Mikrowellen-Hochspannung zum Zerstören von Weißdorn

OP #6602387
Lesenswert?

Jaja, das ist sehr analog. Aber Himmelkruzifix, dieses Zeug überwuchert 
den Garten, es ist zum Verrücktwerden. Also dachte ich zuerst an 230 
Volt, so einen Zwicker vom Batterieladegerät an die freigeschnitze Rinde 
und gib ihm. Okay, probier ich morgen, aber ich glaube nicht recht dran. 
Zu wenig "Druck". Dann ist mir Hochspannung eingefallen, und wo gibt's 
die? Klar, Mikrowellentrafo. Ob der kurzschlußfest ist, keine Ahnung, 
aber vom Regenwürmerangeln mit 230 Volt weiß ich dass die 10 A-Sicherung 
drin bleibt.
Und ich kann ja eine Glühbirne in Serie schalten um die Spannung zu 
begrenzen.Oder hat Jemand ne andere Idee wie ich dieses elende Unkraut 
vernichten kann?Klar halte ich Abstand zum Einsatzpunkt etc., keine 
Sorge.
(Firma: Funkenflug Industries) #6602588
Lesenswert?

> Kippe da mal ein par Eimer Salzwasser dran.
Ist höchstwahrscheinlich verboten, nicht gut für fast alle Pflanzen - 
auch nicht für die, die man möchte - und ein paar Jahre später hat man 
Probleme mit salzliebenden Pflanzen.

Wieso ziehst Du nicht in eine Plattenbausiedlung?
Im 20sten Stockwerk gibts keine Probleme mit Weißdorn.
#6602621
Lesenswert?

Beitrag "Re: Hochspannungserzeugung"

Frido J. schrieb:
> Dann ist mir Hochspannung eingefallen, und wo gibt's
> die? Klar, Mikrowellentrafo. Ob der kurzschlußfest ist, keine Ahnung,
> aber vom Regenwürmerangeln mit 230 Volt weiß ich dass die 10 A-Sicherung
> drin bleibt.
> Und ich kann ja eine Glühbirne in Serie schalten um die Spannung zu
> begrenzen.Oder hat Jemand ne andere Idee wie ich dieses elende Unkraut
> vernichten kann?Klar halte ich Abstand zum Einsatzpunkt etc., keine
> Sorge.

Ohne weiteren Worte...
OP #6602630
Lesenswert?

Okay, ein paar Gedanken bzw. Antworten waren gut, danke dafür.Ich hätte 
ein Foto einstellen sollen dann wäre den Unqualifizierten das Lachen 
vergangen. Dieses Zeug ist die Pest oder Hölle. Natürlich hab ich's 
abgeschnitten bzw, -gesägt. Und, hydramäßig,kommen jetzt zig Triebe um 
den Hauptstamm herum raus.Unten am Haus dasselbe, und das Zeug wuchert 
ohne Ende. Ausgraben ist schon gar nicht mehr möglich, das ist so viel, 
das schaffe ich echt nicht.Gift nehme ich keins,auch kein Salzwasser, 
weil's drumrum blüht und gedeiht.Also probier ich's morgen mit 230 und 
wenn auf dem Sperrmüll oder Schrott was Hochspannungsmäßiges rumliegt, 
irgendein Trafo halt, dann damit.
Jedenfalls gebe ich Bescheid, ist klar.Voneinander lernen ist immer gut, 
danke ans Forum.
#6602639
Lesenswert?

Frido J. schrieb:
> .Gift nehme ich keins,auch kein Salzwasser,
> weil's drumrum blüht und gedeiht.Also probier ich's morgen mit 230 und
> wenn auf dem Sperrmüll oder Schrott was Hochspannungsmäßiges rumliegt,
> irgendein Trafo halt, dann damit.
> Jedenfalls gebe ich Bescheid, ist klar.Voneinander lernen ist immer gut,
> danke ans Forum.

