Eine Googlesuche liefert für beide Netzteile (oder zumindest deren
Verwandten) unabhängige Tests. Wenn man noch "Chroma" als Suchbegriff
hinzufügt, findet man mit sehr zuverlässiger Hardware gemessene
Testszenarien.
Beide Hersteller gehören zu "den Guten".
Beide Netzteile ließen sich sicher bedenkenlos kaufen.
Ärgerlich ist auch, das mein kein Wirkungsgrad/Leistungskurvendiagramm
auf der Herstellerwebseite findet und die auf der 80Plus Webseite sind
ungenau oder fangen erst bei 20 % Last an.
80Plus Reinfall? schrieb:> 80Plus Gold Zertifizierung
Zertifizierungen liegen immer nachvollziehbaren Dokumenten zugrunde.
Schon mal danach gegurgelt, ob es die überhaupt gibt?
Ich kann mich irren, aber das riecht für mich eher nach einer neuen
Verkaufsmasche irgendwelcher Marketing Fuzzies.
Ja, siehe Link.
Die Zertifizierungen kann man zu jedem einzelnen Netzteil als PDF
downloaden.
Allerdings sind das eben die Zertifizierungen für den 120 V Netz Test.
230 V wurde bei diesen Netzteilen also nicht getestet, was sagt das also
aus?
80Plus Reinfall? schrieb:> was sagt das also aus?
Sind dann nur für den anglo-amerikanischen Raum mit < 120VAC (60Hz?)
getestet. Über die Zuverlässigkeit an 230VAC schweigt sich die Spec.
aus. Da PC-Netzteile hierzulande mit eben dieser Spannung betrieben
werden, fehlen die Zuverlässigkeitsdaten. Diese muß man dann wohl der
Glaskugel überlassen.
Das habe ich befürchtet, aber kann man wenigstens die relative Annahme
treffen, dass ein Netzteil, welches im 120 VAC (60Hz) Test gut
abgeschnitten hat auch im 230 V Test besser abschneiden würde, als ein
anderes Netzteil, welches im 120 VAC (60Hz) Test schlecht war?
Gegenfrage: Würdest du Lotto spielen, wenn die Gewinnchance 50% betrüge?
Besser wäre es, die Nachfolger von Angelika (ex Reichelt Cheffin), nach
dem Ansinnen, diese Spec. zu veröffentlichen, zu fragen?
Alles andere ist Spekulation á la: es kann gut gehen, oder nicht.
Die Garantiezeit werden sie wohl überleben, aber damit ist dem
Verbraucher ja langfristig auch nicht gedient.
Zertifizierungen besagen nur, dass es mal ein Exemplar gegeben hat,
welches unter den entsprechenden Rahmenbedingungen die nötigen
Ergebnisse brachte.
Der Rest ist die Hoffnung, dass jene Exemplare, die im Handel landen,
damit technisch identisch sind. Was nicht immer der Fall ist.
Die 120V vs 230V Frage würde ich nicht zu hoch hängen. Die PFC hat mehr
Arbeit bei 120V als bei 230V. Insofern sehe ich keinen Grund für einen
Einbruch des Wirkungsgrads, eher umgekehrt.
A. K. schrieb:> Die 120V vs 230V Frage würde ich nicht zu hoch hängen. Die PFC hat mehr> Arbeit bei 120V als bei 230V. Insofern sehe ich keinen Grund für einen> Einbruch des Wirkungsgrads, eher umgekehrt.
hat denn ein PFC überhaupt Auswirkung auf den Wirkungsgrad? (die
Verluste durch die Scheinleistung dürfte nicht relevant sein)
Peter II schrieb:> hat denn ein PFC überhaupt Auswirkung auf den Wirkungsgrad? (die> Verluste durch die Scheinleistung dürfte nicht relevant sein)
Könnte schon sein. Mehr Strom bedeutet meist auch mehr Verlust. Also
wenn ein Unterschied besteht, dann genau da. Hinter der (aktiven) PFC
herrschen immer gleiche Verhältnisse, dafür sorgt ja ebendiese PFC als
Step-Up.
Hier wurden scheinbar die gleichen Teile in beiden Varianten getestet.
Stützt meine Vermutung, dass die Situation bei 230V besser ist als bei
120V: http://www.tomshardware.com/charts/power-supplies,26.html
Wikipedia sagt, dass die Anforderungen von 80plus beí 230V höher sind
als bei 115V. Dadurch wäre es paradoxerweise möglich, dass ein Netzteil,
was die Anforderungen bei 115V haarscharf erfüllt, bei 230V haarscharf
die Latte reisst - obwohl es bei 230V gleich oder besser ist als bei
115V.
http://de.wikipedia.org/wiki/80plus
I.d.R. haben die Netzteile bei 230V einen höheren Wirkungsgrad als bei
120V.
Bei namhaften Herstellern findest du im Datenblatt auch die Kennlinen
für Effizienz bei 115V/120V und 230V. Im Bild z.B. ein Enermax Platimax
und Thriathlor Serie