Hallo,
ich möchte mir einen DC/DC Wandler aufbauen, der mir aus 24V ca. 30V bei
max. 700mA macht. Dazu hab ich mir den LM2587 ausgesucht. Allerdings
habe ich Probleme bei der Dimensionieren des Übertragers. Wie geht man
dabei vor ? Ich habe noch nie ein Schaltnetzteil aufgebaut. Gibt es
entsprechende Übertrager fertig zu kaufen oder muss man die wickeln
lassen ? Danke.
mfg
Peter
A. K. schrieb:> Ein normaler Step-Up Regler tut es da auch und der kommt> mit einer normalen fertig erhältichen Speicherdrossel aus.
und der trennt garantiert nicht galvanisch wenn er nur eine
Speicherdrossel hat.
Andrew Taylor schrieb:> und der trennt garantiert nicht galvanisch wenn er nur eine> Speicherdrossel hat.
Stimmt. Wobei interessanterweise keine einzige der Beispielschaltungen
des Datasheets vom LM2587 galvanisch trennt.
Sollte man also erst einmal klären, ob er das braucht.
Und damit gilt dann weiterhin:
Für eine Anwendung wie Du sie beschreibst: Übertrager wickeln lassen
bzw. selber wickeln.
Es sind nicht viele Drahtwindungen, also kein Hexenwerk.
Genau. Nur wie geht man dabei vor ? Was muss ich dem Trafowickler alles
für Angaben geben damit er mir das entsprechende Ding wickeln kann. Wie
gesagt, musste sowas seither noch nie machen. Danke...
@ Peter (Gast)
>Genau. Nur wie geht man dabei vor ? Was muss ich dem Trafowickler alles>für Angaben geben damit er mir das entsprechende Ding wickeln kann. Wie>gesagt, musste sowas seither noch nie machen. Danke...
Und warum willst du es JETZT machen?
Rein aus Interesse? Na dann lies dich mal ins Thema ein, das Trafo
wickeln (lassen) ist nur ein Teil.
Um ein größeres Projekt zu bearbeiten? Vergiss den Selsbtbau, kauf dir
was fertiges im Laden. Gibt es hunderte von Herstellern.
MFG
Falk, mal wieder kopfschüttlend über die übereifrigen Tippgeber
Ja, weil mich das Thema interessiert und ich es für ein aktuelles
Projekt benötige. Da würde ich gerne wissen und verstehen wie es
funktioniert. Das technische werde ich mir noch anlesen, allerdings weiß
ich nicht wie ich mit dem Trafowickler zusammenarbeiten muss.
Mann kann zwar Brötchen zu Hause backen. Der Bäcker kanns aber meist
besser.
DC/DC Wandler selbst bauen geht theoretisch. Aber den optimalen
Wirkungsgrad wirst Du erst nach vielen Fehlschägen und Lehrgeld
erreichen. Galvanisch getrennt heißt ja u.a. auch eine Spule ausreichend
spannungsfest zu wickeln. Schon desahlb wird was Fertiges nehmen der
erfolgreichere Weg sein.
Ich schau heute abend Mal im Lager, evtl. habe ich einen fertigen
Wandler.
Für 18 Euro die das Ding kostet kannst Du Dir dann ja überlegen ob Du
noch immer selber bauen magst.
Als Anfängerprojekt ist das Vorhaben zwar etwas anspruchsvoll,aber da ja
auch ein Lerneffekt erwünscht ist,befürworte ich das Vorhaben.Das dabei
was schiefgehen kann,sollte dabei einkaluliert werden.Den LM2587 find
ich etwas überdimensioniert,ein LM 2577 dürfte ausreichend sein und wohl
auch leichter beschaffbar.LM 2577T-Adj. bei Reichelt 4,30 EUR,da kann
man mittels des Spannungsteilers am Feedbackeingang innerhalb gewisser
Grenzen die Ausgangsspannung einstellen.Bei Verwendung des LM 2577
können die Inuktivitätsangaben sicherlich vom Datenblatt des LM 2587
übernommen werden.Ich würde erst mal einen Aufwärtswandler bauen(ohne
Potentialtrennung),und wenn dieser ordentlich läuft,zum Flybck-Regulator
erweitern(mit Potentialtrennung).Bezüglich der Isolation hab ich keine
Bedenken,der Iso-Lack der Wickeldrähte hält bis 1 kV
aus.Sicherheitshalber kann zwischen Primär und Sekundärwicklung
Iso-Folie eingebracht werden.Günther
Peter schrieb:> ich möchte mir einen DC/DC Wandler aufbauen, der mir aus 24V ca. 30V bei> max. 700mA macht. Dazu hab ich mir den LM2587 ausgesucht. Allerdings> habe ich Probleme bei der Dimensionieren des Übertragers. Wie geht man> dabei vor ?
Es handelt sich um einen Flyback-Wandler d.h. Der Transistor (im LM2587)
schaltet ein, und die Spule wird magnetisch aufgeladen. Dann schaltet
der Transitor aus und die in der Spule gespeicherte Energie wird in der
Sekundärwicklung abgegeben. Da Ferrit-Kerne nur geringe Energiemengen
speichern können (verglichen mit Luft) brauchtst du einen Luftspalt,
sonst würde das Kernmaterial in die magnetische Sättigung gehen.
Ein Gesamt-Luftspalt von 0,5mm ist ein gute Wahl.
Entweder nur in der Mitte einmal 0,5mm oder auch in den Schenkeln und
Mitte,
dann jeweils 0,25mm.
Nehmen wir an , der Kern-Querschnitt sei 1cm^2.
Der magnetische Widerstand ist A/l / µ0 = 0,0001m^2/0,0005m /
1,2566*10^-6 Vs/Am
Im Datenblatt (ich hab es nur überflogen) steht du braucht eine
Induktivität von 22µH.
L= N^2 µ0 A/l
nach N^2 aufgelöst
N^2 = L /(µ0 * A/l)
Mit den bisherigen Werten kommt heraus N^2 = 88
Also nimm 10 Windungen KUPFER 0,7MM :: Kupferlackdraht, Ø 0,7mm
gibt's bei Angelika.
1. Isolierfolie zwischen Primär und Sekundärwicklung nicht vergessen.
2. Im Anhang eine Schaltung Feedback mit Optokoppler.
3. Alle die im Studium nicht aufgepasst haben, werden jetzt aufschreien
und sich fragen, warum hier in den Formeln nirgendwo die Dimensionen des
Ferritkerns auftauchen.
Was denn ? Ich hab mich doch über deine Antwort gefreut. Wie gesagt,
jetzt setz ich mich mal hin wenn ich Zeit hab und versuch das alles
nachzuvollziehen.