Hi Leute!
Ich weiss ja nicht, warum die Welt mittlerweile keine LED-Treiber mehr
zu benötigen scheint oder ob Effizienz heutzutage völlig out ist, aber
es ist mir völlig unverständlich, warum es für mein wirklich nicht
gerade spezielles Problem keinen LED-Treiber gibt.
Vin: 3V-3.5V (LiFePo Akku)
Iout: Sollte via Widerstand einstellbar sein. Im Idealfall 500mA oder
mehr.
Vf der LED: 2.6V-2.8V
Gibt es da wirklich nichts??? Kann doch nicht wahr sein??
Achso es sollte ein Linearregler sein, da bei der winzigen
Spannungsdifferenz ein Buck auch nicht viel besser wäre und so spare ich
mir eine Spule auf dem Board.
Trollanleitung: Nimm einen Beitrag, verstehe ihn so saublöde wie nur
möglich und rotze dann irgendwas Hirnloses hin, damit keiner sich damit
argumentativ auseinandersetzen kann.
Deine Leistung ist diplomreif.
Dany schrieb:> Gibt es da wirklich nichts??? Kann doch nicht wahr sein??
Bei so simplen Dingen wird etwas Abstraktionsvermögen erwartet. Versuch
es doch einmal mit einer Stromquelle. Bei 0.2V (worst-case) als Luft zum
Regeln kann es knapp werden.
Wolfgang schrieb:> Bei 0.2V (worst-case) als Luft zum Regeln kann es knapp werden.
p.s.
Das war etwas großzügig geguckt. Von den 0.2V geht noch der
Spannungsabfall der Strommessung ab.
Ja, die Worstcase-Scenarien machen die Aufgabe dann doch speziell
Vielleicht kann man damit etwas schaffen, das ausreichend gut ist.
https://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/0210253.htm
Hab den Artikel nicht gelesen, mich nur an das Prinzip erinnert.
Wenn Bat 3V erreicht hat und V_2,8 sein soll regelt sich da natürlich
nichts mehr, das wird vom Transistor gefressen.
Die Frage ist, ist die LED dann noch ausreichend hell?
Dany schrieb:> es ist mir völlig unverständlich, warum es für mein wirklich nicht> gerade spezielles Problem keinen LED-Treiber gibt.
Weil das mit einen SenseFet oder Stromspiegel realisiert wird, wenn
keine simple PWM verwendet werden sollte.
Dany schrieb:> Vin: 3V-3.5V (LiFePo Akku)> Iout: Sollte via Widerstand einstellbar sein. Im Idealfall 500mA oder> mehr.> Vf der LED: 2.6V-2.8V> Gibt es da wirklich nichts?
Es gibt so viel https://dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.8
Aber 0.5A bei 0.2V wird knapp, das wären ja 0.4 Ohm, der AMC7135 schafft
0.35A bei 0.12V, der CN5711 schafft zwar 0.8A, hat aber die 0.2V bei
0.35A.
Ich habe mir hier jeden Vorschlag angeschaut. Entweder Bauteile obsolet
(schaue ich mir nicht weiter an), oder Strom praktikabel nur <100mA
machbar.
MIC4802 habe ich mir vor meinem Posting auch schon angeschaut. Wenn man
da allerdings sich mal genauer die Graphen anschaut, sieht man, dass da
unter 3.5V nichts brauchbares mehr bei rauskommt. Headroom halt auch
leider massiv.
Ich sagte ja. Gibt nix. Verstehe nicht warum. Technisch gar kein
Problem. Ich nehme jetzt behelfsweise einen Load Switch mit
einstellbarer Strombegrenzung, obwohl der gar nicht dafür gemacht wurde.
Ist auch etwas unschön, weil die Stromregelung nicht super akkurat ist.
Ist dafür halt nicht gemacht worden. Aber immernoch viel besser als
einfach einen Widerstand einzulöten.
Echt schade. Und Unverständlich. KSQs gibt es auch nur im mA Bereich.
Achso der Vorschlag mit Serienschaltung mehrerer LEDs oder der "Hack"
mit Boost nach VIN (eigentlich ganz clever) wären zwar machbar, aber ich
wollte halt die Spule vermeiden, da auf dem Board auch ein Funkmodul
sitzt und das möchte gerne seine Ruhe haben.
Dany schrieb:> Technisch gar kein Problem.
Weshalb baust Du es dann nicht, anstatt hier rumzujammern?
