Line-Signal verstärken und mit AVR detektieren

OP #4496523
Hallo,

ich komme an einem Punkt nicht mehr weiter
Es soll mit einem Arduino erkannt werden, ob ein Line Stereosignal 
vorhanden ist. Wie im Schaltplan funktioniert es zwar, aber es wäre gut, 
wenn die Verstärkung noch viel größer wäre. Ich habe das gleiche mit dem 
zweiten OP aufgebaut und mittels 10k(100k habe ich auch probiert) 
verbunden. Das scheint überhaupt nicht zu gehen.

Was könnte ich denn hier besser machen?

Der OP ist ein LM358
Angehängte Dateien:
#4496541
Moin,

Der nichtinvertierende Eingang darf nicht auf der neg. Versorgung des 
OpAmps liegen. Der sollte bei unsymmetrischer Speisung auf der halben 
Spannung liegen. Also zB. noch n 10k Widerstand zusaetzlich vom 
nichtinverierenden Eingang nach +5V, dann sollts' tun.
Ich hab' aber nicht nachgeguckt, wie gut der LM358 mit so niedrigen 
Versorgungsspannungen zurechtkommt, bzw. was da dann maximal am Ausgang 
zu erwarten ist. Blick ins Datenblatt koennte da nicht schaden.

Gruss
WK
Gast #4496556
Praktikant Ex schrieb:
> Ach so: R1 und R2 bilden mit den Reihenkapazitäten Hochpässe. NF-Signale
> am Eingang werden also zusätzlich gedämpft

Klar, Hochpass bei 0.16Hz! Da dämpft im Audiobereich nichts mehr ...
Wie weit runter muss es denn noch gehen?

Max .. schrieb:

> Der OP ist ein LM358

Der LM358 ist langsam und wir hier bei den positiven Halbwellen voll an 
Anschlag gefahren und übersteuert. Das macht ihn zusätzlich langsamer. 
Außerdem kommt er nicht bis an die 5V am Ausgang, sondern eher nur bis 
2V oder 3V.

> Was könnte ich denn hier besser machen?
- einen Rail-to-Rail-OPA nehmen
- ev. eine aktive Gleichrichterschaltung bauen und die entstehenden 
Halbwellen mit RC filtern. Damit erhältst du eine etwas langsamere 
Reaktion, die aber auch gewünscht ist, denn sonst schaltet dir das ganze 
bei einer pianissimo-Passage vorzeitig wieder aus.
- für größere Verstärkung kannst du ruhig R1 und R2 deutlich niedriger 
machen: 22k oder 10k belasten einen Line-Ausgang noch nicht merklich. 
Viel höher würde ich mit R4 nicht gehen.
- R3 ist nicht wirklich notwendig, wenn er sinnvoll wirken soll 
(Ausgleich Leckströme), dann müsste er so groß sein wie R4. Für diese 
Anwendung sollte ein Stück Draht reichen.
OP #4496560
Ich habe jetzt noch den 10k hinzugefügt und es scheint so wohl ganz gut 
zu funktionieren.
Die neuen Vorschläge werde ich jetzt mal ausprobieren.
Die Schaltung soll zwischen einem Bluetooth Empfänger und Verstärker 
hängen.
Wenn über Bluetooth dann ein Audiosignal kommt, dann soll dies mittles 
Relais umgeschaltet werden. Ich werden in der Software dann einstellen, 
dass es mindestens 30s still sein muss, bevor wieder die andere Quelle 
eingeschaltet wird. Dann sollten Pausen kein Problem sein
Angehängte Dateien:
OP #4496701
Soo, ich habe nun R1 und R2 auf 20k reduziert. Das funktioniert auch 
gut.
Eine Frage noch und zwar habt ihr geschrieben, dass der OP übersteuert.
Hat das negative Folgen für den OP, also dass er nur kurze Zeit das 
durchmacht, oder sollte das in dieser Hinsicht kein Problem sein?
Gast #4496744
Den nicht invertierenden Eingang würde man wohl eher auf 1.75V legen, 
wenn man auf symmetrische Aussteuerbarkeit wird legt. Wesentlich über 
VCC-1.5V wird die Ausgangsspannung des LM358 nicht steigen wollen.
Gast #4496764
Den OV kannst Du Dir schenken. Spanne den betreffenden ADC-Pin mit 
jeweils 100k nach Masse und nach VCC auf halbe Betriebsspannung vor. 
Schalte 100k in Reihe mit 100nF an diesen ADC-Pin. Vorn dran kommt Dein 
Line-Pegel. Fertig! Der ADC-Wert schwankt im Rhythmus der Musik um den 
Wert 512 herum, wenn AREF=VCC ist; je weiter davon entfernt, desto 
lauter das Signal. Wenn Du dieses Signal in Software "gleichrichtest" 
und maximierst, hast Du Deinen Detektor.

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