Du bist echt ein Volltrottel!!!

Lass Dich lieber von einem Landschaftsgärtner beraten, das ist
weniger gefährlich und auch zielführender...

PS.: Du bist sicher auch Vollmondopfer
#6602695
Lesenswert?

Glühfosfat geht, klappt aber nur bei allem was grün ist. derzeit ists da 
aber noch nicht weit her damit. Der Vorteil ist, das wirkt sich 
überhaupt nicht aufs Saatgut aus. Aber ausgraben geht natürlich auch, 
obwohls ne Heidenarbeit ist.
An sich reichts schon die Wurzeln ein paar cm unter Bodenniveau 
abzuschneiden und dann Erde drüber zu schütten.
#6602707
Lesenswert?

Frido J. schrieb:
> Dieses Zeug ist die Pest oder Hölle.

Wenn das für dich schon die Hölle ist, dann hattest du noch nie mit 
Schachtelhalm zu tun...

Wäre der Weißdorn mein Problem, so würde ich ihm mit einem Freischneider 
zu Leibe rücken. Und das ein, zwei Sommer lang; min. 1x die Woche alles 
Grüne sofort wieder abrasieren. Dann ist definitiv Ende Gelände, denn 
auch die schlimmste Pest braucht Photosynthese.
Ganz allgemein ist ein (echter!) Freischneider DAS Gerät für den Garten, 
nur weiß das kaum jemand. Stattdessen sieht man in diesen weichgespülten 
Zeiten sogar Leute mit Hand-Grasscheren ihren Rasen kürzen...
#6602824
Lesenswert?

Magnus M. schrieb:
> Uli S. schrieb:
>> Glühfosfat.
>
> Was des?

Im Juni 2020 traf Bayer ohne Eingeständnis einer Haftung eine Einigung 
mit einem Teil der 61.800 Glyphosat-Kläger (Stand: 3. Februar 2021) aus 
den USA. Für Vergleiche im Rahmen dieser außergerichtlichen 
Grundsatzvereinbarung erwartete das Unternehmen Kosten von 9,6 
Milliarden US-Dollar.

https://de.wikipedia.org/wiki/Bayer_AG
#6603089
Lesenswert?

Das Glyphosat Zeugs ist schon nicht schlecht um unerwünschte Pflanzen zu 
beseitigen.
Bei mir war mal unter einem Flieder eine Stechpalme (Ilex) aufgegangen.
Ausgraben war wegen der Wurzeln des Flieders nicht möglich. Ich hab dann 
einige Male im Abstand von ca. 4 Wochen jedes erreichbare Blatt 
vorsichtig mit unverdünntem  Glyzeug eingepinselt. War einige Arbeit 
aber im nächsten Jahr war die Ilex dann abgestorben und der holzige Rest 
ließ sich aus dem Boden ziehen.
(Firma: Funkenflug Industries) #6603133
Lesenswert?

Das Problem bei Pflanzenschutzmitteln wie Glyphosat ist, daß man wissen 
muß wie man es anwendet und wann eine Anwendung sinnvoll ist und keine 
anderen Pflanzen oder Tiere gefährdet.

Soweit ich weiß wirkt Glyphosat z.B. nur an den Blättern. Der Einsatz 
gegen die Samen oder es an die Wurzeln irgendwelcher Pflanzen zu kippen 
macht wenig Sinn. Ich bin jetzt nicht der Fachmann dafür, aber ich würde 
sagen dadurch habe ich für die Anwendung nur einen sehr kurzen 
Zeitrahmen (bevor die Nutzpflanzen aufgehen oder nachdem die 
Nutzpflanzen abgeerntet sind) und ich muß das Zeug sprühen. Wenn man das 
natürlich zur Zeit des Bienenfluges macht, braucht man sich nicht 
wundern wenn man das Zeug hinterher im Honig findet und möglicherweise 
die Bienen dran verrecken.

