Der Titel sagt eigentlich schon alles: Ich habe einen guten 24Bit ADC,
der aber "nur" 2kV HBM ESD aushält. Den Wert möchte ich auf 15kV erhöhen
und gleichzeitig noch einen Überspannungsschutz (max. +-10V erlaubt)
dazubauen.
Welche Schutzschaltung beeinflusst das Signal am wenigsten?
>Welche Schutzschaltung beeinflusst das Signal am wenigsten?
Direkt am Eingang ein Cap oder ein RC-Filter, wobei du ein spezielles R
brauchst, welches ESD aushalten können muß. Vom Cap zu den
Hilfsspannungen +10V und -10V zwei äußerst leckstromarme Dioden, wie zum
Beispiel die 2N4117A, die du als Diode beschaltest.
Wie sind denn die Eingangsströme und Eingangsimpedanzen von deinem
24bit-ADC?
Thomas schrieb:> Welche Schutzschaltung beeinflusst das Signal am wenigsten?
Die ganze Schaltung einschließlich Signalquelle in ein geschlossenes
Metallgehäuse. ESD muß dann "draußen bleiben".
Ohne genauen Typ des 24 Bit Wandlers wirds nicht gehen. Die Bausteine
sind zu unterschiedlich bezüglich Eingangsstrom usw.
Gruß Anja
Ist ein LTC2400. Metallgehäuse schützt die nach draußen geführten
Eingänge eben nicht.
Welcher Kondensator und Widerstand ist als ESD-Schutzbeschaltung
geeignet?
Wie man den Eingang schützt hängt auch davon ab was da in der Anwendung
als Signalquelle dran hängen soll. Es macht da schon einen Unterschied
ob es ein sehr Niederohmiges Thermoelement, oder ein eher hochohmige
Quelle bis 5 V ist.
Beim Thermoelement könnte man z.B. 2 Antiparallele 1N4007 und einen
Widerstand zum IC als Schutz nehmen, sonst eher nicht.
Mir kommt ja hier unweigerlich die Frage, warum man nicht in jeder
Schaltung jeden Knoten noch mal gegen Überspannung schützt.
Sorry, das mußte jetzt sein. ;-)
OK, diese 24bit-Sigma-Delta sind teuer. Volles Verständnis. Aber sie
liegen ja oft an niederohmigen Quellen, z.B. an einem Termoelement.
Letztendlich hängen die Inputs in einem IC aber auch noch am
integrierten Schutzdiodennetzwerk. Müßte man mal im Datenblatt finden.
Ulirch schrieb:> 2 Antiparallele 1N4007
So hätte ich es als Bastler vor 30 Jahren gemacht. Aber, schau mal ins
Datenblatt der 1N4000, was die für Reaktionszeiten haben.
Thomas schrieb:> Metallgehäuse schützt die nach draußen geführten> Eingänge eben nicht.
Du sollst doch die Eingänge nicht nach draußen führen....
Thomas schrieb:> Welcher Kondensator und Widerstand ist als ESD-Schutzbeschaltung> geeignet?
Kondensator + Widerstand geht dann nicht (s. Datenblatt).
Bei niedriger Quellimpedanz ginge ein 10uF Kondensator.
Für +/-10V Schutz brauchst Du allerdings sowieso einen Pufferverstärker.
Dort kannst Du dann die üblichen Schutzbeschaltungen einbauen.
Gruß Anja
Wilhelm Ferkes schrieb:> Letztendlich hängen die Inputs in einem IC aber auch noch am> integrierten Schutzdiodennetzwerk. Müßte man mal im Datenblatt finden.Thomas schrieb:> der aber "nur" 2kV HBM ESD aushält
Beim Übergang von Sperrend zu isolierend ist die "Reaktionszeit" von
Dioden einfach durch die Induktivität des Gehäuses und der Drähte
gegeben. So schlimm sind da die 1N400x nicht. Eine Shottkydiode wie
1N5818 ist da auch nicht schneller. Der Unterschied kommt erst beim
"Abschalten", also die Erholung nach dem ESD Ereignis.
Ulirch schrieb:> So schlimm sind da die 1N400x nicht. Eine Shottkydiode wie> 1N5818 ist da auch nicht schneller.
