Hallo zusammen!
Ich wollte mir ein Belichter für Platinen bauen. Kleiner Holzkasten ca.
5cm hoch, oben Plexiglas und unten UV LEDs.
Bei Ebay wollte ich mir diese LED kaufen...
http://www.ebay.de/itm/50-UV-Leds-4-8mm-120-200mcd-Led-STRAWHEAD-schwarzlicht-ultraviolett-/370543226494?pt=LH_DefaultDomain_77&hash=item564618ee7e
....mit 120° Abstahlwinkel um eine gleichmäßige Ausleuchtung zu
bekommen. Allerdings hab ich jetzt bedenken, dass durch den großen
Abstrahlwinkel das Licht ja auch schräg auf die Platine auftrifft und
dadurch die Leiterbahnen an siche dünner belichtet werden als eigentlich
gewollt. Ist die Sorge berechtigt? Belichtet wird mit Pergamentpapier
aus Tintenstrahldrucker.
Die maximale Fläche die ich nachher belichten wollte wäre ca. 190x190mm
mit 50 LEDs.
Danke schonmal
Jan
Jan schrieb:> Ist die Sorge berechtigt?
kann ich nicht sagen, aber pergamentpapier würde auch aus einer einzigen
punktförmigen lichtquelle einen diffusen strahler auf der platine
machen.
wenns "unbedingt led's sein müssen" dann versuch halt dein glück :) (und
berichte vom erfolg oder mißerfolg!)
Gibt es einen speziellen Grund warum du UV LED's verwenden willst ?
Ich stand vor kurzen vor einer ähnlichen Entscheidung. Habe mich für
einen alten Gesichtsbräuner aus der Bucht für 2 € entschieden und das
ganze in ein altes Scannergehäuse gebaut.
Belichte damit nun erfolgreich Platinen (0.2 - 0.3 mm pitch sind
drinnen)
Also wenns dir nicht speziell auf die LED's ankommt kann ich das nur
empfehlen.
Gruß
Stefan
Konrad S. schrieb:> ... Es absorbiert UV-Licht (abgesehen von speziellen UV-durchlässigen> Varianten für den Einsatz in der Röntgenlithographie oder für Solarien)> ...
Immer wieder jemand, der so einen Blödsinn erzählt. Das ist Quatsch!
Konrad S. schrieb:> ... Es absorbiert UV-Licht (abgesehen von speziellen UV-durchlässigen> Varianten für den Einsatz in der Röntgenlithographie oder für Solarien)
Zeig doch mal Transmissionsspektren. Die UV-LEDs liegen schließlich
nicht im UV-C.
Hmm ne kleine Anmerkung zu den LEDs: wenn du die, wie üblich, zu
einzelnen Serienschaltungen zu 5-10 zusammenfasst, dann bastel dir am
besten eine kleine Stromquelle für jede Serienschaltung und nimm nicht
nen vorwiderstand (außer der ist recht groß gewählt), weil die
Produktionsstreuung der Vorwärtsspannung der Dioden ansosnten evtl. zu
einer sehr ungleichmäßigen Leistungsverteilung unter den verschiedenen
Serienschaltungen führt.
Um durchlässigkeit von UV Licht bei Plexiglas weiß ich und beachte ich,
da macht euch keine sorgen :) Alternativ würd ich ja auch Glas nehmen,
aber das lässt sich so schlecht mit dem Bohrer bearbeiten :D
@Tobias, ich muss mal sehen wie ich das mache, wahrscheinlich werd ich
wie immer lm317 als ksq missbrauchen für je 5 Leds, dazu
Präzisionswiderstand und die sache sollte ziemlich gleichmäßig sein.
Ich werds einfach jetzt ausprobieren und zur Not setzt ich da
Reflektoren auf die LEDs.. Ich werd berichten, kann aber noch etwas
dauern.
Danke an alle :)
Hallo,
ich habe auch vor einiger Zeit darüber nachgedacht, einen
UV-LED-Belichter zu bauen (um Platz zu sparen), mich dann aber aus
verschiedenen Gründen dagegen entschieden: Zum einen ist der
Wirkungsgrad der LEDs nicht besser als der herkömmlicher
Gesichtsbräuner-Röhren. Zum anderen gehe ich davon aus, dass die
Ausleuchtung zumindest in einer Richtung bei einem Röhrengerät
gleichmäßiger ist.
Das Hauptargument gegen UV-LEDs sind allerdings Preis und Aufwand. Einen
alten Gesichtsbräuner + Scanner bekommt man bei Ebay zusammen problemlos
für << 20 €. Der Umbau ist innerhalb eines Nachmittags gemacht. Kauft
man sich LEDs ist man die 20 € meist schon dafür los. Dazu kommen noch
Stromversorgung und Gehäuse. Dann wollen 50 LEDs und die Widerstände
auch erstmal verlötet werden.
