem Gerät arbeiten will.
John schrieb:> 2 Cent schrieb:>> Dann kann ich hier doch noch mit Bildern etwas dazusenfen :)>> Dino-Lite 5MP
Die Schrift ist perspektivisch falsch, insgesamt zwar keine schlechte
Fälschung aber dennoch nicht perfekt ;-)
Noch ein paar Bilder von bekannten Modulen, teilweise schräg gehalten.
Man hat unter dem Mikroskop reichlich (eine ganze Handbreite) Platz
frei, die Platine in der Hand zu halten und in alle Richtungen zu
drehen, um jede einzelne Stelle zu inspizieren.
Ich rätsele gerade noch, warum PIC006 so signifikant schlechter ist, als
die anderen...komisch. Vielleicht habe ich zu viel Licht gemacht?!
Laut Shop hat die Kamera 3,6MP, laut Menü 5MP. Ich habe die Bilder als
2MP (default) gespeichert. Wenn ich mir diese etwas vergrößert anschaue
bekomme ich das starke Gefühl, dass die Kamera tatsächlich weniger als
2MP hat. Was meint ihr dazu?
Die 5 Megapixel, die das Menü anzeigt, sind gelogen. Die maximale
Bildauflösung ist 3.6 Megapixel, wie bei Amazon angegeben.
Wenn ich die Bilder miteinander vergleiche komme ich allerdings zu dem
Schluss, dass es keinen Sinn macht, die Bilder mit mehr als 1MP zu
speichern. Ich sehe da nicht mehr, als bei den kleineren Bildern (außer
hässliche Artefakte). Wenn man sich den kleinen Kreis mit dem Smiley
anschaut, sieht man ganz deutlich, dass die beiden größeren Bilder
verzerrt wurden.
Ein bisschen seltsam finde ich, dass das Bild in 2MP Auflösung mehr
Kilobytes belegt und auch geringfügig detailreicher ist, als das Bild in
3.6MP Auflösung. Was mir mal wieder zeigt, dass man seine Werkzeuge
kennen lernen sollte, bevor man sie benutzt.
Video habe ich auch in drei Auflösungen ausprobiert. Die höheren
Auflösungen bringen auch hier nicht mehr Informationsgehalt rein, als
die geringste (VGA). Irgendwie sieht das Video gefühlt besser aus, als
die Fotos. Beim Arbeiten muss ich auch sagen, dass ein bisschen Bewegung
im Bild durchaus hilfreich ist, die Qualität der Platine zu bewerten.
Ein heller Punkt im Foto kann alles möglich bedeuten, erst wenn man die
Platine bewegt, sieht man, ob man da wirklich einen Mangel entdeckt hat.
Insofern bin ich froh, dass genug Platz dafür vorhanden ist.
Ich habe das kleinste Video mal angehängt, falls es sich jemand ansehen
will.
Unter Berücksichtigung des Kaufpreises bin ich immer noch zufrieden.
Wenn ich das sehe schießt mir so durch den Kopf daß doch mal einer auf
die Idee kommen müsste ein günstiges Stereo-USB-Mikroskop in dieser
Größenklasse zu bauen das man in die Hand nehmen kann und dessen Bilder
man sich dann auf dem 50 Zöller an der Wand mit der Shutterbrille in 3D
anschauen kann. In 4k@60 und 16:9 natürlich ;-)
Oder mit der VR-Brille ;-)
"Die Reise zum Mittelpunkt des Lötauges", Ab 2020 im Heimkino, in 3D!
Aufgenommen in ca. 7cm und 3cm Abstand.
Einstellung: 1600 x 1200
In den Einstellungen 3MP und 5MP liefert die Kamera nur wenige FPS. Das
ist nur geeignet, um Standbilder auf zu nehmen. Zum Arbeiten ist das zu
wenig.
Stefanus F. schrieb:> Ein bisschen seltsam finde ich, dass das Bild in 2MP Auflösung mehr> Kilobytes belegt und auch geringfügig detailreicher ist, als das Bild in> 3.6MP Auflösung.PIC003_3.6MP.JPG hat so, wie ich es hier empfange, nicht 3,6 MPixel,
sondern 1200 × 675 Pixel = 0,81 MPixel.
Bei allen Bildern habe ich den Eindruck, dass da viel Bildoptimierung
per Software gemacht wurde, um Rauschen zu reduzieren und die visuell
wahrgenommene Bildschärfe zu erhöhen. Die Auflösung ist wohl eher durch
die Optik als durch den Kamerasensor begrenzt (für 50€ kann man ja auch
keine High-End-Optik erwarten).
Kann die Kamera bzw. die Software mit einer entsprechenden Option auch
unverarbeitete Bilder liefern?
