Hallo zusammen,
ich bin noch Anfänger im Bereich Schaltungsentwurf und PCB Design und
habe mich an ein erstes kleines Projekt gewagt. Es geht um ein kleines
Board (ca. 4x3cm, 2 Layer), das die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit
misst und diese Daten gelegentlich per BLE iBeacon rausschickt (eine
Zentrale horcht auch diese iBeacon und sammelt die Daten ein). Das Ding
sollte möglichst klein und batteriebetrieben sein. Die verwendeten
Komponenten (STM8L151K6T6, SHT40 und JDY-23) sind zwar recht
verbrauchsarm, aber vom Knopfzellenwunsch werde ich mich vermutlich noch
verabschieden müssen. Aber das soll hier erstmal egal sein.
Mir würde es sehr weiterhelfen wenn vielleicht der ein oder andere Lust
hätte mir Feedback zur Schaltung und zum PCB Design zu geben.
Interessant sind für mich Dinge wie:
* Ist an der Schaltung irgendetwas grober Mist, sodass das auf keinen
Fall sinnvoll funktionieren wird? Der Breadboard-Aufbau hat soweit recht
gut funktioniert (allerdings mit Netzteil, einem anderen Sensor und
einem Arduino Nano)
* Sind in der Schaltung irgendwelche Best Practices nicht berücksichtigt
(Verpolungsschutz habe ich bspw. jetzt mal bewusst weggelassen, sollte
für mich nicht so wichtig sein)
* Was würdet ihr beim PCB Design anders machen? Unglücklich bin ich
insb. mit den VDD Traces, das sieht schon optisch irgendwie falsch aus
;-)
Mit der Software-Programmierung habe ich keinerlei Probleme (den STM8L
kenne ich bereits), mir geht es ausschließlich um die Schaltung und das
PCB Design. Das Board würde ich bestückt bestellen (keine Lust den SHT40
zu löten...), nur das JDY-23 Modul müsste ich noch selber löten.
Vielen Dank schonmal an alle konstruktiven Rückmeldungen
Chris
Spontan würden mir ein paar Löcher für Befestigunschrauben einfallen.
Ich kenne die Empfehlung mit 100nF Kondensatoren, da sehe ich beim STM8
und beim Bluetooth Modul (weiß nicht ob es welche braucht) keine.
Und ne Diagnose LED an einem Portpin war auch noch nie verkehrt.
Chris schrieb:> Vielen Dank schonmal an alle konstruktiven Rückmeldungen
Sensirion rät ja dazu die Sensoren auf einer PCB-Zunge anzubringen, oder
zumindest Schlitze so vorzusehen dass der Sensorbereich vom Rest der
Schaltung möglichst thermisch entkoppelt wird.
Ausserdem gibt es für die SHT-Serie doch diese Abdeckkappen, für deren
Füsschen man entsprechende Bohrungen um den Sensor herun vorsehen
könnte.
Ich habe SHT22 recht einfach zu löten in Erinnerung. Die Pads sind dort
auch seitlich noch erreichbar, so dass das Lötzinn von der Seite her den
Pad erwärmt und dann drunterkriecht.
LG, Sebastian
Wenn du bspw. Den jdy selber lötest hätte ich den auf die rückseite
gepackt und den stm genau darüber aufs top, dann sparst du dir einiges
an breite. Du könntest alternativ auch Mal schauen ob es von espressif
nicht direkt was mit Bluetooth le gibt.
Ich hab was ähnliches vor Jahren Mal mit nem esp8266 und ble280 gemacht.
Hielt aufm breadboard mitm 0815 ldo an einer 18650 etwa 7 Monate und hat
alle paar Minuten per WiFi und mqtt die Daten weitergegeben.
Wir setzen die Sensoren SHT21 und SHT40 in der Produktion ein.
All meine Versuche, diese Sensoren auf der Haupt-Platine zu plazieren,
waren stets mit einem Misserfolg gekrönt. Und dies, obwohl der Sensor
am äussersten Rand der Platine, weit weg von all den anderen ICs,
plaziert war und mit breiten Schlitzen rundherum nicht gespart wurde.
Ich musste schlussendlich den SHT in einen externen Fühler plazieren.