Des Weiteren wurde hier im Forum (und auch anderorts) schon über
drastischen Helligkeitsverlust von No-Name-LEDs innerhalb weniger
Stunden berichtet.
Ok, danke Hubert für die Info.. LEDs hatte ich jetzt schon bestellt für
14,00€... der Arbeitsaufwand ist auch nicht soooo riesig. Das einzige
woran es momentan noch scheitert ist eine UV Durchläsige Scheibe, aber
die wird auch früher oder später kommen. Ich werd berichten ;)
Ich wollte so Keramikschalen nehmen für Entwickler und Ätzbad, beim
Ätzbad zusätzlich noch so eine Heizplatte von Reichelt drunter kleben um
die Temperatur zu bekommen.
ich habe 500 LED für unter 40 Euro bestellt und 240 verbaut. Jede
einzelne mit Sandpapier und Spucke ( iih, ich weiß ) angeraut, blind
gemacht ( Loch von oben in 6er Kantholz gebort, Sandpapierschnipsel vorn
rein und dann auf die LED gedrückt und gedreht ( mauss man eben
probieren, die letzten hatte ich dann mit dem Holz im Akkuschrauber
bearbeitet ) ). Gibt ein sehr schönes, homogenes Lichtfeld. Die Ketten
sind an 80-85 Volt zu je 16mA. Zehn Ketten parallel, je eigene
Konstantstromquelle. Als Wandler dient ein serienresonanzwandler. aus
555, 2184, zwei IRF540. Steuerung ein Atmega8 mit LED Matrixdisplay zur
Zeitanzeige und Drehencoder als Eingabemedium. Gehäuse aus
A4"Bastelholz"Stücken (pappel) ausm Baumarkt, Glasscheibe vom
Bilderrahmen (Mediamarkt)
Foto habe ich, kann aber keins bringen, wegen den Bildformaten.
Könnte soger hier im Forum schon rumgeistern.
Sieh also zu, dass Du die LED schön dicht beieinander setzt.
Ist zwar eigentlich Quatsch, das mit LEDs zu machen, (sehr viele
vertreten ja hier im Forum diese Meinung) aber ich fins einfach klasse.
Hallo Jan.
> Allerdings hab ich jetzt bedenken, dass durch den großen> Abstrahlwinkel das Licht ja auch schräg auf die Platine auftrifft und> dadurch die Leiterbahnen an siche dünner belichtet werden als eigentlich> gewollt. Ist die Sorge berechtigt? Belichtet wird mit Pergamentpapier> aus Tintenstrahldrucker.
Also im Hobbybereich und bei 99% aller kommerziellen Prototypen würde
ich mir darüber keinen Kopf machen, unter der Voraussetzung, das Du
folgendes beachtest:
Die bedruckte Seite Deiner Vorlage muss unbedingt auf der Platine
aufliegen. D.h. Du musst dafür die Vorlage der Oberseite gespiegelt
ausdrucken, und die der Unterseite ungespiegelt.
Somit hast Du einen Stapel:
Papier Oberseite mit
Druck Oberseite.
Platine Oberseite
Platine Unterseite
Druck Unterseite
Papier Unterseite.
In dem Fall hat Dein Licht Ausreichend wenig Möglichkeiten, allzu schräg
unter die Vorlage zu schauen. ;O)
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de
Nachtrag zu Beitrag #2801891:
> Die bedruckte Seite Deiner Vorlage muss unbedingt auf der Platine> aufliegen.
Wenn Du Angst hast, das die Druckvorlage darum an der Platine kleben
bleibt:
1) Lass die Tinte gut durchtrocknen! Sowieso, weil sonst schmierts.
2) Optional: Leg Deine Platine vorher in den Kühlschrank. Eventuell mußt
Du dafür etwas länger belichten, aber obiges Problem taucht nur auf,
wenn sowieso alles "schmilzt", und zweitens hast Du einen engeren
Temperaturbereich mit dem Du startest. Immer irgendwas zwischen 4 und 8
Grad....wenn Du die Platinen einfach so rumliegen hast, kann das von
8-40 Grad und mehr schwanken, je nachdem wie deine Voratskammer der
Witterung ausgesetzt ist.
Der Temperaturgang der Beschichtung spuckt Dir dann nicht so in die
Suppe.
Ist zwar recht unkritisch, aber Vorsicht ist die Mutter der
Porzelankiste. ;O)
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de
Danke Bernd, ja so hatte ich es auch vor, bzw. damals in der Ausbildung
immer so gemacht. Muss mal sehen wie der Ausdruck mit dem Laserdrucker
wird.