Was spricht eigentlich dagegen, das Ding einfach abzusägen "wenns 
stört"? Scheu vor körperlicher Gartenarbeit?
#6604453
Lesenswert?

Marek N. schrieb:
> Früher, als man noch Platinen in Ätzbrühe zu Hause gemacht hat...

Du meinst Natriumpersulfat?
In der benutzten Ätzbrühe ist nur Kupfersulfat enthalten.
Kupfersulfat wird stark verdünnt als Spritzbrühe gegen
Schimmelpilze und Mehltau zb im Weinanbau  verwendet.
Mann müsste schon riesige Mengen von dem Zeug verwenden.
Kupfer ist aber Fischgiftig.
Ich ziehe das Kupfer immer mit Stahlwolle aus der Ätzbrühe.
(Kommt dann in den Restmüll)
Den Rest noch mal mit JBL Cu-Test prüfen

Da ist normales Kochsalz effektiver und billiger
Mann muss es nur direkt an die Wurzel der Pflanze befördern.
Oberflächlich angegossen wird das nicht immer  in den
Wurzelbereich gelangen.
Wird auch irgendwann vom Regenwasser verdünnt und weggespült.
Dann lieber tiefe Löcher bohren (mit Rohr als Kernbohrer)

Letztendlich muss man den Baum oder den Strauch doch ausbuddeln.
Sieht ja sonst grottenhässlich aus so ein abgestorbener Baum.
Un man wird an der Stelle keine Freude haben wenn man mal was neues
einpflanzen will.
#6604459
Lesenswert?

Du könntest ihn einfach stehen lassen und ihn akzeptieren. :-)

zitat Wikipedia:

Der ökologische Wert des Weißdorns ist sehr hoch; er ist ein bedeutender 
Nahrungsspender und Lebensraum für zahlreiche Kleintiere. In 
Mitteleuropa bietet er rund 150 Insektenarten, gut 30 Singvogel-Arten 
und vielen kleinen Säugetieren eine Lebensgrundlage
#6604979
Lesenswert?

Uwe S. schrieb:
> Und das ein, zwei Sommer lang; min. 1x die Woche alles
> Grüne sofort wieder abrasieren. Dann ist definitiv Ende Gelände, denn
> auch die schlimmste Pest braucht Photosynthese.

So habe ich die Ackerwinde aus dem Garten vertrieben. Sehr effektiv, 
brauch aber unbedingt Konsequenz. Wenn man das mal 2 Monate schleifen 
lässt fängt man wieder von vorn an. Die Brombeere ist leider etwas 
grantiger, die wuchert allerdings auch geschützt in einem größeren 
Buschwerk. Allerdings, letztes Jahr hat sie das erste mal Früchte 
gebildet... nun ist sie nicht mehr ganz so unnütz aber dennoch furchtbar 
wegen der Dornen. Jedes mal beim Hecke schneiden und Schnittgut 
wegbringen dicke Handschuhe tragen ist Pflicht.
#6605558
Lesenswert?

Christian B. schrieb:
> Uwe S. schrieb:
>> Und das ein, zwei Sommer lang; min. 1x die Woche alles
>> Grüne sofort wieder abrasieren. Dann ist definitiv Ende Gelände, denn
>> auch die schlimmste Pest braucht Photosynthese.
>
> So habe ich die Ackerwinde aus dem Garten vertrieben. Sehr effektiv,
> brauch aber unbedingt Konsequenz. Wenn man das mal 2 Monate schleifen
> lässt fängt man wieder von vorn an. Die Brombeere ist leider etwas
> grantiger, die wuchert allerdings auch geschützt in einem größeren
> Buschwerk. Allerdings, letztes Jahr hat sie das erste mal Früchte
> gebildet... nun ist sie nicht mehr ganz so unnütz aber dennoch furchtbar
> wegen der Dornen. Jedes mal beim Hecke schneiden und Schnittgut
> wegbringen dicke Handschuhe tragen ist Pflicht.

