Hallo,
ich möchte eine JBC T470 Eigenbau machen und habe einen alten HiFi Trafo
mit einer 50VAC Leistungs-Wicklung und zwei 2,3VAC Wicklungen, welche
ich für den Logikteil der Schaltung nehmen würde.
Jetzt die Spannende Frage: Muss bei den +/-2,3V ein LDO rein?
Die Spannung sollte irgendwo zwischen 3,3V und 2,8V schwanken, je nach
Belastung und Elko. Eigentlich sollte es allen Komponenten (AtMega,
OpAmp, HD44780, Hühnerfutter) doch so ziemlich egal sein, wenn die
Versorgungsspannung schwankt, so lange sie im zulässigen Bereich bleibt.
Aber irgendwie macht mir die Idee einer schwankenden Versorgungsspannung
Kopfschmerzen.
Andererseits ist bei der geringen Spannungen für einen LDO nicht mehr
viel Luft bzw. ich komme an die Grenzen der zulässigen
Versorgungsspannung beim HD44780 z.B.
PS: Die PSRR vom geplanten OpAmp ist 0,7uV/V. Das wird also im Rauschen
des OpAmp/ADC untergehen.
Daniel schrieb:> Die Spannung sollte irgendwo zwischen 3,3V und 2,8V schwanken, je nach> Belastung und Elko.
Hast du getestet, welche DC-Rohspannung bei maximaler Last und minimal
verfügbarer Netz(unter)spannung geliefert wird bzw. übrig bleibt?
Wenn nicht, dann mach diesen Versuch...
Daniel schrieb:> ich möchte eine JBC T470 Eigenbau machen und habe einen alten HiFi Trafo> mit einer 50VAC Leistungs-Wicklung
Für was sollen die 50V sein?
> Eigentlich sollte es allen Komponenten (AtMega,> OpAmp, HD44780, Hühnerfutter) doch so ziemlich egal sein, wenn die> Versorgungsspannung schwankt, so lange sie im zulässigen Bereich bleibt.
Eine dämliche Idee. Die Elektronik gehört mit sauberen 5 Volt versorgt,
könntest Du die möglichen Nebeneffekte abschätzen, müsstest Du hier
nicht fragen.
> und zwei 2,3VAC Wicklungen,
Sehr schön, baue dort eine LED für die Hintergrundbeleuchtung an, für
saubere 5 Volt genügt das nicht.
die zwei 2,3V Wicklungen kannst du doch so verschalten das 4,6V
rauskommen, nach der Gleichrichtung und Glättung sollte es gerade genug
für einen Low Drop Regler sein, zur Not den Gleichrichter mit 4
Schhottky-Dioden selbst aufbauen damit weniger Spannung abfällt.
Thomas O. schrieb:> ...nach der Gleichrichtung und Glättung sollte es gerade genug> für einen Low Drop Regler sein,...
Deine Glaskugel ist richtig sauber, gratuliere. :D
Daniel hat noch nichts vom Strom erzählt, weder, den der Trafo liefern
kann, noch wieviel seine Schaltung benötigt.
Michael M. schrieb:> Daniel hat noch nichts vom Strom erzählt, weder, den der Trafo liefern> kann, noch wieviel seine Schaltung benötigt.
und genau deshalb habe ich auch nichts vom Strom geschrieben. Aber mal
so ganz pauschal zum Trafo gesagt:"Spannung runter, Strom rauf" würde
mich schon wundern wenn da nur 10mA auf der 2,3V Schiene nutzbar wären.
Also für so nen HD44780, einen OP-Amp und einen µC sollte es schon
reichen und wenn nicht, kann man sich vielleicht mit einem Widerstand
etwas von der 50V Seite hohlen. Aber vielleicht kann Daniel noch ein
paar Infos rüberschieben.
Manfred schrieb:> Für was sollen die 50V sein?
