Hallo Leute,
kann mir jemand sagen, wie ich am besten den Spannungsdrop eines FETs
messen kann, der Highside verbaut ist?
Hintergrung: Ich muss den FET abschalten, bevor nahe eines kritischen
SOA Grenze kommt. Es soll eine Art SSPC werden.
Danke :)
Je nach Anforderung mit INA, Differenzverstärker, zwei Spannungsteilern
oder direkt an dem ADC.
Auf so eine allgemeine Frage kann man nicht wirklich antworten, erzähl
doch mal was zu der Größe des Drops und der Höhe der Spannungen
allgemein.
qwerzuiopü+ schrieb:> Je nach Anforderung mit INA, Differenzverstärker, zwei Spannungsteilern> oder direkt an dem ADC.> Auf so eine allgemeine Frage kann man nicht wirklich antworten, erzähl> doch mal was zu der Größe des Drops und der Höhe der Spannungen> allgemein.
Okay
Ich muss um die 50A bei 48Vdc schalten. In einem früheren Design kam es
immer mal wieder vor, das die FETs durchbranten. Schuld war ein zu
langsamer Treiber, das weiß ich nun. Aber zu schnell soll das ganze auch
nicht sein, um kapazitive Lasten Schalten zu können. Darum ist jetzt die
Idee, den Treiber erst die FETs Linear treiben zu können und dann voll
durchschaltet. Und um die FETs im Linearen Modus nicht zu töten will ich
deren Drop messen und den Treiber damit steuern. Der Treiber soll in
Abhängigkeit des Drops weiter "auf" machen.
Der SOA soll dann einfach linear aus dem Stromfluss (der kommt von einem
Hallsensor) und dem Drop über den FETs analog berechnet werden -
linarisiert versteht sich...
Wenn die Spannung am Drain also scheinbar überall zwischen 0 und 48V im
Normalbetrieb liegt, bleibt wohl nur ein Spannungsteiler. Jenachdem, wie
stark die 48V Versorgung schwankt, musst du dir überlegen, ob du die
mitmessen willst (Dann Diff-"Verstärker" mit entsprechend kleiner
Verstärkung) oder eben nicht.
Fragender schrieb:> Aber zu schnell soll das ganze auch> nicht sein, um kapazitive Lasten Schalten zu können.
Woher genau kommt Deine belastbare DC? Und wo genau soll sie
hin, was kommt als "hiervon schaltbare Last" alles in Frage?
Wie viele Ausgaenge m. welchen einzelnen Features benoetigt?
(Die genauen Eigenschaften von Quelle und Last(en) wichtig.
R_i ist? Max. moegl. Kapazitaetswert waere welcher? Etc. pp.)
Welche exakten Schutzfunktionen sollen implementiert sein?
Im_Ernstfall koenntest Du am Schluß bei einem Konzept incl.
µC landen, der alles ueberwacht, evtl.auch Steuer- oder sogar
Regelaufgaben uebernimmt, & natuerlich Sicherheitsfunktionen.
Vielleicht auch Kommunikation mit anderen µC / Kontrollstat.
Die Leistungsstufe koennte sogar als Kombination eines synchr.
Buck (MHz fsw fuer niederohmigst moegliche Speicherdrossel)
mit zusaetzlich moeglicher linearer Ansteuerung des Highside
Schalters ausgelegt sein (je nach Anforderungen).
Also rede bitte Tacheles, worum es Dir wirklich praezise geht.
Fragender schrieb:> Es soll eine Art SSPC werden.
Ist halt einfach viel, viel zu wenig fuer ernsthafte Ansaetze.
Wenn Du selbst (noch) nichts genaueres weißt: Finde es heraus.
Für 50V/50A schaltet man normalerweise zwei Mosfet parallel, aber Dank
der Weiterentwicklung geht es inzwischen sogar mit einem einzigen:
N-Kanal IPB020N10N5LF. SOA DC sagenhafte 320 Watt. Bzw in der
Schaltanwendung samt 20% Reserve also 60V/60A darf die Überlappung über
100us lange dauern. Dazu braucht es nicht einmal einen besonders
leistungsfähigen Gate Driver, Qg nur 4.4nC und Cg unter 1nF! tr+tf
28+82ns ist bei Anwendungen unter ca 100kHz ok. TO-263. RDSon 2mOhm.
Das Vorhaben mit der linearen Ansteuerung ubd SOA-Kontrolle verstehe ich
schon, aber es wird nicht funktionieren. Garantiert und mit sehr wenig
Aufwand funktionieren geeignete Mosfets!
Willi S. schrieb:> Für 50V/50A schaltet man normalerweise 2 Mosfet parallel
Wenn man nicht so stark ueberdimensionieren will, kann man
ja sogar Fet 1 mit R seriell, und Fet 2 zum Ueberbruecken
spaeter als Fet 1 einschalten. Evtl. sogar billiger (via
R hoeheren Wertes vor dem Gate vom 2. Fet simpel machbar).
Nur kann:
Fragender schrieb:
> eine Art SSPC
i.A. mehr, als nur Inrush auszuhalten. Weshalb haette ich
sonst einen kompletten (bis auf den Ausgangskondensator,
den der Eingangs-C des Anschlußmoduls bildete) Abwaerts-
wandler genannt? (Der freilich stromgeregelt sein sollte,
hatte ich vergessen, hinzuschreiben.) Deshalb hatte ich ja
die ganzen Fragen gestellt. (Auf die jetzt vielleicht grade
wegen - in diesem Fall naemlich unpassenden, und fuer den
TO aergerlichen - Smartswitch Empfehlungen & "Neuerfindung
des Rades" Spruechen sowie "nur Schaltbetrieb geht" + Rat
mit/zu moeglichst dickem Fet... keine Antwort mehr kommt.)
Es kann natuerlich sein, daß ich die Bedeutung von "(eine
Art) SSPC" mißdeute, Ihr recht habt, und laengst nicht so
viele Anforderungen/Spezifikationen bisher ungenannt sind,
wie ich denke - aber weil man verschwiegene Informationen
zur Genuege kennt, rechne ich eben fest damit. Uebrigens
auch mit der Unklarheit der moeglichen Bedeutung(en) des
Begriffes SSPC gar nicht jedem hier klar sind, stattdessen
wird aber aus den genannten gelaeufigen Begriffen etwas
zu machen versucht. Nicht jeder kennt jedes Kuerzel.
GN8