Von meinen NRF52 Modulen kenne ich das so, das die Antenne am Rand des
PCB sein soll und zumindest auf der einen Seite frei bleiben muss. Ich
hab jetzt leider nichts dazu im Datenblatt von dem JDY-23 gefunden, aber
prüfe das nochmal. (Steckverbinder)
Ich würde die Kupferfläche unter dem Modul ganz weglassen. Die macht nen
schönen Schwingkreis und bringt elektrisch nichts. Die mitten durch
laufende Leitung könnte man auch nach unten außen herum legen.
Ich kenne weder den JDY23 noch den STM8L152, aber Du solltest
vorsichtshalber nachschauen, ob BLE_Reset und BLE_PWRC pullups/pulldowns
benötigen, wenn der STM8 schläft und seine Pins in die Luft hängt.
Chris schrieb:> Sind in der Schaltung irgendwelche Best Practices nicht berücksichtigt> (Verpolungsschutz habe ich bspw. jetzt mal bewusst weggelassen, sollte> für mich nicht so wichtig sein)
Für GND (bei dir heißt das VSS) nimmt man das GND-Symbol
1
_|_
Direkt an die Pins 7+8 des µC gehört ein kleiner 100n-Kerko als
Blockkondensator.
Die 10nF Puffer an der Knopfzelle sind wirkungslos. Ich würde die
Knopfzelle mit einem Kerko/Elko im 47µF Bereich stützen.
Die 3 Durchkontaktierungen rechts ovben beim J1 sind unnötig. Denn der
J1 ist ja auf beiden Seiten kontaktiert.
Verbinde Leiterbahnen nicht im spitzen Winkel, sondern immer mit 90°
oder weniger:
Chris schrieb:> ich bin noch Anfänger im Bereich Schaltungsentwurf und PCB Design und> habe mich an ein erstes kleines Projekt gewagt.
Das ist erstmal OK so. Aber deine "Schaltung" sieht chinesisch aus.
Einfach nur ein paar Symbole auf's Blatt geworfen, ein paar Bemerkungen
dran und das war's. Nein, sowas mag zwar rein technisch gehen, ist aber
ziemlich unleserlich. Normalerweise sollte man Netzlinien ziehen, also
die Verbindungen zwischen den Bauteilen damit zeigen. Und damit es nicht
wieder unübersichtlich wird, benutzt man für feste Potentiale (GND, VCC
und so) die entsprechenden Symbole anstelle der Netzlinien. Den albernen
Zeichnungsrand braucht man nicht (da würde eine einfache
Nicht-Netz-Linie ausreichen), wohl aber sollte man ein Schriftfeld
vorsehen, wo man das Übliche (also wer, was, wann, wieso usw.) drin
vermerkt.
Ich häng dir mal ein Beispiel dran. Nur wegen der Form, nicht wegen des
Inhaltes.
W.S.
Malte _. schrieb:> Spontan würden mir ein paar Löcher für Befestigunschrauben> einfallen.> Ich kenne die Empfehlung mit 100nF Kondensatoren, da sehe ich beim STM8> und beim Bluetooth Modul (weiß nicht ob es welche braucht) keine.>> Und ne Diagnose LED an einem Portpin war auch noch nie verkehrt.
Das Datenblatt des BLE Moduls erwähnt keine notwendigen/empfohlenen
Kondensatoren (wobei Datenblatt ein großer Begriff dafür ist...). Ich
hatte vermutet, dass diese Bestandteil des Moduls sind, das wollte ich
aber nochmal prüfen.
Das Datenblatt des STM8L empfiehlt einen 10nF Keramik-Kondensator. Wäre
ein zusätzlicher 100nF generell empfehlenswert, selbst wenn nicht
explizit im Datenblatt erwähnt?
LEDs habe ich zwecks Stromverbrauch bewusst weggelassen.