C245 = 24V
C470 = 48V
Thomas O. schrieb:> ...ganz pauschal zum Trafo gesagt:"Spannung runter, Strom rauf" würde> mich schon wundern wenn da nur 10mA auf der 2,3V Schiene nutzbar wären....
Ich habe hier im Forum schon genügend Pferde kotzen sehen. ^^
die großen HD Stationen schalten je nach Lötspitze
C245: ~2,4 Ohm bei 22°C
C470: ~7,4 Ohm bei 22°C
die Sekündarwicklungen um also statt 1x 23,5V AC auf 2 x 23,5V(47V) AC
in Reihe. Aber gut das kann man auch über die Einschaltdauer regeln.
Also nur Mut Daniel und poste noch ein paar Informationen.
Danke für die Zahlreichen Antworten.
Danke an den Mod fürs Verschieben. Ich war mir nicht sicher ob das
"Elektronik" oder "Analogtechnik" ist.
Michael M. schrieb:> Hast du getestet, welche DC-Rohspannung bei maximaler Last [...]
Gemessen nicht, berechnet schon (siehe unten zu genauen Daten). Es
sollte reichen.
Manfred schrieb:> Sehr schön, baue dort eine LED für die Hintergrundbeleuchtung an, für> saubere 5 Volt genügt das nicht.
Bei den meisten LCDs die ich kenne, kann der LED-Widerstand von außen
vorgegeben, oder getauscht werden. Und zur Not kommt die LED an die
beiden Außenleiter.
Thomas O. schrieb:> die zwei 2,3V Wicklungen kannst du doch so verschalten [...]
Dann müsste ich die negative Versorgungsspannung für den Opamp aber per
Ladungspumpe herstellen und gerade versuche ich noch die Variante mit
minimalen Bauteilen.
Michael M. schrieb:> Daniel hat noch nichts vom Strom erzählt, [...]
Leider habe ich zu dem Trafo keine genauen Daten, aber die 2,3V
Wicklungen haben einen Querschnitt von 0,08mm² und Innenwiderstand von
0,55Ohm. Es sollte also für 100mA reichen. Gezogen wird wahrscheinlich
eh nur irgendwas um 30-40mA, wobei der größte Teil auf die LED des LCDs
und des Mosfet-Treibers geht.
nachtmix schrieb:> Klingt, als wenns die mittenangezapfte Heizspannung für ein VFD gewesen> wäre.
Genau so ist es.
Offtopic:
Thomas O. schrieb:> die großen HD Stationen schalten je nach Lötspitze> C245: ~2,4 Ohm bei 22°C> C470: ~7,4 Ohm bei 22°C> die Sekündarwicklungen um also statt 1x 23,5V AC auf 2 x 23,5V(47V) AC> in Reihe. Aber gut das kann man auch über die Einschaltdauer regeln.
Der Trafo hat diverse Abgriffe, unter anderem auch bei ca. 24V. Ich bin
im Moment noch am überlegen, ob ich immer 50V auf das Heizelement
prügel, oder ob ich eine Strommessung und dementsprechend Umschaltung
einbaue.
Da ich Wahrscheinlich auch eine Lötzange anschließen will, tendiere ich
im Moment eher zu einer Umschaltung, denn während die T245 Elemente 50V
vielleicht noch vertragen, wird es der Lebensdauer der kleinen CA/PA
Heizelemente sicherlicht nicht zuträglich sein.
Nachtrag:
Ich merke gerade, die Diskussion dreht sich gerade darum, ob es mit dem
Trafo machbar ist. Das habe ich aber schon durchdacht.
Mir geht es darum, ob die schwankende Versorgungsspannung irgendwo
Probleme machen könnte. Wenn jemand dazu was beitragen könnte, wäre
super. Z.B. die unbekannte PSRR der ATMega-Referenz o.ä.
Daniel schrieb:> Mir geht es darum, ob die schwankende Versorgungsspannung irgendwo> Probleme machen könnte. Wenn jemand dazu was beitragen könnte, wäre> super.
