Hallo,
natürlich kannst Du die Spulen auch selbst wickeln. Nur wird das
Ergebnis vielleicht nicht so toll funktionieren wie Du es erhoffst.
Auf den kleinen Fotos beim Hersteller sieht man nicht, aus welchem Draht
sie bestehen. Deshalb steht es ja im Text:
"Litzwire used highest Q-value available on market"
Also ist bei dem Vorhaben wichtig, Spulen mit möglichst hoher Güte zu
bekommen. Nimmst Du Litzendraht, bist Du schon auf dem richtigen Weg.
Es gibt dazu viele Seiten im Netz wo Leute schon mit wireless Power auf
vielversprechende Weise experimentiert haben.
Bei diesem Monsieur funktioniert es sogar mit Volldraht:
Energie sans fil : Incroyables Expériences [60] Wireless power / Energie
sans fil Witricity DIY
Incroyables Expériences 766.943 Aufrufe
Wird das eine Propelleruhr?
Mit freundlichem Gruß
hochsitzcola schrieb:> Natürlich mit gleicher> Windungszahl und gleichem Drahtquerschnitt wie bei den vorhandenen.> ...> Wie wichtig ist die Ferritfolie hinter den Spulen? Bringt die einen> entscheidend besseren Wirkungsgrad, oder kann man die auch weglassen?
Die wird sich deutlich auf das erzeugte Feld und die Induktivität
auswirken. Die Induktivität wird der Sendestufe IMHO nicht egal sein.
Die metallische Welle wird für die aufgesteckte Spule wie eine
Kurzschlusswicklung wirken. Der magnetische Wechselfeldanteil, der bei
dieser Art der Energieübertragung dominiert, dürfte daher nicht mehr gut
funktionieren. Daher brauchst du eine Änderung deines Plans oder eine
Anpassung der mechanischen/magnetischen Verhältnisse.
mit einem Ferritrohr wie in diesem Bild sollte sich die metallische
Welle aber doch wirksam abschirmen lassen?!
http://i1270.photobucket.com/albums/jj620/dykb1982/new/fdsghjk-3_zpse00d40f6.jpg
Die Frage ist nur woher so einen großen Ferritring bekommen?!
Innendurchmesser größer 30mm und Dicke ca 20mm? Einen Ringkerntrafo
schlachten?!
Gruß
hochsitzcola
Heute ist das Modul aus China angekommen. Es funktioniert für meine
Anwendung auch mit 5V und hat dabei sogar noch einen deutlich besseren
Wirkungsgrad als das Set von Pollin....
Ich habe mit verschiedenen Stahl- und Ferritkernen rumexperimentiert und
festgestellt: Da muß ich noch viel lernen.
Hat jemand einen Literaturtipp? Im Internet finde ich nur die
Feldlinenausprägung an einfachen Spulen, aber nicht, wie diese durch
Kerne oder andere Gegenstände in der Nähe verändert werden :-(
Gruß
hochsitzcola
Erstmal solltest du versuchen, die Schaltung zu analysieren, die du
verwendest. Fragen:
- Welche Frequenz wird genutzt?
- Ist Resonanz in der Kopplungsanordnung erforderlich?
- Ist die Schaltung konform zu den Vorschriften in Europa?
Ich vermute, die von dir verwendeten Ferrite verschieben die Resonanz
der Kreise. Die Fernostware könnte durchaus die europäischen
Zulassungsbedingungen nicht entsprechen (und ggf. Störungen erzeugen).
Bitte beschreibe den von dir geplanten Aufbau etwas besser.
- Wie sehen die mechanischen Abmessungen aus?
- Gibt es ein Foto/Bild des Versuchsaufbaus?
- Soll es ein kommerzielles Produkt werden, oder eine Bastelei?
- Wie sicher muss das Sysstem arbeiten?
- Ist eine kontinuierliche Stromversorgung notwendig, oder nur bei
drehender Welle?
hochsitzcola schrieb:> Das alte Thema Drehmomenterfassung an einer drehenden Welle. :-)In> diesem Fall aber die Messung an einem Kettenblatt eines Fahrrades.
Da hätte man ggf. auch was mit Neodymmagneten auf der festen Seite und
kleinen Spulen, die an den Magneten vorbeidrehen machen können. Dazu ein
Goldcap als Puffer.
Wie willst du die Messwerte zurückbekommen? Funk?
Zur Anwendung: ich möchte per DMS das Drehmoment am Kettenblatt eines
E-Bikes messen, um damit den Motor intelligent anzusteuern.
Das Projekt ist reiner Basteltrieb.
