DS schrieb:> Logischweise kommt der LS beim Einschalten.
Welche Auslösecharakteristik hat denn der LS? Evtl. ist für dich ein LS
mit sogen. 'Schweranlaufcharakterstik' der richtige. Nagel mich nicht
drauf fest, aber das ist, wimre, Charakteristik C oder K.
Edit: Ah, hier stehts:
https://de.wikipedia.org/wiki/Leitungsschutzschalter#Ausl.C3.B6secharakteristik
D könnte also auch richtig sein.
DS schrieb:> überlasten könnte. Gerade wegen der hohen impulsmäßigen
Anstelle der teueren Drahtwiderstände kannst Du auch 100W Glühbirnen
benutzen. So Du noch welche kaufen kannst oder Du nimmst entsprechende
PTCs.
Auf der anderen Seite kannst Du auch einen Widerstand mit höherem Wert
nehmen, denn es geht eigentlich nur darum, dass der Trafo
vormagentisiert wird. Dazu sind ein paar 100mA ausreichend. 1 kOhm / 100
W sollte passen, ergibt über den Daumen gepeilt ca. 320 mA pro Phase.
Wobei es ein 30W Widerstand auch tun sollte, sofern Du sicherstellst,
dass der Schütz mit Sicherheit nach spätestens 1 Sekunde die Widerstände
überbrückt.
Die Widerstände auf jeden Fall auf einem Kühlblech befestigen. Oder
eben, wie Eingangs schon erwähnt, Glühbirnen einsetzen.
Meinst du das bringt was?
Ein Trafo ist kein Motor, der im Stillstand viel Strom zieht und bei
Rotation deutlich weniger. Der Trafo wird jedesmal ummagnetisiert, hat
also kein vergleichbares 'Anlaufverhalten' wie ein Async-Motor.
Was Anderes wäre es, wenn dem Trafo ein Motor nachgeschaltet ist. Davon
habe ich aber oben nichts gelesen.
Hi,
danke für die vielen Antworten.
>>Welche Auslösecharakteristik hat denn der LS?
C32A wie oben beschrieben - reicht lange nicht. Der LS ist in der
Verteilung an der Wand und soll nicht verändert werden.
>>Du auch 100W Glühbirnen
Diesen "Trick" kenne ich, aber eine Glühbirne ist nicht so haltbar,
Vibration etc... Der Trafo ist auf Rollen und wird viel bewegt...
>>Ein Trafo ist kein Motor, der im Stillstand viel Strom zieht
Es geht nur um den Einschaltmoment, ich habe diese Schaltung schon oft
verbaut, nur eben nicht in der Leiustungsklasse...und vor allem nicht
für 3-Phasen...
Gruß,
DS
Simpel schrieb:> Meinst du das bringt was?
Auf jeden Fall
Simpel schrieb:> Ein Trafo ist kein Motor, der im Stillstand viel Strom zieht und bei> Rotation deutlich weniger. Der Trafo wird jedesmal ummagnetisiert, hat> also kein vergleichbares 'Anlaufverhalten' wie ein Async-Motor.
Er ist zwar kein Motor, hat aber auch einen Einschltstromstoss, nur aus
anderen Gründen:
Siehe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Einschalten_des_Transformatorshttp://www.hgaechter.ch/elmaschinen/trafo/rush.htmOldMan schrieb:> Anstelle der teueren Drahtwiderstände kannst Du auch 100W Glühbirnen> benutzen. So Du noch welche kaufen kannst oder Du nimmst entsprechende> PTCs.
Bei dem Trumm könnte er auch 3x500W Halogenstäbe nehmen :-)
Die gibts billig im Baumarkt.
...ich bin gerade hier:
http://www.mikrocontroller.net/wikifiles/5/5d/Verlustarme_trafos.pdf
unterwegs. Seite 3. Remanenz / TSRL etc...
Seite 12:
>>Der Einschaltstrom ist beim Ringkerntrafo von Natur aus viel höher als bei
eckigen
Trafos. Er beträgt bis zum 80-fachen des Nennstromes für die Dauer einer
...
Drahtwiderstände sind kurzzeitig sehr stark überlastbar, d.h. locker um
das zehn- bis zwanzigfache der Nennleistung. Wenn der Trafo im
Einschaltmoment einen Kurzschluss darstellen sollte, fließen ja nur
maximal ca. 3,2A, d.h. die Verlustleistung liegt gerade einmal beim
Dreifachen der Nennleistung.
Ich halte daher die Dimensionierung des Wiederstandes für durchaus
sinnvoll gewählt. Auf irgendwelche Basteleien mit Glühlampen o.ä. würde
ich mich auch nicht unbedingt einlassen, da man ja auch noch die
entsprechenden Fassungen im Schaltschrank unterbringen müsste. Die
Lastwiderstände schraubt man hingegen einfach auf die Montageplatte oder
Wand des Schaltschrankes. Unter Brandschutzgesichtgspunkten ist das
definitiv auch die bessere Lösung.