Mit diesem Glyphosat hatte ich vor einigen Jahren den Kampf gegen den 
Riesenknöterich (BRRR!) gewonnen, der immer aus dem Nachbargrundstück 
mit Wurzeln rüberwucherte. Die Stengel sind hohl! Eine Spritze mit 
Kanüle und einige Tropfen in den hohlen Stengel hat für das 
entsprechende Jahr gewirkt! Das ist ziemliche Kleinarbeit aber mit 
Erfolg. Minimaler Verbrauch, keine Abschwemmungen und Bienen sind nicht 
gefährdet! Möglichst in der Wachstumsphase anwenden.
Gast #6606070
Lesenswert?

Eine Kettensäge wäre für Weißdorn und Brand auch gut geeignet
https://www.youtube.com/watch?v=Ye3EARnk40g
Hehe.

DANIEL D. schrieb:
> Ich würde die Rinde anritzen und ein Stück Kupferdraht blank
> herumwickeln. Oder ein Kupfernagel einschlagen.
>
> Einfach aus Neugierde ob das wirklich so gut die Pflanzen umbringt.
Der Blauwassernagel scheint ein Mythos zu sein
https://www.gartenlexikon.de/baum-eingehen-lassen/
#6607961
Lesenswert?

Eine alte und auch von mir getestete Methode:
Abschneiden, anschließend einige 8mm Löcher nah an der Rinde
in die Sägefläche bohren.

Nun etwas Salz (etwa einen halben Teelöffel) in jedes Loch einfüllen.
Danach die Löcher mit Fensterkitt, Wachs oder Silikon
ordentlich verschließen.

Hat bei äußerst wuchsfreudigen Weiden sehr gut geklappt.

Grüße Bernd
#6608101
Lesenswert?

Genau.

Kurz über der Erde den Stamm anbohren, mit
dem Bohrloch schäg nach unten.
Dort dann ein Kupfersalz oder Akusäure einfüllen.
Die Bohrung mit nem Reagenzglasstopfen verschließen.
Ein paar Wochen lang jede Woche den Stopfen lupfen
und die "Soße" nachfüllen.
Exitus der Stammes in 3-6 Wochen.

mfg
#7367144
Lesenswert?

Guten Tag, bin gerade über deinen Beitrag gestolpert und da ich auch einige sehr hartnäckige Gewächse im Garten habe, bei denen ich schon seit längerem mit dem Gedanken spiele sie einfach zu verbrutzeln, würde ich gerne wissen, ob du eine Lösung gefunden hast und wie du diese realisiert hast? Du kannst mir gerne auch privat antworten damit sich hier nicht wieder alle moralapostel einen Zacken aus der Krone brechen 🤷🏻‍♂️😇

Mfg.

#7367820
Lesenswert?

Thorsten B. schrieb:

Guten Tag, bin gerade über deinen Beitrag gestolpert und da ich auch einige sehr hartnäckige Gewächse im Garten habe, bei denen ich schon seit längerem mit dem Gedanken spiele sie einfach zu verbrutzeln, würde ich gerne wissen, ob du eine Lösung gefunden hast und wie du diese realisiert hast? Du kannst mir gerne auch privat antworten damit sich hier nicht wieder alle moralapostel einen Zacken aus der Krone brechen 🤷🏻‍♂️😇

Mfg.

Die mechanische Lösung bei hölzernen Gewächsen ist zwar aufwändig aber dauerhaft! Wie meine Erfahrung war, ist z.B. dem Riesenknöterich nur chemisch beizukommen.

#7367893
Lesenswert?

Glyphosat, weil es eingangs angesprochen wurde, wirkt systemisch, wird übers Blatt aufgenommen und verteilt sich in der Pflanze, die dann daran eingeht, also auch die Wurzel.

