Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Einfaches Bleiakku Ladegerät


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von Benedikt S. (benk)


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Hallo zusammen,

ich habe einen 12V Trafo daheim rumliegen und hab mir vorgenommen als 
kleines Projekt ein einfaches Ladegerät für Bleiakkus (Autobatterien) zu 
bauen.

Ich habe bereits eine Schaltung in LTSpice entworfen (siehe Anhang)

Da ich noch ein Laie bin was Schaltungsentwurf betrifft, wollte ich 
zuerst hier nachfragen ob ich noch irgendwas beachten muss bevor ich die 
Schaltung in die Realität umsetze.

Falls die Schaltung so ok ist hatte ich geplant noch einen einfachen 
Verpolungsschutz bestehend aus Diode und Sicherung einzubauen und 
natürlich ein Amperemeter damit ich weiß wann ich das Ladegerät 
ausschalten sollte, da keine Spannungsregelung vorhanden ist und das 
Ladegerät zumindest in LTSpice bis auf 16V lädt. Mir ist natürlich 
bewusst dass mein simulierter Bleiakku bestehend aus Kondensator und 0.1 
Ohm Innenwiderstand nicht der Realität entspricht, wusste aber nicht wie 
ich einen Akku anders in LTSpice darstellen soll.


Beste Grüße

von MaWin (Gast)


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Benedikt S. schrieb:
> Falls die Schaltung so ok ist

Kann man nicht sagen, finde ich, denn Bleiakkus werden nicht nur mit 
Strombegrenzung geladen, sondern auch mit genauer Spannungsbegrenzung 
CCCV.

Du solltest den MOSFET bei Erreichen von 13.8V (oder 14.4 bei Calcium) 
mit einem TL431 abregeln. Besser nimmt man  einen LM317 als Stromregler, 
dann reicht aber der 12V Trafo nicht aus.

http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.21.2

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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PB137 nehmen


Die Masse auf der Sekundärseite direkt am Trafo raus.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Bei meinem Motorrad Ladegerät haben sie einfach den dicken Elko hinterm 
Gleichrichter weg gelassen. Das funktioniert sogar.

von Benedikt S. (benk)


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Danke für die Antworten.
Ich glaube die beste (und einfachste) Möglichkeit ist ein PB137 zu 
nehmen.

von MaWin (Gast)


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Benedikt S. schrieb:
> Ich glaube die beste (und einfachste) Möglichkeit ist ein PB137 zu
> nehmen.

(Auch) für den reicht aber dein 12V~ Trafo nicht.

Da der PB137 bis 2.2A durchlässt und 2V drop out für sich braucht, muss 
ein Trafo mindestens 15V~ und 3.7A bringen (also 56 VA), damit er genug 
Spannug liefert und nicht überhitzt.

von Dietrich L. (dietrichl)


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Abdul K. schrieb:
> Die Masse auf der Sekundärseite direkt am Trafo raus.

Diese Formulierung ist etwas missverständlich.
Gemeint ist wohl: die Sekungärseite des Trafos darf nicht an Masse/GND 
hängen, da D4 sonst kurzgeschlossen ist.

von Benedikt S. (benk)


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MaWin schrieb:
> Da der PB137 bis 2.2A durchlässt und 2V drop out für sich braucht, muss
> ein Trafo mindestens 15V~ und 3.7A bringen (also 56 VA), damit er genug
> Spannug liefert und nicht überhitzt.