Nimm davon
https://www.reichelt.de/50-Watt-axial/50W-METALL-100/3/index.html?&ACTION=3&LA=2&ARTICLE=110729&GROUPID=5274&artnr=50W+METALL+100
Je 2 in Reihe, das sind dann 200 Ohm bei 100W
Selbst bei einem Kurzschluss einer Phase hast du dann 'nur' 230V bei 200
Ohm, also etwa 250-300W Verlustleistung.
Und die Dinger sind normalerweise auf 5 fache Nennleistung für mehrere
Sekunden spezifiziert.
Aus dem Bauch raus würde ich sogar sagen, einer pro Phase (50W bei 100
Ohm) würde auch reichen, aber bei weniger als 3 Euro pro Stück kannst du
ja auch insgesamt 6 Stck. kaufen.
Der Charme von Glühlampen ist halt der. das ist Dauerkurzschlussfest und
man sieht sofort wenn die Überbrückung nicht funktioniert.
Ich würde auch in Richtung 10 Ohm tendieren, dann fließen max. 20
Ampere.
Keramikwiderstände mit Lötsicherung, wie sie früher in Röhrenfernsehern
verbaut wurden.
Schütz parallel zur Primärwicklung, d.h. es zieht erst an, wenn Trafo
gut magnetisiert ist.
Wichtigste Frage: soll der Trafo im Leerlauf oder unter Last
eingeschaltet werden?
eProfi schrieb:> max. 20> Ampere
Was ja gerade mal schlappen 4600 Watt entspricht. Pro Phase, also
insgesamt knapp 14 kW. Viel Spaß, das wegzukühlen...
eProfi schrieb:> Keramikwiderstände mit Lötsicherung, wie sie früher in Röhrenfernsehern> verbaut wurden.
Ich hatte neulich nach genau solchen Sicherungswiderständen Ausschau
gehalten, aber offenbar sind sie nicht mehr erhältlich. Für die Montage
im Schaltschrank stellt sich dann noch die Frage nach der Halterung. Die
Widerstände müssten nämlich in ein separates Gehäuse eingebaut werden,
um den erforderlichen Berührungsschutz zu erzielen.
Dann sind die eingangs vorgeschlagenen Leistungswiderstände im
Metallgehäuse doch wesentlich praktikabler, auch wenn sie leider keinen
Übertemperaturschutz aufweisen.
Andreas Schweigstill schrieb:> Ich hatte neulich nach genau solchen Sicherungswiderständen Ausschau> gehalten, aber offenbar sind sie nicht mehr erhältlich. Für die Montage> im Schaltschrank stellt sich dann noch die Frage nach der Halterung. Die> Widerstände müssten nämlich in ein separates Gehäuse eingebaut werden,> um den erforderlichen Berührungsschutz zu erzielen.
Schau mal nach "Bremswiderstand" für FU , die haben ein Gehäuse für
Schaltschrnakeinbau. Eine Thermofuse kann man da leicht adaptieren.
Die "alten" Sicherungswiderstände für Einlötung auf Platinen wirst Du
auch nur mit Mühe in den Schaltschrnak bringen, bzw. mußt ein Gehäuse
konzipieren.
DS schrieb:> Kann ich denn die 100Ohm bedenkenlos> einsetzen?>
Kann man. Habe es gestern an unserem 20 kVA DS-TT ausgetestet. Die 1
sek. Einschaltung halten 150W Typen (waren halt gerade griffbereit)
locker aus.
Funktionierte am C32 mit 100, 330 und 1000 Ohm gleich gut. 0,3...1s
Einschlatverzögerung auch unkritisch -- es muß also kein
Präzisionszeitrelais sein.
Hoffe das hilft Dir weiter.
Andrew Taylor schrieb:> Die "alten" Sicherungswiderstände für Einlötung auf Platinen wirst Du> auch nur mit Mühe in den Schaltschrnak bringen, bzw. mußt ein Gehäuse> konzipieren.
Genau das war doch auch meine Aussage. Ich habe nicht gesagt, dass ich
die besagten Widerstände tatsächlich kaufen und in einem Schaltschrank
einsetzen wolle. Ich hatte nur nach den Widerständen Ausschau gehalten,
da ich in einem anderen Diskussionsfaden selbst darauf hingewiesen
hatte:
Beitrag "Welche Ersatzwiderstände?"
Hi,
>>Hoffe das hilft Dir weiter.
Ja.
Ich habe das gestern aufgebaut und es funktioniert wurderbar. Gestern
mit einem Zeitrelais, eingestellt auf 1s oder 0,1s ist egal,
funktioniert.
Gerade mal ohne Zeitrelais. Funktioniert auch, die Anzugzeit des großen
Schütz allein reicht auch schon aus...
Dann werde ich noch nach einem passenden Berührungsschutz für die
Anschlussschrauben Ausschau halten...
Danke an alle
DS