Ich habe noch mal ein paar Datenblätter gewälzt. Bei der 1N4000 steht da
sogar überhaupt nichts zu Reaktionszeiten, allerdings die Bezeichnung
Universaldiode. Da darf man im Grunde überhaupt keine besondere
Eigenschaft erwarten, außer daß sie Netzfrequenz (und noch ein wenig
höhere Frequenzen) gleichrichtet.
Möglicherweise ist die Ansprechzeit wirklich schnell, denn sie ist in
keinem der Datenblätter, die ich fand, aufgeführt. Die Erholzeit ist
aber bekannterweise lang.
Allerdings verwendet man für ESD-Schutz oft Transildioden, eben wegen
der Ansprechzeit, nicht wegen der Erholzeit, weil ein
Spannungsüberschlag eine winzig geringe Anstiegsdauer hat. Die
parasitäre Induktivität hat man aber dort auch. Mit diesen Dioden hatte
ich eher Probleme im Bereich Kapazität.
Man kann so einen Überspannungsschutz nur so gut ausführen, wie man
glaubt, daß es eben geht. Die Schwächen kommen tatsächlich oft erst im
Prüflabor zum Vorschein, dann darf man nachbessern.
Beim Einschalten der Diode muss doch 'bloß' die Sperrschichtkapazität
leergeräumt werden. Und die Kapazität ist eben ein Kondensator. Dann
müsste doch die Diode erst als ESD-Kondensator (mit relativ geringer
Kapazität) arbeiten und wenn sie dann leitet, ist sie eben eine Diode.
Oder nicht? ;-)
Würde aber auch eine Transildiode/Überspannungsschutzdiode nehmen. Die
sind für derartige Sachen vorgesehen.
Wilhelm Ferkes schrieb:> So hätte ich es als Bastler vor 30 Jahren gemacht. Aber, schau mal ins> Datenblatt der 1N4000, was die für Reaktionszeiten haben.
Was für eine Spannungsspitze könnte denn an einer 1N4007 auftreten,
bevor die Diode leitet und die Spannung auf ca. 0,7V begrenzt?
Oktoberfestbesucher schrieb:> Was für eine Spannungsspitze könnte denn an einer 1N4007 auftreten,> bevor die Diode leitet und die Spannung auf ca. 0,7V begrenzt?
So, ich hab das in Literatur (Hans Lacour, Elektronische Bauelemente)
noch mal nachgeschlagen. Und zwar, wenn man an die Diode bei geringer
Stromdichte einen erzwungenen Spannungssprung anlegt, verhält sie sich
erst mal kapazitiv. Simon, da hast du allerdings recht, mit bloß die
Sperrschichtkapazität ausräumen. Die Diodenspannung folgt allmählich dem
Sprung. Ist die Diode schon leitend, verhält sie sich jedoch induktiv.
Die ist nicht beliebig schnell. Die an der Diode wirkende Gesamtspannung
steigt schlagartig an, da sich der Widerstand der Bahngebiete nicht
schlagartig vermindern kann, steht dort. Die Beschreibung geht jedoch
über viele Buchseiten, das würde hier jetzt den Rahmen sprengen.
Bei ESD hat man eben einen richtig guten Sprung. Spezielle
(Transil-)Dioden sind wohl in diesen Eigenschaften optimiert, können
aber auch nicht alles. Meine ehemalige Firma hätte sich die teueren
Transildioden lieber auch gespart, wenn normale Dioden ausreichten. Denn
alles war bis auf den Cent hyper-kostensensitiv. Die Geräte mußten am
Ende der Entwicklung aber die EMV- und Störspannungstests bestehen. Sie
hatten auch Leitungen nach außen, Meß- und Busverbindungen.
So ein Filter mit herkömmlichen Bauelementen aufzubauen, widerspricht
oft anderen Dingen, wie z.B. Bauteilanzahl und Layoutfläche,
Lagerhaltung, Zuverlässigkeit der Baugruppe.
Ich werde noch mal schauen, was der SPICE-Simulator bei der Diode
ausspuckt. Denn das Meßequipment für sowas habe ich hier nicht.
>Ist ein LTC2400.
