Platine mit "Briefmarkenrand".

Gast #5521106
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Kann mir da jemand die angelsächsische Bezeichnungsagen? Mit direkten 
und verwandten Übersetzungen finde ich nicht was ich suche.

Alternativ: Hat jemand sowas schonmal in Altium in einem Footprint 
untergebracht? Ich will einen Footprint erstellen der so einen Rand 
aufweist.
Gast #5521124
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Mmh, man macht doch einfach ein normales Footprint und plaziert 
entsprechend Löcher drumherum, oder was suchst Du genau? Halbe Löcher 
sind zwar auch möglich, machen aber praktisch meist keinen Sinn ....
Persönliche Seite #5521814
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die Bezeichnung für diese Art Durchkontaktierung sind unterschiedlich.

Bei multipcb :

Kantenmetallisierung
(Sideplating)/DK-Halblöcher

Bei anderen:

Half-cut/Castellated Holes

Nicht jeder Leiterplattenhersteller will/kann das.

In dem Bildern sieht man die Anordnung im Nutzen und als einzelne 
Leiterplatte. Einmal gefräst ( 2mm .. 2,8mm )  und in die andere 
Richtung geritzt. Gemacht in Altium, geht aber im Prinzip mit jeden 
Layoutprogramm. Beim Leiterplattenhersteller sollte man aber die Design 
Parameter vorher abfragen.

Als Bsp. Multipcb:
https://www.multi-circuit-boards.eu/leiterplatten-design-hilfe/bohren-durchkontaktierung/halbloch-kantenkontakte.html
Angehängte Dateien:
Beitrag #5521871 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #5521915
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Kolja L. schrieb:
> aber warum?

Nun-weil ich auch sowas bauen will wie das, was meine Vorposter hier 
gezeigt haben.

Es soll von meiner Platine zwei Bestückungsvarianten geben, eine zum 
Testen im Labor, eine zum Weiterverwenden und Benutzen. Die eine bekommt 
SMA-Buchsen und andere Steckverbinder, die andere soll über diese 
Briefmarkenränder auf andere Platinen gelötet werden können. Und da 
müssen auch ein wenig höherfrequente Signale durch.

Und da ich stockfaul bin und es daher nicht einsehe, die gleiche Platine 
zweimal zu routen, will ich das als Variante realisieren. Dazu will ich 
die Randkontaktierung aber als Footprint behandeln.

Macht Sinn, oder? :)

Danke für den Hinweis auf Castellated Holes...damit hab ich nun gefunden 
was ich suche. :)
#5522263
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Steffen H. schrieb:
> Nicht jeder Leiterplattenhersteller will/kann das.

das ist eine aufwändig zu fertigende Sondertechnologie und damit teuer.
Das Problem ist, daß die Fräser, wenn Sie die Durchkontaktierung 
auffräsen zuerst ins Kupfer und danach ins FR4 tauchen müssen, da sie 
andernfalls das Kupfer aus der Hülse reißen oder es entsteht ein 
ziemlicher Grat. Man muss also einen rechts- uns einen linksdrehenden 
Fräser dafür verwenden um diese Durchkontaktierungen öffnen zu können. 
Es ist am Ende aber meisst dennoch günstiger als einen Stecker zu 
bestücken, welcher dann als ggf. einziges Bauteil auf die Unterseite 
käme und somit nur dafür der 2. Lötdurchgang aufgemacht wird.

Dennoch kann / will das nicht jeder Fertiger
Gast #5522390
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Christian B. schrieb:
> da sie
> andernfalls das Kupfer aus der Hülse reißen

Nur der Vollständigkeit halber: es gibt auch andere Fertigungsmethoden 
als DK-Bohrungen halb wegzufräsen. Aber die sind noch exotischer. Siehe 
u.a.

https://www.epn.de/de/news/60-news-old.html

Die Behauptung, dass diese Anschlussart besonders billig wäre, dürfte 
nur für grosse Stückzahlen zutreffen, wenn überhaupt.

Georg
Gast #5522419
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Naja, das kommt darauf an, würde ich sagen.

Wenn du HF-Stecker hast und das auch noch bestücken willst, dann sollte 
es sich schon bei relativ kleinen Stückzahlen rentieren. Denn weitere 
Bauteile fallen weg (HF-Stecker sind nicht billig) und die Dinger können 
mit Maschinen bestückt werden. Zwei Platinen, die über Stecker verbunden 
werden maschinell zusammenzudengeln dürfte schwieriger sein-falls es 
überhaupt produktionstauglich machbar ist.

Aber bei meiner Anwendung geht es nicht um Wirtschaftlichkeit. Das soll 
ein Modul für verschiedene Tests werden, wenn man das braucht möchte man 
meine Platine einfach woanders drauflöten, und fertig sein. Bei den 
Preisen, die solch geringe Stückzahlen kosten, macht ein Euro mehr den 
Kohl nicht fett.
#5522861
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Christian B. schrieb:
> Steffen H. schrieb:
>> Nicht jeder Leiterplattenhersteller will/kann das.
>
> das ist eine aufwändig zu fertigende Sondertechnologie und damit teuer.
> Das Problem ist, daß die Fräser, wenn Sie die Durchkontaktierung
> auffräsen zuerst ins Kupfer und danach ins FR4 tauchen müssen, da sie
> andernfalls das Kupfer aus der Hülse reißen oder es entsteht ein
> ziemlicher Grat. Man muss also einen rechts- uns einen linksdrehenden
> Fräser dafür verwenden um diese Durchkontaktierungen öffnen zu können.
> Es ist am Ende aber meisst dennoch günstiger als einen Stecker zu
> bestücken, welcher dann als ggf. einziges Bauteil auf die Unterseite
> käme und somit nur dafür der 2. Lötdurchgang aufgemacht wird.
>
> Dennoch kann / will das nicht jeder Fertiger

Schon interessante Technik!
Mehr aus Neugierde als echtem Interesse für ein Projekt hab ich mal 
gegoogelt und JLCPCB bot das mal an (siehe 4tes Bild): 
https://easyeda.com/Aris17/PCB_Manufacturing_CompanyJLCPCB-c771578cabcb40cd85b51031cf3422cc
Das Feld gibt es inzwischen aber nicht mehr... Auf einer ihrer Seiten 
findet sich aber noch eine Kostenangabe (per Quadratmeter): 
https://support.jlcpcb.com/article/62-what-cases-will-be-charged-of-extra-cost
Eventuell kann man das über ein "Remark" bekommen.

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