Dany schrieb:> Ich sagte ja. Gibt nix. Verstehe nicht warum.Dany schrieb:> Echt schade. Und Unverständlich.
0,2V Drop bei 500mA (und mehr) ist halt nicht ohne.
Für dein „Problem“ gibt es auch andere Lösungen, selbst wenn du es nicht
wahrhaben oder akzeptieren willst.
Dany schrieb:> Ich sagte ja. Gibt nix. Verstehe nicht warum. Technisch gar kein> Problem.
Doch, eine Ausgangsspannung, die sowohl höher als auch niedriger
als die Eingangsspannung sein kann, ist ein technisches Problem,
welches jeder gute Entwickler zu vermeiden weiss.
Dany schrieb:> MIC4802 habe ich mir vor meinem Posting auch schon angeschaut. Wenn man> da allerdings sich mal genauer die Graphen anschaut, sieht man, dass da> unter 3.5V nichts brauchbares mehr bei rauskommt. Headroom halt auch> leider massiv.
Habe bei einem Exemplar MIC4802YME und einer weißen Seoul-LED
nachgemessen:
U_led 2,99V @ I_led = 506 mA (R_set = 10 kOhm)
U_bat_min = 3,22V (I_led gerade noch 506 mA)
U_drop = U_bat_min - U_led = 230 mV [1]
Angenommen, die angegebenen U_led = 2,8V sind @ 500 mA, dann könnte der
MIC4802 eine solche LED noch bei 3,03V versorgen, und falls U_led = 2,6V
@ 500 mA, sogar sicher bei den spezifizierten 3,0V.
[1] Die oben genannten ca. 180 mV @ 500 mA sind laut Datenblatt bei
U_bat = 5V.
Es reicht dafür eine Transistor mit einem hohen hfe, wie der 2SD1582 und
einem Basisstrom von 10mA. Da fallen 0,15...0,2V zwischen Kollektor und
Emitter ab. Der Verstärkungsfaktor begrenzt den Strom. Das reicht
vollkommen aus. Statt einem Stromverhältnis von 1:5 mit Vorwiderstand
(Voller Akku zu entladenem Akku) hast Du dann 1:1,3 und das sollte für
den Zweck reichen.
Hallo Dany,
ja, so ist es. Die Chinesen haben alle Treiber heimlich für den
Eigenbedarf aufgekauft. Was will man da machen?
Ich finde die Situation auch ganz schlimm.
Dany schrieb:> Ich weiss ja nicht, warum die Welt mittlerweile keine LED-Treiber mehr> zu benötigen scheint oder ob Effizienz heutzutage völlig out ist, aberDany schrieb:> Achso es sollte ein Linearregler sein, da bei der winzigen
Soso, ein effizienter Linearregler also. Worin unterscheidet sich denn
für Dich ein effizienter von einem ineffizienten Linearregler?
Ansonsten, PAM2808: 0.1V FB + 0.1V Drop Out + 2.8V Led = 3V
Andreas M. schrieb:> Soso, ein effizienter Linearregler also. Worin unterscheidet sich denn> für Dich ein effizienter von einem ineffizienten Linearregler?
Durch die Eigenstromaufnahme I_bias, I_q, etc. beim jeweiligen
Laststrom:
MIC4802: typ. 3 mA @ 500 mA
PAM2808: nicht spezifiziert.
Andreas M. schrieb:> Ansonsten, PAM2808: 0.1V FB + 0.1V Drop Out + 2.8V Led = 3V
Das liest sich so einfach aus dem Datenblatt.
Obwohl der PAM2808 bis herunter auf 2,5V spezifiziert ist, werden seine
Specs unterhalb ca. 3,7V...3,5V (je nach LED-Strom) schon nicht mehr
eingehalten, siehe Anhang.
Das ist aber genau der interessierende Bereich des TO von 3,0V bis 3,5V.
Die Toleranz von U_fb bzw. Vref ist erst gar nicht spezifiziert.
Dieter D. schrieb:> Der Verstärkungsfaktor begrenzt den Strom. Das reicht> vollkommen aus.
Das passt aber nicht zu dir als "Hobbytheoretiker". Das würde ich eher
"Hobbymurkser" nennen, denn der resultierende Strom ist weit entfernt
von einen kalkulierbaren Wert. Oder du willst jede Treiberstufe
individuell mit dem Basiswiderstand einstellen, aber auch das heißt bei
mir "Murks".