Der hält doch +/-10V an seinem Eingang garnicht aus??!!??
>Mit je einem 1nF gegen das Metallgehaeuse ist man die EMV los.
Das ergibt beim Human Body Model einen Spannungsteiler von 100pF zu 1nF.
Da hast du bei einem 8kV ESD immer noch genug Zerstörungskraft...
>So schlimm sind da die 1N400x nicht. Eine Shottkydiode wie>1N5818 ist da auch nicht schneller. Der Unterschied kommt erst beim>"Abschalten", also die Erholung nach dem ESD Ereignis.
Das ist richtig. Einschalten tun beide fast gleich schnell. Aber für
Sub-Nanosecond-ESD sind beide zu langsam, wegen ihrer Bauform
(Induktivität). Da gehen nur Cera-Diodes (Epcos), Varistoren (AVX) oder
Transzorbs in winzigen ESD-Bauformen. Achtung, die bidirektionalen
Transzorbs sind für Sub-Nanosecond-ESD ungeeigent, da sie rund 5nsec zum
Durchschalten brauchen!
>Was für eine Spannungsspitze könnte denn an einer 1N4007 auftreten,>bevor die Diode leitet und die Spannung auf ca. 0,7V begrenzt?http://www.cliftonlaboratories.com/diode_turn-on_time.htm
Wilhelm Ferkes schrieb:> Man kann so einen Überspannungsschutz nur so gut ausführen, wie man> glaubt, daß es eben geht. Die Schwächen kommen tatsächlich oft erst im> Prüflabor zum Vorschein, dann darf man nachbessern.
Besser ist es, den Schutz gleich passend zu den Anforderungen
auszulegen.
;-)
Willi W. schrieb:> Besser ist es, den Schutz gleich passend zu den Anforderungen> auszulegen.> ;-)
Ja selbstverständlich, so meine ich das auch. Die Spezifikationen müssen
z.B. aus dem Lastenheft entnehmbar sein, und dann wählt man was
passendes. Theorie und Praxis sind nur eben zwei verschiedene Dinge.
Sonst könnte sich jeder gleich ein EMV-Labor und die Abnahme sparen.
Ausgerechnet bei solchen scheinbar nichtigen Dingen geht in
Entwicklungslabors ein Löwenanteil an Zeit drauf. ;-)
>Theorie und Praxis sind nur eben zwei verschiedene Dinge.>Sonst könnte sich jeder gleich ein EMV-Labor und die Abnahme sparen.
Und ich behaupte, daß viele schon mit der falschen Theorie unterwegs
sind. Was beispielswiese nur mal hinsichtlich des "Pigtailing" so alles
fabriziert wird, läßt erahnen, daß die meisten Entwickler sich über die
Theorie niemals wirklich Gedanken gemacht, geschweige denn irgendetwas
verstanden haben.
Thomas schrieb:> 24Bit ADC,> der aber "nur" 2kV HBM ESD aushält. Den Wert möchte ich auf 15kV erhöhen
Ich bin mal gespannt, ob dir nach deiner Schutzbeschaltung noch viel
Genauigkeit übrig bleibt.
Was willst du damit denn messen?
Elena schrieb:>>Was für eine Spannungsspitze könnte denn an einer 1N4007 auftreten,>>bevor die Diode leitet und die Spannung auf ca. 0,7V begrenzt?>> http://www.cliftonlaboratories.com/diode_turn-on_time.htm
Wenn ich diese Fotos vom Oszilloskop richtig deute, beträgt die
Spannungsspitze, wenn die Diode 1N4007 von Sperr nach Leiten umschalten
soll lediglich ein paar 100mV. Deshalb verstehe ich nicht, warum ich
teures Geld für eine schnelle Transorb ausgeben soll.
Elena schrieb:> Ferritperlen haben praktisch keine Wirkung bei ESD, weil sie in die> Sättigung gehen.
Die Perle würde auch nicht gegen ESD schützen, wenn sie nicht in die
Sättigung gehen würde. Die liegt einfach im Signalweg, jemand ist
geladen und fasst die Leitung an.