Ja natürlich. Am meisten kannst du selbst beitragen, indem du das Teil
durchmisst, wenn du keine genauen und belastbaren Angaben für das Teil
hast.
Alles "theoretisch, könnte, sollte, hätte, wäre, wenn" nicht dir
überhaupt nichts, wenn die Vorausetzungen nicht stimmen. :-)
Wir sitzen ja nicht an deinem Basteltisch...
Peter D. schrieb:> In Reihe auf Grätzbrücke und Ladeelko ergibt ~5V, läßt sich also prima> mit einem LDO auf 3,3V regeln.
Ja, das "Wunderkind LDO" ... :-o
Wenn die 2,3V-Spannungen sich unter Last als real erweisen, braucht
man nicht einmal einen LDO, wenn man weiß wie....
Daniel schrieb:> Nachtrag:> Ich merke gerade, die Diskussion dreht sich gerade darum, ob es mit dem> Trafo machbar ist. Das habe ich aber schon durchdacht.
Na dann.
> Mir geht es darum, ob die schwankende Versorgungsspannung irgendwo> Probleme machen könnte.
Dann wusstest du aber schon, um wie viel sie bei +/-10% erlaubter
Netzspannungsschwankung und im Leerlauf (Lötkolben geizt nicht) real
nach Gleichrichtung und Siebung per Elko bei der angedachten Belastung
(wohl unter 100mA) real schwanken würde.
Weisst du aber offenbar nicht.
Ein AVR kommt durchaus mit mit 100Hz quasi für ihn langsam schwankender
Versorgung klar, beim OpAmp kann man Schaltungen wahlen die auch kein
Problem haben, beim Messen des Analogwerts mit dem AVR darf die Referenz
sich halt nicht auf VCC beziehen, ein LCD schon weniger, das verändert
seinen Kontrast.
Wie wäre es, einen Probeaufbau zu machen, des Netzteils und messen, dr
Schaltung und gucken ?
Aus 2x2.3V~ werden nach Gleichrichtung 5.2 bis 7.2V DC. Das ist sehr
ungünstig für 5V low drop, 3.3V low drop ware besser. Eine 'virtuelle
Masse' aus der Mittenanzapfung bekommst du nicht hin, weil nur 1 Regler.
Für 2 Regler reicht es nicht.
https://dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.9
Daniel schrieb:> Mir geht es darum, ob die schwankende Versorgungsspannung irgendwo> Probleme machen könnte.
Ja kann sie.
Der ESP8266 Chip läuft z.B. von 2,5 bis 3,6 Volt. Aber innerhalb dieses
Bereiches darf die Spannung nur langsam schwanken. Ein Sprung von 3,3V
auf 3V wegen der Last durch den HF Transmitter bringt den Chip
zuverlässig zum abschmieren.
Ähnlich kenne ich es auch von einfachen getakteten Logikgatter der
CD40xxBE Familie. Die laufen mit 2 bis 15 Volt, was keinesfalls heisst,
dass die Spannung in diesem Bereich springen darf.
Wo jetzt genau der Unterschied zwischen zu schnellen Sprüngen und
langsamen Schwankungen ist, das ist hier die Preisfrage.
Ich würde die Versorgung der Logik entweder mit einem Step-Down Wandler
auf der Hauptversorgung (50V) beziehen oder einen Spannungsverdoppler
(z.B. Delon-Schaltung) hinter dem Trafo benutzen, dahinter dann wiederum
einen linearen Spannungsregler.
Stefan ⛄ F. schrieb:> oder einen Spannungsverdoppler> (z.B. Delon-Schaltung) hinter dem Trafo benutzen, dahinter dann wiederum> einen linearen Spannungsregler.
Wenigstens einer, der mitdenkt. :-)
es geht hier ja gerade mal um 100mA und bei so einem geringen Strom
reicht einen LM2940-T5 eine Dropspannung von 150-200mV also man braucht
hier nichts exotisches.