Es gibt am Markt schon verschiedenste Tretlager-Sensoren die ich
teilweise schon selber ausprobiert habe. z.B. von der Fa. Sempu.
https://sempumotor.en.alibaba.com/product/60205374673-219984346/ISIS_Torque_Sensor_bottom_bracket_for_high_peed_e_bike.html
Die Signalübertragung soll durch Strompeaks erfolgen. Auf
Sekundär-(Kettenblatt-)seite wird ein Strompulsfolge mit zum Drehmoment
proportionaler Frequenz erzeugt. Diese Pulse werden auf der Primärseite
(fest am Fahrradrahmen installiert) über einen Komparator detektiert und
können dann per µC ausgewertet werden.
Das funktioniert auf der Werkbank auch schon zuverlässig. Allerdings nur
mit recht niedriger Pulsfrequenz (im Bereich 20-500Hz), da natürlich die
Arbeitsfrequenz der Energieübertragung auch zu ordentlichem Ripple im
Stromsignal führt.
Welche Arbeitsfrequenz das China-Modul hat muß ich heute abend mal
rausmessen.
Gruß
hochsitzcola
HF-Werkler schrieb:> - Wie sehen die mechanischen Abmessungen aus?> - Gibt es ein Foto/Bild des Versuchsaufbaus?
Mechanisch plane ich eine kreisrunde Platine mit Loch in der Mitte für
die Innenlagerachse auf Kettenblattseite, die dann möglichst flach
zwischen DMS und Empfangsspule liegt. Aussendurchmesser ca. 50mm,
Innendurchmesser ca. 20mm
Auf Rahmenseite muß nur die Sendespule ausreichend nah an die
Empfangsspule montiert werden, die Elektronik dazu kann ja etwas weiter
weg platziert werden. Wobei natürlich die Anschlußdrähte zur Spule
möglichst kurz bleiben sollten.
Der Versuchsaufbau ist derzeit noch auf dem Breadboard so daß sich noch
kein Foto lohnt.
HF-Werkler schrieb:> Fragen:> - Welche Frequenz wird genutzt?> - Ist Resonanz in der Kopplungsanordnung erforderlich?
Das Pollin-Modul arbeitet ohne Ferritkern bei 178 kHz, mit Ferritkern
bei 147kHz, ich gehe also davon aus, daß es in Resonanz läuft?!
Das Ebay-Modul arbeitet bei konstant knapp 77 kHz, der Ferritkern hat
keinen Einfluß auf die Frequenz.
Gruß
hochsitzcola
Hallo,
und wie sieht es mit EMV Störrungen im KW-Bereich aus?
Ein Bekannter hatte 2013 auch die Idee und hat sich damit den
Rundfunkempfang genommen.
Eine selektive (100kHz - 30MHz) EMV Messung über die abgestrahlte
Leistung auf der 240V~ Zuleitung war sehr ernüchternd !
Ich habe jetzt eine Primärspule selbst gewickelt. Mechanisch hat es nach
ein paar Versuchen geklappt, elektrisch aber nich von Erfolg gekrönt.
Mit der neuen Spule zieht das Modul aber viel mehr Strom als mit der
Originalen.
Im "Leerlauf", nur in der Luft, ohne jegliche Gegenstände in der Nähe
150mA, mit der Originalspule nur 60mA. Drahtdurchmesser ist bei Beiden
0,5mm.
Die Original-Spule hat 15 Windungen, 5 übereinander, 3 nebeneinander.
Ich habe 2 übereinander und 7 nebeneinander gewickelt, da die Spulen ja
jetzt koaxial übereinander stehen, nicht mehr stirnseitig nebeneinander.
Mit etwas Nachlesen/selber denken müsste stark vereinfacht dieser
prinzipielle Zusammenhang bestehen:
i ~ l/(N²*A)
Meine Maßnahmen gegenüber der originalen Spule:
- Spulenfläche A größer
- Windungszahl N geringer
- Spulenlänge l größer
Wenn ich in den Bruch die Zahlenwerte von neuer und alter Spule
einsetze, kommt für die selbst gewickelte Spule tatsächlich ein höherer
Strom raus, da die Länge stärker gestiegen ist als die Fläche und ich
eine Windung weniger hab.
Kann man das so vereinfacht rechnen?! Mit ein paar Windungen mehr sollte
es dann wieder passen?!
Gruß
hochsitzcola
hochsitzcola schrieb:> - Spulenfläche A größer> - Windungszahl N geringer> - Spulenlänge l größer
Die Einflüssse bei A und l könnten sich kompensieren, aber N geht
quadratisch ein und hat daher den stärksten Einfluß.
Ame einfachste wird es sein die Induktivitäten der Orginalspule und
deines Selbstbaus anhand der Resonanzfrequenzen zu vergleichen.