Alexander Schmidt schrieb:
> 10.000K ist ein extrem blaues Licht.
> Da ist nichts mit natürlichen Farben.
Die Farbtemperatur hat fast nichts mit der "Natürlichkeit" der Farben zu
tun. An klaren Wintertagen hat man draußen schnell weit höhere
Kelvin-Werte, und über die Farbdarstellung kann man sich eigentlich
nicht beklagen (das Auge passt sich an sowas sehr, sehr gut an).
Die Farbtemperatur (in Kelvin) sagt quasi nichts darüber aus, wie gut
Farben wahrgenommen werden. Ok, man kann bei sehr niedrigen Werten davon
ausgehen, dass der Blauanteil im Spektrum sehr klein ist und man da also
Probleme bekommt, verschiedene Blautöne auseinanderzuhalten.
Was aber die Farbwahrnehmung deutlicher beeinflussen kann, ist die
Gleichmäßigkeit des Frequenzspektrums der Beleuchtung. Hier haben weiße
LEDs einen Nachteil, weil die meist als Mix von Blau+Gelb realisiert
sind und rote Farbanteile sehr gering sind. Leuchtstoffröhren stehen
etwas besser da, haben aber auch deutliche Peaks im Spektrum, so dass -
gegenüber z.B. Sonnenlicht - bestimmte Farben komisch wirken können.
Insofern wären Multi-Chip-LEDs spannend, die neben weißen auch noch
grüne und rote LED-Chips mit eingebaut haben. Das macht natürlich
LED-Leuchtmittel nicht billiger... :-/
Viele Grüße,
Simon