Sensor RICHTIG wasserdicht abdichten. Kein Plastik 70!

Gast #4901934
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Hallo zusammen.

Ich möchte diesen Sensor wirklich richtig abdichten :
https://www.ramser-elektro.at/shop/bausaetze-und-platinen/giess-o-mat-sensor-bausatz/

In anderen Foren wurde schon darüber berichtet, das sich
Plastik 70 auflöst:
http://www.forum-raspberrypi.de/Thread-erdfeuchte-bewaesserung?pid=263394#pid263394

Urethan 71 scheint da schon besser zu sein:
http://bss135.selfhost.eu:58888/dashboard/db/erdfeuchte-topfdaten?from=1485882590311&to=now


Anscheind lagern sich da aber Wassermoleküle in den Lack ein und
machen somit den Sensor schachmatt.
Welchen Lack kann ich da (zum tauchen) verwenden, welcher das nicht tut?
Am besten 1k Lack, da der Rest ja immer entsorgt werden muss und somit 
sehr auf den Gesamtpreis des Sensors drückt.
Ausserdem sollte dieser doch alkalilaugenbeständig sein, oder irre ich 
mich da?

Wäre für einen Lieferanten an Privat dankbar.
Franz
Gast #4901974
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Oliver S. schrieb:
> Schrumpfschlauch für Akkupacks?

Leider versagt die Schrumpfschlauchbeschichtung genauso.

Franz schrieb:
> 
http://bss135.selfhost.eu:58888/dashboard/db/erdfeuchte-topfdaten?from=1485882590311&to=now

Der Messwert steigt erst am Schluss steil an.
Davor ist fast gar keine Änderung sichtbar :-(

Juergen P. schrieb:
> Sensor einlaminieren. Problem der Lacke wird sein dass die Schichtdicke
> zu gering ist und beim Einstecken durch die Erde beschädigt wird.

Wie kann man das Zeug laminieren? Mit den Homelaminatoren?
#4902019
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Hi

Blöde Idee: Einschrumpfen
Gefüllter Schrumpfschlauch, warm machen und oben(unten mit einer 
Spitzzange zusammen drücken, bis der Kleber wieder kalt=hart ist.

Allerdings ist dann Dein Wasser für den kapazitiven Sensor auch gute 2mm 
weiter vom Sensor entfernt - ob 'Schach' oder 'Matt' ist dann hier die 
Frage.

Dein Einwand, daß sich Wasser in den Lack einbindet - dadurch sollte 
doch 'nur' die Frequenz driften, oder?
Wird ja wohl nicht so sein, daß sich der Lack wie ein Schwamm voll saugt 
und Du dann 'Land unter' als Messwert bekommst, trotz durstender 
Pflanze.

MfG

EDIT
Man sollte nicht vorm Essen alle interessanten Threads öffnen und dann 
schrittweise abarbeiten - ein Reload hilft hier ggf. :/
Gast #4902034
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Hast du die Fotos im RPI Forum gesehen?
Das war mal Plastik 70.
Genau das ist das Problem: Der Lack zieht Wasser und der Sensor meldet 
danach immer: Alles OK. Brauchst nicht giessen -> Pflanze kaput -> Frau 
wieder mal sauer
Gast #4902361
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RICHTIG wasserfest sind nur Metalle und Glas! In sämtliche Kunststoffe 
diffundiert - oft sogar ziemlich reichlich - Wasser.
Sobald darunter Gleichspannung vorhanden ist, kann man Lacke auf Dauer 
vergessen. Bei der üblichen Stärke sowieso. Bei 5mm Kunststoff sieht das 
natürlich schon anders aus, aber es verzögert den Vorgang auch nur.

Da bei dem Sensor aus geometrischer bzw. elektrischer Sicht Glas und 
Metall wohl nicht in Frage kommt, könntest du evtl. mal Hartwachs oder 
sogar Schelllack versuchen. Sähe dann sicher nicht schön aus, aber 
Wachse wären das einzig flüssig Auftragbare, dem man Wasserbeständigkeit 
evtl. zutrauen könnte.
#4902458
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Franz schrieb:
> Leider versagt die Schrumpfschlauchbeschichtung genauso.