Thomas O. schrieb:> habe auch schon eine Schaltung gesehen da wurde ein MAX232 hergenommen> um einen OP-AMP symetrisch zu versorgen.
Ich auch. Da dachte ich zuerst noch an teure Perlen vor die Säue, aber
die Chinesen nehmen dafür natürlich keine originalen MAX232 sondern ihre
Klone für 4,6 Cent.
Daniel schrieb:> Da ich Wahrscheinlich auch eine Lötzange anschließen will, tendiere ich> im Moment eher zu einer Umschaltung, denn während die T245 Elemente 50V> vielleicht noch vertragen, wird es der Lebensdauer der kleinen CA/PA> Heizelemente sicherlicht nicht zuträglich sein.
C245 braucht 24V, C470 nutzten das doppelte.
Die Widerstaende fuer die Heizelemente sind unterschiedlich, bei C470
ist der Widerstand um einiges hoeher, die Station erkennt das und
schaltet dann um auf die hoehere Spannung.
Man spart sich ja kein Geld und schon gar nicht Aufwand beim Selbstbau,
ist halt eine Erfahrung bzw. Lernprozess.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Der ESP8266 Chip läuft z.B. von 2,5 bis 3,6 Volt. Aber innerhalb dieses> Bereiches darf die Spannung nur langsam schwanken. [...]
Ahhh, danke, genau solche Infos habe ich gesucht!
Jetzt ist halt die Frage ob eine 100Hz Welligkeit auf der
Versorgungsspannung schon ausreicht für diese Aussetzer, oder ob es um
Sprünge geht, bei denen die Versorgungsspannung wahrscheinlich nicht nur
auf 3V einbricht, sondern wegen der Leitungsimpedanz darunter und der
Chip dann stolpert...
Es wird wohl auf ein "Versuch macht Klug" hinaus laufen.
@alle Anderen: Ich habe eine spezifische Fragestellung bei der es um die
Welligkeit der Versorgungsspannung und deren Auswirkungen geht. Ist es
zu viel verlangt, wenn man darum bittet die Diskussion auf genau das zu
beschränken (und die teilweise recht unverschämten Kommentare zu
unterlassen)?
Daniel schrieb:> Ist es> zu viel verlangt,..
... dass du den dir in seinen Eigenschaften recht unbekannten Trafo mit
GL + Ladeelko durchmisst? Dann hast du Zahlenwerte, an die du dich
halten kannst und kannst auch anfangen zu rechnen.
Du willst eine Lösung, nicht wir. Da ist bitte deine "aktive"
Mitarbeit gefordert. ;-)
Vorher ist das Kaffeesatzlesen und dann kommen natürlich die
"unmöglichsten" und abwegigen Kommentare. ^^
Ich "will" eine Antwort auf die Frage, ob eine Versorgungsspannung die
mit 50/100Hz um ca 500mV schwankt die Komponenten durcheinander bringt.
Alles andere ist ein Problem für einen anderen Thread, wenn überhaupt.
Denn habe ich die Antwort auf diese Frage, weiß ich, ob es Sinn macht,
den Weg überhaupt weiter zu verfolgen.
Wenn es z.B. Probleme gibt (wie von Stefan F. angedeutet), brauch ich
die Messung garnicht erst anstrengen und es kommt eine halbe
Delon-Schaltung rein, oder ich schalte die Windungen in Serie und
generiere mir die negative Versorgungsspannung mit einer Ladungspumpe.
Dann ist ein Spannungsregler aber sowieso unumgänglich und eure ganzen
Denkanstrengungen und Rätseleien sind hinfällig.
