Steckverbindung für 5kV

Gast #2171679
Lesenswert?
• ▲
▼
Ich will ein Einschubsystem entwickeln.
Das sollen alles Europaplatinen sein.
Auf dem Bus tummeln sich u.a. folgende Spannungen:
L-N-PE 230V~
+ 0 -15V bezogen auf PE
+ 0 -15V bezogen auf 5KV
+ 0 300V bezogen auf 5KV

welchen Steckverbinder kann ich nehmen
Angehängte Dateien:
Gast #2172045
Lesenswert?
• ▲
▼
Als HV-Steckverbinder werden auch oft Bananenstecker/-buchsen benutzt, 
die gut isoliert mit viel Abstand zu umliegenden Teilen eingebaut 
werden.
So wird es z.B. bei den Hochspannungsnetzteilen für Experimentierzwecke 
gemacht. Dafür gibt's dann auch hochspannungsfeste Kabel mit gut 
isolierten bananensteckern.

Für ein Einschubsystem ist das aber nur bedingt geeignet...
Gast #2172046
Lesenswert?
• ▲
▼
Hallo,

garkeinen. Es ist ziemlich sinnlos, 5 kV auf eine Leiterplatte zu geben, 
der geforderte Abstand variiert zwar nach Normen und Einsatzgebieten, 
liegt aber in der Grössenordnung der Leiterplatte selbst. Ich würde 
zwischen PE und 5kV 75 mm ansetzen, aber das gilt z.B. nur unterhalb 
3000 m Höhe.

Gruss Reinhard
Gast #2173258
Lesenswert?
• ▲
▼
Karl Moik schrieb:
> Ist klar, die auf dem Photo taugen nur bis 3,1kV

Die abgebildeten Steckverbinder (DIN41612 Typ H) packen keine 3.1kV - es 
gibt Sonderkontakte die für 3.0kV ausgelegt sind (siehe Datenblatt 
hier):
http://de.rs-online.com/web/search/searchBrowseAction.html?method=searchProducts&searchTerm=3094222&x=0&y=0

Eine höhere Spannungsfestigkeit bei DIN41612-Steckverbindern ist mir 
noch nicht untergekommen... Da muss wohl einer Sonderlösung her.
Gast #2173279
Lesenswert?
• ▲
▼
Reinhard Kern schrieb:
> 5kV 75 mm ansetzen

Klingt großzügig, könnte aber je nach Verschmutzung schon knapp sein!
Schaut mal in alten Röhren-TV wieviel Staub sich im Bereich der 
Hochspannung gern sammelt.

Weiterhin wäre noch genauer zu klären wie die Ladung rechtzeitig 
gefahrlos abgeführt werden kann BEVOR einer diese Stecker anfassen kann!

Stecker f. 5kV sollten evtl. im Eisenbahnwesen igendwo zu finden sein?
Gast #2173921
Lesenswert?
• ▲
▼
Eisenbahn... Hehe... Auch in Umspannwerken soll es soetwas geben - da 
reicht dann aber nicht mal mehr das ganze 19"-Rack, ja nichtmal mehr der 
gesamte 19"-Schrank! Ich denke erstmal nicht, dass der Threadstarter 
nebst den paar kV auch ein paar kA (zumindest nicht für mehr als ein 
paar Nanosekunden) durch den Steckverbinder leiten will/kann.

'Verfügbar' sind solche Steckverbinder durchaus, Hersteller z.B. FUG, 
Heinzinger, Guth, Lemo, ...
Herstellerunabhängig gibt es da ja noch die gängigen normen HV-BNC (je 
nach Hersteller für 3-5kV Nennspannung spezifiziert) und SHV-5 (5kV 
Nennspannung), SHV-10 (10kV Nennspannung)und SHV-20 (20kV Nennspannung).
All diese Serien sind aber per Bajonett oder Gewinde gekuppelt, was in 
einem Einschub ja schlecht umsetzbar ist.

Persönlich empfehlen kann ich Guth sowie Lemo:
http://www.guth-hv.de/hv/de/zubehor/zubehor/hochspannungssteckverbinder.html
...einfach mal anfragen. Die haben viele, gute Sonderlösungen selbst 
erarbeitet (resultierend aus ihrem alltäglich Umgang mit Hochspannung) 
und sind bei diesen Produkten deutlich günstiger als der nächstgenannte 
Kandidat, Lemo:
http://www.lemo.de/downloads/kataloge/hochspannung.pdf
Die Lemo-Steckverbinder lassen sich wohl noch am ehesten ohne viel 
Aufwand in ein Einschubsystem einbetten, da auch die 
Hochspannungs-Vertreter das gängige Lemo Push-Pull-System verwenden; 
entfernt man nun die Klammer, rastet der Steckverbinder selbst nicht 
mehr ein - so ließe sich das in einem Einschub verbauen.
Die herausragende Qualität in Design sowie Verarbeitung lässt sich Lemo 
allerdings auch bezahlen...

Zu den Isolationsabständen:
Ab diesem Spannungsbereich macht Hochspannung auf Platinen nur noch mit 
Vergussmasse Spaß - dann wird es aber wiederum relativ umkritisch und 
selbst ..30kV werden in 19"-Einschüben realisierbar - was man ja auch an 
der Verfügbarkeit derartiger Netzteile (z.B. FUG oder Oltronix) sieht.
Gast #2176166
Lesenswert?
• ▲
▼
Erst mal vielen Dank für die vielen Beiträge.
Sorry, ich hab in meiner Spezifikation vergesseen anzugeben, es geht nur 
um ganz geringe Ströme. D.h. wenn überhaupt ein Strom fließt, so ist das 
ein Isolationsfehler. Die (gekaufte) 5KV Spannungsquelle liefert 
höchtens 1-2 mA

Antwort schreiben

Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt. Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten, für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Formatierung
  • [c]C-Code[/c]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] – Link zu einem Artikel
  • Verweis auf einen anderen Beitrag: Rechtsklick auf dessen Beitrags-ID (#8078628), „Adresse kopieren“, in den Text einfügen

Mehr zur Formatierung

Längeren Sourcecode als Anhang, nicht in den Text. JPG nur für Fotos und Scans; Zeichnungen und Screenshots als PNG oder GIF. Siehe Bildformate.

Schon registriert? Anmelden

Wird nicht angezeigt. Wir schicken dir einen Link; sobald du damit bestätigst, erscheint dein Beitrag.

Mit dem Abschicken legst du einen kostenlosen Account an und erkennst die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung an.