Etwas offtopic:
John schrieb:> Auflicht.jpg
Interessant ist, dass im griechischen EYPO hier das "E" durch ein "€"
ersetzt wurde 5€YPO). Auf meinen einzigen 5€-Schein ist dieses Zeichen
leider etwas verwaschen. Auf den anderen Brückenpfeilern und am oberen
Rand der Brücke zeigt meine lausige Einlinsenlupe mit knapp zweifacher
Vergrößerung ziemlich eindeutig 5EYPΩ mit "E", nur bei dem von dir
aufgenommenen Pfeiler bin ich mir nicht ganz sicher. Ist dieses einsame
€-Zeichen Absicht (um potentielle Fälscher auszutricksen), ein Fehldruck
(der den Schein evtl. sehr wertvoll macht) oder der Gag eines Fälschers?
Ich werde beim nächsten Einkauf mal weitere 5€-Scheine zu erhaschen
versuchen und diese dann unter einem ordentlichen Mikroskop begutachten.
Yalu X. schrieb:> Interessant ist, dass im griechischen EYPO hier das "E" durch ein "€"> ersetzt wurde 5€YPO).
Hab ich so auch auf einem 10€-Schein gefunden.
> Wenn ich das sehe schießt mir so durch den Kopf daß doch mal einer auf> die Idee kommen müsste ein günstiges Stereo-USB-Mikroskop in dieser> Größenklasse zu bauen das man in die Hand nehmen kann und dessen Bilder> man sich dann auf dem 50 Zöller an der Wand mit der Shutterbrille in 3D> anschauen kann. In 4k@60 und 16:9 natürlich ;-)
Der Gedanke war mir auch schonmal gekommen. Allerdings nicht mit 50"
sondern mit einer 3D Brille mit ordentlich pixel. Das haette dann noch
den Vorteil das man da gleich Multimeter oder Oszi ins Bild einblenden
koennte.
Aber dafuer sind dann wieder alle zu geizig. :)
> Die Auflösung ist wohl eher durch> die Optik als durch den Kamerasensor begrenzt (für 50€ kann man ja auch> keine High-End-Optik erwarten).
Ich wuerde erwarten das in diesen digitalen Oszilloskopen irgend ein
billiger Kamerachip drin ist wie er auch in Handy verwendet wird. Zum
einen sind die in grossen Stueckzahlen billig verfuegbar, zum anderen
hat ihre geringe Groesse Vorteile um die Optik billig zu machen. Problem
bei den Teilen ist aber natuerlich das die alle Rauschen wie ein LM741
weil sie sehr viel mehr Licht brauchen.
Olaf
Yalu X. schrieb:> PIC003_3.6MP.JPG hat so, wie ich es hier empfange, nicht 3,6 MPixel,> sondern 1200 × 675 Pixel = 0,81 MPixel.
Hmm, tatsächlich! Wer hat das runter skaliert? kann ich leider erst
heute Abend prüfen, wenn ich wieder zu hause bin.
> Kann die Kamera bzw. die Software mit einer entsprechenden Option> auch unverarbeitete Bilder liefern?
Leider nicht. Man kann nicht einmal die Kompression einstellen.
Yalu X. schrieb:> PIC003_3.6MP.JPG hat so, wie ich es hier empfange, nicht 3,6 MPixel,> sondern 1200 × 675 Pixel = 0,81 MPixel.
Meine Datei hat 2560x1440 Pixel und 523kB Größe. Ich versuche jetzt
nochmal, sie hochzuladen.
Zum Spaß lege ich nochmal den Smiley bei maximaler möglicher
Vergrößerung und maximaler Auflösung daneben.
Nachtrag: Die Dateien wurden beide wieder verkleinert. Ich glaube, das
macht die Forums-Software.
Ich habe jetzt mal von allen vier Bildern den gleichen Ausschnitt auf
die gleiche Breite skaliert. Obwohl die Forensoftware das kombinierte
Vergleichs-Bild schon wieder verkleinert hat, kann trotzdem jeder Blinde
erkennen, dass die Kamera definitiv nicht die versprochenen 3,6
Megapixel hat.
Ich tippe auf 640x480, also 0,3 Megapixel reale Auflösung. Was für eine
Verarschung!
Stefanus F. schrieb:> Nachtrag: Die Dateien wurden beide wieder verkleinert. Ich glaube, das> macht die Forums-Software.
Ja, hab's gerade getestet. Wenn die Datei eine gewisse Größe (in Bytes)
überschreitet, wird die Auflösung so weit reduziert, dass die längere
Seite 1200 Pixel lang ist. Das ist mir auch neu, früher war das nicht
so.
Stefanus F. schrieb:> Ich habe jetzt mal von allen vier Bildern den gleichen Ausschnitt auf> die gleiche Breite skaliert. Obwohl die Forensoftware das kombinierte> Vergleichs-Bild schon wieder verkleinert hat, kann trotzdem jeder Blinde> erkennen, dass die Kamera definitiv nicht die versprochenen 3,6> Megapixel hat.
Man kann tatsächlich kaum einen Qualitätsunterschied erkennen.
1MP_Hochskaliert.JPG scheint aber dennoch etwas besser als
0.3MP_Hochskaliert.JPG zu sein. Deswegen könnte die native Auflösung
auch etwas höher als 640×480 sein. Aber die 3,6 MPixel sind
wahrscheinlich geschummelt.
Du musst ein Pattern drunter legen mit feinen Linien, halb so viele
Linien wie angeblich Pixel drin sein sollen. Muss halt ziemlich klein
sein weil Mikroskop, also die üblichen Testtafeln werden nicht ohne
weiteres gehen.
Bernd K. schrieb:> Du musst ein Pattern drunter legen mit feinen Linien
Haben wir ja mit den Geldscheinen schon verglichen. Wenn das mittlere
Bild 5 Megapixel hat, dann kann das untere Bild unmöglich die
versprochenen 3.6 Megapixel haben.
Stefanus F. schrieb:> Bernd K. schrieb:>> Du musst ein Pattern drunter legen mit feinen Linien>> Haben wir ja mit den Geldscheinen schon verglichen.
Ein altes EPROM vielleicht, mit Glasfenster, da sind noch feinere
Strukturen drin. Oder vielleicht auch ne CD.
Aber mit nem genau ausgezählten Linienmuster müsste man imstande sein
die wahre Auflösung des Sensors genau zu bestimmen.
Hier mal eine umgebaute Lupenbrille.
Da mir der Abstand zwischen Gegenstand und Nase mit 40cm zu groß war,
habe ich die Brille durch Einkleben (Epoxidharz) eines Zwischenstückes
(braunes Teil) verändert. neuer Abstand ca. 23cm. Bei diesem Abstand
verbrennt man sich mit dem Lötkolben nicht gleich die Nase.
wolle g. schrieb:> Brille durch Einkleben (Epoxidharz) eines Zwischenstückes> (braunes Teil) verändert
Gute Lösung!
Pure Neugier, wo war das Problem mit den 40cm, war die Darstellung zu
klein, oder war der Abstand zum Tisch (aka Stuhlhöhe) zu unergonomisch?
SCNR Die meisten hier hätten lieber 40 als 23cm :D
Mir sind 40cm etwas zu weit, da muss ich kerzengerade sitzen. 23cm wäre
mir etwas wenig, so 32cm wäre schön...
@wolle g.: Hat sich die Vergrößerung durch den Eingriff irgendwie
geändert? Das war ja ein Eschenbach-Original, das eigentlich eh nur
2-fache vergrößerung (entsprechend ca. 4 Dioptrien) hat.
Matthias L. schrieb:> Mir sind 40cm etwas zu weit, da muss ich kerzengerade sitzen.
Bringt mich gerade zum nächsten Problem: ich bevorzuge die meiste Zeit
(mehr oder weniger) kerzengerades Sitzen, allerdings währen 40 cm auch
für mich relativ als "langen" Sapiens senkrecht nach unten natürlich
eine höllenqual für die Halswirbelsäule. Das ganze Thema (egal ob
Spezialbrille, Leuchtlupe, Mikroskop, oder Cam+Schirm) ist weit
komplexer als bis jetzt "in Zahlen" bedacht, man möchte ja auch den Kopf
in einem durchblutetem Winkel halten. Das alles addiert sich auf die
verschiedenen (extremer bei den alten) Augen hinzu.
Trotzdem (und gerade deswegen) bleibe ich auf eine Antwort von wolle
gespannt :D
2 Cent schrieb:
Trotzdem (und gerade deswegen) bleibe ich auf eine Antwort von wolle
gespannt :D
Damit die Spannung nicht zu groß wird:
2 Cent schrieb:> Pure Neugier, wo war das Problem mit den 40cm, war die Darstellung zu> klein, oder war der Abstand zum Tisch (aka Stuhlhöhe) zu unergonomisch?
In erster Linie war es bei mir der Abstand zum Tisch.
Matthias L. schrieb:> Mir sind 40cm etwas zu weit, da muss ich kerzengerade sitzen. 23cm wäre> mir etwas wenig, so 32cm wäre schön...>> @wolle g.: Hat sich die Vergrößerung durch den Eingriff irgendwie> geändert? Das war ja ein Eschenbach-Original, das eigentlich eh nur> 2-fache vergrößerung (entsprechend ca. 4 Dioptrien) hat.
Die Vergrößerung ist angestiegen.
Wenn ca. 23cm Abstand zu wenig sind, dann könnte man ein kürzeres
Zwischenstück einsetzen.
Probieren geht hier über studieren.
Aktuell wurde bei mir ein 8mm Zwischenstück eingesetzt.
wolle g. schrieb:> Die Vergrößerung ist angestiegen.> Wenn ca. 23cm Abstand zu wenig sind, dann könnte man ein kürzeres> Zwischenstück einsetzen.
Hmmm, interessant. Mein Chinesen-Nachbau der Eschenbach-Brille hat
nämlich eine etwa 3,5-fache Vergrößerung, das Original nur 2-fach -
dafür ist der Arbeitsabstand beim Nachbau geringer als die originalen
40cm. Den selben Effekt kann man also auch mit einem Zwischenstück
erreichen...
Die optische Qualität des Nachbaus ist nämlich nur so mittelprächtig,
das kann Eschenbach sicherlich besser.
> Das ganze Thema (egal ob> Spezialbrille, Leuchtlupe, Mikroskop, oder Cam+Schirm) ist weit> komplexer als bis jetzt "in Zahlen" bedacht, man möchte ja auch den Kopf> in einem durchblutetem Winkel halten. Das alles addiert sich auf die> verschiedenen (extremer bei den alten) Augen hinzu.
Natuerlich. Zum Beispiel noch zwei Punkte die man bedenken sollte:
1. Mir ist bei der oben abgebildeten Maxdetail-Brille der Augenabstand
zu gering. Ich hab schon ein paarmal darueber nachgedacht die Brille in
der Mitte durchzusaegen und da 2-3mm reinzukleben. Aus dem Grunde kann
man bei den 3D-Mikroskoben ja auch immer den Augenabstand einstellen.
Was wiederum nervig sein kann wenn man sich in einer Firma ein Mikroskop
in einem Labor mit mehreren Leuten teilt, weil da jeder was anderes
braucht.
2. Die Referenz heisst darum ja Mantis. Das Teil hat aus meiner Sicht
noch den Vorteil das man gerade kuckt, also seinen Hals nicht belastet.
Damit hab ich schon 8h am Stueck mit dem Mikroskop gearbeitet ohne das
ich es als Belastung empfand. Ich kenne aber auch Leute die moegen das
gar nicht weil so nach vorne kucken muessen wenn sie unten arbeiten. Und
der Preis ist natuerlich fuer zuhause auch schon zu heftig, selbst
gebraucht...
Olaf
spess53 schrieb:> Also ich habe dieses hier ...
Heute kam hier das Bresser Stereo-Mikroskop per ups an, das ging
schneller als manche Briefe in den Nachbarort. Das Gerät ist 'Made in
China', macht einen insgesamt ordentlich verarbeiteten Eindruck.
Bei 10-fach-Vergrößerung ist das Sichtfeld gerade mal 20mm groß, der
Abstand zur Leiterplatte beträgt 20cm. Die Okulare liegen 40cm über der
Tischoberfläche, ich muß also meinen Stuhl ganz nach oben stellen und
sauber aufrecht sitzen.
Ich habe dann mal die China-Übungsplatine ausgepackt, die ich vor drei
Jahren gekauft habe und mich damit beschäftigt: Es ist
gewöhnungsbedürftig, korrekt in beide Okulare zu sehen und damit den
räumlichen Eindruck zu haben. Es erfordert auch Übung, mit Lötdraht und
-Spitze zur richtigen Stelle zu finden, wurde aber Stück für Stück
besser.
Ach ja, die vergurkte RT2-Spitze in meinem Lötkolben geht garnicht, ich
habe die neue RT1 in Betrieb genommen.
Fazit: Ich habe zum ersten Mal in meiner Heimwerkstatt ein paar SMDs
erträglich sauber eingelötet, das Mikroskop erfüllt seinen Zweck und
ist für mich ein erheblicher Fortschritt meiner Ausrüstung.
Bitte nicht steinigen wg. Alter letzter Beitrag :-)
Habe mir jetzt auch Eschenbach laboCOMFORT & Stereo-Mikroskop
Simul-Focal geleistet.
Muss sagen - kontrollieren, löten, ... mit diesen Optiken. Verläuft
jetzt viel entspannter für mich. Beides ihr Geld wert. :-)
Vor allem die Abstände jetzt - kein Vergleich zu vorher. Nase hängt
nicht mehr direkt am Lötkolben. Kein Geschmäckle mehr - grins.