Hallo,
vorweg:
- Ich weiß der Mosfet ist viel zu "groß" für eine LED, es ist nur ein
Testaufbau.
- Ich weiß Breadboards sind oft sehr empfindlich und Wackelkontakte
keine Seltenheit.
Ich habe auf einem Breadboard einen kleinen Schaltkreis mit einem
ATmega328PU aufgebaut der ein paar LEDs an und ausschaltet. Wenn ich das
ganze mit drei Alkaline AA Batterien betreibe (wie im Schaltplan) dann
resetet der Microcontroller schon bei leichter Berührung der Kabel (auch
bei Brührungen durch einen nicht leitenden langen Stab). Wenn ich die
Batterien allerdings durch eine andere Spannungsversorgung ersetze (zB
die 5V und GND Pins eines Arduino Uno Boards das durch eine Powerbank
versorgt wird), kann ich an den Kabeln zupfen und drücken soviel ich
will und der Mikrocontroller geht nie in den Reset.
Woran könnte das liegen? Welche Auswirkung hat die Art der
Spannungsversorgung auf Wackelkontakte?
Arduino Code:
1
void setup() {
2
pinMode(LED_BUILTIN, OUTPUT); //pin 18 in the schematic
3
pinMode(12, OUTPUT); //pin 19 in the schematic
4
int i = 0;
5
6
digitalWrite(12, HIGH); //LED which tells me if Arduino did reset
Hallo,
nunja, ohne Elko bricht die Versorgungsspannung ziemlich schnell ein bei
einem Wackler in der Verdrahtung. 33...100uF könnten da helfen.
Mit freundlichem Gruß
Normalerweise ist es einem Wackelkontakt egal, wie es um die
Spannungsversorgung bestellt ist.
Der wackelt 0,00001 V genauso wie 1000000 V.
Die Funktionsweise kann man sich wie bei einem Schalter vorstellen
... aber
Es gibt einen "bisschen" Wackelkontakt!
Der ist zwar auch ziemlich unabhängig von der aktuellen Spannung, aber
dieser wirkt wie ein Widerstand bzw. eine schlechte Verbindung.
Ein Widerstand, in Reihe zur Versorgung, ist aber in praktisch jedem
Falle schlecht.
Hier gilt dann: Je höher die Arbeitsspannung ist, umso geringer ist der
Einfluss eines Reihenwiderstandes.
Sebastian S. schrieb:> Normalerweise ist es einem Wackelkontakt egal, wie es um die> Spannungsversorgung bestellt ist.> Der wackelt 0,00001 V genauso wie 1000000 V.
Bestimmt nicht. Bei 1MV wird der sich ganz anders verhalten als bei
10µV, alleine wegen besserer Durchdringung von irgendwelchen dünnen
Oxidschichten durch Hochspannung.
Bei Schaltern ist auch nicht ohne Grund ein bestimmter Mindeststrom für
Kontakte vorgesehen.
Thomas L. schrieb:> Woran könnte das liegen
Na ja, 4.5V sind schon recht wenig, und wenn die Batterien benutzt
werden sinkt die Spannung auf 2.7V, zu wenig um den LogicLevelMOSFET
sicher durchzuschalten.
Die Batterie hat wohl einen höhere Innenwiderstand als das Netzteil. Ich
kann mir gut vorstellen dass bei einem Wackler, durch die Strom Impulse,
die Spannung dann noch stärker einbricht.
Lothar M. schrieb:> Dieter schrieb:>> Wozu soll R5 dienen?> Flachere Schaltflanken -> weniger Störstrahlung.
Rauchzeichen würde ich persönlich eher als störend empfinden.
270 Ohm hätten bei weitem gelangt.
Bla schrieb:> Die Batterie hat wohl einen höhere Innenwiderstand als das> Netzteil. Ich> kann mir gut vorstellen dass bei einem Wackler, durch die Strom Impulse,> die Spannung dann noch stärker einbricht.
Außerdem liegt deine BOD-Schwelle näher an 4,5V als an 5V, falls
aktiviert.
Danke für die Antworten, wieder ein bischen schlauer :)
Christian S. schrieb:> nunja, ohne Elko bricht die Versorgungsspannung ziemlich schnell ein bei> einem Wackler in der Verdrahtung. 33...100uF könnten da helfen.
Mhm, gerade getestet mit 2 x 47µF auf den Versorgungsrails des
Breadboards. Damit kann ich wie beim Netzteil wackeln ohne Ende und der
µC läuft weiter.
MaWin schrieb:> Thomas L. schrieb:>> Woran könnte das liegen> Na ja, 4.5V sind schon recht wenig, und wenn die Batterien benutzt> werden sinkt die Spannung auf 2.7V, zu wenig um den LogicLevelMOSFET> sicher durchzuschalten.
Allerdings in diesem Fall genug da der MOSFET recht überdimensioniert
ist. Laut Id-Vds Graph aus dem Datenblatt(siehe Bild), lässt der IRLZ44N
bei 2,5V immernoch 4A durch. ODer hab ich da was falsch verstanden?
Bla schrieb:> Die Batterie hat wohl einen höhere Innenwiderstand als das> Netzteil. Ich> kann mir gut vorstellen dass bei einem Wackler, durch die Strom Impulse,> die Spannung dann noch stärker einbricht.
Das klingt für mich sehr plausibel. Hab leider kein Oszi um
nachzumessen.
Der Andere schrieb:> Vieleicht liegts nur an einem miesen Batteriehalter
Gerade mit einem anderen und frischen Batterien getestet. Macht keinen
Unterschied.
Stefan U. schrieb:> Kann es sein, daß dein Teppichboden oder der Arbeitstisch oder du> selbst> elektrostatisch geladen sind?
Könnte sein, aber auch wenn ich mit einem langen Kunststoffstab aus der
ferne Wackle bleibt das Problem. Dachte allerdings ursprünglich auch,
dass es irgendwas mit elektromagnetischen Störeinflüssen zu tun hat.
BOD schrieb:> Bla schrieb:>> Die Batterie hat wohl einen höhere Innenwiderstand als das>> Netzteil. Ich>> kann mir gut vorstellen dass bei einem Wackler, durch die Strom Impulse,>> die Spannung dann noch stärker einbricht.>> Außerdem liegt deine BOD-Schwelle näher an 4,5V als an 5V, falls> aktiviert.
Liegt bei 2,7V wenn ich das richtig gesehen habe.
Habe mal das Schematic vom Arduino Uno Rev3 Board angehängt. Leider
kenne ich mich zu wenig aus.. Lässt sich da irgendwas zum
Innenwiderstand sagen?