Eberhard H. schrieb:> Das liest sich so einfach aus dem Datenblatt.>> Obwohl der PAM2808 bis herunter auf 2,5V spezifiziert ist, werden seine> Specs unterhalb ca. 3,7V...3,5V (je nach LED-Strom) schon nicht mehr> eingehalten, siehe Anhang.
Das kann man aus den Diagrammen ohne die Vf der Led nicht so einfach
ableiten. Der TO hatte als Vf Bereich ganz klar 2.6 bis 2.8V angegeben.
In dem Diagram, nehmen wir mal die 1W Line, könnte man auf einen Strom
von irgendwas zwischen 300 und 350mA schließen. Aus den anderen
Diagrammen und der Tabelle oben, könnte man vermuten das es 333mA sein
könnten. Bei 1W bedeutet das aber eine VF nahe der 3V Grenze. D.h. bist
zur Led des TO ist noch Luft.
Ich würde es auf einen Versuch ankommen lassen, zumal die Diagramme auch
mit der Minimalbeschaltung geamcht wurden, im DaBla aber steht das man
bei niedriger Betriebsspannung der Co vergrößern sollte.
Allerdings ist es schon komisch, das dort als Minimalbetriebsspannung
2.5V steht, die Diagramme aber erst bei gut 3.5V anfangen.
Andreas M. schrieb:> Hier gäbe es eventuell noch ein besseres Dokument zum PAM2808.
Die Beschreibung des PAM2808-Evalboards bringt folgende neue
Erkenntnisse:
Statt wie in der Überschrift "Functional Performance (1 LED @350mA)" hat
man eine CREE-XLamp (Vf = 2,9V @350mA) mit nur 260 mA vermessen (demnach
Rs = 0,383 Ohm), also rund mit dem halben vom TO gewünschten LED-Strom.
Und mit getesteten 0,72 W LED-Leistung liegt man auch deutlich unter der
"Best-Case"-Leistung von 1W im Datenblatt. Beim TO ist es ca. die
doppelte Leistung.
In der Tabelle gilt V_out offensichtlich nur für die erste Zeile mit
V_in = 2,8 V.
Hier ist V_fb = 0,11A * 0,383 Ohm = 42 mV (statt 100mV), d. h. der
LED-Strom kann nicht mehr geregelt werden.
Bei einem höheren LED-Strom beginnt dieses Problem bereits bei einem
höheren V_in, womit wir wieder bei den oben gezeigten Diagrammen des
Datenblatts wären.
Ab der zweiten Zeile muss es in der Tabelle wohl eher V_led statt V_out
heißen, denn sonst wäre der Wirkungsgrad nicht richtig berechnet.
Aus dem Eingangs- und Ausgangsstrom kann man I_bias bzw. I_q bei einem
Laststrom von 260 mA bestimmen, nämlich 6 mA bei V_in = 2,8V, 3 mA bei
3V...4,5V, 2 mA bei 5V...5,5V und 10 mA bei 6V.
Bei größeren Lastströmen sind I_bias bzw. I_q entsprechend höher.
Mein Fazit:
PAM2808 ist wegen den schlechten Regeleigenschaften bei V_in ≤ 3,5V und
500 mA LED-Strom für den TO nicht geeignet, auch nicht CAT4101 und
MBI1801 (zu hohe Dropout-Spannungen).
Bei den von Dieter D. vorgeschlagenen LDOs von ST kommen zur niedrigen
Dropout-Spannung von ca. 75 mV noch stolze 500 mV Stromfühlerspannung
dazu (um den LED-Strom damit sauber zu regeln). Diese sind somit für den
TO noch weniger geeignet.
Außer dem MIC4802 im kleinen SOP-8 fällt mir noch der deutlich teuerere
(und ggf. größere) LT3083 ein, der eine Dropout-Spannung von ca. 70mV @
500 mA hat (kein Wunder bei einem 3A-LDO).
Dazu kommt die einstellbare Stromfühlerspannung von z. B. 50 mV, die man
per 1 kOhm an SET vorgeben kann. Der Stromfühlerwiderstand an OUT wäre
dann 0,1 Ohm für 500 mA LED-Strom und die Gesamt-Dopout-Spannung beträgt
bei dieser Dimensionierung ca. 120 mV @ 500 mA.