Schade ok, aber wie kommt man auf die 56VA, bzw. wie kommst du auf 15V~ 
und 3.7A? Steh irgendwie aufm Schlauch

von Udo S. (urschmitt)


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Benedikt S. schrieb:
> Schade ok, aber wie kommt man auf die 56VA, bzw. wie kommst du auf 15V~
> und 3.7A? Steh irgendwie aufm Schlauch

Lese dir die Grundlagen durch:
http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.9
Nach dem ganzen Kram über Trafobleche

von batman (Gast)


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Dann einen neuen Trafo kaufen oder von ebay einen (CCCV) 
Step-Up/Down-Wandler mit einstellbarer Strombegrenzung und Ladeende-LED 
passend hindrehen.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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In der Ladeendphase fließt nicht mehr der volle Ladestrom, daher erhöht 
sich die Spannung am Trafo und auch der drop-out des Reglers wird 
kleiner. Das müßte reichen um einen 12V Trafo nehmen zu können. Bei 
13,8V

Trafospannungen sind für Nominalwerte/-last angegeben.

von MaWin (Gast)


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Abdul K. schrieb:
> In der Ladeendphase fließt nicht mehr der volle Ladestrom,

Nützt ja nichts, sein Trafo schafft schon vorher den Ladestrom nicht und 
wird überhitzen.

von Martin Oberth (Gast)


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Apfel Papfel Schnapfel!

von Dieter (Gast)


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Diskret aufgebaut geht das schon mit dem Trafo einen Akku zu laden, auch 
ohne Schaltregler.

von batman (Gast)


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Das wäre Glückssache bzw. Geduldsfrage. Meine 12V-Lampentrafos haben 
kaum 13V im Leerlauf.

von Melder (Gast)


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Hats im Subbamarkt gerade keine Akkulader?

Historisch war das ein einigermassen dicker Trafo und ein
simpler Selenbrueckengleichrichter. Wenn der Akku anfing zu
blubbern war er voll, und es war angeraten den Ladevorgang
zu beenden.

von Benedikt S. (benk)


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Alles klar, wenn ich auch noch einen neuen Trafo kaufen muss lohnt es 
sich nichtmehr.

Danke für eure Antworten

von Martin L. (makersting)


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Doch, das sollte gehen. Nimm das Prinzip deiner Schaltung und ergänze 
hinter der Strombegrenzung ein Relais, welches bei Erreichen von 14,4V 
die Ladung abschaltet. Die Schaltung zum Ansteuern des Relais kannst du 
auf Basis des oben schon erwähnten TL431 realisieren. Dann brauchst du 
noch etwas Hysterese. So kannst du die Ladung bei ca. 12,5V wieder 
einschalten lassen.

von Marko ⚠. (mos6502) Benutzerseite Flattr this


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Besser als der PB137 ist der UC3906, der macht eine mehrstufige Ladung 
und lässt deine Akkus länger leben.

von MaWin (Gast)


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Benedikt S. schrieb:
> Alles klar, wenn ich auch noch einen neuen Trafo kaufen muss lohnt
> es sich nichtmehr.

Das ist wohl so.

Also nenne die Daten deines Trafos: Nennspannung und Nennstrom und 
Leerlaufspannung. Wir müssen dann noch mit +/-10% Netzspannungstoleranz 
rechnen.
1
---+---0R68----+
2
  E|           |
3
   >|-1k-+-1k--+
4
   |     |     |S
5
   +-----(----|I IRF7205
6
   |     |     |
7
  10k    |  +--+
8
   |     |  |  |
9
   |     | 120k|
10
   |     |  |  | +
11
   |  TL431-+ Akku
12
   |     |  |  | -
13
   |     | 25k |
14
   |     |  |  |
15
---+-----+--+--+

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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MaWin schrieb:
> Abdul K. schrieb:
>> In der Ladeendphase fließt nicht mehr der volle Ladestrom,
>
> Nützt ja nichts, sein Trafo schafft schon vorher den Ladestrom nicht und
> wird überhitzen.

Nein, der PB137 als Beispiel begrenzt ja den Ladestrom die ganze Zeit.

Aber es fehlen Daten des Trafos.

von MaWin (Gast)


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Abdul K. schrieb:
> Nein, der PB137 als Beispiel begrenzt ja den Ladestrom die ganze Zeit.

