Hallo liebes Forum,
ich hab mich heute einmal hingesetzt und einen kleinen LED Treiber
gebastelt, da ich aber Biologe bin dachte ich es sollte nochmal jemand
drüber gucken. Hier hoffe ich kommt Ihr ins Spiel!
Die Schaltung wird mit 12-24V betrieben. Die LT3083 teilen sich den
Strom, man könnte noch mehr hinzufügen aber bis 3A solls ja nur gehen.
Das schöne bei diesen Linearreglern ist das das Poti am SET Pin ein ganz
normales Billig-Teil sein darf. (bei ca. 100 Ohm regeln die LT3083 auf
ca 60 mA runter, bei 20K gibts bis zu 7A). Hinterher ein N-Kanal-MOSFET
der vom LT1910 betrieben wird welcher durch seine Chargepump auf
V_SUPPLY+12V kommt. Damit VGS nicht überschritten wird sitz die 15V
Zener dort wo sie hingehört. Der T-Filter ist zugegebener Weise ein
Experiment - da muss man sich nicht drüber streiten. Ich weis das MOSFET
und Induktivitäten generell eher weniger gut sind. Ein Optokoppler
trennt das ganze brav und ich traue mich den DAC Ausgang meiner
Messkarte anzuschließen.
Bei Sicherheit neige ich zur Nachsicht. Also wenn Ihr mit Schutzdioden
(z.B am MOSFET) hier und da absolute MUST-HAVEs in peto habt, dann raus
damit!
Grüße,
Bernd
naja bei nem niedrigen Duty-Cycle (vielleicht 10-25%, bei 5ms On-Time)
kannst du eben mind. 2A Pulse mit nem relativ schwachen Netzteil
erzeugen. Die Supercaps sind von CAP-X (fünf 1.2F/5.5V in Serie um auf
die nötige Spannung zu kommen, Balancing beachten)
Grüße,
Bernd
ah, ok du hast ans balancen gedacht.
Naja, ich bin noch nicht mit denken fertig und versteh noch nicht ganz
was ueberhaupt dein Ziel genau ist, aber so kann die Schaltung auf
jedenfall nicht funktionieren. Der LT1910 hat ne Ueberstromabschaltung,
soweit bin ich schon. Zur korrekten Funktion, musz der V+ pin DIREKT
(also auch im Layout : direkt von dort) am Strommeszwiderstand
angeschloszen werden. Bei dir sind da schonmal die komischen LT3083
dazwischen, das kann nicht gehen. Der wuerde staendig Ueberstrom
"erkennen" und abschalten.
Bernd schrieb:> naja bei nem niedrigen Duty-Cycle (vielleicht 10-25%, bei 5ms On-Time)> kannst du eben mind. 2A Pulse mit nem relativ schwachen Netzteil> erzeugen.
Naja, bei 1V erlaubtem Spannungsverlust brauchst ja nur 10'000µF. Dann
kannst dir den Stress mit den sch.. Supercaps sparen.
@dieter
danke dass Du dir Zeit nimmst ... das ist schon manchmal selten.
Im Datenblatt vom LT1910 ist angemerkt, dass man den Sense PIN auch
einfach auf V+ klemmen kann wenn man diese Funktion nicht braucht. Er
erkennt eben ne Spannungsdifferenz von 65mV und schaltet dann ab. Aber
man muss ein kleines RC Netzwerk aufbauen um eben die Stromtransienten
vom Sense fernzuhalten, dafür war ich erstmal zu faul. Die Supercaps
haben 50mOhm Serienwiderstand und sind relativ platzsparend - aber klar
Du hast recht. Die LED oder eben mal zwei in Serie - dafür soll der
Treiber ausgelegt sein - verträgt maximal 2A oder 1A auf Dauer bei
2.75-3.5V VF. Aber ich muss sehr dünne Kupferlackdrähte als 'Kabel'
verwenden wegen Mobilität und Gewicht die 1.8-2.2 Ohm/Meter Widerstand
haben - dafür die Spannungsreserve.
Grüße,
Bernd
Ja eigentlich ists ein Blinklicht ;) Leider ist der LT1910 eher als
Schalter-Treiber ausgelegt. Denn unter 1 ms wird der MOSFET nicht mehr
angesteuert.
Ich hätte eigentlich was mit 200µs gebraucht aber da war heute auch nur
mal ein schneller Versuch. Das Parallelisieren find ich eben sehr
ansprechend.
Grüße,
Bernd
war was essen...
Bernd schrieb:> Im Datenblatt vom LT1910 ist angemerkt, dass man den Sense PIN auch> einfach auf V+ klemmen kann wenn man diese Funktion nicht braucht.
ah, ok. Darauf hatte ich ja garnicht geachtet, dasz der mit dem V+
zusammengeschloszen ist...