Aber erstmal brauch ich noch das Plexiglas :D Man hat echt zu wenig Zeit
neben Arbeit und Abendschule... ein glück Donnerstag fällt aus :)
Also ich drucke meine Layouts alle mit Laserdrucker auf normale
Laser-Folie. Drucker ist ein Brother MFC-8860. Danach Tonerverdichter
drüber. Geht wunderbar. Belichten mit 4x15 Watt Gesichtsbräuner in
Scannergehäuse.
gruß cyblord
Servus!
Ich habe so ein Gerät gebaut vor ein paar Monaten.
Funktioniert einwandfrei. Grund: wollte nicht mit 230V rumfrickeln.
Belichtungsfläche: etwas größer als 160mmx100mm.
Lichtquelle: 170 UV-LEDs von eBay, angeblich 30° Öffnungswinkel,
gemessen maximal 20°...
Je 5 hintereinander, mit passendem Wiederstand für 20mA bei 24V.
Scheibe: 2mm Plexiglas, nichts besonderes.
Belichtungszeit für Bungard-Material: 2-3 Minuten (siehe
Belichtungsmessterifen)
Die Layouts werden mit einen Canon i560 auf Tintenstrahlerfolie
gedruckt.
Unter Ubuntu bekomme ich einen super lichtdichten Ausdruck hin, mit dem
Windows-Treiber ist der Ausdruck deutlich durchsichtiger.
Legt man ein Papier auf die Belichtungsfläche, sieht man trotz 170LEDs
und 40mm Abstand immer noch das Muster der LEDs (war halt auch für LEDs
mit 30° Öffnungswinkel konstruiert...). Die Befürchtung, das diese
erkennbare inhomogene Ausleuchtung auf die Qualität der Platinen
durchschlägt, hat sich nicht bewahrheitet, da man einen riesigen
Belichtungszeitraum zur Verfügung hat (siehe Belichtungsmesstreifen).
Würde ich sofort wieder so bauen.
Grüße, FlorenzW
Schaut sehr gut aus.
Was mich interessieren würde ist wie stark die Unterschiede in der
Beleuchtung sind .. bei meinem habe ich das so hinbekommen das sogut wie
keine Unterschiede erkennbar sind.
Desweiteren würde mich auch interessieren ob es an den Rändern eine
höhere Belichtung aufgrund von Reflektionen gibt.
Man sieht's halt, grobe Schätzung: < +/-20%, verursacht ausschließlich
durch die zu enge Bündelung des Lichts (oder den zu großen Abstand der
LEDs). Zwischen den einzelnen LEDs konnte ich keinen Unterschied
erkennen. Ich habe leider keine Möglichkeit, das vernünftig zu
quantifizieren.
Da war ich erst mal ziemlich frustriert, als ich das gesehen habe.
Aber nach den ersten Tests war klar, dass diese Inhomogenitäten in der
Belichtung keinerlei Auswirkungen haben, da es egal ist, ob man jetzt
1,5 Minuten oder 8 Minuten belichtet.
Ein Problem hat man so sicher nicht: Unterstrahlung im flachen Winkel.
Inhomogenitäten durch Reflexionen konnte ich keine erkennen.
LEDs sind angekommen, heute Abend nach der Schule wird gelötet :)
Die ersten versuche mit 4x15W Gesichtsbräuner sind gut gelaufen.
Ätzflüssigkeit ist ein wenig zu lasch angerührt 120g auf 800ml aber das
ist schon ok.
Wenn das mit den LEDs gut läuft hätte ich ein Gesichtsbräuner günstig
(5€ zzgl Versand)abzugeben, falls interesse besteht bitte schreiben.
Jan schrieb:> Wenn das mit den LEDs gut läuft hätte ich ein Gesichtsbräuner günstig> (5€ zzgl Versand)abzugeben,
Da solltest Du noch etwas mit warten, falls die LEDs nach wenigen
Belichtungen deutlich dunkler geworden sind. Vielleicht solltest
Du eine der UV-LEDs als Sensor einbauen. Damit kannst Du zwar nicht
unbedingt Absolutwerte messen; das Nachlassen der Helligkeit aber
vielleicht schon.
Gruss
Harald
Harald Wilhelms schrieb:> Vielleicht solltest> Du eine der UV-LEDs als Sensor einbauen. Damit kannst Du zwar nicht> unbedingt Absolutwerte messen; das Nachlassen der Helligkeit aber> vielleicht schon.
wobei der Sensor auch nicht die ganze Zeit angestrahlt werden sollte...