Sebastian schrieb:> Chris schrieb:>> Vielen Dank schonmal an alle konstruktiven Rückmeldungen>> Sensirion rät ja dazu die Sensoren auf einer PCB-Zunge anzubringen, oder> zumindest Schlitze so vorzusehen dass der Sensorbereich vom Rest der> Schaltung möglichst thermisch entkoppelt wird.>> Ausserdem gibt es für die SHT-Serie doch diese Abdeckkappen, für deren> Füsschen man entsprechende Bohrungen um den Sensor herun vorsehen> könnte.>> Ich habe SHT22 recht einfach zu löten in Erinnerung. Die Pads sind dort> auch seitlich noch erreichbar, so dass das Lötzinn von der Seite her den> Pad erwärmt und dann drunterkriecht.>> LG, Sebastian
Ah, stimmt, das hatte ich ganz vergessen. Entsprechende Aussparungen
sollten sich wohl recht leicht umsetzen lassen, genug Platz ist da ja.
Ich hatte mich nur gefragt ob das bei diesem Board wirklich relevant
ist. Warm sollte da eigentlich nichts werden.
Bzgl. der Abdeckkappen muss ich nochmal schauen. Ich wollte die Variante
ohne Kappe nehmen, das Board kommt in ein kleines Gehäuse (mit
Luftschlitzen an den Seiten). Ich war mir unschlüssig was die Kappe
letztlich eigentlich bringt.
Ja, ich hatte mal etwas ganz ähnliches gelötet. Es geht schon, aber wenn
man sowas sehr selten macht fummelt man schon ganz schön rum ;-)
Auffälig Unauffällig schrieb:> Wenn du bspw. Den jdy selber lötest hätte ich den auf die> rückseite> gepackt und den stm genau darüber aufs top, dann sparst du dir einiges> an breite. Du könntest alternativ auch Mal schauen ob es von espressif> nicht direkt was mit Bluetooth le gibt.>> Ich hab was ähnliches vor Jahren Mal mit nem esp8266 und ble280 gemacht.> Hielt aufm breadboard mitm 0815 ldo an einer 18650 etwa 7 Monate und hat> alle paar Minuten per WiFi und mqtt die Daten weitergegeben.
Die Größe des Boards orientiert sich an einem kleinen Gehäuse, von denen
ich ein paar rumliegen habe. Auf der Rückseite ist die CR2032 Halterung.
Ich befürchte das lässt sich schwierig umsortieren. Ein programmierbares
BLE Modul wäre sicherlich eine Alternative. Die Wahl des JDY-23 war eher
ein "liegen hier eh ein paar rum" gepaart mit "soll angeblich wenig
Strom verbrauchen" ;-)
Ein ähnliches ESP8266 Projekt hatte ich auf dem Breadboard auch mal
gebastelt. Bei dem BLE Projekt geht es jetzt eher um "wie klein bekommt
man sowas" und evtl. "geht das auch mit einer CR2032 ohne die ständig
wechseln zu müssen". Eine 18650 wäre nice, ist aber deutlich zu lang für
das angestrebte Gehäuse. Wenn das mit der CR2032 nichts wird geht es
aber vermutlich in diese Richtung :-)
Mehmet K. schrieb:> Wir setzen die Sensoren SHT21 und SHT40 in der Produktion ein.> All meine Versuche, diese Sensoren auf der Haupt-Platine zu plazieren,> waren stets mit einem Misserfolg gekrönt. Und dies, obwohl der Sensor> am äussersten Rand der Platine, weit weg von all den anderen ICs,> plaziert war und mit breiten Schlitzen rundherum nicht gespart wurde.> Ich musste schlussendlich den SHT in einen externen Fühler plazieren.
Oh, das ist interessant. Was war genau das Problem? Hat der Sensor gar
nicht funktioniert? Oder sehr ungenaue Werte geliefert? Hat sich die
Hauptplatine mehr oder weniger stark erwärmt (würde ich bei meinem
kleinen Board eher nicht erwarten)?
Andreas M. schrieb:> Von meinen NRF52 Modulen kenne ich das so, das die Antenne am Rand> des> PCB sein soll und zumindest auf der einen Seite frei bleiben muss. Ich> hab jetzt leider nichts dazu im Datenblatt von dem JDY-23 gefunden, aber> prüfe das nochmal. (Steckverbinder)>> Ich würde die Kupferfläche unter dem Modul ganz weglassen. Die macht nen> schönen Schwingkreis und bringt elektrisch nichts. Die mitten durch> laufende Leitung könnte man auch nach unten außen herum legen.