Wir denken uns das als Human Body Model, 100pF, 1500 Ohm und auf 30kV
aufgeladen. Der Strom steigt dann auf 20A und tschüss kleiner ADC :-(
Ich habe hier ein Datenblatt von diesen Ferritperlen. Die sind mit 7A
spezifiziert. Ich kann aber im Moment nicht sagen, ob das die
Stromtragfähigkeit des Drahtes sein soll, oder die Magnetische Sättigung
des Ferritmaterial erreicht ist.
>Ich habe hier ein Datenblatt von diesen Ferritperlen. Die sind mit 7A>spezifiziert. Ich kann aber im Moment nicht sagen, ob das die>Stromtragfähigkeit des Drahtes sein soll, oder die Magnetische Sättigung>des Ferritmaterial erreicht ist.
Ich habe mal in meinem Archiv gekramt...
Oktoberfestbesucher schrieb:> Elena schrieb:>> Ferritperlen haben praktisch keine Wirkung bei ESD, weil sie in die>> Sättigung gehen.>> Die Perle würde auch nicht gegen ESD schützen, wenn sie nicht in die> Sättigung gehen würde. Die liegt einfach im Signalweg, jemand ist> geladen und fasst die Leitung an.> Wir denken uns das als Human Body Model, 100pF, 1500 Ohm und auf 30kV> aufgeladen. Der Strom steigt dann auf 20A und tschüss kleiner ADC :-(>> Ich habe hier ein Datenblatt von diesen Ferritperlen. Die sind mit 7A> spezifiziert. Ich kann aber im Moment nicht sagen, ob das die> Stromtragfähigkeit des Drahtes sein soll, oder die Magnetische Sättigung> des Ferritmaterial erreicht ist.
ABER - richtig ausgewählte Ferrite sind eh verlustbehaftet und
reduzieren nebenbei auch die Anstiegsgeschwindigkeit des Signals nach
dem Ferrit, wenn da ein C dranhängt. Nun läßt sich das recht gut mit
Varistoren und Transzorbdioden verbinden und so ein guter Grob- und
Feinschutz bauen, der auch den vielen Bits im Wandler nicht sonderlich
im Wege steht....
Bei geschickter Wahl von Ferrit, C und den Ableitern stehen sich
maximale Frequenz, die den AD erreichen soll nicht mit der
Filterfrequenz im Weg...
Grüße
MiWi
>Wir denken uns das als Human Body Model, 100pF, 1500 Ohm und auf 30kV
aufgeladen. Der Strom steigt dann auf 20A und tschüss kleiner ADC :-(
Nee. ein 100nF ueber den Eingang und das ergibt einen kapazitiven Teiler
1:1000, diese 30V sollten fast noch durchgehen.
Oktav Oschi schrieb:>>Wir denken uns das als Human Body Model, 100pF, 1500 Ohm und auf 30kV> aufgeladen. Der Strom steigt dann auf 20A und tschüss kleiner ADC :-(>>> Nee. ein 100nF ueber den Eingang und das ergibt einen kapazitiven Teiler> 1:1000, diese 30V sollten fast noch durchgehen.
wenn der C und das Layout das schafft. Bei dU/dT von ESD (von 0 auf 4kV
in 0,5-1ns) spielen die Bauteileigenschaften und das Layout eine
wesentliche Rolle um die Ladung entsprechend in den 100nF zu bringen.
Siehe dazu auch die Impedanzkurven von div. 100nF -Kondensatoren je nach
Bauform.... viele (bedrahtete) Kondensatoren verhalten sich bei
1nS-Pulsen eher induktiv denn kapazitiv....
Daher - Ferrite sind nicht schlecht auch wenn sie recht bald in
Sättigung geraten.
LTSpice ist (D)ein Freund für diese Analysen.
BTDT...
Grüße
MiWi
Wenn ich mal fragen dürfte, wie genau misst man mit einem solchen ADC?
Wie viel Aufwand muss in das Signal gesteckt werden (Filter, Mittelwert,
was auch immer)?
Gruß
Knut
meine Erfahrung:
Rauschfreie Auflösung im einstelligen Mikrovolt-Bereich ist möglich.
Hängt natürlich auch stark von der Messfrequenz ab. Über 1000Hz kann man
gleich einen 16 Bit Wandler nehmen.