Ja, erklaer doch bitte mal die beachsichtige Funktion genauer. Im
Datenblatt des LT3083 steht, dasz er max. 23V vertraegt, das passt dann
nicht ganz mit deinen 24V.
updt.: Ach quatsch, du willst ihn als Stromquell misbrauchen, der sieht
die Spannung ja garnicht. Bin grad noch am nachdenken...
Jaaaaaaaaa ... das hatte ich ganz vergessen. Ziel ist es LEDs in einer
Umgebung zu betreiben in denen eben auch feine Messungen angestellt
werden d.h. im Extremfall soll das Ding mit Bleiakkus eben 12 oder 24V
laufen. Mit der ChargePump hole ich mir natürlich ordentlich Noise in
die Schaltung aber eben bei 750KHz was bei nem 40kHz Cutoff bei den
Messungen durchaus Ok ist.
Aber ein Wallmount PSU ist eben furchtbar rauschend - aber durch die
Caps möglich. Die Frequenzen für die LED soll 5-120 Hz sein bei 200µs -
30 ms Pulsbreite oder eben auch mal durchgehend.
Das mit den 23Volt ist blöde ja ... mir ist noch keine wirklich
befriedigende Lösung eingefallen um eben das eine Volt bei 24V runter zu
kommen aber bei 12V eben nicht mehr. Hm? Idee?
Grüße,
Bernd
Die LT3083 sehen die Spannung schon, regulieren aber dank dem zweiten
10K Widerstand in den off Zeiten NICHT runter bleiben also somit kalt.
Alles in allem bin ich zufrieden und finde noch keine dollen Fehler bis
eben auf die 24 vs 23 Volt Greschichte. Und evtl. werde ich einen
schnelleren Treiber verwenden .. mal sehen. Falls jetzt keine Einwände
kommen werde ich die Schaltung mal so aufbauen. Fallen Dir noch
irgendwelche Schutzvorichtungen ein? Damit kenne ich mich nicht aus.
Grüße,
Bernd
Was der 10K-Widerstand soll ist mir auch nicht klar. Soll der eine Art
Mindeststrom garantieren, damit er nicht bis zum Anschlag aufmacht, wenn
der Trans. aus ist ? Macht dann wohl Sinn.
Aber die Fluszspannung der Dioden ? wieviel ?
> ich hab mich heute einmal hingesetzt und einen kleinen LED Treiber
Was soll die Schaltung bringen?
Um 1 oder 2 LEDs die bis 2A verkraften und dafür inklusive Zuleitung bis
11V benötigen kurz ein und ausschalten zu können muß man doch nicht
solchen Aufwand treiben.
Apropos treiben: Wohin treibt ihr die LEDs eigentlich mit eurer
Konstantspannung immer? In den Wahnsinn, ins Nirvana oder über'n Jordan?
Wozu auch immer der Optokoppler der die Ansteuerspannung von der LED
Versorgung trennt nötig ist, mit 100k ist der so langsam, da braucht man
über 200us nicht nachzudenken.
Bernd schrieb:> Die LT3083 sehen die Spannung schon, regulieren aber dank dem zweiten> 10K Widerstand in den off Zeiten NICHT runter bleiben also somit kalt.
das kapier ich nicht.
Also ich musz sagen, dasz ich noch nie einen Linearregler als
Stromquelle verwendet habe. Ich empfinde das etwas als pfuschig, da es
schwer ist das exakte Verhalten eines Linearreglers abzuschätzen.
Ich habe mal eine pulsbare Stromquelle gebaut, fuer ca. 110VDC, bis 5A.
Zwei analoge Signaleingange für Strom-sollwerte. Der Strom konnte bzw.
kann die Zustaende [Aus/Wert1/Wert2] annehmen. Die Einschwingzeit ist
ca. 1µs. Uebrigens auch fuer LEDs, fuer eine Art , naja
Beleuchtungs-sequencer oder so koennte man sagen.
Ich habe einen (passenden) Mosfet im Linearbetrieb hergenommen, in Art
eines Emitterfolgers, geregelt ueber einen OPamp (AD817). Das
funktioniert sehr gut. Ueber eine Analogschalter werden die drei
moeglichen Sollwerte [0/Wert1/Wewrt2] auf den Reglereingang geschaltet.
@Dieter
Die Diode ist nur dafür da da noch ne Entladeschaltung für den
Kondensator implementiert wird ...