Im Datenblatt hatte ich dazu auch nichts gefunden. Die Antenne über den
Rand hinausschauen lassen ging aus Platzgründen nicht so richtig. Ich
bin deshalb lediglich der allgemeinen Empfehlung gefolgt unter der
Antenne eine Sperrfläche einzurichten. Alternativ hätte man vielleicht
die Ecke des Boards einfach ausschneiden können, ich habe keine Ahnung
wie groß der Unterschied ist. Wenn sich das lohnt würde ich das noch
machen.
Ich hatte mal irgendwo gelesen oder gesehen, dass man bei zweilagigen
Boards die Signalleitungen und VDD möglichst vollständig auf die
Oberseite legt, die Unterseite mit GND füllt und dann alle
GND-Verbindungen mit Vias realisiert. Ist das doch eher Unsinn?
Stimmt, die Leitung außen herum zu legen sieht deutlich hübscher aus :)
Uwe G. schrieb:> Ich kenne weder den JDY23 noch den STM8L152, aber Du solltest> vorsichtshalber nachschauen, ob BLE_Reset und BLE_PWRC pullups/pulldowns> benötigen, wenn der STM8 schläft und seine Pins in die Luft hängt.
Sehr guter Punkt, danke. Auf den ersten Blick würde ich sagen, dass es
nicht notwendig ist, aber ich schaue mir das nochmal genauer an.
Beim ESP8266 (gleicher Frequenzbereich) ist die kritische Stelle leicht
zu erkennen. Der ESP hat selbst eine Massefläche, wobei der
Antennenbereich ausgenommen ist. Diese Massefläche darf sich mit dem
Board überlappen, der Antennenbereich sollte aber freigestellt sein.
Für den ESP gibt es eine Empfehlung für die Platzierung des Moduls. Ich
habe diese Skizze schon einmal ins Forum gestellt, ich finde sie
momentan nicht.
Das Problem ist nicht nur die schlechtere Abstrahlung, sonderen auch die
Rückwirkung auf andere Signalleitungen auf dem Board.
Ein Proble des Platzes sollte nicht bestehen, da man die Fläches des
Antennen-Layouts gewinnt. Um diese Fläche könnte man das eigende Board
kleiner machen.
Lothar M. schrieb:> Chris schrieb:>> Sind in der Schaltung irgendwelche Best Practices nicht berücksichtigt>> (Verpolungsschutz habe ich bspw. jetzt mal bewusst weggelassen, sollte>> für mich nicht so wichtig sein)> Für GND (bei dir heißt das VSS) nimmt man das GND-Symbol _|_
Würdest Du dann auch das 3.3 V Symbol statt VDD nutzen? Ich war mir
nicht sicher ob man besser die Symbole oder die Label benutzt.
> Direkt an die Pins 7+8 des µC gehört ein kleiner 100n-Kerko als> Blockkondensator.> Die 10nF Puffer an der Knopfzelle sind wirkungslos. Ich würde die> Knopfzelle mit einem Kerko/Elko im 47µF Bereich stützen.
Die Kondensatoren sind im Schaltbild wohl etwas unglücklich platziert.
Der 10nF Kondensator (Keramik) wird im Datenblatt des STM8L empfohlen.
Auf dem Board ist er direkt bei den Pins 7+8 platziert (C1). Würdest Du
neben C1 dennoch zusätzlich noch einen 100nF platzieren? Bzgl.
Stützkondensatoren an einer Knopfzelle hatte ich im Forum
unterschiedliche Meinungen gelesen. Vielleicht baue ich es als
Bestückungsoption ein und teste beide Varianten.
> Die 3 Durchkontaktierungen rechts oben beim J1 sind unnötig. Denn der> J1 ist ja auf beiden Seiten kontaktiert.
Ah, richtig, die nehme ich raus :)
> Verbinde Leiterbahnen nicht im spitzen Winkel, sondern immer mit 90°> oder weniger
Ah, wusste ich es doch. Wenn es falsch aussieht ist es oft auch falsch
;-) Werde ich ändern, besten Dank.
