Hi,
ich habe einen Gitarrenvorverstärker in Röhrentechnik gebaut. Die
ECC83-Röhren versorge ich bei meinem Laboraufbau zurzeit noch aus einer
umfunktionierten PFC-Stufe mit nachgeschaltetem Filter.
Für einen praxisgerechten Aufbau suche ich nun ein Netzteil,
idealerweise als gekapseltes Modul, welches mir so platzsparend wie
möglich eine 320V bis 400V hohe Spannung zum Betrieb der Röhren erzeugt.
Der Leistungsbedarf der Röhrenschaltung liegt je nach Ausbau bei 6W bis
10W.
Mir wäre am liebsten, wenn ich das Netzteil mit 12V Eingangsspannung
betreiben könnte, 230V gingen zur Not aber auch.
Hat jemand einen Tip für mich?
Grüße
beni
Trafos gingen natürlich um mir damit die Spannungs aus den 230V zu
erzeugen. Richtig kompakt ist das aber nicht und schwer auch und ich
muss mir dann noch zusätzlich die 12V für die Heizung erzeugen. Wie
gesagt wäre mir ein Schaltnetzteil am liebsen das aus 12V 400V erzeugen
kann, wenns so etwas nicht fertig gibt werd ich wohl auch auf einen
alten Trafo-Klotz zurückgreifen.
Was noch zu bemerken wäre: Nicht jeder empfindliche Tonabnehmer, mag ein
Störfeld in seiner Nähe. Deswegen wäre ein Kästlein weiter entfernt
wahrscheinlich günstig.
beni schrieb:> Mir wäre am liebsten, wenn ich das Netzteil mit 12V Eingangsspannung> betreiben könnte,
Möchtest du einen Akkubetrieb ?
beni schrieb:> Hat jemand einen Tip für mich?
Vergiss Akkubetrieb, nimm 230V~ und einen (Trenn-)Trafo mit
Gleichrichter und Siebelko.
Bei vernünftiger Schaltung spielt ein Brumm in der Versorgungsspannung
keine Rolle.
Interessanter ist die Frage, ob du die Anodenspannung besser erst
anlegst, wenn die Kathoden schon heiss sind.
Michael B. schrieb:> Vergiss Akkubetrieb, nimm 230V~ und einen (Trenn-)Trafo mit> Gleichrichter und Siebelko.
Akkubetrieb kann durchaus nuetzlich sein wenn man in der Fussgaengerzone
sein musikalisches Genie offenbaren oder aber auf Festivitaeten mitten
in der Pampa "Sultans Of Swing" zum Besten geben moechte:
https://www.youtube.com/watch?v=_q8s93klams
Hallo,
Michael B. schrieb:> Interessanter ist die Frage, ob du die Anodenspannung besser erst> anlegst, wenn die Kathoden schon heiss sind.
die ECC83 ist keine Hochleistungsröhre mit hohen Anodenströmen.
Deren Kathode ist die Erwärmungsphase sowas von egal...
Gruß aus Berlin
Michael
Michael B. schrieb:> Vergiss Akkubetrieb, nimm 230V~ und einen (Trenn-)Trafo mit> Gleichrichter und Siebelko.
Nee keinen Akkubetrieb, aber gerne so kompakt und leicht wie möglich.
Trafo wäre Plan B wenns sowas nicht als Schaltnetzteil fertig gibt.
Toxic schrieb:> beni schrieb:>> Mir wäre am liebsten, wenn ich das Netzteil mit 12V Eingangsspannung>> betreiben könnte>> Siehe Anhang
Danke, das sieht sehr interessant aus. Ich hab leider keine Betellnummer
oder Bezeichnung gefunden. Hast du die vlt. irgendwo noch stehen?
Viele Grüße
Beni
beni schrieb:> eine 320V bis 400V hohe Spannung zum Betrieb der Röhren erzeugt.
Wieso brauchst Du denn eine derart hohe Spannung für einen
Vorverstärker? Der sollte auch mit 250V laufen, die man leicht
mit einem Trenntrafo erzeugen kann.
Harald W. schrieb:> Wieso brauchst Du denn eine derart hohe Spannung für einen> Vorverstärker?
Das wollte ich auch schon fragen, habe es dann aber gelassen. Meine
eigenen Röhren-Gitarren-Vorstufen-Basteleien habe ich sogar nur mit
12,6V (Nachtigal ick hör dir trapsen) Anodenspannung versorgt.
@Harald: spricht man im Thyssen-Beispiel tatsächlich von Röhren? Oder
eher von Rohre?
beni schrieb:> Ich hab leider keine Betellnummer> oder Bezeichnung gefunden. Hast du die vlt. irgendwo noch stehen?
Die Schaltung ist aus dem Jahre 2001....
Kann durchaus sein,dass man den Bausatz bei Elektor noch bekommt,aber
ich wuerde das "Ding" einfach nachbauen.Fuer den Trafo kann man
eventuell den Uebertrager aus einem Rechnernetzteil verwenden oder aber
eben selbst wickeln wie beschrieben...
Alle anderen Bauteile sollten kein Problem darstellen.
Toxic schrieb:> Die Schaltung ist aus dem Jahre 2001....> Kann durchaus sein,dass man den Bausatz bei Elektor noch bekommt,aber> ich wuerde das "Ding" einfach nachbauen.Fuer den Trafo kann man> eventuell den Uebertrager aus einem Rechnernetzteil verwenden oder aber> eben selbst wickeln wie beschrieben...> Alle anderen Bauteile sollten kein Problem darstellen.
Sounds like a plan. Werde mich da mal dranmachen, sieht aus, als ob ich
das für diverse Projekte nutzen könnte. Danke!
Man könnte auch einen Inverter für eine CFL-Beleuchtung nehmen und die
Ausgangsspannung einfach gleichrichten.
Wie werden denn die 12VDC erzeugt, gibts da schon einen Trafo?