Hallo zusammen, mein sporadisch genutztes Hantek DSO5102P hat ein Problem. Das Gerät zeigt keine saubere Nulllinie trotz Eingang auf Gnd. Netzteil zeigt Rippel, aufwendig ein NT aus Sat angebastelt mit selben Bild. Idee was ich als Hobbylöter machen könnte?
Ganz normal für die Kiste.
Idee was ich als Hobbylöter machen könnte?
Auf besseres Oszi sparen, oder einfach damit leben.
Ganz normal für die Kiste. Uwe °. schrieb:
Idee was ich als Hobbylöter machen könnte?
Auf besseres Oszi sparen, oder einfach damit leben.
Oder dafür sorgen, dass GND wirklich GND ist. Das dürfte wohl das wahrscheinlichste Problem sein. Also: nicht wirklich einen geschirmten Kurzschlussstecker verwendet, sondern nur GND des Oszis mit irgendeinem Draht auf das vermeintliche GND der Schaltung gelegt.
Hätte dein Oszi nur einen 6 bit ADC, würde man kein Rauschen erkennen. ☺
H. H. schrieb:
Ganz normal für die Kiste. Uwe °. schrieb:
Idee was ich als Hobbylöter machen könnte?
Auf besseres Oszi sparen, oder einfach damit leben.
Oder dafür sorgen, dass GND wirklich GND ist. Das dürfte wohl das wahrscheinlichste Problem sein. Also: nicht wirklich einen geschirmten Kurzschlussstecker verwendet, sondern nur GND des Oszis mit irgendeinem Draht auf das vermeintliche GND der Schaltung gelegt.
Ich habe das Hantek 6022bl hier rumliegen und das gleiche Verhalten ab Werk.
Da für unter 40,-€ über Amazon aus UK erhalten und mir die Hantek-"Qualität" bekannt war, auf Reklamation verzichtet.
Man kann von aussen dran machen, was man will, es ändert sich nichts.
In der Preislage des Hantek DSO5102P wäre das natürlich eine ganz andere Sache gewesen, solange Rückgabe/Gewährleistung möglich gewesen ist.
Stecken da auch Owon Platinen drin die kleine Fehler in der Schaltung haben?
Der Markt ist aktuell gefühlt voll mit solchen Modellen.
Idee was ich als Hobbylöter machen könnte?
Aufmachen, Fotos hier Einstellen. Vergleichen mit bekannten Bildern.
Wenn da drin eine ähnliche Platine werkelt wie im DOV704 das ich mir vor kurzem gekauft habe, könnte der Fehler ähnlich Liegen. Da rauscht ein buffer der Referenz, der sorgt je nach Einstellung für 200mV ripple.
Oder dafür sorgen, dass GND wirklich GND ist
Per Menü realisiert der nachvollziehbaren Verhältnisse wegen. Interessant wären Angaben wieviel rippel der Ladeelko hat, habe Kapaz. verdreifacht ohne Besserung. FNIRSI ca. 120€ sieht besser aus, der DSO5102P vor 2 Wochen auch.
Was kommt denn raus, wenn du den Bandbreitenfilter einschaltest?
Ob S. schrieb:
Oder dafür sorgen, dass GND wirklich GND ist
Per Menü realisiert der nachvollziehbaren Verhältnisse wegen. Interessant wären Angaben wieviel rippel der Ladeelko hat, habe Kapaz. verdreifacht ohne Besserung. FNIRSI ca. 120€ sieht besser aus, der DSO5102P vor 2 Wochen auch.
Bei "GND-Kopplung" per Menu wird bei DSOs teilweise gar nicht mehr gemessen sondern einfach mit konstant Null gerechnet. Eine komplett glatte Linie ohne jedes Rauchen bei voller Bandbreite deutet auf eine solche Fake-Messung hin.
Exzellent… ;-)
Eine komplett glatte Linie ohne jedes Rauchen bei voller Bandbreite deutet auf eine solche Fake-Messung hin.
Seeeeehr richtig. Null-Rauschen-Fake.