Chris schrieb:> Die Antenne über den> Rand hinausschauen lassen ging aus Platzgründen nicht so richtig
Das passt schon, bei Bluetooth ist das nicht wirklich nötig. Bei dem
BL651 Modul was ich benutze steht im Prinzip, das man es bündig mit dem
Platinenrand ausrichten soll und Links von der Antenne möglichst noch
etwas Platz frei lassen soll. Normalerweise rechnen die Moduldesigner
die Trägerplatine bei Design mit ein.
Chris schrieb:> Ich hatte mal irgendwo gelesen oder gesehen, dass man bei zweilagigen> Boards die Signalleitungen und VDD möglichst vollständig auf die> Oberseite legt, die Unterseite mit GND füllt und dann alle> GND-Verbindungen mit Vias realisiert. Ist das doch eher Unsinn?
Darüber kann man vortrefflich streiten. Ich meinte eigentlich nur die
beiden Teilflächen auf der Platinenoberseite unter dem Modul.
Platinenunterseite darfst Du ruhig mit GND füllen.
Auf welche Seite man GND legt hängt ganz vom Anwendungsfall ab. Ich habe
gerade eine Schaltung gemacht, da ist GND auf der Komponentenseite. Die
Komponenten sind Inselartig angeordnet, mit kurzen Verbindungen
innerhalb der Inseln auf der Komnponentenseite und GND fließt von
überall ran wo notwendig. Dadurch habe ich die andere Seite für das
Routing zwischen den Inseln frei
Gerald K. schrieb:> Ich würde den Antennenteil des JDY-32 über die Kante des PCB's> heraus> ragen lassen. Bringt größere Reichweite. Beispiel zweiter Anhang.
Das ist vom Platz her etwas schwierig, das Board passt in dieser Größe
genau ins vorgesehene Gehäuse. Ich könnte aber diesen Teil des Boards
(also die Sperrfläche unter der Antenne) ausschneiden.
W.S. schrieb:> Chris schrieb:>> ich bin noch Anfänger im Bereich Schaltungsentwurf und PCB Design und>> habe mich an ein erstes kleines Projekt gewagt.>> Das ist erstmal OK so. Aber deine "Schaltung" sieht chinesisch aus.> Einfach nur ein paar Symbole auf's Blatt geworfen, ein paar Bemerkungen> dran und das war's. Nein, sowas mag zwar rein technisch gehen, ist aber> ziemlich unleserlich. Normalerweise sollte man Netzlinien ziehen, also> die Verbindungen zwischen den Bauteilen damit zeigen. Und damit es nicht> wieder unübersichtlich wird, benutzt man für feste Potentiale (GND, VCC> und so) die entsprechenden Symbole anstelle der Netzlinien. Den albernen> Zeichnungsrand braucht man nicht (da würde eine einfache> Nicht-Netz-Linie ausreichen), wohl aber sollte man ein Schriftfeld> vorsehen, wo man das Übliche (also wer, was, wann, wieso usw.) drin> vermerkt.>> Ich häng dir mal ein Beispiel dran. Nur wegen der Form, nicht wegen des> Inhaltes.>> W.S.
Mir ist es eigentlich auch viel lieber wenn alle Verbindungen
eingezeichnet sind. Ich hatte nur immer ein bisschen Probleme, das so zu
gestalten, dass es am Ende noch übersichtlich ist. Dann hatte ich
irgendwo eine Empfehlung gesehen/gelesen, dass man das Schaltbild in
Blöcke gruppiert und den Linien-Verhau durch diese Labels vermeidet. War
womöglich wieder mal ein "ich habe keine Ahnung aber behaupte einfach
mal voller Überzeugung etwas" Beitrag ;-) Wenn ich das richtig verstehe
sollten alle Verbindungen (außer eben Dinge wie GND, VCC, etc.)
eingezeichnet werden und die Labels benutzt man eigentlich nur wenn man
mehr als 1 Blatt hat?
Der Zeichnungsrand ist bei KiCad automatisch dabei, ich weiß gar nicht
ob man das anpassen kann. Das Schriftfeld mit den üblichen Daten ist
vorhanden, ich hatte nur den benutzten Bereich des Blattes
ausgeschnitten.
