Hallo,
über meinem Arbeitstisch will ich eine neue Lampe dran machen. Zur
Auswahl stehen (weil ich die eben schon da habe) eine LED-Birne und ein
LED-Panel.
Die Lampe wird ca. 1,70 m direkt über dem Arbeitstisch angebracht.
Birne:
Abstrahlwinkel 200°
Helligkeit 810 lm
Panel:
Helligkeit 200 - 250 cd/m2
Weitere Daten habe ich leider nicht.
Im Internet gibt es verschiedene Seiten zur Umrechnung der Helligkeit.
Leider komme ich damit irgendwie nicht klar.
Ich will wissen, welche Lampe auf dem Arbeitstisch letztendlich heller
ist.
Gruß
Berni
Also für eine Abschätzung reichen die Daten der Birne schon aus.
Lux sind Lumen pro Quadratmeter. Also 100 lm so abgestrahlt, dass sie
genau einen Quadratmeter beleuchten, ergeben 100 lx.
Man braucht also die Lumenzahl, den Abstrahlwinkel und den Abstand zur
beleuchteten Fläche. Da das alles bekannt ist, ist der Rest dann
Geometrie.
Beim Panel gehat das nicht so leicht, denn die Candelas sind die
Lichtflussdichte, also wie viele Lumen durch einen Raumwinkel gehen. Die
Zahl ist im Wesentlichen unbrauchbar, wenn man nicht die Blendwirkung
beurteilen möchte. Denn ganz wenige Lumen gut fokussiert ergeben viele
Candelas.
Aber die grobe Abschätzung bei 1,7 m Abstand 200 Grad Öffnungswinkel und
810 lm ist, dass das verdammt dunkel wird. Diese Lumen verteilen sich
auf alle Wände und den Boden.
800lm sind 60W Glühobst, das kennt man. Kellertreppe und so. Man fällt
nicht, aber arbeiten will man damit nicht.
250cd/m² sind übliche Werte für einen TFT-Monitor (Vollweißes Bild und
hellgestellt), den solltest du finden können. Können auch 300 oder 400
werden, aber je billiger desto weniger.
Ist m.E. auch nichts unter dem man arbeiten kann.
Guido Körber schrieb:> Aber die grobe Abschätzung bei 1,7 m Abstand 200 Grad Öffnungswinkel und> 810 lm ist, dass das verdammt dunkel wird. Diese Lumen verteilen sich> auf alle Wände und den Boden.
ACK, an einem Arbeitstisch wird man damit bei weiten nicht zufrieden
sein, es sei denn in der Dunkelkammer.
Berni schrieb:> Beim Panel ist eben nur die oben genannte Zahl angegeben.
Die Angabe des Lichtstroms ist eine Pflichtangabe. Darauf würde ich
den Händler mal hinweisen, evtl. würde ich vom Kauf abraten, wer weiß
was das für ein minderwertiger Importschrott ist wenn die nicht mal die
wichtigsten Angaben dazuschreiben können (oder sich nicht trauen).
Vielen Dank für die Antworten.
Also ist eine rechnerische Beurteilung wegen fehlender Angaben nicht
möglich. Habe aufgrund des Hinweises auf Monitore mal Datenblätter dazu
gesucht, bin aber nicht fündig geworden. Bzw. da steht auch nur die
Angabe 200cd/m² drin. Ein Monitor ist halt keine Lampe.
Unterm Strich scheinen beide vorhandene Lampen zu dunkel zu sein, da
muss ich mich dann nach einer anderen Alternative umschauen.
Wie Bernd K. geschrieben hat, ist der Liuchtstrom, also die Lumenzahl,
eine Pflichtangabe. Ohne diese ist das Produkt nicht CE konform und darf
eigentlich nicht verkauft werden. So was ist immer ein Hinweis auf
Billigschrott.
Bei der Beleuchtung gibt es grundsätzlich die beiden Optionen entweder
ganz viel Licht zu produzieren und es in alle Richtungen zu verteilen,
oder es zu bündeln und so mit weniger Energie die notwendigen Punkte zu
beleuchten.
Ich bin großer Fan der zweiten Lösung und habe gerne Lichtinseln mit der
Option weitere Lichtquellen dazu schalten zu können, wenn mehr benötigt
wird.
Guck Dir mal Strahler der Bauform AR-111 an, da gibt es schöne Teile,
die aus 1,7 m Höhe den Arbeitsplatz prima ausleuchten können.
Guido Körber schrieb:> Wie Bernd K. geschrieben hat, ist der Liuchtstrom, also die Lumenzahl,> eine Pflichtangabe. Ohne diese ist das Produkt nicht CE konform und darf> eigentlich nicht verkauft werden.
Dann muss man sich vielleicht selber mal die Mühe machen und rechnen.
Die Fläche der Lampe wird man wohl irgendwie raus kriegen und dann ist
es von der Leuchtdichte zur Lichtstärke nicht mehr wirklich weit.
So ein Panel mit Diffusor wird das Licht in guter Näherung als
Lambertstahler abstrahlen und schon hat man die Strahlungsstärke in eine
bestimmte Richtung.
Fetisch