Daniel schrieb:> Stefan ⛄ F. schrieb:>>> Der ESP8266 Chip läuft z.B. von 2,5 bis 3,6 Volt. Aber innerhalb dieses>> Bereiches darf die Spannung nur langsam schwanken. [...]>> Ahhh, danke, genau solche Infos habe ich gesucht
Wieso, du nutzt doch gar keinen ESP sondern einen ATmega, du bist nur
auf eine der unendlichen Desinformationsbeiträge von Stefan
reingefallen.
Wobei alle uC ähnlich reagieren, nur halt mit unterschiedlichen Grenzen.
Daniel schrieb:> Ich "will" eine Antwort auf die Frage, ob eine Versorgungsspannung die> mit 50/100Hz um ca 500mV schwankt die Komponenten durcheinander bringt.
Aber du hast keinerlei Zahlen, die eine Beurteilung zulassen, ob die
angedachte Spanungsversorgung in jedem Betriebsfall geeignet wäre.
Deine Frage lautete (Thementitel): "LDO nötig?"
Kein Mensch kann das ohne vorliegende Zahlen aus der Realität
beurteilen, sondern allenfalls einschätzen. Sieh das bitte endlich ein.
Wenn die Eingangsspannung am LDO bereits "auf Kante" sein sollte, gibt's
an dessen Ausgang den gleichen Einbruch. -> Sch....
Wenn ein "bisschen Luft" vorhanden ist und das Netz kurz einbricht, geht
die Minimalspannung am Regler unter den geforderten Wert. Der Regler
wird den Einbruch ohne Wimperzucken weiterreichen. -> Sch....
Das alles bei regelkonformer Dimensionierung der Versorgungsspannung.
Beim kurzen "Hochschnellen" der Netzspannung fängt ein ordentlich
dimensionierter Regler das ab und du hast da kein Problem.
Weiter: Ist die Trafo-Sek.-Spannung immer noch ausreichend, wenn er im
Betrieb eine höhere Betriebs-Temperatur hat? Überleg, was der Widerstand
der Sek.-Wicklung dann macht...
Aber wenn du keine exakt zielführende Hilfe möchtest, dann mach dein
Ding eben so weiter mit Schätzen, ...könnte vielleicht... usw. :-(
Daniel schrieb:> Wenn es z.B. Probleme gibt (wie von Stefan F. angedeutet), brauch ich> die Messung garnicht erst anstrengen und es kommt eine halbe> Delon-Schaltung rein,...
Eine "halbe" Delon-Schaltung. Aaaaja...
Das erste Mal, dass mir dieser Begriff unterkommt. Zeig mal das
Schaltbild her. :-O
EDIT: Wir als Hilfe-Gebende können uns das auch einfach machen, indem
wir einfach sagen:
"Sorg dafür, dass deine Betriebsspannung unter allen praktisch
vorkommenden Situationen (Netz, Last) keinen Sp.-Einbruch erleidet."
Dann sind wir ganz schnell fertig mit unseren Bemühungen... :-O
Daniel schrieb:> Jetzt ist halt die Frage ob eine 100Hz Welligkeit auf der> Versorgungsspannung schon ausreicht für diese Aussetzer
Das kann ich dir nicht sagen. Ich weiß nur, dass das Ding sofort
abstürzt, wenn ich einen 0,6Ω Widerstand in der Versorgungsspannung habe
und der Chip pulsierend 430mA aufnimmt.
Daniel schrieb:> Ich "will" eine Antwort auf die Frage, ob eine Versorgungsspannung die> mit 50/100Hz um ca 500mV schwankt die Komponenten durcheinander bringt.
Welche Komponenten denn konkret?
MaWin schrieb:> Wieso, du nutzt doch gar keinen ESP sondern einen ATmega, du bist nur> auf eine der unendlichen Desinformationsbeiträge von Stefan> reingefallen.
Ich habe beispielhaft für den ESP8266 und CD40xxBE geantwortet, weil ich
nicht weiß, welche Komponenten Daniel verwendet und wie er sie
beschaltet.