Besten Dank für das Beispiel. Ich werde mal probieren, ob ich das mit
den Netzlinien ähnlich hübsch hinbekomme.
Gerald K. schrieb:> Beim ESP8266 (gleicher Frequenzbereich) ist die kritische Stelle> leicht> zu erkennen. Der ESP hat selbst eine Massefläche, wobei der> Antennenbereich ausgenommen ist. Diese Massefläche darf sich mit dem> Board überlappen, der Antennenbereich sollte aber freigestellt sein.> Für den ESP gibt es eine Empfehlung für die Platzierung des Moduls. Ich> habe diese Skizze schon einmal ins Forum gestellt, ich finde sie> momentan nicht.>> Das Problem ist nicht nur die schlechtere Abstrahlung, sonderen auch die> Rückwirkung auf andere Signalleitungen auf dem Board.>> Ein Proble des Platzes sollte nicht bestehen, da man die Fläches des> Antennen-Layouts gewinnt. Um diese Fläche könnte man das eigende Board> kleiner machen.
Ja, beim ESP ist die Empfehlung recht eindeutig. Bei BLE Modulen hatte
ich bislang nur die Empfehlung "am Rand platzieren" und "Sperrfläche
unter Antenne" gesehen, siehe auch den Beitrag von Andreas. Dieser ganze
Funkkram ist für mich größtenteils Voodoo... ;-)
Ja, stimmt, das Modul nach oben schieben, den Sensorkram auf den frei
gewordenen Platz schieben, dann kann man unten das Board passend kürzen.
Andreas M. schrieb:> Chris schrieb:>> Ich hatte mal irgendwo gelesen oder gesehen, dass man bei zweilagigen>> Boards die Signalleitungen und VDD möglichst vollständig auf die>> Oberseite legt, die Unterseite mit GND füllt und dann alle>> GND-Verbindungen mit Vias realisiert. Ist das doch eher Unsinn?>> Darüber kann man vortrefflich streiten. Ich meinte eigentlich nur die> beiden Teilflächen auf der Platinenoberseite unter dem Modul.> Platinenunterseite darfst Du ruhig mit GND füllen.
Ah, ok, das hatte ich falsch gelesen. Dann nehme ich die beiden
Teilflächen raus. Gibt es irgendwelche Anhaltspunkte, in welchen
Bereichen man die GND-Füllung aussparen sollte (sofern nicht eh explizit
im Datenblatt eines Bauteils erwähnt)?
Was mir noch einfällt: Da du den STM8 ohne Quarz betreibst und den BLE
per UART angebunden hast, ist der interne Oszillator ausreichend
Frequenzstabil über den erwarteten Temperaturbereich, damit das
zuverlässig funktioniert? Zumindest beim STM32 ist der auf ~25°C
kalibriert und darunter oder darüber werden die erlaubten Abweichungen
größer.
Chris schrieb:> Würdest Du dann auch das 3.3 V Symbol statt VDD nutzen?
Ja, klar.
> Ich war mir nicht sicher ob man besser die Symbole oder die Label benutzt.
Bei Labeln muss man immer erst mal lesen, was drin steht. Die
Versorgungssymbole machen klar, dass man da nicht schauen muss, wenn man
ein Problem mit einem Signal hat.
>> Direkt an die Pins 7+8 des µC gehört ein kleiner 100n-Kerko als>> Blockkondensator.> Die Kondensatoren sind im Schaltbild wohl etwas unglücklich platziert.
Full Ack.
> Der 10nF Kondensator (Keramik) wird im Datenblatt des STM8L empfohlen.> Auf dem Board ist er direkt bei den Pins 7+8 platziert (C1).
Stimmt, das passt. Allerdings darfst du die Leiterbahnen dort ruhig ein
wenig breiter un die Wege kürzer machen.
> Würdest Du neben C1 dennoch zusätzlich noch einen 100nF platzieren?
Nein, dann passt das schon, aber ich würde die Versorgungsleiterbahn
breiter machen. Erstens, damit man sie leichter erkennt. Und zweitens,
dass die Impedanz der Versorgung niedrig ist.