Cyblord -. schrieb:
> Schrumpfschlauch mit Innenkleber. Damit habe ich meinen Temp Sensor fürs
> Ätzbad dicht gemacht. Und wenn das 24/7 in Naps übersteht, sollte es für
> dich auch gehen.

Tja. Lesen ist schwer.
Du verstehst wohl nicht, um was es den TO geht, oder?
Da geht es um Einlagerungen von Wassermolekülen in Kunststoff.
Dadurch wird der Wert des Sensor immer m ehr verfälscht.

Nicht (sich) einfach nur dicht machen.
#4902486
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Ja. Nur der Hilfsschüler hat kapiert, das der Koubachi auf der Funktion 
den Tensiometers basiert.
Du auch?
Ausserdem gibt es sie nicht mehr.
Tensiometer haben den NAchteil, das sie durch Dünger und Kalk im Wasser 
--> genau! verkalken.

Die kapazitive Methode ist noch die bessere (neben Wurzelsaugdruck).

Cyblord -. schrieb im Beitrag #4902469:
> Denkst du ich habe Zeit mich in die Probleme anderer Leute
> einzuarbeiten?

Dann schreib einfach nicht deinen Senf dazu, ohne die vorherigen 
Beiträge gelesen zu haben.
-> Das ist das Problem das ich mit solchen Antworten habe.

Cyblord -. schrieb im Beitrag #4902469:
> Man schaue sich mal kommerzielle Sensoren hierzu an, z.B. die Koubachi
> Reihe.
Genau so eine Beschichtung will der TO warscheindlich erreichen.
Darum fragt er hier nach.

Der RPI Tread ist schon sehr gut.
Muss mir mal Zeit nehmen alles durchzulesen.
Da ist schon sehr viel an Erfahrung eingeflossen.
Gast #4902662
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Cyblord -. schrieb im Beitrag #4902469:
> Denkst du ich habe Zeit mich in die Probleme anderer Leute
> einzuarbeiten?

Wenn nicht, dann poste halt nicht. Was nützt eine Antwort die nicht auf 
die Frage passt.
Oder willst du nur zeigen was du für ein toller Hecht bist?
#4903936
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Der Gast hat immer recht! (Mr. Krabs) schrieb:
> RICHTIG wasserfest sind nur Metalle und Glas!

Auch Glas absorbiert Wasser.
Es ist alles eine Frage der Menge.

Der TE könnte ja mal auf einer Bauchemie-Seite nachschauen.
Dort geht es nicht nur um die Diffusionsdichte sondern auch um die 
Wasseraufnahmefähigkeit.
Butylkautschuk und Epoxidharz kommen da ganz gut weg (d.h. mit geringer 
Wasseraufnahme).
Etwas ist natürlich immer drin. Man müsste also erst den 
Gleichgewichtszustand herstellen, bevor man den Sensor abgleicht.
Gast #4904061
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In ein Reagenzglas packen und oben mit Gummistopfen verschließen.
Je mehr Druck, desto besser dichtet der Stopfen ab.

Reagenzgläser sind billig und ziemlich chemikalienfest.

Der Stopfen weniger, aber du wirst ja deinen Sensor nicht gleich in 
Flusssäure versenken.

Vorteil: Einfach zu kriegen, günstig und mit einem durchlöcherten 
Stopfen kannst du via Glasröhrchen auch gleich deine Anschlussleitungen 
dicht rausführen (das wäre nämlich das nächste Thema)

Wenn dir wegen der Rundung der Abstand zum Wasser zu groß wird, nimmst 
du stattdessen einen Erlenmeyerkolben, der ist am Boden schön flach.

Ab einem gewissen Druck implodiert das Ganze dann halt, aber auch das 
kann man durch Vergießen des Reagenzglases nach dem Platzieren des 
Sensors in den Griff kriegen.
(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #4904223
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np r. schrieb:
> Aber wenn Du schon mit Laborbedarf anfängst - warum nicht gleich ein
> Glasrohr nehmen, eine Seite zuschmelzen, Sensor rein, Stahldraht
> ancrimpen, anderes Ende auch zuschmelzen, so dass nur der Draht
> herausschaut.

nicht einfach irgendeinen Stahldraht,
Am besten die Anschlussdrähte von Glaskörper-Dioden nehmen. z.B. der 
4148

Stichwort Fernico-Drähte.
#4904326
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Diesen Giess-o-Mat gibt es doch schon eine ganze Weile.
Wie haben denn andere Bastler das Problem gelöst.

Wenn es da keine wasserdichte Lösung ( im wahrsten Sinne des Wortes ) 
gäbe, dann wär das doch längst bekannt und niemand hätte je diesen 
Bausatz ordentlich zum laufen gebracht.
Gast #4904365
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np r. schrieb:
> Aber wenn Du schon mit Laborbedarf anfängst - warum nicht gleich
> ein
> Glasrohr nehmen, eine Seite zuschmelzen, Sensor rein, Stahldraht
> ancrimpen, anderes Ende auch zuschmelzen, so dass nur der Draht
> herausschaut.
> Das ist dicht und dauerhaft.

Ja, und weil es so wunderbar dicht ist, gibts wunderschönes 
Kondenswasser.
Die Variante mit dem Glasröhrchen erlaubt zumindest minimalen 
Feuchtigkeitsabtransport.
Gast #4909469
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CarboFrager schrieb:
> Der sage mir, das Polyurethan genau das richtige ist.
> Für die Applikation auf den Giesmoat Sensor ist am besten das 1K PU
> geeignet.
> Also der besprochene Urethan71.

Das ist ziemlich pauschal. Es gibt sehr unterschiedliche Polyurethane. 
Die Wasserbeständigkeit ist vor allem von der Hydrolysebständigkeit des 
Polymers abhängig, und die hängt hauptsächlich davon ab, ob Polyester- 
oder Polyetherdiole verwedent werden.

Die auf Polyester Verbindungen basierenden Polyurethane werden durch 
Wasser(dampf) angegriffen, die Ketten brechen, das Material wird spröde, 
löst sich ab. Das kann durch mikrobielle Aktivität (Bakterien, Pilze) 
noch deutlich beschleunigt werden.
Polyetherbasierende PUs sind viel beständiger.

Also: Ja, Polyurethane können ein gutes Material sein, vor allem wenn 
sie auf Polyetherdiolen basieren. Diese Materialien kosten 
typischerweise etwa doppelt soviel, wie auf Polyestern basierende PUs. 
Das Datenblatt zu Urethan71 schweigt sich natürlich aus...

Wenn ich das machen müsste, würde ich ein 2K Polyurethan nehmen, das 
explizit für den Unterwassereinsatz spezifiziert ist. Die gibt es.
Gast #4909487
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Franz schrieb:
> Ich möchte diesen Sensor wirklich richtig abdichten

Im Grunde hilft da nur eine Art "Schachtel" aus dünnem Edelstahl über 
der Elektronik-Ecke auf der LP und diese dann mit Epoxid oder Silikon 
(glasklar, aus der Tube, bei RS) verfüllen. Mit PUR oder irgendwelchen 
Tauchlacken wirst du auf Dauer wohl nicht glücklich werden.

W.S.
Gast #4909583
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W.S. schrieb:
> Epoxid oder Silikon (glasklar, aus der Tube, bei RS) verfüllen. Mit PUR
> oder irgendwelchen Tauchlacken wirst du auf Dauer wohl nicht glücklich
> werden.

Die meisten Epoxide und Silikone sind für diese Aufgabe ungeeignet. Die 
einkomponentige Tube von RS sehr sicher. Alle Vergussmaterialien für 
UW-Einsatz (auch Meerwasser), die ich bisher gesehen habe, waren PUR...
Gast #4911027
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Karlo N. schrieb:
> Ausserdem gibt es sie nicht mehr.
> Tensiometer haben den NAchteil, das sie durch Dünger und Kalk im Wasser
> --> genau! verkalken.

Wer sagt denn, dass man das Tensiometer mit beliebieger "Dreckbrühe" 
füllen soll. Das Wasser diffundiert nur aus dem Tensiometer raus und 
erzeugt dabei den zu messenden Unterdruck.
Gast #4911052
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Wolfgang schrieb:
> Wer sagt denn, dass man das Tensiometer mit beliebieger "Dreckbrühe"
> füllen soll. Das Wasser diffundiert nur aus dem Tensiometer raus und
> erzeugt dabei den zu messenden Unterdruck.

Die Membran verkalkt aber langsam.
Ja. Das ist meine persönliche Erfahrung.
War so ein 25€ Billigteil.Vielleicht gibt es da bessere.

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