Kupfersulfat wurde auch als Herbizid eingesetzt ... die Menge macht das Gift, in der Anwendung braucht es richtig Mengen, mit dem Effekt, dass so behandelte Böden heute noch bei Abtrag als Sondermüll deponiert werden müssen, da es sich nicht abbaut, bestenfalls per Erosion großflächig verteilt.

Und für die meisten Tips hier würde man mir direkt den Sachkundenachweis einkassieren und n Verfahren wegen Umweltvergehen eröffnen.

Gast #7367899
Lesenswert?

Thomas U. schrieb:

... Riesenknöterich ...

Aus https://de.wikipedia.org/wiki/Japanischer_Staudenkn%C3%B6terich

"Eine effektive Möglichkeit zur Bekämpfung unerwünschter Pflanzen wie dem Japanischen Staudenknöterich besteht in einer Behandlung der Wurzel mit Strom, auch Elektro-Herbizid genannt. Bei dem Verfahren werden oberirdische Pflanzenstängel manuell mit einer Elektrolanze[24] berührt. Die Arbeitsspannung beträgt wahlweise 3000–5000 Volt bei einer Spitzenleistung von ca. 5 kVA. Der resultierende Stromfluss führt innerhalb der Wurzel zu einer so starken Erwärmung, dass bereits nach wenigen Sekunden der Siedepunkt erreicht wird. Aufgrund des entstehenden Dampfdruckes platzen die Zellen, wodurch die Wurzel abgetötet oder mindestens stark geschädigt wird. Die Technologie kommt ohne Einsatz von chemischen Herbiziden aus und schädigt ausschließlich die Zielpflanze, nicht jedoch umgebenden Bewuchs und die Fauna. Aufgrund der direkten Wirkung auf die Wurzel, je nach deren natürlicher Form auch in tieferen Bodenschichten, ist das Verfahren sämtlichen herkömmlichen Bekämpfungs-Methoden (mit Ausnahme von Pflanzengiften) weit überlegen."

#7368005
Lesenswert?

1.21 Gigawatt... Ich denke, wer einen Garten hat, muss ihn wohl oder übel auch pflegen. Unkraut entferne ich mechanisch. Und wie im Thread schon erwähnt wurde, braucht auch Unkraut Licht zum wachsen. Wenn man es immer wrgschneidet, gibt es keine Photosynthese mehr. So habe ich bei uns den "Giersch" besiegt. Die Pflanze könnte regional auch anders heißen.

#7368158
Lesenswert?

Weingut P. schrieb:

Glyphosat, weil es eingangs angesprochen wurde, wirkt systemisch, wird übers Blatt aufgenommen und verteilt sich in der Pflanze, die dann daran eingeht, also auch die Wurzel.

Meine Anwendung war tropfenweise in den hohlen Stengel mit ebendieser Wirkung.

Kupfersulfat wurde auch als Herbizid eingesetzt ... die Menge macht das Gift, in der Anwendung braucht es richtig Mengen, mit dem Effekt, dass so behandelte Böden heute noch bei Abtrag als Sondermüll deponiert werden müssen, da es sich nicht abbaut, bestenfalls per Erosion großflächig verteilt.

Dann bring das mal im BIO-Weinbau zur Sprache, wo sich die jährlich angewandte Menge ebenfalls im Boden akkumuliert...

Und für die meisten Tips hier würde man mir direkt den Sachkundenachweis einkassieren und n Verfahren wegen Umweltvergehen eröffnen.

#7368436
Lesenswert?

Laut nem Bericht der vor längerer Zeit mal im englischen Fernsehen lief, Sender weiss ich leider nicht mehr, klappt das mit dem elektrischen Stuhl fürs Unkraut recht gut. Da gibts aber etliche streng einzuhaltende Regeln. Erstens, nicht bei regenfeuchtem Boden, derjenige der das macht trägt dicke Gummistiefel, natürlich brauchts auch eine Erdverbindung und die stromlanze hängt an nem langen isolierenden Stab. Vergleichbar vielleicht der Sprühlanze von nem Hochdruckreiniger. Bloss dass natürlich die Zuleitung nicht durch den Handgriff führt. Und selbstverständlich darf sich niemand in unmittelbarer Nähe befinden.