Zudem wäre es sicher nicht schlecht, die Massefläche(n) oben und unten
mit ein paar mehr Vias zu verbinden, damit auch alles "die selbe Masse"
ist.
Chris schrieb:> Gibt es irgendwelche Anhaltspunkte, in welchen Bereichen man die> GND-Füllung aussparen sollte
Wenn ich mir die Unterseite des BT-Moduls so anschaue, dann würde ich
die Fläche da drunter von Kupfer freihalten:
https://img.joomcdn.net/2daa15722bad5c14d2931b712c26b90f8c28f326_original.jpeg
Denn wenn da auf beiden Leiterplatten Kupfer ist, dann sind die beiden
Kupferschichten nur mit dünnem Lack voneinander getrennt...
Chris schrieb:> Gibt es irgendwelche Anhaltspunkte, in welchen> Bereichen man die GND-Füllung aussparen sollte (sofern nicht eh explizit> im Datenblatt eines Bauteils erwähnt)?
Erfahrung und Datenblätter :-) Normalerweise steht das im Datenblatt.
Aber was man immer vermeiden sollte: freihängende Flächen, also Flächen
die nur einseitig angebunden sind. Wenn Du Dir das in deinem ersten Bild
mal genauer anschaust, dann kann man "sehen", das diese beiden
Teilflächen im Prinzip einen Kondensator bilden, dessen "Platten" an
einer Stelle (rechts) verbunden sind. Diese Verbindung ist eine
Induktivität. Das zusammen ergibt einen Schwingkreis. Und da ja direkt
in der Nähe gleich ein Sender ist.....
Flächenfüllungen sollte man hinterher immer nochmal auf solche Sachen
Prüfen, das tritt eigentlich fast immer auf. Ich mache dann an den
"Anschlusstellen" ein kleines Keepout um die Füllung zu verhindern.
Alternativ kann man an den Rändern oder Ecken der Flächen ein paar Vias
setzen um die Fläche mit der Plane auf der anderen Seite zu verbinden.
(Dann muss die andere Seite aber durchgehend sein :-) Beid
Versorgundsplanes kann man manchmal auch mit Kondensatoren an den Kanten
auf GND arbeiten.
Ganz oft zu sehen und eigentlich immer falsch ist es auch eine GND
Fläche die direkt an den "SW" Pin eines Schaltregler angrenzt. Das
ergibt auch einen Kondensator und da der SW Pin schnell taktet koppelt
das nicht nur Störungen auf GND ein sondern bewirkt auch eine unnötige
Last auf den Regler.
Im Prinzip sollte man also nach ungewollten "Kondensatoren" Ausschau
halten und sich die Stromflüsse dazu überlegen. Isolationsabstände nicht
ohne Not zu klein wählen.
[Edit]: Nachtrag: Man kann damit natürlich aber auch bewusst arbeiten,
manchmal will man ja Kondensatoren haben und wenn man dann den Abstand
zwischen GND und VCC z.B. sehr klein macht bekommt man schöne Low-ESL
Kapazitäten hin. Das wir vor allem bei Multi-Layer genutzt (Ein Grund
warum GND und VCC normalerweise benachbarte Lagen und in der Mitte sind)
Die vier Anschlüsse von rechts oben nach links unten verlegen. Die
Leitungszuführung in der Nähe der Antenne ist ungünstig. Außerdem werden
die Versorgungsleitungen kürzer.
Dann könnte man den Print entlang der freigestellen Fläche kappen. Die
Beschriftung "STM8L" müßte man verlegen. Positiver Nebeneffekt, der
Preis des Print reduziert sich (kupferfrei Fläche kostet gleich viel
Geld).
Werden keine Bohrungen für Befestigung benötigt?
Chris schrieb:> Der Zeichnungsrand ist bei KiCad automatisch dabei, ich weiß gar nicht> ob man das anpassen kann.
Leider im aktuellen KiCad 6 nicht mehr.
Die Umstellung auf "6" war eine komplette Umstellung des
Schaltplanformates.
Der Schaltplan enthält jetzt auch z.B. die Symbole, was die Weitergabe
eines Schaltplanes vereifacht, da nicht eine Symbolbibliothek
mitgereicht und eingebunden werden muss.
