heute habe ich den Aussensensor meiner Wetterstation zerlegt, weil der mir in 14 Tagen die neuen Batterien (2xAAA) leer gesaugt hatte.
Gammel am Pluskontakt und besonders am Stuetzkondensator der Betriebsspannung - klar, Abstand zwischen + und - dort nur 1,5mm.
Alles schoen gereinigt (Alkohol, Wasser, Druckluft, Sonne) und siehe da 5 uA Ruhestrom, das ist akzeptabel.
Allerdings bleibt zu erwarten, dass die Luftfeuchtigkeit draussen den Gammel neu generiert.
Mit was versiegelt man heute sowas? Beim R.. habe ich nur Schutzlack in Spraydosen gefunden, die natuerlich bei einer Anwendung fuer eine LP 50x40mm zu gross sind und bei denen im zweiten Anwendungsversuch natuerlich die Duese verklebt ist. Dafuer bin ich nicht bereit >15 EUR auzugeben.
Was kann man sonst nehmen, ich dachte schon an farblosen Nagellack?
Nach der Nutzung die Dose kopfüber halten und den Sprühknopf betätigen
bis kein Lack mehr austritt!
Ja, natuerlich, wie oft pro Dose funktioniert das? Nicht mehr als 5x. Macht ca. 3 EUR pro Anwendung.
Auch wenn ich durchaus gewillt bin, die notleidende Industrie zu unterstuetzen, das ist mir dann doch zu viel.
Man kann den Sprühkopf auch einfach in Aceton einlegen und kurz mit Druckluft ausblasen. Ob das billiger ist?
Als Lack würde ich aber weder Plastik 70 noch Nagellack nehmen, weil der P70 sehr dünn ist und evtl. nicht alles benetzt, Nagellack aber zu hart wird und bei den thermischen Wechseln reißen könnte.
Irgendein gräßlich stinkender Acryllack, der eine schön dicke zähe Schicht bildet ist ideal.
Der Dampfdruck treibts rein.
Wenn, dann mit Druckausgleichsmembran mit "Dampfventil" drin.
Trotzdem muss die LP geschützt werden, denn Betauung verhindert das nicht.
Ich hab zum Testen einige Entladeschaltungen für Akkus. Da werden einfache
Lastwiderlinge angeschlossen. Weil die Dinger extrem heiss wurden hab ich die einfach in nen Eimer mit Wasser gesteckt. Jedenfalls sind da nach kurzer Zeit die Anschlussdrähte abgegammelt. Danach hab ich die Anschlüsse mit K70 2 mal eingesprüht und seither gammelt da gar nix mehr.
Man kann den Sprühkopf auch einfach in Aceton einlegen und kurz mit
Druckluft ausblasen.
Dies und Reinigungsbenzin sollte auch gehen.
Damit habe ich keine verstopften Duesen mehr erlebt.
Und wenn der serienmaessige Spruehkopf wie idR zu Weitwinklig daherkommt:
In Laeden fuer Sprayerbedarf gibt es fuer kleines Geld jede Menge Spruehkoepfe mit unterschiedlichem Duesendurchmesser zur Auswahl..
Ich hab zum Testen einige Entladeschaltungen für Akkus. Da werden
einfache
Lastwiderlinge angeschlossen.
Wenn du Salz in das Wasser kippst kannst du die Widerstände auch weglassen.
Ich habe mal gesehen wie ein Hersteller von Stromaggregaten testet: Ein Faß mit Salzwasser, es wurden an den Generator angeschlossene Metallplatten mit einem Kran hineingetaucht. Je Tauch so Strom.
Ich würde Bootslack probieren. Das ist ein Polyurethan-Lack, der recht zäh eingestellt ist, aber eine gewisse Flexibilität behält.
Wie bei allen Mitteln auf Kunststoffbasis gilt aber, dass sie nicht wasserdicht sind und Luftfeuchtigkeit aufnehmen. Das tolerierbare Niveau wirst Du aber nur experimentell entwickeln können.
Das heißt "Plastik 70" (von Kontakt Chemie).
Wenn die Schicht zu dünn ist, kann man ja mehrmals sprühen...
Früher haben wir in der Firma feuchtigkeits- und explosionsgefährdete Leiterplatten mit "Schwammlack" (gelblich und dickflüssig, wie Honig) überzogen. Keine Ahnung, obs den noch gibt, ist schließlich 35 Jahre her.
Was soll das eigentlich, dass wegen so ein bisschen Toluol so herumgeschissen wird? Das Zeug ist ein abstolutes Standardlösungsmittel und auch nicht gefährlicher, als viele anderen Stoffe.
Was soll das eigentlich, dass wegen so ein bisschen Toluol so
herumgeschissen wird? Das Zeug ist ein abstolutes Standardlösungsmittel
und auch nicht gefährlicher, als viele anderen Stoffe.
Ja nu.
Guck Dir an was fuer Verrenkungen man machen muss um als Privatmensch noch bleihaltiges Loetzinn zu bekommen.
Alles der gleiche Mist von Leuten, die besser wissen, was fuer Dich gut ist, als Du selber.
die natuerlich bei einer Anwendung fuer eine LP
50x40mm zu gross sind und bei denen im zweiten Anwendungsversuch
natuerlich die Duese verklebt ist.
Mein Erfahrung ist das dies bei Plastik 70 nicht passiert. Keine
Ahnung wieso. Meine Dose ist sicher schon >15Jahre und wird
nur gelegentlich genutzt.
Allerdings bildet sich unten an der Falz irgendwann ein kleiner
Plastikbobbel der dann immer mehr waechst.
Ansonsten gibt es noch so fluessiges Plastik in so kleinen Tuben,
allerdings faellt mir da gerade der Name nicht ein.
Silikonfett, seit Jahrzehnten bewährt, chemisch inert, kriegt keine Risse, tropft nicht, ist hochtemperaturfest und ein hervorragender elektrischer Isolator:
Alles kann man nicht über einen Kamm scheren.
Wenn es wirklich nass wird (Betauung), ist v.A. eine saubere Platine angesagt. Flussmittelreste müssen wirklich ganz weg sein.
Wenn die Platine sauber ist, sollte K70 gegen gelegentliche Feuchtigkeit reichen. Sollte halt schon rund 50 µm bis 0,1 mm dick aufgetragen sein, d.h.am besten 2 x sprühen mit min. 1 Tag Zwischentrocknen.
Bei dickeren Beschichtungen scheiden sich die Geister: Wenn es auf der Platine irgendwo recht warm wird, wenn die Platine aber zwischendurch auskühlt, dann wird es echt schwierig, weil die meisten Lacke beim Altern verspröden. Hilft ja nix, wenn 1 mm Lack drauf ist, aber von den Kanten der Bauteile aus allmählich Risse durch den Lack laufen.
Früher haben die Postler ihre Kabelmuffen mit Asphalt ausgegossen. Ist vielleicht bissi eklig für feine Elektronik, gibt auch Hitzestress. Taugt aber immer noch für alle, die unbedingt die Wetterstation am Straßenrand aufstellen wollen (Streusalznebel). Neuere Methoden sind halt nicht unbedingt für Diy brauchbar. UV-Aushärtung u.ä. geht nicht ohne viel Geld.
Sanitärsilikon auf keinen Fall! Es gibt aber andere Silikonlacke für den Profibereich, leider nicht mal eben so zu verarbeiten - s.o.
Für zeitlich begrenzten Schutz nehme ich übrigens Parafilm. Eine zähe, unendlich dehnbare Folie, in die ich kleine Sachen straff einwickle. Für größere Objekte wird es schnell teuer ...