Hab mal spontan an einem ollen Analogscope mit GND gemessen -> Flat line, nicht nur wegen der Strahlbreite.
Flat line, nicht nur wegen der Strahlbreite.
Das Gerät hat sicher auch ein Vielfaches gekostet.
habe Kapaz. verdreifacht ohne Besserung
Eben fällt mir ein, dass es dazu (Entkopplung) ein extrem interessantes Video gibt:
https://www.youtube.com/watch?v=TpXvac1Y3h0
Also einfach Kapazität verdreifachen ist wohl nicht die beste Lösung.
Das Gerät hat sicher auch ein Vielfaches gekostet.
Vielleicht neu im Orginalzustand, gebraucht für Selbstabholer waren es damals (2015) 60€.
Man kann auch DSO mit wenig Gezappel für kleines Geld bauen. Bei dem obigen scheint mir das Problem eher auf der Digital-, als auf der Analogseite zu liegen, auch bei den ADU's gibt es Qualitätsunterschiede.
Man könnte den Anzeigemodus von Vectors auf Dots stellen, dann sieht man die dazugerechneten Pixel nicht. (https://www.hantek.com/Product/5000P/DSO5000P_Manual.pdf S.15 und S.38).
Die Sample-modes ("Acquire") (S.35ff) sollte man sich auch anschauen.
Stefan K. schrieb:
Eine komplett glatte Linie ohne jedes Rauchen bei voller Bandbreite deutet auf eine solche Fake-Messung hin.
Seeeeehr richtig. Null-Rauschen-Fake.
Darf ich wieder darum bitten das sich die Herren an geeigneter Stelle austoben und nicht (wie so oft hier im Forum) alles zu müllen, danke in Voraus Uwe
nicht besser
Es irritiert, das in den schwarzen Feldern unten links bei den Screenshoots unterschiedliche Werte stehen. Beim ersten Screenshot steht da "100V", bei der Messung ohne 20MHz Begrenzung dagegen "10.0mV".
- Ist das die vertikale Empfindlichkeit ?
- Kann diese für aussagekräftige Vergleichsmessungen konstant gehalten werden ?
Es ist völlig normal, dass ein ADC am LSB toggelt und es gibt auch keine rauschfreien Referenzen und 100MHz-Verstärker. Beim CRT-Scope wird das optisch ausgemittelt und die seltenen Spikes sieht man einfach erst bei hoch aufgedrehtem Strahl. Die aktuellen Rigol 12-Bit-ASIC-Frontends waren schon eine tatsächlich deutliche Verbesserung auf dem Gebiet.
Ob da ein Tek MSO4034 so viel besser ist? Tastkopf an GND vom ProbeComp, Tastkopfmasseklemme nicht angeschlossen.
Es ist völlig normal, dass ein ADC am LSB toggelt
Ist es so pauschal nicht. Oder ist Grau das neue Schwarz?
Eine Ausnahme wären nur ADCs, bei denen zur Wandlung noch eine Dezimation nötig ist.
So sind z.B. die 10 bit (SAR) ADC der Midrange PICs nahezu rauschfrei.
Das kann man mit 4 Si-Dioden (z.B. 1N4148) in Reihe, und 10 bis 100 kΩ an Vdd
leicht ausprobieren, in dem man die Spannung über diese 4 Dioden wandelt.
Ändert sich deren Temperatur nicht, wird man stundanlang exakt den selben Wert auslesen.
Wählt man den Widerstand richtig(TM), haben die 4 Dioden einen TK von 10 mV/K.
und es gibt auch keine rauschfreien Referenzen und 100MHz-Verstärker.
Das Rauschen der Referenz ist vernachlässigbar, gegenüber dem breitbandigen Verstärker.
Ein Verstärker hat übrigens sein Rauschminimum nicht unbedingt bei einem Abschluss
seines Einganges mit GND, sondern bei höheren Quellimpedanzen.
Die stehen dann oft auch im Datenblatt.