Dabei sind solche Sachen wie das Unterdrücken des Zeichnungsrahmens
leider ersteinmal wegefallen, aber sie kommen irgendwann wieder.
Workaround: In SVG plotten und den Rahmen weglöschen (z.B. mit Inkscape)
Der Zeichnungsrahmen mit dem alphanumerischen Planquadrahtsystem kann
recht nützlich sein. Für alte KiCads gab es Programme, die Listeten die
Planquadrahte nach den Referenzbezeichnern. Die meisten funktionierten
aber nur für DIN A4.
Chris schrieb:> Ich werde mal probieren, ob ich das mit> den Netzlinien ähnlich hübsch hinbekomme.
Das hängt oftmals von der Gestaltung der Symbole ab. Viele Leute meinen,
in ein Symbol alle nur erdenklichen Informationen hineinzupacken.
Beispiele sind oftmals Symbole für µC, wo bei allen Portpins sämtliche
Verwendungszwecke in den Pin-Namen eingehen, anstatt nur sowas wie P3.7
zu schreiben und die jeweilige Verwendung dem Blick ins Datenblatt zu
überlassen. Oder man macht Symbole so, als wären sie viereckige
Riesen-Igel, wo auf allen Seiten Stoppeln herausstehen. Denk dir nur mal
einen 208 pinnigen µC auf diese Weise durch ein Symbol dargestellt. So
ein Klumpen läßt auf dem Zeichnungsblatt keinen Platz mehr für das, was
man eigentlich zeichnen will. Ich mache das so, daß ich einem Bauteil
mit vielen Pins mehrere Symbole gebe, so daß man derartige Klumpen
vermeidet und obendrein verschiedene Funktionsteile auf verschiedenen
Zeichnungsblättern anordnen kann. Also z.B. bei einem µC den
"household"-Kram, also Spannungsanschlüsse, Takt, Programmierbuchse und
Resetzeugs auf einem Zeichnungsblatt und alles andere auf anderen
Zeichnungsblättern. Und bei den Symbolen von solchen vielpinnigen
Bauteilen dann quasi einseitige Symbole machen, so daß man sie an den
Rand stellen kann (so wie die Schrankwand im Wohnzimmer), damit man
nicht immer um das ganze Ding herumtanzen muß.
Also: es hängt auch davon ab, ob man klug gestaltete Symbole hat und
auch, wie ein EDA-System mit Bauteilen und deren Symbolen bzw.
Footprints umgeht. Wenn man eine tiefe Trennung zwischen Schaltung und
Layout hat wie bei steinalten EDA-Systemen, dann ist das schwieriger als
bei Systemen, wo beides gut miteinander arbeitet.
W.S.
Chris schrieb:> Was war genau das Problem?
Der Sensor ist sehr empfindlich. Wenn die Schaltung nur spontan aus dem
Standby aufwacht, die Messung vornimmt und sie weitergibt, wirst Du
keine Probleme haben. Aber wenn die Schaltung länger eingeschaltet
bleiben muss, oder ein LiIon-Charger anspringt, dann wird die Messung um
2 - 3⁰C verfälscht.
Mehmet K. schrieb:> Chris schrieb:>> Was war genau das Problem?> Der Sensor ist sehr empfindlich. Wenn die Schaltung nur spontan aus dem> Standby aufwacht, die Messung vornimmt und sie weitergibt, wirst Du> keine Probleme haben. Aber wenn die Schaltung länger eingeschaltet> bleiben muss, oder ein LiIon-Charger anspringt, dann wird die Messung um> 2 - 3⁰C verfälscht.
Außerdem ist es sinnvoll zunächst den MC (STM8L151K6T6) aufzuwecken, zu
messen und dann den Funkmodul JDY-23 aufwecken und zu senden.
Sonst kann es sein, dass die Funkstrahlung des JDY-23 die Messung
beeinflußt.
Chris schrieb:> Vielen Dank schonmal an alle konstruktiven Rückmeldungen
Vielleicht übersehe ich was beim kurz drüberschauen: wie kontaktiert die
Batterie?
Durch dne Lötstopplack wird das nix. Und damit sind Vias im Bereich der
Batterie auch ein Tabu.