Die sehr einfache Schaltung dazu gibt es hier:
http://www.led-treiber.de/html/ldo-treiber.html#LT3083
Eberhard H. schrieb:> Bei den von Dieter D. vorgeschlagenen LDOs von ST kommen zur niedrigen> Dropout-Spannung von ca. 75 mV noch stolze 500 mV Stromfühlerspannung> dazu
Wer es intelligent löst, bekommt nur zwischen 50...100mV dazu. Der
Spannungsteiler wird so ausgelegt, das die Sollspannung theoretisch bei
3V liegen würde. Der untere Widerstand des Spannungsteilers wird nicht
auf Masse gelegt, sondern auf einen niederohmigen Shunt-Widerstand
zwischen LED und Masse von 0,1...0,2 Ohm. I=0 wäre dann 3,0V und I=0,5A
wäre dann 2,5V. Wer Lust hat, kann die Formel aufstellen, ansonsten läßt
sich er Arbeitspunkt am einfachsten graphisch bestimmen.
Stimmt.
Einen solchen Vorschlag habe ich bereits 2004 veröffentlicht, bei dem
die Formel lautete:
Iled = Ufb/R1 - Uled * R2/(R1*(R2+R3))
Wo welche Widerstände sind, kann man leicht erraten.
Nachteil: I_led ist bei dieser Methode von der Flußspannung der LED und
deren Temperatur abhängig.
Warum solche Klimmzüge, wenn es (tatsächlich) einfachere und bessere
Lösungen gibt?
Eberhard H. schrieb:> Warum solche Klimmzüge, wenn es (tatsächlich) einfachere und bessere> Lösungen gibt?
Weil vielleicht die anderen Teile zufälligerweise im Sortiment liegen
oder leichter zu beschaffen sind, da diese bei anderen Bestellungen
einfach nur mitlaufen.
Die Eingangsfrage des TO, das es keine solchen Regler gäbe, kann Euren
Beispielen sicherlich verneint werden.
Alternativen als Kompromisslösungen gäbe es allerdings.
Ich habe bei meinen Recherchen immer nach Preis sortiert und dann so ab
1 Euro aufgehört zu suchen. Sonst kommt man wirklich dahin und verbaut
einen 9 Euro teuren Linear(Marke) LDO um eine 10 Cent LED stromtechnisch
vernünftig anzusteuern. Völlig absurd.
Ich habe mir jetzt einfach mal ein paar der hier genannten Treiber
bestellt und probiere das einfach mal aus. Es steht so viel Bullshit in
den Datenblättern, dass man gerade bei anscheinend so speziellen
Herausforderungen einfach mal ausprobieren muss.
Allerdings hatte ich noch einen Load-Switch mit einstellbarer
Strombegrenzung hier. Einfach mal Imax auf 200mA gesetzt und funzt ohne
Probleme. Ist also nicht so, dass es unmöglich wäre.
Weil das Teil natürlich nicht dafür gemacht ist, springt der Strom um
5%, wenn die Strombegrenzung umschaltet. Das stört mich aber nicht. Der
grosse Vorteil ist halt, dass ich wirklich keinen Drop habe, wenn die
Strombegrenzung abschaltet. SO ist es 100%ig effizient.
Wenn die weniger gute Einstellgenauigkeit der Power-Switches ausreicht,
gibt es tatsächlich ein größeres Angebot an ICs unterschiedlicher
Hersteller, allerdings mit unterschiedlichem Verhalten beim Übergang in
die Strombegrenzung und zurück.
Diesbezüglich hier zwei Beispiele recht gutem Verhalten:
http://www.led-treiber.de/html/ldo-treiber.html#MIC2042
Eberhard H. schrieb:> Wenn die weniger gute Einstellgenauigkeit ... ausreicht,
Ginge noch diskret mit 6 Bauteilen (jedes unter 10ct, auch als
Hühnerfutter bezeichnet) so etwas aufzubauen. Das wäre aber auch nicht
kostengünstiger als die Power Switches.
Dany schrieb:> Sonst kommt man wirklich dahin und verbaut> einen 9 Euro teuren Linear(Marke) LDO um eine 10 Cent LED> stromtechnisch vernünftig anzusteuern. Völlig absurd.
Ich verstehe was du meinst, aber manchmal macht es doch Sinn, etwas mehr
Geld auszugeben. Bei einer Lampe mit Glühbirne was das Zeugs Drumherum
immer viel teurer als die Glühbirnen.
Auch bei einer Lötstation ist der Heizer viel billiger als der Rest.
> Es steht so viel Bullshit in den Datenblättern, dass man> gerade bei anscheinend so speziellen Herausforderungen> einfach mal ausprobieren muss.
Das kann man so pauschal nicht sagen. Die allermeisten sind sehr gut und
wichtig.