Auf eventuell 2.2A

> Aber es fehlen Daten des Trafos

Offenkundig für 1.4A seiner Schaltung nach zu urteilen

von Benedikt S. (benk)


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Sekundärseite des Trafos:
12V 3.3A 40VA

von Dieter (Gast)


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Im Leerlauf mit dem Messgeraet schon gemessen?

12*1.4-1.4=15.4  Somit laden moeglich.

von Dieter (Gast)


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Anbei noch die diskrete Schaltung.

von MaWin (Gast)


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Dieter schrieb:
> Anbei noch die diskrete Schaltung.

Vmax verstehe ich ja, aber Imax willst du über die Stromverstärkung des 
Transistors regeln ?!?
Ist aber ziemlich UCE abhängig.

von Dieter (Gast)


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Der Einfluss von Uce ist hier gering. Sehr gering gegenueber der 
Temperatur auf beta. Fuer diese Anwendung aber egal, ob es 20% mehr oder 
weniger werden.
Unter 5% waeren mit zusaetzlichem JFet und PTC locker zu erreichen im 
Basispfad des pnp Transistors. Ist aber kein muss.

von Dieter (Gast)


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@Benedikt
Wenn Du die Schaltung simulieren willst, kann ich am Abend die Werte zu 
den Teilen posten.

von Benedikt S. (benk)


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Dieter schrieb:
> @Benedikt
> Wenn Du die Schaltung simulieren willst, kann ich am Abend die Werte zu
> den Teilen posten.

Wäre sehr nett wenn du mir die Werte sagst. Vielen Dank

Verstehe ich das jetzt richtig, dass die von dir gezeichnete Schaltung 
hinter die Gleichrichtung kommt?

Zu der Leerlaufspannung:
Messung mit Oszi ergibt eine Amplitude von ca. 17V.
Also um die 12V.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Hinter den Gleichrichter kommt die.

Der Leistungstransistor wird aber so nicht vor Übertemperatur und SOA 
geschützt. SOA kannste umgehen mit deutlich überdimensionierten Typ.

von Dieter (Gast)


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Die Schaltung kommt hinter den Gleichrichter und Glättungselko.

Anbei die Werte für ungefähr ein halbes Amper. Der Übergang ist nicht 
besonders steil. Früher reichte mir das und ich hatte dafür einen BD244 
verwendet. Also einen deutlich überdimensionierten Typ, wie Abdul 
ergänzte.

Die Simulation hat diesen nicht in der Auswahl. Für 2A wird ein 
Leistungstransistor benötigt, der aber auch eine geringere Verstärkung 
hat, wie der in der Simulation verwendete.

Wenn der Übergang schärfer sein soll zum Ladeende, dann läßt sich die 
Steilheit noch etwas durch Variation der Werte etwas verbessern, oder 
man nimmt einen OP.

von Benedikt S. (benk)


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Alles klar, vielen Dank an alle und besonders an Dieter!

Falls ich Fragen habe melde ich mich nochmal.

: Bearbeitet durch User
von Dieter (Gast)


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Die Schaltung läßt sich noch etwas vereinfachen und modifizieren. Die 
Erklärungen stehen im Bild.

von MaWin (Gast)


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Dieter schrieb:
> Die Schaltung läßt sich noch etwas vereinfachen

Die Schaltung hätte die Eleganz wenn D2-D5 als 2 Siliziumdioden pro 
Batteriezelle gebildet werden von selbst die passende 
Temperaturkompensation (-4mV/K/Zelle) für den Akku zu liefern.
Stimmt zwar nur wenn der Strom konstant wäre, aber relevant ist die 
Spannung bei vollem Akku und da liegt die Spannung R3 fest auf UD1 und 
somit der Strom konstant.

Nur die Maximalstromregelung über einen verhungernden T1, das kauft dir 
keiner ab.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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MaWin schrieb:
> Nur die Maximalstromregelung über einen verhungernden T1, das kauft dir
> keiner ab.