Also einfach Kapazität verdreifachen ist wohl nicht die beste Lösung
Ein super Beitrag, habe den 68µ Ladeelko gegen 100n getauscht und alles wieder ok 😀
Danke euch, bin hier weg CYL Uwe
nicht besser
Es irritiert, das in den schwarzen Feldern unten links bei den Screenshoots unterschiedliche Werte stehen. Beim ersten Screenshot steht da "100V", bei der Messung ohne 20MHz Begrenzung dagegen "10.0mV".
Ist das die vertikale Empfindlichkeit ? Kann diese für aussagekräftige Vergleichsmessungen konstant gehalten werden ?
Der eingestellte Messbereich ist bei 8-BIT DSOs weitgehend egal. Das Eingangssignal wird passend zum Engangsbereich des ADCs verstärkt oder heruntergeteilt und passend skaliert auf dem Bildschirm ausgegeben. Das Rauschen des ADCs selbst hat so in allen Messbereichen etwa die gleiche Pixel-Höhe. In den untersten Messbereichen, wo das Eingangssignal stark verstörkt werden muss, sieht es schlechter aus.
Also einfach Kapazität verdreifachen ist wohl nicht die beste Lösung
Ein super Beitrag, habe den 68µ Ladeelko gegen 100n getauscht und alles wieder ok 😀
Danke euch, bin hier weg CYL Uwe
Super Rückmeldung!
Besonders schlau wäre es gewesen, sich über ein externes Koppel-C, den Rausch/Rippel/HF-Anteil der Versorgungsspannungen anzusehen. ☺
Dann hätte man nicht raten müssen.
Ein super Beitrag, habe den 68µ Ladeelko gegen 100n getauscht und alles wieder ok 😀
Du hast dir das Video also nicht angesehen. Glaubst aber dennoch, es kommentieren zu können.
allo zusammen, mein sporadisch genutztes Hantek DSO5102P hat ein Problem. Das Gerät zeigt keine saubere Nulllinie trotz Eingang auf Gnd.
Hatte ich bei meinem auch. Ursache ist der FET am Eingang. Hab leider keinen Ersatz gefunden und das Gerät für kleinstes Geld abgegeben.
Uwe °. schrieb:
allo zusammen, mein sporadisch genutztes Hantek DSO5102P hat ein Problem. Das Gerät zeigt keine saubere Nulllinie trotz Eingang auf Gnd.
Hatte ich bei meinem auch. Ursache ist der FET am Eingang. Hab leider keinen Ersatz gefunden und das Gerät für kleinstes Geld abgegeben.
Das Design der Kiste ist schon 20 Jahre alt, und es war damals schon auf besonders billig gebaut. Der FET im Eingangsverstärker ist unschuldig.
Das hier im Thread bereits genannte Voltcraft DOV704 ist ein Beispiel für ein DSO bei dem bei "GND-Kopplung" nicht gemessen wird.
Ich habe nur eine einzige Aufnahme im Einzelschuss mit offenen Eingängen gemacht, Kanäle 1 und 2 waren auf 10V/Div eingestellt, Kanäle 3 und 4 auf 10mV/Div.
In Kanal 1 sieht man den schwingenden Puffer und in Kanal 3 Rauschen aber in den beiden GND-gekppelten Kanälen nur feine komplett glatte Linien.
Selbst wenn man in diese Aufnahme hineinzoomt, was Dank 12 Bit Auflösung und 10M Speichertiefe gut möglich ist, bleibt es in den Kanälen 2 und 4 bei komplett glatten Linien ohne jedes Rauschen oder Versatz.
Ein super Beitrag, habe den 68µ Ladeelko gegen 100n getauscht und alles wieder ok 😀
Zuviel getankt?
Ich habe nur eine einzige Aufnahme im Einzelschuss mit offenen Eingängen gemacht, Kanäle 1 und 2 waren auf 10V/Div eingestellt, Kanäle 3 und 4 auf 10mV/Div.
Durch die beigefügten Screenshots ein sehr anschaulicher Beitrag, danke dafür.
IMHO sollte man die Frage stellen warum man hier "GND_Funktion" bemüht, dann wird klarer wie man diese Impemntieren könnte (Hard- und/oder Software).