Falls er wirklich einen ATmega verwendet: Die sind meiner Erfahrung nach
deutlich robuster als der ESP8266. Aber auch da würde es mich
überraschen, wenn die Spannung beliebig zwischen 2,8V und 5,5V springen
darf.
> Wobei alle uC ähnlich reagieren
Ach was, dann nenne es nicht "Desinformationsbeiträge". Ich habe dir
nichts getan.
Michael M. schrieb:> Aber du hast keinerlei Zahlen, die eine Beurteilung zulassen, [...]
Deine ganzen Überlegungen sind für die Frage, ob die Komponenten
Spannungsschwankungen mitmachen, irrelevant.
Ein Gedankenexperiment als Veranschaulichgung: Was ist wenn der Trafo
3,3VAC ausspucken würde und die Last soweit begrenzt ist, dass die
gleichgerichtete Spannung auf min 3V einbrechen würde. Die "DC"-Spannung
würde dann zwischen 4,6V Spitze und 3V schwanken. Es würde also die
max./min. Spannung von allen Komponenten locker eingehalten und deine
Überlegungen wären hinfällig. Aber meine Überlegung der Probleme durch
Spannungsschwankungen blieben weiterhin bestehen.
D.h. Du/Ihr macht euch Gedanken weil Ihr ein Übermaß an Informationen
habt, die für die Fragestellung "Macht eine schwankende
Versorgungsspannung Probleme?" aber nicht relevant sind.
Das ich den Trafo "vermessen" muss, steht außer frage, egal für welchen
Anwendungsfall. Was spricht aber dagegen ein weiteres Problem parallel
anzugehen?
Michael M. schrieb:> Eine "halbe" Delon-Schaltung. Aaaaja...> Das erste Mal, dass mir dieser Begriff unterkommt. Zeig mal das> Schaltbild her. :-O
Bitteschön:
1
-. ,----->|----o---->|----o----VCC
2
)|( | + | +
3
)|( ### ###
4
)|>--. --- ---
5
)|( === | |
6
)|( GND | |
7
-' '-----------' ===
8
GND
Es fehlt quasi die untere Hälfte der Schaltung, dafür ist der
Mittelabgriff Masse und ich habe eine negative Versorgungsspannung
(Gleichrichter und Kondensator nicht eingezeichnet) für den OpAmp.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Welche Komponenten denn konkret?
ATMega808, HD44780 (bzw. halt einen der tausend Klone),
Wald-und-Wiesen-JFET-OpAmp (wobei für den eine PSRR höchstwahrscheinlich
im DB steht), VOM1271, eventuell noch eine externe Referenz falls ein
NTC zur CJC rein kommt. Das war es auch schon an aktiven Komponenten.
Für das Display brauchst du stabile 5V (nicht 3,3V) sonst flackert es.
Und ein "Wald-und-Wiesen-JFET-OpAmp" wird wohl auch eher mehr als 3V
sehen wollen.
Daniel schrieb:> Das ich den Trafo "vermessen" muss, steht außer frage, egal für welchen> Anwendungsfall.
Dann tu es doch einfach endlich als Erstes... :-(
Daniel schrieb:> Bitteschön:> 1 -. ,----->|----o---->|----o----VCC> 2 )|( | + | +> 3 )|( ### ###> 4 )|>--. --- ---> 5 )|( === | |> 6 )|( GND | |> 7 -' '-----------' ===> 8 GND
Deine Schaltung = :-((
Im Anhang findest du eine Delon-Schaltung (Bauteil-Werte bitte
ignorieren). Delon-Verdopplerschaltung gibt es nur als Ganzes und
nicht "halb".
Daniel schrieb:> ich habe eine negative Versorgungsspannung> (Gleichrichter und Kondensator nicht eingezeichnet) für den OpAmp.
Davon (als Ziel) war bisher überhaupt keine Rede.
Was du dir vlt. vorstellst, ist wahrscheinlich eine doppelte
Einweg-Gleichrichtung für jeweils Plus und Minus?