#7368613
Lesenswert?

Die Brombeere ist auch so eine Pest. Das sind zwar Flachwurzler und fühlen sich im sandigen Boden wohl, aber wenn die Spitzen runterhängen und den Boden berühren, dann vergraben sie sich selbstständig im Erdboden und bauen ein unterirdisches fürchterliches Netzwerk auf!

Dagegen hilft kein Glyphosat, Salz, Kupfer, Strom, Essig, Brandrodung, Maulwürfe, Freischneider mit Bürstenaufsatz usw. mehr! Da hilft nur noch Muskelschmalz, oder der Zwergbagger, der den Garten 50cm tief abträgt.

#7368686
Lesenswert?

Thomas U. schrieb:

Meine Anwendung war tropfenweise in den hohlen Stengel mit ebendieser Wirkung.

Dann rechne das mal aufs Hektar hoch welche Menge das ist, wir setzten (wenn notwendig) 0,5l/ha ein, also auf 10.000m².

Dann bring das mal im BIO-Weinbau zur Sprache, wo sich die jährlich angewandte Menge ebenfalls im Boden akkumuliert...

Ist bekannt und wäre bei Bio Kupfer derzeit nicht alternativlos wäre es längst verboten, schon wegen Gewässerschutz.

#7368688
Lesenswert?

Marcel V. schrieb:

Die Brombeere ist auch so eine Pest. Das sind zwar Flachwurzler und fühlen sich im sandigen Boden wohl, aber wenn die Spitzen runterhängen und den Boden berühren, dann vergraben sie sich selbstständig im Erdboden und bauen ein unterirdisches fürchterliches Netzwerk auf!

Die Früchte schmecken, wenn ausgereift, deutlich besser als die auf wehrlos gezüchteten für den Garten. Diesen wurden mit den Stacheln auch Reste des Aromas weggezüchtet!

Dagegen hilft kein Glyphosat, Salz, Kupfer, Strom, Essig, Brandrodung, Maulwürfe, Freischneider mit Bürstenaufsatz usw. mehr! Da hilft nur noch Muskelschmalz, oder der Zwergbagger, der den Garten 50cm tief abträgt.

Dabei kannst du doch gleich den Wärmetauscher für die Erd-WP mit einbuddeln... ;-))

#7368694
Lesenswert?

Weingut P. schrieb:

Thomas U. schrieb:

Meine Anwendung war tropfenweise in den hohlen Stengel mit ebendieser Wirkung.

Dann rechne das mal aufs Hektar hoch welche Menge das ist, wir setzten (wenn notwendig) 0,5l/ha ein, also auf 10.000m².

Derzeitiger Grenzwert ist 3 kg/ha, dessen Vergleich du mit Angabe l/ha gut umgangen hast, und den sicher Viele gern ausnutzen...

Dann bring das mal im BIO-Weinbau zur Sprache, wo sich die jährlich angewandte Menge ebenfalls im Boden akkumuliert...

Ist bekannt und wäre bei Bio Kupfer derzeit nicht alternativlos wäre es längst verboten, schon wegen Gewässerschutz.

Es gab in der jüngsten Geschichte mehrere 'alternativlose' Entscheidungen, die sich später als ungünstig herausstellten...

#7368841
Lesenswert?

Ich versteh das Problem garnicht. Kette drumrum, geeigentes Zugfahrzeug davor und dann einfach wegfahren. Fertig! Ich hab alles mit meinem Landy rausgerissen. Egal ob Sträucher, kleine Bäume, Ranken, Efeu, Hagebutte oder was auch immer. Kette lang genug gelasen, Kissen aufs Lenkrad und ein Blech vor die Heckscheibe. Den kleinsten Gang (von 20) eingelegt und dann aufs Gas....