Das Umschalten auf Ground am Eingang ist kein Selbstzweck, sondern ist gedacht für:
- Vorbereitung zum Nullpunktabgleich
- Überprüfung auf Aktivität an dem Janal
- Eingangsbuchse (bspw. beim 4-Kanalscope) und zugehörige "Linie" ermitteln
t.b.c
Manche der genannten Funktionen bspw. der Nullpunktabgleich machen mehr/nur am klassischen (Analog-) Scope (mit physikalisch getrennten Anzeige-grid und Strahl-Bildschirm) Sinn. So sieht man bei genauer Betrachtung des Bildes vom Analogscope das Strahl leicht schief zum Raster läuft, aber ansonsten der Nullpunkt (ein DC Signal von Pegel 0V) genau durch die Nulllinie läuft. Man schaltet halt auf "GND" um die vertikale Lage des Strahls seinen Wünschen anzupassen. Das geht natürliche auch mit einer "Nicht-Messung am DSO" wie es manche nennen.
Alternativ zur "GND-Option" kann man natürlich auch die Probe an einen GND-Punkt des Scopes hängen, viele wenn nicht alle Scopes haben ja einen Kalibrieausgang. Damit kann man gleich die Eigenschaften des gesamten Tastopfes grob überprüfen und ggf. "nachjustieren".
Anbei Foto von einem DSO mit Kalbrierausgang und Darstellung der Optionen für den Probe-Eingang:
Das Umschalten auf Ground am Eingang ist kein Selbstzweck, sondern ist gedacht für:
Vorbereitung zum Nullpunktabgleich Überprüfung auf Aktivität an dem Janal Eingangsbuchse (bspw. beim 4-Kanalscope) und zugehörige "Linie" ermitteln
Nichts davon braucht man bei einem halbwegs modernen DSO und eine ohne Messung ausgegebene Nulllinie schon mal gar nicht. Die Zuordnung von Eingangsbuchse zu Linie z.B. erfolgt beim DOV704 schon über 1. die Farbe, 2. den Marker am linken Bildrand und 3. die Offsetangabe unten bei den Kanalinformationen (hier in Div womit Null-Lage bei Bereichsumschaltung gleich bleibt).
Das Design der Kiste ist schon 20 Jahre alt, und es war damals schon auf besonders billig gebaut. Der FET im Eingangsverstärker ist unschuldig.
Nun, hinterm FET hats gerauscht, davor nicht. Obwohl es schon ein Problem war das überhaupt zu messen. Hatte zuerst den AD8370 im Verdacht und getascht. Ohne Erfolg. Aber wie Du schon sagst, war billig gemacht. Und auch kostenmäßig kein großer Verlust. Ausserdem ist das gleiche Dingens nochmal als Voltcraft vorhanden. Damals als Ersatz für den mobilen Einsatz zugelegt. Sowas darf dann auch mal angestoßen werden. Inzwischen habe ich praktischere Handhelds.
Inzwischen habe ich praktischere Handhelds.
Empfehlungen mit langer Laufzeit?
Das DOV704 zieht 40W aus meiner Cuktech 10 über USB-C, ich wollte dort zwar demnächst ein Upgrade (mehr Kapazität pro Zelle) in die Powerbank bauen. Aber sonderlich viel mehr Laufzeit hole ich damit auch nicht raus.
Empfehlungen mit langer Laufzeit? Das DOV704
Nichts was auch nur ansatzweise Deinen Anforderungen genügen würde.
Geht nur um die längste Akkulaufzeit, für unterwegs Brauch ich eher was mit dem man mal eben in Verstärkern, Radios oder einem SNT messen kann.
Das DOV704 ist für die Reparatur eines Radio minimal Overkill.
Mal eben irgendwas Glitchen und dabei auf einem Kanal Stromaufnahme messen, ist unterwegs eher ungewöhnlich.
Auch für so freaks wie mich.
Das HDS242 fällt mir so spontan ein, wurde hier im Forum umfangreich beschrieben. Oder HANMATEK HO52, oder preiswerter zB das Mustool MDS8207, baugleich KKMON781. Oder oder oder, gibt doch soviele.
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