Stefan ⛄ F. schrieb:> Für das Display brauchst du stabile 5V (nicht 3,3V) sonst flackert es.>> Und ein "Wald-und-Wiesen-JFET-OpAmp" wird wohl auch eher mehr als 3V> sehen wollen.
Im DB des HD44780 steht 2,7V als min. Spannung drin.
In einem anderen Projekt, wo nur 3,3V zur Verfügung stehen, klappt es
gut, negative Vee wird dort per Ladungspumpe generiert. Ob es darunter
läuft, weiß ich nicht, aber ich vertraue mal dem Datenblatt. Ob es
dagegen die Spannungsschwankungen mit macht???
Der OpAmp bekommt ja die pos. und neg. Spannung als Versorgung, da wird
es eher nach oben hin knapp, wenn er nur 5V kann...
Michael M. schrieb:> Dann tu es doch einfach endlich als Erstes... :-(
Und welchen Unterschied macht das? Die Frage bleibt trotzdem die
gleiche.
Michael M. schrieb:> Deine Schaltung = :-((
Deine und meine Schaltung sind identisch (siehe Anhang), ich habe
lediglich die negative Spannung nicht verdoppelt und einen
Glättungskondensator plus Blocker-Diode drin.
Michael M. schrieb:> Davon (als Ziel) war bisher überhaupt keine Rede.
Erste Beitrag von mir: Muss bei den +/-2,3V ein LDO rein?
Zweiter Beitrag von mir: zur Not kommt die LED an die
beiden Außenleiter.
Da spreche ich zwei mal von einer symmetrischen Versorgung.
Daniel schrieb:> In einem anderen Projekt, wo nur 3,3V zur Verfügung stehen, klappt es> gut, negative Vee wird dort per Ladungspumpe generiert
Ja, aber ich hatte das Gefühl, dass du auch keine Ladungspumpe verwenden
willst, wenn dir schon ein 1,50€ Spannungswandler zu viel ist.
Michael M. schrieb:> Punkt für dich! Ich hatte +/- überlesen.> Trotzdem kommst du ohne Messen nicht weiter. ;-)
Jap, da komm ich nicht rum. Aber im Moment ist das Labor in einigen
Kisten verstaut und ich bin beim weiteren Verpacken über den Trafo
gestolpert. Da ein JBC Eigenbau bisher am Trafo gescheitert ist, habe
ich ihn also schnell mal an Strom gepackt und die Spannungen an den
Abgriffen gemessen. Da kam dann die Frage auf.
Das Labor wird erst in paar Wochen wieder stehen. Bis dahin will ich die
Schaltung/Platine eigentlich schon fertig haben, um es dann direkt nach
dem Vermessen an den PCB-Fertiger geben zu können. Die
Versorgungsspannung umzudesignen ist jetzt kein riesen Hexenwerk, aber
wenn ich eine Variante gleich ausschließen kann...
Abgesehen davon interessiert mich die Frage aus rein akademischen
Gründen. Und da hier eine enorm hohe Dichte an Personen mit Erfahrung
mit ATMegas und LCDs sind, hatte ich gehofft, dass es einige gibt die
das Thema schon mal willentlich oder unwillentlich behandelt haben.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Ja, aber ich hatte das Gefühl, dass du auch keine Ladungspumpe verwenden> willst, wenn dir schon ein 1,50€ Spannungswandler zu viel ist.
Ich will auch nicht unbedingt eine Ladungspumpe aufbauen müssen, wenn
ich einen Trafo habe der mir eine symmetrische Spannungsversorgung mit
seinem Mittelabgriff macht...
Stefan ⛄ F. schrieb:> Ja, aber ich hatte das Gefühl, dass du auch keine Ladungspumpe verwenden> willst, wenn dir schon ein 1,50€ Spannungswandler zu viel ist.
Ach, du hast ja auch eine negative Versorgungsspannung. Jetzt schlafe
ich auch schon...