Chemie macht nur den Boden alf lange Zeit unfruchtbar.

#7368909
Lesenswert?

Kann man machen. Danach spielte YouTube das nächste Video ab: https://www.youtube.com/watch?v=2_-0g5rsjdk

Hier tut's ab Minute 1 heftig weh. Mit einer neuen Kettensäge in der Erde schneiden... Aua!!

Übrigens habe ich rund ein Dutzend solcher Bäume - meist Fichten - gefällt und die Stümpfe ausgegraben. Die freigelegten Wurzeln aber mit einer Axt durchtrennt, später mit einer dazu angeschafften Säbelsäge.

#7368923
Lesenswert?

Thomas U. schrieb:

Weingut P. schrieb im Beitrag

Dann rechne das mal aufs Hektar hoch welche Menge das ist, wir setzten (wenn notwendig) 0,5l/ha ein, also auf 10.000m².

Derzeitiger Grenzwert ist 3 kg/ha, dessen Vergleich du mit Angabe l/ha gut umgangen hast, und den sicher Viele gern

Ist bekannt und wäre bei Bio Kupfer derzeit nicht alternativlos wäre es längst verboten, schon wegen Gewässerschutz.

Es gab in der jüngsten Geschichte mehrere 'alternativlose' Entscheidungen, die sich später als ungünstig herausstellten...

Ich Kauf das Zeug im 20 Liter Kanister und messe es mit dem Messblech ab … Dichte schert mich nicht, würd schätzen ~1.2, allerdings ist das auch nicht reiner Wirkstoff, Netz- und Haftmittel sind ja auch noch dabei … mit Sicherheit sind die 0,5 Liter DEUTLICH unter 3kg, Beton käm ja auf ca. 1,2kg ;)

#7369051
Lesenswert?

Thomas U. schrieb:

Es gab in der jüngsten Geschichte mehrere 'alternativlose' Entscheidungen, die sich später als ungünstig herausstellten...

PS: Das brauchst Du mir nicht sagen, das die Bioverbände sich vehement gegen praktisch jede Form der Modernisierung stellen und auf Esoterik wie Kackhörnchen verbuddeln setzen und das noch politisch aufgeblasen und von vielen in der Gesellschaft mit getragen wird, ist mir gänzlich unbegreiflich. Dagegen ist von Jungfrauen bei Mondschein verseiltes sauerstoffarmes Goldkabel für die Dynamik im Audiobereich noch fast naturwissenschaftlich.

(Firma: ;-) gibt es auch) #7369190
Lesenswert?

Thomas U. schrieb:

Marcel V. schrieb:

Ove M. schrieb:

Ich wäre dankbar für einige robuste Ableger. Am liebsten schon mit ein paar Wurzeln dran. Würdest du mir welche schicken? Das Porto zahl ich gerne! Viel Grüße Ove

Riesenbärenklau ist giftig! Den will niemand freiwillig haben wollen.

Vielleicht als Schutzhecke gegen die Nachbar'kröten'?

Ja, nee is klar! Meinte Ableger vom Weissdorn. Viele Grüsse Ove

#7372111
Lesenswert?

Abdul K. schrieb:

Sieht auf Wikipedia wie ein allerwelts Rosengewächs aus und wird dort in vielerlei Hinsicht positiv und gutmütig bewertet.

Es breitet sich nicht wie Giersch oder Japanischer Staudenknöterich aus. Ein Weißdornstrauch ist unproblematisch und beherrschbar. Eine größere Fläche davon möchte ich allerdings nicht haben. Die Dornen sind lang und spitz, beim Beackern wird man ohne Schutzkleidung nicht unverletzt davon kommen. Selbst Rosen finde ich deutlich harmloser.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren