XXL Uhrenquarz

Gast #6590648
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Ich habe hier eine Uhr mit einem ungewöhnlich großen Quarz. Zum 
Größenvergleich habe ich einen üblichen Quarz daneben gestellt. Gibt es 
einen besonderen Grund für einen solchen Quarz? Auf dem Layout ist auch 
ein kleinerer vorgesehen. Ungewöhnlich sind auch die zwei 
Abgleichkondensatoren, ich kenne das nur mit einem.
Die Uhr ist eine netzbetriebene Klappzahlenuhr von 1993 mit Pufferakku.
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Gast #6590722
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Roland L. schrieb:
> Ich habe hier eine Uhr mit einem ungewöhnlich großen Quarz. Zum
> Größenvergleich habe ich einen üblichen Quarz daneben gestellt.

Ungewöhnlich erscheint er dir nur, weil du ihn bisher nicht kanntest.
Der "übliche" Quarz hat wahrscheinlich ein HC-49/U Gehäuse und der 
"ungewöhnlich große" vielleicht ein HC-6/U.
Mit ein paar relevanten Maßen an Stelle eines Photos ließe sich das 
einfach verifizieren.
Gast #6590782
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MaWin schrieb:
> Nö, früher waren die grossen üblich, wie HC6.  Es gab welche bis
> Röhrengrösse.

die Uhr stammt von 1993. Das ist zwar schon eine Weile her, aber auch 
nicht gerade aus den Anfangszeiten der Quarzuhren. Aus der Zeit kenne 
ich nur kleinere Quarze.

Edgar S. schrieb:
> Denn je kleiner der Quarz desdo
> schlechter sind die Eigenschaften.

ist das so, oder ist das nur eine Frage des Alters und des technischen 
Fortschritts?
#6591057
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Morti natus es schrieb:
> Roland L. schrieb:
>> Ich habe hier eine Uhr mit einem ungewöhnlich großen Quarz.
>

> Bestimmt vielleicht die Größe des Schwingers die Resonanzfrequenz??

Nunja, 32768 KHz in HC6/U für Armbanduhren sind eher ungewöhnlich, 
trotzdem soll es Quarze mit dieser Frequenz geben, die in Armbanduhren 
für Menschen passen.

Beim Elefanten könnte man wohl auch diese im Glasrohr verwenden, nur 
kann er da so schlecht drauf schauen ohne Spiegel.

mfG
Gast #6591120
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Stefan M. schrieb:
> Das könnte zu einem neuen Thread führen.
> Wer hat den größten...Quarz in der Schublade. :-)

Manche machen sich aus Quarz ne Schublade:
https://www.mineralienversand.ch/contents/media/l_quarzgeode-jumbo2.jpg

Und suchen noch nen schrank für ihr Prachtstück:
https://encrypted-tbn0.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcTXoRnhpLNxjLp_iGitc4S3nKywR_UowKrcl8K5EwW7doldrVmYo0wBr8sDyg&usqp=CAc
#6591241
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Christian S. schrieb:
> Morti natus es schrieb:
>> Roland L. schrieb:
>>> Ich habe hier eine Uhr mit einem ungewöhnlich großen Quarz.
>
>> Bestimmt vielleicht die Größe des Schwingers die Resonanzfrequenz??
>
> Nunja, 32768 KHz in HC6/U für Armbanduhren sind eher ungewöhnlich

1. na sowas!
2. ging es hier um eine Armbanduhr? Ach, nicht?

> trotzdem soll es Quarze mit dieser Frequenz geben, die in
> Armbanduhren für Menschen passen.

Ja. Aber in einer anderen Technologie. Genauer gesagt unter Ausnutzung 
eines anderen Schwingungsmodus. So lange man sich bei Schwingquarzen auf 
Biegeschwingungen einer Platte beschränkte [1], waren für 32kHz eben 
große Quarze und damit große Gehäuse nötig.

[1] für einen Quader die mode mit der niedrigsten Frequenz
Gast #6591650
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Hier die Junghans Astro-Chron mit 12,8 kHz Quarz in der Röhre.
Schön sind auch die 10 steckbaren Teilerplatinchen. Dieses 
Gesamtkunstwerk hätte eigentlich mit Glasrückwand ausgestattet sein 
sollen. (natürlich dann nicht mit meinem Batterieadapter- eine Monozelle 
hatte ich nicht zur Hand.)
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Gast #6591712
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Bentschie schrieb:

> Ja, sowas hab ich hier auch noch liegen.

Hah, mit genau so einem Teil (zumindest Bauform & Hersteller) habe ich 
meine erste eigene Uhr gebaut. Leider kommt die Beschriftung im Foto 
nicht vollständig rüber, aber es ist sehr wahrscheinlich, dass es 
wirklich genau dieses Ding war. 4194304 Hz.

Woran man wohl zumindest sehen kann, das Frequenz und Größe der Bauform 
wohl in keinem direkten Zusammenhang stehen...
Gast #6591924
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Fuer den sparsamen Bastler gaebe es auch noch eine
125 Hz "Stimm"gabel. So kann man schon rein akustisch
kontrollieren ob der "Hauptoszillator" schwingt.

Wenn man die 125 Hz durch 125 teilt, kommt da
natuerlich auch 1 P.P.S. raus!

Dazu vielleicht ein paar Nixies und fertig ist
die wirkliche Retrouhr.



Gerne im Tausch gegen 2x 1 GB DDR2 RAM!
Gast #6591943
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c-hater schrieb:
> Hah, mit genau so einem Teil (zumindest Bauform & Hersteller) habe ich
> meine erste eigene Uhr gebaut. Leider kommt die Beschriftung im Foto
> nicht vollständig rüber, aber es ist sehr wahrscheinlich, dass es
> wirklich genau dieses Ding war. 4194304 Hz.

Habe ich hier noch in der Quarzschachtel liegen, die waren preisgünstig 
und trotzdem gut.

4.194304 MHz ist zwei hoch 22, also bestens geeignet, mit einem rein 
binären Teiler 1 Hz zu bekommen.
Gast #6591995
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https://www.picclickimg.com/d/l400/pict/183939464543_/FT-243-FT243-Vintage-Crystal-Ranging-from-80M-to.jpg

Schwingquarze dieser Bauart fanden Verwendung in miltärischen
Funkgeräten der US-Army (WW II).

In der Nachkriegszeit nutzten Funkamateure (auch in DL) solche
Surplus-Bauelemente oft für ihre Selbstbau-Geräte.

Da sich das Gehäuse leicht öffnen liess, konnte man problemlos
an den schwingenden Quarzkristall gelangen. Durch vorsichtiges
Auftragen von (weichen) Bleistiftstrichen wurde beispielsweise
die schwingende Masse vergrössert und somit die Frequenz erniedrigt.

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