Hm. Der Strom wird doch durch D1 mit R1 und T2 konstant gehalten und 
dann mit der Stromverstärkung von T1 multipliziert. Warum zweifelst du 
daran?
Die Schaltung wird ja abgeglichen.
Beta von T1 variiert etwas je nach Arbeitspunkt von T1, aber das spielt 
bei dieser Anwendung keine Bohne.
Die Sim zeigt auch es funzt.

von Martin L. (makersting)


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MaWin schrieb:
> -4mV/K/Zelle

fast OT: Müsste es nicht korrekt -4mV/K*Zelle heißen?

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Man könnte den Differenzverstärker auch aus zwei TL431 bauen, dann müßte 
die Kennlinie deutlich steiler werden beim Ladeende. Ob das lohnt, hm.

Arbeitstrom des TL431 dann als Erhaltungsladung, kicher

: Bearbeitet durch User
von MaWin (Gast)


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Abdul K. schrieb:
> Hm. Der Strom wird doch durch D1 mit R1 und T2 konstant gehalten und
> dann mit der Stromverstärkung von T1 multipliziert

Na ja, die ist aber grob Exemplarabhängig und 
Differenzspannungsabhängig. Locker so 1:2 in beiden Fällen, also 1:4 
zusammen.

Normalerweise hat man aber eine Trafoversorgung, die Überlastung nicht 
mag sondern dabei abbrennt, oder ein Schaltnetzteil, das abschaltet.

Also besser als 25% sollte man den Strom schon regeln.

Das läuft auf
1
+16V ----+----+
2
         |    |
3
         |   0.7R
4
        E|    |
5
 BC557C  >|---+
6
         |    |E
7
 +--|<|--+---|< BD234
8
 |  LED       |
hinaus mit den unweigerlichen 0.7V Verlust.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Das Ding hat zwei Potis!

Und statistische Fehlerfortpflanzung ist bei zweimal 1:2 nicht 1:4, 
sondern 1:2 mal sqrt(2).

: Bearbeitet durch User
von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Habe etwas mit LTspice gespielt. Das sieht gut aus.
Über R1 kann man den Ladestrom gut einstellen.
Auch die Temperaturabhängigkeit ist für eine so übersichtliche Schaltung 
hervorragend.

Lob an Dieter!
Brauch keinen Strommeßwiderstand.

von minifloat (Gast)


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Benedikt S. schrieb:
> habe bereits eine Schaltung in LTSpice entworfen

So wird eine Halbwelle kurzgeschlossen. Aua.

von Benedikt S. (benk)


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minifloat schrieb:
> Benedikt S. schrieb:
>> habe bereits eine Schaltung in LTSpice entworfen
>
> So wird eine Halbwelle kurzgeschlossen. Aua.

Fehler schon bekannt, Leichtsinnsfehler von mir. Hatte zuerst nur den 
Trafo simuliert und die Gleichrichtung etc. nachträglich hinzugefügt. 
Hab vergessen die Masseverbindung zu entfernen.

Aber danke nochmal für den Hinweis.

Vielen Dank auch nochmal an alle anderen für die Hilfe

Beitrag #6163723 wurde vom Autor gelöscht.
von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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MaWin schrieb:
> Das läuft auf
>
1
> +16V ----+----+
2
>          |    |
3
>          |   0.7R
4
>         E|    |
5
>  BC557C  >|---+
6
>          |    |E
7
>  +--|<|--+---|< BD234
8
>  |  LED       |
9
>
> hinaus mit den unweigerlichen 0.7V Verlust.

Wie soll das in die Schaltung passen?



Ich habe mal TLV431 eingebaut. Gibt einen schönen scharfen Knick.

Mit dem TL431 geht es auch, der hat aber deutlich mehr Reststrom. Dies 
könnte man zur Erhaltungsladung nutzen.

Bei TLx431 Varianten müßten eventuell noch zwei Kondis an diese ran zur 
Kompensation, damit die nicht schwingen.

von MaWin (Gast)


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Abdul K. schrieb:
> Ich habe mal TLV431 eingebaut. Gibt einen schönen scharfen Knick.

Overengineering.

Wenn man sowieso schon TL431 verwendet, dann reicht einer und man kann 
alles andere weglassen, die LED als schlechte Referenzspannnung (auf die 
man mit einem poti einstellen muss), den anderen TL431, nur der 
Leistungstransistor bleibt noch.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Wie soll das gehen? T1 ist ein pnp!


Bei der Schaltung muß man auch bedenken, daß ein leerer Akku nicht 0V 
hat, sondern 11V.

von MaWin (Gast)


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Abdul K. schrieb:
> Wie soll das gehen? T1 ist ein pnp!

Zugegeben, die übliche Schaltung kombiniert das über einen weiteren 
Kleinleistungstransistor (wie oben gezeigt)  mit einer seriösen 
Maximalstrombegrenzung. Der Leistungstransistor bleibt ein PNP.

Siehe http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.21.2

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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MaWin schrieb:
> Abdul K. schrieb:
>> Wie soll das gehen? T1 ist ein pnp!
>
> Zugegeben, die übliche Schaltung kombiniert das über einen weiteren
> Kleinleistungstransistor (wie oben gezeigt)  mit einer seriösen
> Maximalstrombegrenzung. Der Leistungstransistor bleibt ein PNP.
>

Ich weiß immer noch nicht wie der Einbau gemeint ist!


> Siehe http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.21.2

Ich habe das mal in LTspice geschubst. Die Werte aus der F.21.2 passen 
nicht ganz für das was dort angegeben ist.
Danach habe ich es für den Fall dieses Threads hier angepaßt. Mangels 
Modell für den BD240 habe ich zwei BD140 parallel eingebaut.

Wie man sieht, ist es die bessere Konstantstromquelle.

von MaWin (Gast)


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Abdul K. schrieb:
> ch weiß immer noch nicht

Genau wie du's gemacht hast.

Abdul K. schrieb:
> Danach habe ich es für den Fall dieses Threads hier angepaßt

3A statt 1A ist natürlich eine ganz schöne Hausnummer, geht aber 
offenbar.

Abdul K. schrieb:
> Wie man sieht, ist es die bessere

Zumal nur der Bereich zwischen 12 und 14V interessant ist.

von Benedikt S. (benk)


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Ich hab mich jetzt noch nicht mit der Schaltung die Abdul gepostet hat 
wirklich befasst, aber die Kennlinie sieht gut aus.

Ich hab bei mir daheim ein altes Ladegerät für Bleiakkus gefunden, 
bestehend aus einem Trafo und einer Gleichrichtung aus 4x BY550 Dioden.
Werde jetzt das bestehende Ladegerät einfach erweitern.

Daten der Sekundärseite des neuen Trafos:
Leerlaufspannung: 12V
Scheinleistung: 70VA

Damit wäre ein Ladestrom von 3A kein Problem mehr.

von MaWin (Gast)


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Benedikt S. schrieb:
> Leerlaufspannung: 12V
> Scheinleistung: 70VA
> Damit wäre ein Ladestrom von 3A kein Problem mehr

Bloss in welche Akkus, 7.2V ?
12V LEERlauf reicht vorne und hinten nicht, um einen 12V Bleiakku auf 
13.8 oder 14.4V aufzuladen.

Das war ja das Problem in diesem thread, aber da hatte man zumindest 
noch 12V unter Nennlast.

von Benedikt S. (benk)


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Nach der Gleichrichtung hat man doch 12*1.4-1.4=15.4V. Langt doch um auf 
13.8V zu kommen.

Das Teil wurde damals zu DMark-Zeiten als Ladegerät für Bleiakkus 
verkauft, also wird das doch damit möglich sein.

