Leuchtstoffröhren Starter für Effekt nutzen

OP #8109644

Nabend zusammen,

ich nutze einen Leuchtstoffröhrenstarter OSRAM ST111 mit einer 60W Glühlampe 230V AC als kleiner Blinkeffekt für Halloween.

Nun ist die Lampe mehr an als aus während sie blinkt - wie könnte ich das am einfachsten umkehren? Starter ist in einer Abzweigdose mit Fassung untergebracht, alles sehr einfach.

Im Prinzip wäre es ja das Signal parallel zum Starter...

Sowas haben wir vor über 40 Jahren auch gebaut. 60W Glühlampe ist zuviel. Wir haben damals 25 oder 40W genommen, genau weiß ich es nicht mehr. Das passt aber auch zu der Aussage, das das Bimetall im Starter zu schnell warm wird.
Versuche es doch mal mit einer LED-Birne.

Gast

Gerald B. schrieb:

H. H. schrieb:

Gerald B. schrieb:

Das passt aber auch zu der Aussage, das das Bimetall im Starter zu schnell warm wird.

Die Glimmentladung heizt das Bimetall.

Ja, und wodurch wird der Strom der Glimmentladung bestimmt? Von der Leistung der angeschlossenen Last.

Es macht in der Hinsicht keinen Unterschied ob 25W oder 60W Glühlampe.

Für das unregelmäßige geblinke ist so ein Starter schon eine einfache Lösung, man müsste Ihm das nur "entlocken" und auf eine ganz einfache Triac Schaltung mit Snubber "leiten"...

Hier sind ein paar Schaltungen, vielleicht hilft dir davon etwas weiter:

https://320volt.com/de/triac-thyristor-schaltungen-dimmer-motorsteuerung/

Ganz unten die letzte Schaltung ist eine Blinkschaltung mit Triac und Diac. Wenige Bauteile, aber die lässt es vermmutlich nicht "wild" blinken...und den Starter dort irgendwie mit einzubauen, wir nicht gehen, da die Leistung / der Strom im Bereich des Gates nicht da ist...

: Bearbeitet durch User

...eigentlich muss man ja nur einen Triac zum unkontrollierten Zünden brinden...

hmm, gerade mal etwas geschaut - bei offenem Gate und einem Glühobst in reihe, würde würde es nur entweder nur einmalig passieren, bei einem hohen du/dt oder wenn man Ihn über seiner Spannung betreibt als Überkopfzünden, das würde dann aber ja die ganze Zeit passieren, also würde die Lampe dauerhaft leuchten, bei offenem Gate...

Naja, also so einfach ist es nicht...

: Bearbeitet durch User

●Des|ntegrator ●. schrieb:

Wer kennt noch diese E14 Flackerlicht Kerzenbirnen? Mit Neon-Füllung drin. Keine LED-Lampe gemeint. War in den 80ern recht weit für solche Dinge verbreitet.

ich.

Ich habe seit Mitte der 90er solche, sowie später LED Kerzen, nicht mehr für Stimmungsbeleuchtung verwendet. Bei mir kam damals die Feuerwehr vorbei und im Nachgang gab es einen schönen Nachbarschaftsstreit mit einer Frau, die Angst vor Feuer vorgab. Ging aber nur noch um Streit. Ein "Vorschlag zur Güte" von ihr war das komplette Abschalten meiner Wohnung, wenn ich sie verlasse. Dann könne sie wieder ruhig schlafen.

Darauf eingehen ist quatsch, wie will sie das kontrollieren? Der Vorschlag kam dann nochmal über Hausverwaltung und Gericht. Wer und vorallem warum hört man bei so einer Scheisse überhaupt zu und leitet das weiter?

●Des|ntegrator ●. schrieb:

Mit Neon-Füllung drin. Keine LED-Lampe gemeint. War in den 80ern recht weit für solche Dinge verbreitet.

Gab's auch als Kreuze und später sogar in bunt mit Blumen drin. Im Grunde einfache Glimmlampen mit besonders geformten Elektroden.

Ich hatte kurz vor Ende der DDR eine E14-Kerzenlampe mit einem Bimetall drin, das den Glühdraht kontaktierte. Da der sich dabei mitbewegte war ihr aber leider nur ein kurzes Leben beschert. Eine teure schön regelmäßig blinkende Lampe die im Gegensatz zu den "Feuerglimmlampen" auch richtig Licht gemacht hat, schön mit Lampenlack drauf in Bunt. Dann päff kaputt. Schade um's Taschengeld...

(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite

Jens M. schrieb:

●Des|ntegrator ●. schrieb:

Mit Neon-Füllung drin. Keine LED-Lampe gemeint. War in den 80ern recht weit für solche Dinge verbreitet.

Gab's auch als Kreuze und später sogar in bunt mit Blumen drin. Im Grunde einfache Glimmlampen mit besonders geformten Elektroden.

nur wie kommt da das Geflacker zustande?

●Des|ntegrator ●. schrieb:

nur wie kommt da das Geflacker zustande?

Man hat die Neon/Glimmlampe absichtlich schlecht gemacht, so das sie nicht vollständig zündet.
Das Geflackere altert auch.
Der Rest ergibt sich vmtl. aus der Lichtabhängigkeit des Effekts. Ich weiß nicht warum, aber Glimmlampen reagieren auf Umgebungslicht. So gut, das man damit einen Tochterblitz bauen kann.

: Bearbeitet durch User
(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite

Jens M. schrieb:

aber Glimmlampen reagieren auf Umgebungslicht.

Auch auf ionisierende Strahlung.
Da gabs irgendwo mal ein Aufbau mit vielen Glimmlampen,
die kurz vor der Zündspannung betrieben wurden.
Und so nach und nach gingen dann welche an.
Bisweilen konnte man regelrechte Spuren erkennen,
wie da wohl einige Teilchen durch den Aufbau geschossen sind.

●Des|ntegrator ●. schrieb:

aber Glimmlampen reagieren auf Umgebungslicht.

Auch auf ionisierende Strahlung. Da gabs irgendwo mal ein Aufbau mit vielen Glimmlampen, die kurz vor der Zündspannung betrieben wurden.

Durch die Strahlungsendergie werden Elektronen aus der Kathode rausgeschlagen und durch das elektrische Feld (anliegende Spannung beschleunigt). Dadurch zündet die Glimmlampe. Dieser Effekt ist unterschiedlich stark bei verschiedenen Metallen ausgeprägt.
Diesen Fotoeffekt nutzt man auch für Flammwächter, die auf UV-Strahlung an Gasbrennern ansprechen sollen.

●Des|ntegrator ●. schrieb:

H. H. schrieb:

●Des|ntegrator ●. schrieb:

mit 60W flackert es eigentlich kaum noch, da bleibt ein Starter eher dauerhaft geschlossen.

Nö.

Es nennt mich einen Lügner?

...habs gerade selbst aus Neugier mal getestet - es passiert nichts, Lampe bleibt aus.

Peter N. schrieb:

Ev. mußt du die Starter mit Widerständen überbrücken, damit sie zünden können...

...und was sagt die Last dazu, dann ist der Stromkreis ja über die Widerstände auch dauerhaft geschlossen...

Muss ich denn noch hier eine Schaltung zusammenlöten. Mit Glühlampe und Starter? Fliegend verdrahtet. Das ist ein ganz alter Hut. Hatte ich schon vor 45 Jahren mal.

PS. Auf dem Starter steht auch eine Leistungsangabe in Watt. Die sollte man ungefähr einhalten.

: Bearbeitet durch User

Carypt C. schrieb:

Der Widerstand der Glühbirne in Reihe bestimmt doch auch die Stärke der Glimmentladung

Nein! Solange der Starter nur glimmt, dessen Bimetallkontakte nicht geschlossen sin, bestimmt allein der Starter die Höhe des fliessenden Stroms. Der Glühfaden der Lampe ist kalt, da das ein ausgesprochener Kaltleiter ist, ist dessen Widerstand gering.

Strom in der Grössenordnung 25mA.

: Bearbeitet durch User

Moritz L. schrieb:

Wie kommst du auf diese Schnapsidee?

ICH - gar nicht!

Einfach vorher oben lesen! Hier überschneiden sich zwei Themen.

D. S. schrieb:

Fred R. schrieb:

Wie sieht es mit 60W Lampe und 2 Starter in Serie aus?

Coole Idee - funktionier das?

D. S. schrieb:

...habs gerade selbst aus Neugier mal getestet - es passiert nichts, Lampe bleibt aus.

Jens M. schrieb:

Vermutlich reicht die Spannung nicht zum Zünden für zwei in Reihe?

Genau!

: Bearbeitet durch User

Moritz L. schrieb:

Also wenn man das baut, dann nur mit einem Starter. Mit 2 geht es nicht.

Jo, siehe auch:

Beitrag "Re: Leuchtstoffröhren Starter für Effekt nutzen"

D. S. schrieb:

...habs gerade selbst aus Neugier mal getestet - es passiert nichts, Lampe bleibt aus.

Karl B. schrieb:

Wenn das die grundlegende Idee war, den Starter (wegen der der Bimetallfunktion) zu verwenden.

Der Starter wird genutzt um ein Glühobst blinken zu lassen und

...dem TO hier geht's im Detail darum:

Martin S. schrieb:

Nun ist die Lampe mehr an als aus während sie blinkt - wie könnte ich das am einfachsten umkehren?

: Bearbeitet durch User

Martin S. schrieb:

Im Prinzip wäre es ja das Signal parallel zum Starter...

...

Relaisspule hat nicht genug Leistung für den Starter...das habe ich tatsächlich schon mal selbst ausprobiert vor Ewigkeiten...

Man müsste das Relais parallel zum Obst schalten, aber dann hat man eine "falsch" blinkende Lampe da wo der Starter sitzt Und die Frage ist ja auch, wie lang und gut das Relais das mitmacht...

Am besten wäre ein SSR und eine wackelige Treiberstufe mit offenem Eingang... oder einen kleinen Transistor so beschalten das er gern kippelt und daran ein SSR anschließen...

: Bearbeitet durch User

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