ESR-Meter Schalplan Frage

OP #3718460
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Hallo zusammen,

ich habe Verständnisprobleme mit dem Schaltplanausschnitt aus dem 
Anhang.
Dieser stammt aus einem ESR Meter.

Mir ist nicht ganz klar was die 4 Dioden bewirken sollen.
Sorgen diese nicht für einen Kurzschluss zwischen der 100kHz und der 
100kHz inverted Leitung?

Und wofür sind R12 und R13 da?

Ich weiß lediglich, dass IC3 die Wechselspannung gleichrichten soll.

Könnte mir bitte jemand den Schaltplan erläutern.
Bin sehr interessiert.

Gruß Max
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OP #3719056
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Hallo Mike,
Danke für die schnelle Antwort.

Also die Amplituden liegen wahrscheinlich unter 1 Volt und somit leiten 
die Dioden nicht. Also sind die Dioden nur als Schutzmaßnahme? Und dann 
gleich 4?

Das Potential wir durch die Widerstände R12 bis R15 herunter gesetzt?
Wofür ist der Kondensator zwischen R14 und R15?
#3719084
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M. S. schrieb:
> Also die Amplituden liegen wahrscheinlich unter 1 Volt und somit leiten
> die Dioden nicht.

Um Schaltplan steht sogar 0,18 V Spitze-Spitze.

Aber auch mal denken, dass jemand vergisst, den auf 200V geladenen Elko 
vor dem Messen zu entladen..

M. S. schrieb:
> Wofür ist der Kondensator zwischen R14 und R15?

Da ist kein Kondensator. Das sind zwei Massezeichen :)
#3719554
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M. S. schrieb:
> Also sind das 2 Spannungsteiler. Die verringern die Spannung auf 2,4Volt. > Wie 
wird die Spannung denn weiter verringert, bzw.
> Wie wird diese dann berechnet.

Moment, Du vergisst dort noch was, und zwar R16, R17 und R18. Das heißt, 
zu R15 liegt parallel noch die Serienschaltung von R16 und vereinfacht 
einem halben R18. Statt dem unteren 2k2 solltest Du daher besser mit 
137R rechnen (was einer Amplitude von 0,28V entspricht). R19 und R20 und 
was dahinterkommt ist dann aber noch nicht berücksichtigt.
OP #3720847
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Danke für all die guten Antworten.

Ich habe einmal selber einen Schalplan nach meinen Vorstellungen 
erstellt.
Jetzt ligt zwar 5V ohne CX an den Probe Kontakten an, aber wenn ein 
geringer Widerstand zwischen den Proben ist, ist die Spannung natürlich 
sehr gering.
Es sollten doch jetzt durch R2 und R4 immer 10mA durch den Test 
Kondensator fließen und somit ist R = U/I = U * 100.
Mit meiner Schaltung sollte man doch auch einen verbauten Kondensator 
messen können?
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Gast #3721097
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Als Treiber für den Strom sollten CMOS Gatter wie 74HC04 ausreichen. Die 
haben zwar rund 100 Ohm Ausgangswiederstand, aber so genau kommt es in 
der Regel nicht darauf an. So viel gewinnt man mit dem etwas größeren 
Strom auch nicht.

Um auch die Kapazität messen zu können, könnte man die CMOS Schalter mit 
einem um 90 Grad versetzten Takt schalten. Zur Anpassung des 
Messbereichs wären ggf. auch andere (niedrigere) Frequenzen hilfreich. 
Je nach µC wäre das möglich - die gegenphasigen Signale könnte man falls 
nötig per Inverter in Hardware erzeugen, wenn der µC nicht genügend 
Timer Ausgänge hat.
#3721130
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M. S. schrieb:
> So geht es jetzt.

Das Problem bleibt. Jetzt wird nur die Basis-Emitter-Diode nicht 
zerstört.
Du müsstest die Widerstände sehr groß machen, was aber immer noch einen 
Strom im Kollektorzweig verursacht. Daher ist das Murks.
Entweder machst du es so: 
http://hades.mech.northwestern.edu/images/2/20/Transistor_push_pull_follower.gif
oder du nimmst einen Buffer als IC oder OPV.
#3721343
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Haupsache, die Schaltung von M.S. baut keiner nach.
Da die Schaltspannung eine endliche Flankensteilheit hat, sind die 
beiden Transistoren während der Flanke gleichzeitig leitend und es 
fließt kurzzeitig ein sehr sehr hoher Querstrom. Da die voll gesättigten 
Transistoren auch noch eine relativ hohe Sperrverzögerung haben, wird 
alles noch schlimmer.
Also vergiss deine geniale Schaltung.
OP #3721345
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Ich verstehe das noch nicht ganz. Wenn Masse an den Basis Widerständen 
anliegt, fließt der Basisstrom des Pnp Transistors doch nach Masse und 
nicht über die Basis des Npn.

Die idee mit dem Buffer Ic gefällt mir, doch ich sehe da nicht wirklich 
Vorteile.

Außerdem habe ich mir überlegt, dass die Schaltung nicht verbaute 
Kondensatoren vermessen sollte. Falls der Kondensator nämlich kaputt 
sein sollte fließen 5Volt durch die Schaltung. Also muss die Spannung 
verringert werden.

Wie lässt sich nun die Spannung auf ca 0.3V absenken und gleichzeitig 
ein konstantstrom von etwa 10mA realisieren?
Gast #3721422
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M. S. schrieb:
> Ich verstehe das noch nicht ganz. Wenn Masse an den Basis Widerständen
> anliegt, fließt der Basisstrom des Pnp Transistors doch nach Masse und
> nicht über die Basis des Npn.

Wenn du das immer so lässt klappt es wunderbar. Nur hat die Schaltung 
dann keinen Sinn.

Ansosnten solltest du mal über Flankensteilheit und 
Sperrverzögerungszeit nachlesen.
#3721914
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Das Absenken der Spannung wird in der Originalschaltung gezeigt: einfach 
die Dioden und dann der Spannungsteiler (2 mal 56 Ohm und 180 Ohm 
dahinter).
Bei 10 mA und maximal 0,3 V wären das halt 30 Ohm parallel zur 
Schaltung, oder halt vorher eine Reduktion des Stromes wenn die Spannung 
über etwa 0,2 V geht.

Bei Elkos wäre noch zu überlegen ob man die Spannung nicht auf der einen 
Seite auf 0 begrenzt, also immer einen kleinen DC Offset drauf lässt. 
Einige Elkos reagieren ggf. auch schon auf 0,1 V mit der falschen Polung 
als eine Art Naßdiode.
Gast #3721977
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Ulrich H. schrieb:
> Das Absenken der Spannung wird in der Originalschaltung gezeigt: einfach
> die Dioden und dann der Spannungsteiler (2 mal 56 Ohm und 180 Ohm
> dahinter).

Die Dioden haben nichts mit der Spannungsteilung zu tun, über den Dioden 
liegen nur <0,3V. Die Teilung wird allein durch die Widerstände gemacht.

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