Oder irre ich mich?

Laut Oszi messe ich knapp 17V Spitzenspannung vor der Gleichrichtung.

von batman (Gast)


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Also für Blei-Antimon-Akkus, dafür reichte es auch, gibts aber heute 
nicht mehr.

Was soll die Leerlauf-Spannungsamplitude über den Ladestrom genau 
besagen?
Probiers einfach aus.

von Dieter (Gast)


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Mit so einem Trafo geht das Laden durchaus. Für 24V Akkus wurde eine 
simple Spannungsverdopplung mit zwei Dioden realisiert.
Suchbegriffe: Zweipuls-Verdopplerschaltung D2 (nach DIN 41761) / 
Delon-Schaltung oder Greinacher-Schaltung.

Nebenbei sei angemerkt, dass die einfache Schaltung mit 3 Transistoren 
auch mit 2 Transistoren und einem OP auch so eine steile Kennlinie, wie 
mit dem TL(V)431 hätte.
Es gibt so eine ähnliche Schaltung auch mit einem LM317 oder 7805 und 
auch so steiler Kennlinie, mit pnp-Transistor (auch nur U_CEsat als 
Spannungsabfall).

Es kommt dabei sinnvollerweise darauf an, was der TO in der Krabbelkiste 
an Teilen so noch brauchbares herumliegen hat.

von MaWin (Gast)


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Benedikt S. schrieb:
> Nach der Gleichrichtung hat man doch 12*1.4-1.4=15.4V. Langt doch um auf
> 13.8V zu kommen

Nicht, wenn ein LM317 als Stromregler dazwischen hängt, der braucht 
schon 2.5+1.2V für sich.

Man muss also sehr genau aufpassen, welche Schaltung man nutzt, was:

Dieter schrieb:
> Es gibt so eine ähnliche Schaltung auch mit einem LM317 oder 7805 und
> auch so steiler Kennlinie, mit pnp-Transistor (auch nur U_CEsat als
> Spannungsabfall).
> Es kommt dabei sinnvollerweise darauf an, was der TO in der Krabbelkiste
> an Teilen so noch brauchbares herumliegen hat.

nicht mehr tut.

Ob die 0.7V Spannungsabfall an einem shunt zur Strombegrenzung 
akzeptabel sind ? Nicht, wenn die Schaltung im Netzspannungsbereich 
230V+/-10% funktionieren soll.

Eine geeignete Schaltung sollte also extrem geringen Spannungsverlust 
mit sich bringen, daher:

Dieter schrieb:
> Anbei noch die diskrete Schaltung.

von Dieter (Gast)


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Es gibt übrigens noch eine Variante mit npn-Leistungstransistor.

Hierzu wird eine höhere Spannung als 12, bzw 14.4V über eine 
Einpuls-Verdopplerschaltung D1 / Villard-Schaltung erzeugt. Diese wird 
benötigt für die Speisung einer ZD und dem Treibertransistor einer 
diskret aufgebauten Darlington-Schaltung.

Statt der ZD kann man damit auch einen LM317 speisen, der direkt den 
npn-Leistungstransistor ansteuert.  Eine Schaltung mit TL431 und 
npn-Leistungstransistor wäre so auch möglich aufzubauen. Über eine 
Strombegrenzung des Verdopplerpfades kann der Basisstrom des 
Leistungstransistors und somit der Ladestrom begrenzt werden.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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batman schrieb:
> Also für Blei-Antimon-Akkus, dafür reichte es auch, gibts aber heute
> nicht mehr.
>

Wieso sollte es die nicht mehr geben? Was sind denn die normalen 
Billigakkus aus dem Discounter oder Baumarkt?

Mein Auto von 2007 lädt mit 14,4V.


> Was soll die Leerlauf-Spannungsamplitude über den Ladestrom genau
> besagen?
> Probiers einfach aus.