50Hz Netzeinstreuung ist problematisch wenn der Sensor nicht direkt auf
der Platine sitzt.
Problem ist nicht die Auflösung, sondern die Langzeit-Stabilität.
Werte aus Datenblättern:
Nichtlinearität ADC +-10ppm
1000h Langzeitstabilität Referenz: +-50ppm
Temperaturdrift Referenz: +-5ppm/°C
Genauigkeit Referenz: 0,1% (=1000ppm) !!
Knut schrieb:> Mich würde auch mal interessieren, welche Application eine solche> Auflösung erfordert.
In der Wägetechnik braucht man das locker.
Thomas K. schrieb:> Werte aus Datenblättern:>> Nichtlinearität ADC +-10ppm
Kann man beim LTC2400 prima linearisieren da in erster Näherung eine
Parabel als Fehlerkurve vorhanden ist. -> nach Linearisierung ca 1ppm.
> 1000h Langzeitstabilität Referenz: +-50ppm
Bei richtigem Handling der Referenz (Streßfreier Einbau, 1000H
Voralterung vor der Kalibrierung usw) kommt man auf unter 5ppm.
Ich habe bei 2 Referenzen LT1027 innerhalb eines Jahres (knapp 9000
Stunden) an 2 verschiedenen 6,5-stelligen Multimetern jeweils maximal 1
Digit (10uV) Unterschied gemessen (Normiert auf gleiche
Referenzsspannungstemperatur).
> Temperaturdrift Referenz: +-5ppm/°C
die erwähnten LT1027 haben jeweils <2ppm/K Temperatursteigung.
Nach Kompensation mittels direkt an der Referenz verbauten NTCs erreiche
ich im Temperaturbereich 10..40 Grad etwa 2ppm (+/-1ppm) stabilität.
> Genauigkeit Referenz: 0,1% (=1000ppm) !!LT1027CCN8-5 hat 0.05% ohne Abgleich. Die mit Abgleich erreichbare
Genauigkeit ist natürlich Abhängig vom Vergleichsnormal.
Ein paar andere Aspekte:
- Rauschen: ist bei mir ca 10-20uVpp -> Mittelung über 1 bis mehrere
Minuten der Meßwerte für rauschfreie Auflösung < 1 uV notwendig.
- Feuchtigkeit ist auch ein Problem: ca 0,4ppm Drift je % Luftfeuchte
Gruß Anja
>Rauschfreie Auflösung im einstelligen Mikrovolt-Bereich ist möglich.
Ja, aber diese "Auflösung" ist nur sinnfreies Gezappel. Beim ADC des TE
beträgt der "Total Unadjusted Error" typisch 10ppm von Vref, das wären
dann rund 50µV. Also letztlich nur 16bit Genauigkeit aus einem 24bit
Wandler, und das gerade mal "typisch"...
Ina schrieb:> Ja, aber diese "Auflösung" ist nur sinnfreies Gezappel.
Wenn ich das ganze in Relation zu käuflichen Multimetern sehe
z.B. das HP34405 5,5 stellig hat auch nur 300ppm / Jahr
und das HP34401 6,5 stellig hat 40 ppm / Jahr
dann kommt man zumindest im Bereich 0..5V (solange keine Spannungsteiler
im Spiel sind) mit relativ wenig Geld (aber viel zeitlichem Aufwand für
die Kalibrierung) ziemlich weit.
Gruß Anja
Wegen ESD - in den Applikationsschaltungen ist am
Vi oft ein 5kOhm in Reihe zum Eingang zu sehen.
Einen richtigen Eingangswiderstand gibt es nicht
durch das "switched capacitor network".
Mit 5K am Eingang plus der Eingangskapazität müsste
doch schon was zu machen sein. (?)
Ich würde mal den Fehler messen.
Joe Redfish schrieb:> Mit 5K am Eingang plus der Eingangskapazität müsste> doch schon was zu machen sein. (?)
Ja man erhöht drastisch die Nichtlinearität (siehe Datenblatt). Womit
wir wieder bei meiner Aussage vom 29.05. sind: Man braucht einen
Pufferverstärker wenn man filtern möchte.
Gruß Anja