@MaWin
die LT3083 funktionieren als Konstantstromquelle; mit dem Poti stellst
du den Strom ein - hoher Widerstand hoher Strom! Im Ggs. zu nem LM317
Schaltkreis: hier bräuchtest Du ein qualitativ seeeeehr hochwertiges /
und teures 4.7 Ohm Poti um den Stromfluss einzustellen - hier kannst Du
Billigware nehmen. Ergänzend käme noch ein isolierter High-Side Current
Sense von Avago entsprechend verstärkt mit nem 10mOhm Shunt. Mit dem
Optokoppler kann man es einfacher an Leute geben die eine Fehlfunktion
nicht so schnell erkennen ;) und damit kann man auch eine DAQ-Karte
sorglos anschließen.
Aber ich gebe Dir Recht es gibt viel einfachere Lösungen aber es sollte
High-Side sein! Und wenn du mal 20V bei 50 mA, über Bananenstecker im
Abstand von 2cm unter Deine Kniekehle legst, mit etwas Duschgel anlegst
weist Du was niedrige Spannung allestun kann .... dein Unterschenkel
wird wenn du so 5Hz stimulierst schön wippen ;)
Grüße,
Bernd
@Dieter
ja das ist ne solide Sache aber es ist immer Spannung auf der LED. Ich
wollte ne High-Side Geschichte und es hat keinen Präzisionsanspruch
sondern es ist nur Konstanz gefragt, ein Strommessungsschaltkreis
erlaubt dann das Einstellen des Stroms.
Grüße,
Bernd
achso stimmt ja, das hattest du ja geschrieben dasz du das nicht
willst...
Bernd schrieb:> Die LT3083 sehen die Spannung schon, regulieren aber dank dem zweiten> 10K Widerstand in den off Zeiten NICHT runter bleiben also somit kalt.
das kapier ich aber immer noch nicht. Und die Fluszspannung bist mir
auch noch schuldig.
Ich geh jetzt pennen. Bis morge vielleicht
@Bernd (Gast)
>Jaaaaaaaaa ... das hatte ich ganz vergessen. Ziel ist es LEDs in einer>Umgebung zu betreiben in denen eben auch feine Messungen angestellt>werden d.h. im Extremfall soll das Ding mit Bleiakkus eben 12 oder 24V>Caps möglich. Die Frequenzen für die LED soll 5-120 Hz sein bei 200µs ->30 ms Pulsbreite oder eben auch mal durchgehend.> dafür soll der>Treiber ausgelegt sein - verträgt maximal 2A oder 1A auf Dauer bei>2.75-3.5V VF.
Das sind ja wenigstens schon mal ein paar brauchbare Angaben.
Hier muss man nicht krampfhaft auf Effizienz trimmen. Nimm 12V Akkus und
gut. Vorgabe der Frequenz und Pulsbreite mittels NE555 oder
Doppelversion NE556 (?). Einer macht die Frequenz als astabile
Kippstufe, der zweite als Monoflop die Pulsbreite. Wer es digital
genau haben will nimmt einen kleinen AVR mit Drehgeber und LCD.
Als Konstantstromquelle reicht die einfache OPV + MOSFET Version.
Die paar W Verlustleistung spielen wahrscheinlich keine Rolle. Der ganze
Quark mit Schaltregler & Co ist totaler Overkill.
> Aber ich gebe Dir Recht es gibt viel einfachere Lösungen aber es sollte> High-Side sein!
Dann müsstest du an der attachten bloss NPN gegen PNP tauschen und die
Dioden und Optkoppleranschlüsse umdrehen.
Die schaltet die LEDs problemlos in 1us, und dabei darf die Spannung
absacken, man bracht keine hochkapazitiven GoldCaos, denn auch sie
regelt den Strom.
Auch wenn man für dessen Einstellung ein ordentliches Poti braucht.
danke an Euch!
@falk
wir haben DAQ Karten zum Schweine Füttern somit dachte ich zuerst an die
Optokoppler-Sache aber als Stand-Alone Funktion kam mir die Idee mit den
NE555 natürlich auch aber mit Drehgebern habe ich noch nie gearbeitet,
aber sicherlich ne schöne Sache! Danke!
Die Linearregler zu missbrauchen fand ich nur so schön da man die Last
eben laut Datenblatt verteilen kann und somit weniger Hitzeprobleme hat
..dachte ich? Aber das kann man mir Darlingtons auch standardmäßig.
6V reichen ohne SEPIC o. BOOST, STEP-UP Geschichten (noisy!) nicht da
ich so 4-8 Ohm Kabelwiderstand habe.
@Mawin
ja da gebe ich Dir recht. Es geht einfacher, aber ich wollte alles
High-Side damit keine Spannung auf den LEDs im off-state liegt.
Aber ich bin ja schon mal froh das bisher noch keiner mordio schreit.
Grüße,
Bernd