Das sehe ich auch so. Vermutlich lohnt der Umbau gar nicht. Allerdings 
bringt das Ladegerät vermutlich heutzutage etwas zu viel Spannung, da 
damals 220V üblich waren. Typenschild und ein Belastungstest klären auf.

von batman (Gast)


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Im Handel bekommst du nur noch "wartungsfreie" Autobatterien, was 
Antimon ausschließt. Letztere hatten u.a. einen niedrigere 
Gasungsspannung und sind ungefähr mit der DM verschwunden.
Standard-Ladespannung liegt seit dem um 14,4V, wo auch die volle 
Ladeleistung zur Verfügung stehen sollte.
Ok, zum Spielen muß es ja nicht optimal sein, andererseits ruiniert man 
sich durch Unterladung und mangelhafte Balance auf Dauer den Bleiakku 
und das macht keinen Spaß.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Danke batman. Dann paßt es ja.

von Benedikt S. (benk)


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Also, ich werde jetzt die Schaltung von Dieter verwenden.

Für die Gleichrichtung werde ich Schottky-Dioden verwenden (SB540). Laut 
Datenblatt ist die Durchlassspannung bei 2A etwas unter 0,5V. Also 
verliere ich an der Gleichrichtung insgesamt nur 1V.

Als pnp-Leistungstransistor benutze ich einen BD438, V_CEsat ist bei 
I_c=2A typischerweiße bei 0.2V.

Habe also von Sekundärseite Trafo bis zum Ausgang nur einen 
Spannungsverlust von ca. 1.2V. Kommen natürlich noch die 
Spannungsverluste an den Leitungen dazu.

Als Temperaturkompensation schalte ich ein paar Dioden in Reihe parallel 
zum Ausgang, wie oben schon vorgeschlagen wurde.
Insgesamt 12 Dioden um auf -24mV/K zu kommen - die -24mV schlägt der 
Hersteller von meinem Bleiakku vor (VARTA).

Mal noch ne Frage zum Aufbauen der Schaltung:
Die Stromverstärkung vom Transistor variiert ja, wie bekomme ich die am 
besten raus? Einfach den Strom an der Basis messen während ich den 
Ausgang mit einem niedrigen Widerstand belaste? Ich müsste die 
Stromverstärkung ja wissen um den Bypass-Widerstand der LED bestimmen zu 
können.
Oder einfach mit dem Minimalwert rechnen?

: Bearbeitet durch User
von Dieter (Gast)


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Das geht durch ausprobieren mit ein paar verschiedenen Testwiderständen 
von der Basis zur Masse (bwz. Minus) und mißt den Strom am Ausgang.

I für die Basis ist dann ungefähr Deine (15V-0.7V)/R

Teste in der Reihenfolge 470, 220, 100, 68, 47 Ohm und interpoliere dann 
den Wert.

von Dieter (Gast)


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Und dann daraus alles weitere ableiten, bzw. berechnen.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Kurzschluß am Ausgang und an R7 den Strom passend einstellen.

Das Spannugsreglerpoti vorzugsweise an Masse anschließen, damit bei 
dessen Ausfall die Spannung nicht hochläuft.

von Benedikt S. (benk)


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Alles klar vielen Dank

von Benedikt S. (benk)


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Habe die Schaltung heute aufgebaut und sie funktioniert.

Vielen dank nochmal an alle und besonderen Dank an Dieter für die 
Schaltung

von Dieter (Gast)


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Sehr schön. Welcher Basisstrom war für den BD438 bei 2A notwendig?

von Benedikt S. (benk)


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Dieter schrieb:
> Sehr schön. Welcher Basisstrom war für den BD438 bei 2A notwendig?

Ungefähr 13mA.
Also hab ich auch garkeinen Bypass-Widerstand für die LED gebraucht.

Bin aber noch etwas mit dem Ladestrom hoch, hab ihn jetzt auf 2.5A 
eingestellt damit die LED auch schön leuchtet.

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